Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

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Narvik
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Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von Narvik » vor 1 Monat

Hallo zusammen!

Ich hoffe, es stellt kein Problem dar, dass ich mich hier registriert habe, obwohl ich selbst nicht an Schlafapnoe leide.
Jedoch mache ich mir große Sorgen um meine Freundin, die beinahe jede Nacht sehr laute Schnarchgeräusche von sich gibt und hoffe, hier evtl. ein paar Ratschläge zu bekommen, wie wir unsere Situation verbessern könnten. Um alle möglicherweise relevanten Informationen wiedergeben zu können, wird dies nun ein sehr langer Beitrag - ich hoffe, dass ich damit niemanden abschrecke, der uns vielleicht weiterhelfen könnte.

Meine Freundin ist 23 Jahre alt und wir wohnen seit fast drei Jahren zusammen. Vor etwa zweieinhalb Jahren stellte ich erstmals fest, dass sie schnarcht. Nun habe ich generell einen leichten Schlaf. Ich brauche möglichst absolute Ruhe, um einschlafen zu können und wache rasch auch von leiseren Geräuschen auf - da ist ihr Schnarchen für mich natürlich problematisch. Als ich sie darauf angesprochen habe, wollte sie mir zunächst nicht glauben, dass sie schnarchen würde.
Nach einiger Zeit beschloss ich in einer Nacht, in der ich wieder einmal aufgrund der von ihr verursachten Geräuschkulisse nicht einschlafen konnte, sie mit der im Laptop eingebauten Kamera aufzunehmen, um ihr selbst einen Eindruck davon vermitteln zu können, wie sie sich im Schlaf anhört. Als ich ihr die Aufnahme vorspielte, meinte sie zuerst, ich hätte nur meine eigenen oder gar fremde Schnarchgeräusche aus dem Internet aufgenommen und als Ton unter das Video gelegt. Ich versicherte ihr aber, dass mir noch nie jemand gesagt hätte, dass ich schnarchen würde und das Video auch definitiv nicht manipuliert habe (ich habe auch keinerlei Kenntnisse, wie man so etwas überhaupt anstellt :lolno: ). Schließlich eröffnete sie mir dann, dass ihre Mutter und ihr Bruder sie früher schon des Öfteren geweckt hatten, weil sie so laut schnarchte, dass die beiden davon in den Nebenzimmern aufgewacht waren.
Ich versuchte daraufhin, herauszufinden, was man dagegen tun kann und wir beschlossen, es erst einmal mit Anti-Schnarch-Spray und -Pflastern aus dem Drogeriemarkt zu versuchen. Für einige Nächte besserte sich die Situation auch, doch sie vergaß mit der Zeit immer öfter, die Produkte zu benutzen oder nachzukaufen, sobald sie aufgebraucht waren. So begann sie wieder zu schnarchen und bis zum heutigen Tage habe ich den Eindruck, dass es mit der Zeit immer lauter und schlimmer wird. Schließlich wollte sie beides nicht mehr bzw. nur noch sporadisch und widerwillig benutzen, weil das Spray ihr die Nase verstopfe und sie mit dem Pflaster nicht atmen könne.
Also versuchte ich, andere Wege zu finden, um Abhilfe zu schaffen und stieß bei meinen Recherchen auch irgendwann auf den Begriff Schlafapnoe. Nun weiß ich natürlich nicht, ob sie tatsächlich darunter leidet oder es andere Gründe für ihr Schnarchen gibt, aber ich dachte, ein Arztbesuch oder eine Untersuchung im Schlaflabor könne ja generell nicht schaden. Zuerst war sie davon nicht besonders angetan, willigte nach etwa einem halben Jahr und vielen längeren Unterhaltungen jedoch ein, mit mir gemeinsam dem Schlaflabor hier im örtlichen Krankenhaus einen Besuch abzustatten.
Leider kamen wir auch dort nicht weiter. Zwar waren wir laut Homepage des Schlaflabors und auch der Informationen an dessen Eingangstür pünktlich zur Beratungsstunde da, jedoch schien niemand vor Ort zu sein bzw. es reagierte keiner auf unser Klingeln an der Tür. Daher fragten wir bei den Krankenschwestern auf der Station, auf der sich auch das Schlaflabor befindet, nach, welche uns zwei Etagen weiter nach oben schickten, um Informationen zu erhalten. Dort sagte man uns jedoch wiederum, dass nur die Kolleginnen unten etwas über das Schlaflabor wüssten. Also fragten wir erneut unten nach, wo man uns wieder zurück nach oben schicken wollte. Wir sagten, dass wir gerade von dort kämen, die Schwester entgegnete uns, dass dies gar nicht möglich sei ( :problem: ) und dass man uns keinerlei Informationen zum Schlaflabor geben könne und dürfte. Wir gingen erneut nach oben und erhielten dort die gleiche Antwort - es war insgesamt sehr seltsam dort im Krankenhaus, weil die Schwestern uns größtenteils regelrecht aus dem Weg gingen, uns zum Teil die Tür vor der Nase zuschlugen oder uns einfach ignorierten, als wären wir unsichtbar, selbst wenn man sie direkt ansprach. :eh:
Ich fragte einige Tage darauf eine Nachbarin aus unserem Haus, die Medizin studiert und daher im selben Krankenhaus tätig ist, ob sie etwas über das Schlaflabor wüsste. Sie hatte bis dahin keine Ahnung, dass es dort so etwas gäbe, versprach mir aber, sich zu informieren. Ein paar Tage darauf antwortete sie mir, dass man ihr ebenfalls gesagt hätte, es dürften keine Informationen darüber herausgegeben werden. :wtf:
Leider verängstigte dieses seltsame Verhalten der Krankenhausangestellten meine Freundin sehr stark, aber immerhin erklärte sie sich bereit, dort noch einmal anzurufen. Das hatten wir auch schon vor dem Besuch mehrmals probiert, aber es ging trotz offizieller Öffnungszeiten dort nie jemand ans Telefon, es schien auch keinen Anrufbeantworter oder dergleichen zu geben. Nach einigen Versuchen hatten wir diesmal jedoch Glück, wurden nach unserer Schilderung von der Dame am Telefon aber sehr patzig darauf hingewiesen, dass es doch selbstverständlich sei, dass man nicht einfach so dorthin kommen könnte. Zunächst müsse man sich vom Hausarzt untersuchen lassen, der einen zum Facharzt überweist, der dann wiederum eine Überweisung fürs Schlaflabor ausstellen müsse. Das verwunderte mich etwas, weil ich zuvor gelesen hatte, dass es auch Schlaflabore gibt, die man ohne ärztliche Überweisung nutzen könne und auf der Homepage des Krankenhauses eben auch stand, dass potenzielle Patienten sich zunächst unverbindlich zu einer Beratungsstunde einfinden könnten.
Jedenfalls haben wir uns dann darauf verständigt, dass meine Freundin einen Termin bei einem HNO-Arzt vereinbaren würde. Das war eben vor ca. zwei Jahren - beim Arzt war sie jedoch bis heute nicht. Wann immer ich sie darauf anspreche, wird sie sehr kleinlaut und antwortet mir entweder gar nicht oder hat die verschiedensten Gründe parat:

  • Sie sei eben vor lauter wichtigerer Termine noch nicht dazu gekommen.
  • Sie wüsste ja nicht im Vorfeld, ob sie zum vereinbarten Termin tatsächlich Zeit hätte, zumal es unabhängig vom Arzt mindestens zwei bis drei Jahre dauern würde, bis der Termin stattfindet.
  • Sie dürfe keine Arzttermine wahrnehmen, solange sie noch im Studium ist (welches noch mindestens vier Jahre dauern wird), sonst würde sie umgehend exmatrikuliert werden.
  • Sie hätte Angst, dass ihre Versicherung nicht zahlt und sie für alle Kosten selbst aufkommen müsste.
  • Es koste sie zu viel Überwindung, um einen Arzt aufzusuchen.
  • Sie sei es nicht wert, einen Arzt in Anspruch zu nehmen, weil sie damit die Zeit für "echte" Patienten blockieren würde.
Letztere Antwort kontere ich dann meist mit der Frage, ob wenigstens ich als ihr Freund es ihr denn vielleicht wert wäre, damit ich vielleicht irgendwann einmal wieder normal schlafen könnte. Aber spätestens dann blockt sie komplett ab und ich erhalte gar keine Antwort mehr von ihr. :s-cry:
Hinzuzufügen wäre, dass sie unabhängig vom Schnarchproblem ohnehin auf Wunsch ihrer Mutter einen Arzt aufsuchen soll, da die Mutter meiner Freundin sowie ihr Bruder vor etwa einem halben Jahr erfahren haben, dass sie beide an einer Krankheit leiden, die wohl generell in der Familie liegt. Dadurch sei das Risiko, dass meine Freundin diese Krankheit ebenfalls bekommt, erhöht (worum es sich dabei genau handelt, mag sie mir nicht erzählen), weshalb sie sich auf Anzeichen darauf untersuchen lassen sollte. Sie sagte mir, dass sie die Arztbesuche dann miteinander verknüpfen wolle. Allerdings hat sie die Information von ihrer Mutter nun auch bereits vor ca. sechs Monaten erhalten und bisher keinen Termin vereinbart - sie geht wohl allgemein nur äußerst widerwillig zum Arzt.

Ganz ähnlich sieht es aus, wenn ich sie generell darauf anspreche, dass sie schnarcht. Wir hatten mal ausgemacht, dass ich sie dann wecken sollte, damit sie sich umdreht, um zu probieren, ob sie in einer anderen Schlafposition leiser ist. Leider war das auch nie wirklich erfolgreich, stattdessen reagiert sie mittlerweile immer gereizter, wenn ich sie wecke. Auch hierbei erhalte ich neben vereinzelten Entschuldigungen verschiedenste Antworten von ihr, mit denen sie sich teils selbst widerspricht:

  • Man könne gegen Schnarchen nun einmal nichts unternehmen, schon gar nicht nicht auf medizinischem Wege.
  • Schnarchgeräusche seien für andere gar nicht hörbar, also müsse ich wohl mein eigenes Schnarchen hören.
  • Sie wäre noch gar nicht eingeschlafen, also könne sie auch nicht geschnarcht haben.
  • Es sei für Frauen anatomisch unmöglich, zu schnarchen, weil sie keinen Adamsapfel hätten.
  • Ihr hätte noch nie jemand gesagt, dass sie schnarcht, ich müsse mir das wohl ausdenken bzw. sie fragt mich, warum ich ihr noch nie etwas davon gesagt hätte. Dass ich sie bereits unzählige Male deswegen geweckt habe, sie mir einmal sagte, dass auch ihre Familie sie schon früher aus dem gleichen Grund geweckt hat (siehe oben) sowie vor nicht allzu langer Zeit auch Kommilitonen auf einer Studienfahrt sich deswegen bei ihr beschwert haben, will sie dann nicht wahrhaben. Dann hei´ßt es immer: "Ich kann mich gar nicht daran erinnern, also ist das auch nie passiert."
Leider erhält sie in der Hinsicht, dass Wecken der falsche Weg sei, Unterstützung von einem Freund, mit dem sie öfter schreibt. Sie zitiert diesen dann gern und sagt mir, es sei lächerlich, jemanden zu wecken, der schnarcht, schließlich würden die Geräusche ja niemanden stören.
Und so drehen wir uns dann leider ständig im Kreis. Ich weiß nicht, ob sie es tatsächlich so meint, dass sie sich nicht daran erinnern kann, aber traurigerweise halte ich das sogar für möglich, da sie generell extrem vergesslich ist, egal ob es um Termine, Absprachen und Unterhaltungen zwischen uns, Einkäufe oder "nur" ihre Wohnungsschlüssel geht - es vergeht kaum ein Tag, an dem sie nicht etwas vergessen würde. Sie hat zum Beispiel auch nicht daran gedacht, dass heute mein Geburtstag ist. :s-cry:
Sie hält das allerdings für völlig normal, weil es jedem so gehe und ich einfach nur ein extrem gutes Gedächtnis hätte.

Nicht nur wegen dieser oft auftretenden Gedächtnislücken mache ich mir Sorgen um ihre Gesundheit. Sie verschläft morgens oft, wenn ich sie nicht wecke, was häufig alles andere als einfach ist. Da kann ich sie rufen, an ihr rütteln und Lärm machen, wie ich will, manchmal ist sie einfach nicht wach zu bekommen. Ob sie den Wecker hört, ist meist ein reines Glücksspiel.
Wenn sie dann abends nach Hause kommt, kann sie kaum zwanzig Minuten wach bleiben und schläft innerhalb von Sekunden, teilweise sogar im Sitzen oder Stehen (einmal sogar beim Kochen am Herd), und mitten während einer Unterhaltung oder beim Essen ein. Allerdings empfindet sie auch das als Normalität, Menschen seien laut ihr einfach nicht dafür gemacht, länger als zwanzig Minuten am Stück wach zu sein, weshalb man laut Ärzten (so sagt sie) auch mindestens 18 Stunden pro Tag schlafen sollte. Einmal hat sie sich nach acht Stunden Schlaf an einem freien Tag nach dem Frühstück noch einmal hingelegt, weil sie sich noch immer müde fühlte. Prompt schlief sie noch einmal sechzehn Stunden lang durch und es war mir unmöglich, sie zu wecken - wobei ich allerdings auf "rabiatere" Methoden verzichte, weil ich es nicht übers Herz bringen würde, ihr Schmerzen zuzufügen oder dergleichen.
Ich weiß aber nicht, wie gut oder tief sie dann tatsächlich schläft. Sie hat sich mal ein Diagramm über die verschiedenen Schlafphasen angesehen und sagte mir daraufhin, wenn sie sich das so durchliest, hat sie wohl noch nie in ihrem Leben die Tiefschlafphase erreicht. Für mich nur ein Grund mehr, dass sie einen Arzt aufsuchen sollte, aber sie will bzw. kann/darf aus ihrer Sicht ja nicht. :confused:
Auch schläft sie ab und zu während einer Vorlesung ein. Einmal hat sie es sogar geschafft, sich über ein ganzes Wochenende im Musikinstitut der Universität einschließen zu lassen, weil sie dort eingeschlafen war. Sie wollte dort am Klavier üben, wurde jedoch müde, legte sich auf ein Sofa und schlief ein. Irgendwann erschien der Schließdienst, der jedoch nicht alle Räume einzeln kontrolliert, und schloss das Institut ab - dummerweise an einem Freitagabend, sodass sie erst am Montag wieder herausgelassen werden konnte. Sie hatte dort keinen Handyempfang und ich hatte daher keine Ahnung, wo sie steckte und wurde regelrecht krank vor Sorge, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte. Zum Glück hatte sie etwas Verpflegung dabei und kam am Montag wohlbehalten zurück nach Hause.

Und was meinen Schlaf betrifft: Ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt, weshalb ich nun auch diesen Beitrag hier verfasse. In den letzten Wochen und Monaten habe ich kaum einmal mehr als drei oder vier Nächte pro Woche schlafen können. Aktuell bin ich seit Mittwoch durchgehend wach und habe nur eine Nacht in den letzten fünf Tagen schlafen können. Leider sieht sie das nicht als wirkliches Problem an bzw. ist der Meinung, das Problem läge ausschließlich bei mir. Mal sagt sie mir, Männer bräuchten biologisch bedingt ohnehin keinen Schlaf und sie kenne Menschen, die seit weit über zehn Jahren nicht geschlafen hätten und denen es trotzdem hervorragend gehe. Dann heißt es, ich könne ja zum Arzt gehen, wenn es für mich so schlimm sei, vielleicht hätte ich ja ein medizinisches Problem. Es ging sogar schon so weit, dass sie mir ernsthaft zustimmte, als ich rein spaßeshalber anmerkte, es sei wohl die "leichteste" Lösung, wenn ich mir mein Gehör operativ entfernen ließe...
Ich bin allerdings der Ansicht, dass sie oft nicht wirklich weiß, was sie sagt, wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen, da dies ja meist auch dann stattfindet, wenn ich sie gerade einmal wieder geweckt habe und sie somit noch nicht ganz "bei Sinnen" ist. Ich weiß ja auch, dass sie das Schnarchen nicht steuern oder "abschalten" kann und es keineswegs absichtlich tut. Aber wenn ich ihr sage, dass eben nur sie selbst etwas dagegen tun kann, indem sie etwa zum Arzt geht, vermag sie das nicht nachzuvollziehen.
Leider helfen auch keine kurzfristigen "Sofortmaßnahmen". Ein anderes Zimmer, in dem sie oder ich schlafen könnte, haben wir nicht; die Küche ist nicht durch eine Tür oder Wand vom Wohn-/Schlafzimmer abgetrennt. Sie hat deshalb eine Weile aus Eigeninitiative auf einer Luftmatratze im Badezimmer geschlafen, möchte das jedoch nicht mehr machen, weil sie danach immer Rückenschmerzen hatte. Zu der Zeit konnte ich noch etwas besser schlafen, da dann zumindest eine Tür zwischen uns war, die die Geräusche etwas abgedämpft hat. Mittlerweile schläft sie ebenfalls auf eigenen Wunsch seit einigen Monaten auch auf der Luftmatratze, jedoch genau neben dem Bett, wodurch ich sie so laut höre als läge sie direkt neben mir. Der einzige Vorteil daran ist, dass sie mich nicht mehr im Schlaf schlägt, was früher leider auch öfter vorkam. :lol:
Sie versucht immer mal wieder, wach zu bleiben, bis ich eingeschlafen bin, was ihr jedoch nie gelingt. Sie musste in ihrer Kindheit recht oft zwischen Deutschland und Südostasien hin und her fliegen und hat, um dem Jetlag zu entgehen, deshalb von ihrer Mutter gelernt, wie man es schafft, sofort einzuschlafen, wenn man die Augen schließt. Dies kann sie nach eigener Aussage nicht mehr abstellen. Ich wünschte, ich könnte das lernen, ich brauche immer ziemlich lange zum Einschlafen, aber sie sagt, sie könne mir das nicht beibringen, weil sie sich nicht mehr an die Methoden ihrer Mutter erinnert.
Ab und an übernachtet sie mal bei Freunden, aber eine Dauerlösung ist das natürlich auch nicht. Ihre Mutter wohnt recht weit weg, ihr Bruder gar in einem anderen Bundesland, daher sind das auch keine Optionen, bei denen sie gelegentlich unterkommen könnte. Ich für meinen Teil habe gar keine Verwandten mehr, zumindest keine, von denen ich wüsste. Wenn ich mir eine eigene Wohnung nähme, müsste sie unsere jetzige allein bezahlen, was zumindest während ihres Studiums nicht für sie machbar wäre. Ein gemeinsamer Umzug in eine andere (größere) Wohnung ist ebenfalls kaum erschwinglich und schwierig. Zum einen liegt unser jetziges Zuhause ideal, um zur Universität und an andere Orte zu gelangen, zu denen sie häufig muss. Zum anderen will sie nach ihrem Abschluss in ein oder zwei Jahren die Universität wechseln und ein weiteres Studium beginnen, insofern lohnt sich ein Umzug innerhalb des Ortes kaum noch. Mir bleibt momentan nur die Hoffnung, dass wir dann an ihrem neuen Studienort ein Zuhause finden, in dem ich in einem anderen Zimmer schlafen kann, um vielleicht mehr Ruhe zu haben - aber in dieser Hinsicht wird es eben auch noch eine ganze Weile dauern, bis wir umziehen.
Eine Trennung ist für mich definitiv keine Option, da sie abgesehen von dieser Schlaf- und Schnarchproblematik die liebste und beste Frau und Freundin ist, die ich je kennenlernen durfte. :love: Außerdem wäre Schnarchen für mich nie und nimmer ein Trennungsgrund, wenn es Mittel und Wege gibt, dem Einhalt zu gebieten, auch wenn die Situation sehr verfahren ist. Und bei der Vorstellung, dass sie unterwegs vielleicht mal einschlafen und dadurch einen Unfall oder dergleichen haben könnte, wird mir ganz anders. Darum will ich ihr in jedem Fall zur Seite stehen und helfen, damit wir beide hoffentlich irgendwann in Ruhe schlafen können und wäre für Tipps hier aus dem Forum sehr dankbar.
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Re: Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von Mesirg » vor 1 Monat

http://www.schlafzentrum-ruhrgebiet.de/ ... igkeit.php

Lass sie einfach mal diesen Test machen.

Der wird dann vermutlich schon sagen HEY nicht normal geh zum Arzt.

Dann geht sie zum Arzt hier einfach schauen, dass derjenige auch Schnarchen und so im Programm hat. Am einfachsten vermutlich bei einem HNO oder Hausarzt.

Dort wird sie diesen Test noch einmal machen müssen.

Und dann geht das normale Programm los. Koffer mit nach Hause eine Nacht damit schlafen auswerten lassen Überweisung ins Schlaflabor höchstwahrscheinlich eine lange Wartezeit. Dann zwei Nächte im Schlaflabor und dann gibt es endlich Ruhe für dich ;)

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Re: Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von TBM » vor 1 Monat

Ist schon durchaus süss, wie du das schreibst .... andere Mütter haben wirklich auch schöne Töchter :silent:
Das ist ja auch ein harter Fall (von Ignoranz) - erzähl mir bitte, dass sie NICHT Medizin studiert :confused:

.. was soll ich hier lange rumreden: gibt genug männliche Exemplare hier, die zu ihrem Gerät so gekommen sind: Deren Frauen haben die kurzerhand beim HNOler oder Pulmologen wegen nächtlicher Ruhestörung angezeigt :lol:
Im Sinne der Gleichberechtigung solltest du dir da mal ein Herz fassen und sie dahin SCHLEIFEN!

Ich würde Pulmologen empfehlen - die haben im Gegensatz zu HNOlern nicht als erste Option eine OP parat ... aber die sind oft nivht so häufig vertreten wie HNOler.

... bleibt natürlich fraglich, ob deine Freundin dann überhaupt Interesse an so einem Gerät im Bett hat :unknown:

... und wenn du schon dabei bist, dann kannst du den Test von Mersig auch mal selbst machen :silent: ... - vllt. hilft die Aussicht auf duales schnorcheln deiner Freundin ein wenig!?

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Re: Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von Narvik » vor 1 Monat

Mesirg hat geschrieben:
vor 1 Monat
http://www.schlafzentrum-ruhrgebiet.de/ ... igkeit.php

Lass sie einfach mal diesen Test machen.

Der wird dann vermutlich schon sagen HEY nicht normal geh zum Arzt.
Danke für die rasche Antwort und den Link!
Ich habe das gerade mal so beantwortet, wie ich es bei ihr erlebe, demnach käme sie wohl auf mindestens 11 Punkte.
Mesirg hat geschrieben:
vor 1 Monat
Dann geht sie zum Arzt hier einfach schauen, dass derjenige auch Schnarchen und so im Programm hat. Am einfachsten vermutlich bei einem HNO oder Hausarzt.
Ob es klappt, dass sie dann auch tatsächlich zum Arzt geht, da habe ich noch so meine Zweifel. Wie erwähnt war sie bislang nicht einmal beim Hausarzt wegen der Untersuchung, zu der ihre Mutter ihr dringend geraten hat. Ob sie dann auf einen Test im Internet hört, wenn weder ich mir noch ihre Mutter sich da Gehör verschaffen kann - ich kann es nur hoffen. :neutral:
Mesirg hat geschrieben:
vor 1 Monat
Dort wird sie diesen Test noch einmal machen müssen.

Und dann geht das normale Programm los. Koffer mit nach Hause eine Nacht damit schlafen auswerten lassen Überweisung ins Schlaflabor höchstwahrscheinlich eine lange Wartezeit. Dann zwei Nächte im Schlaflabor und dann gibt es endlich Ruhe für dich ;)
Entschuldige die wahrscheinlich dumme Frage eines Ahnungslosen, aber was für einen Koffer bekommt sie dann mit nach Hause?
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
Ist schon durchaus süss, wie du das schreibst .... andere Mütter haben wirklich auch schöne Töchter :silent:
Das mag ja stimmen, da wäre dann wohl aber eher die Frage, ob die mit mir und meinen Eigenheiten so gut zurechtkämen wie meine Freundin.
Ganz im Ernst: Für mich ist es ein großes Glück, dass ich eine Freundin gefunden habe, die mich akzeptiert, wie ich bin. Ich fürchte, die meisten anderen Frauen würden eher mich zum Arzt schicken. :lol:
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
Das ist ja auch ein harter Fall (von Ignoranz) - erzähl mir bitte, dass sie NICHT Medizin studiert :confused:
Da kann ich dich beruhigen. Sie hatte zunächst ein Biologiestudium begonnen, aber nicht abgeschlossen, und studiert nun Musik und Kunstgeschichte.
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
.. was soll ich hier lange rumreden: gibt genug männliche Exemplare hier, die zu ihrem Gerät so gekommen sind: Deren Frauen haben die kurzerhand beim HNOler oder Pulmologen wegen nächtlicher Ruhestörung angezeigt :lol:
Im Sinne der Gleichberechtigung solltest du dir da mal ein Herz fassen und sie dahin SCHLEIFEN!
Ich wusste nicht, dass es möglich ist, jemanden bei einem Arzt anzuzeigen. Nun ja, das wäre vielleicht eine letzte Option, wenn sie nicht bald von selbst ihre Meinung ändert. Aber ich glaube kaum, dass sie darüber sonderlich erfreut wäre. Und ich kann sie ja auch schlecht bewusstlos schlagen und dann per Schubkarre zum Arzt bringen, wenn sie partout nicht will. :silent:
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
Ich würde Pulmologen empfehlen - die haben im Gegensatz zu HNOlern nicht als erste Option eine OP parat ... aber die sind oft nivht so häufig vertreten wie HNOler.
Wenn die Information aktuell ist, gibt es hier sogar direkt um die Ecke einen Internisten und Pulmologen - darauf werde ich sie nachher direkt aufmerksam machen, wenn sie nach Hause kommt!
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
... bleibt natürlich fraglich, ob deine Freundin dann überhaupt Interesse an so einem Gerät im Bett hat :unknown:
Das dürfte ihr wahrscheinlich zumindest lieber sein als regelmäßige Arztbesuche - hoffe ich jedenfalls.
TBM hat geschrieben:
vor 1 Monat
... und wenn du schon dabei bist, dann kannst du den Test von Mersig auch mal selbst machen :silent: ... - vllt. hilft die Aussicht auf duales schnorcheln deiner Freundin ein wenig!?
Schon geschehen. Ich komme auf satte zwei Punkte, weil ich theoretisch, wenn es mal ganz leise im Haus ist und ich sehr müde bin, nachmittags ein Stündchen schlafen kann. Dafür habe ich aber nur äußerst selten Zeit und wenn, kann es ebenso gut sein, dass ich trotzdem nicht einschlafen kann, weil es z. B. noch nicht dunkel genug draußen ist.
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Re: Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von Mesirg » vor 1 Monat

Koffer ist übertrieben. Du bekommst eine kleine Tasche mit Gerät mit.

Das Gerät wird vorm Schlafen vor die Brust geschnallt ein Fingersensor und eine kleine "Sonde" vor die Nase gesetzt. Bekommt man aber alles erklärt bei der Übergabe.

Sie soll sich einfach mal die Langzeitfolgen ansehen und froh sein, dass sie so früh auf die Möglichkeit hingewiesen wurde.

Ich wäre selber sehr froh gewesen schon in dem Alter etwas davon gewusst zu haben...

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Re: Große Sorgen um meine schnarchende Freundin

Beitrag von Narvik » vor 1 Monat

Verstehe. Dann nochmals danke für die Erläuterungen! Ich werde sie heute Abend nach ihrer Rückkehr mal darüber informieren und hoffe, dass sich dann endlich etwas tut. Das wäre mir als Geburtstagsgeschenk mehr als ausreichend, auch wenn sie den ohnehin vergessen hat. :lol:
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