Erhebliche Probleme

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Erhebliche Probleme

Beitragvon Claus » 17.07.2003, 23:08

Seit Jahren schon habe ich erhebliche Probleme mit dem Schlafen. Gut ... anfänglich habe ich denen keine grosse Bedeutung beigemessen, aber in den ca. letzten zwei Jahren ist es derart schlimm geworden.

Also mein Problem ist so, dass ich folgende Probleme habe: Ich schlafe sehr schlecht ein. Und wenn ich dann schlafe, wach ich auch schnell wieder auf. Eine durchgehende Schlafzeit von max. 2 Stunden ist schon ein hoher Wert. Ich hab das über ein paar Wochen mal bewusst selbst beobachtet und notiert. Diese Phase geht dann oft ... bzw. in der Regel über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen. Dann kann es auch wieder sein, dass ich edin paar Tage wieder "normal" schlafe. Der Schlaf selbst ist sehr unruhig. Sehr oft kommt es vor, dass ich laut und unkontrolliert schreie. Ab und an wache ich irgendwo im Haus auf und weiss nicht, wie ich dahin gekommen bin.

Morgens dann bin ich natürlich wie gerädert und während der Arbeit kann es durchaus sein, bzw. ist öfters der Fall, dass ich einen sehr starken Schlafzwang habe und einfach mal kurz einschlafe. Als Beifahrer im Auto sowieso. Autofahren ist jetzt auch schon ein Problem. Nach ca. 15 Minuten bin ich absolut unkonzentriert und muss anhalten, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre. Die normale Fahrstrecke dauert nur ca. 1/2 Stunde im Normalfall. Nun ist es schon so, dass ich immer einen Bekannten fahren lasse.

Es kam auch schon vor, dass ich nach dem Aufstehen mich wieder hinlegen musste. ich konnte echt nicht mehr. Ich schlief dann so ca. 4 Stunden, dann war alles wieder i.O..

Ich muss zugeben, dass mich dieser Zustand doch schwer belastet. Die Schlaffheit und Müdigkeit tagsüber belastet mich ungemein. Tabletten lehne ich grundsätzlich ab. Alkohol dürfte auch keine Rolle spielen, da ich sehr, sehr selten etwas trinke ... denn dann sind diese "Schreianfälle" nachts noch intensiver ... und aus diesem Grund schon trinke ich keinen Alkohol. Wenn ich, meiner Meinung nach gut schlafe, schlafe ich nach Angaben meiner Frau sehr unruhig, oft wache ich auf und liege verkehrt herum oder quer im Bett.

Nun ist es so, dass ich selten vor 01.00 / 02 / 03 Uhr ins Bett gehe, da ich ja sowieso nicht einschlafen kann. Ich hab schon richtig "Angst" davor in bett zu gehen.

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Manfred Keller

AW: Erhebliche Probleme

Beitragvon Manfred Keller » 18.07.2003, 07:54

Hallo Claus,
was Sie schildern klingt nach „Parasomnien“ (aber: ich bin kein Arzt!). Ein recht verständlicher Artikel dazu findet sich bei der DGSM (deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin):
http://www.uni-marburg.de/sleep/dgsm/rat/inhverz.html
Dort steht dann auch, wie Sie an professionelle Hilfe kommen.
Am besten lesen Sie das zusammen mit Ihrer Frau. Dann können Sie sich auch in Ruhe darüber unterhalten.
Eine weitere gute Seite zu Ihren Problemen ist: http://www.schlafgestoert.de/inhaltsverzeichnis.html und dort weiter mit „Arten von Schlafstörungen“.
Alles Gute

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Erhebliche Probleme

Beitragvon Dr. Randelshofer » 19.07.2003, 21:29

Hallo Claus,

Herr Keller hatte, wie eigentlich immer, die richtige Antwort schon parat.

Wenden Sie sich bitte auf jeden Fall an einen Schlafmediziner, damit über die notwendige Diagnostik und eventuell auch Therapie entschieden werden kann.

Denn eine Behandlung scheint mir erforderlich: Sie gefährden nachts durch Ihr Schlafwandeln sich selbst (der Spruch von der "schlafwandlerischen Sicherheit" ist leider Blödsinn, Verletzungen sind nicht selten) und tags zusätzlich andere, wenn Sie übermüdet am Strassenverkehr teilnehmen.

Viel Erfolg und beste Grüsse

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Beitragvon Claus » 04.08.2003, 05:45

Vielen Dank für die Hinweise ...

ich habe die Ratschläge befolgt und bin nun bei verschiedenen Ärzten gewesen. Zunächst war ich bei einem HNO-Arzt. Es wurde eine starke Verkrümmung der Nasenscheidewand festgestellt, die in absehbarer Zeit berichtigt wird.

Dann war ich beim Internisten und ich erhielt so ein Testgerät, dass ich eine Nacht lang angeschlossen Tagen musste. Die Auswertung ergab einen extrem unruhigen Schlaf. Und ... ich selbst habe es schon gar nicht mehr bemerkt, weil ich mich im Laufe der Jahre schon daran gewöhnt hatte ... "Restless Leg".

In den nächsten Tagen habe ich einen Termin bei einem Neurologen für weitergehende Untersuchungen.

Vielen Dank für die Hinweise. Dank diesen konnte ich dem Arzt schildern, wie und was genau ist. Zur Zeit habe ich Urlaub und da ist es eigentlich egal. Die Nächte sind aber schlimm. Schlafen ist in den seltensten Fällen möglich. Ich habe begonnen daraüber selbst Aufzeichnungen zu führen. Derzeit schlaf ich dann halt tagsüber, wenn mir danach ist und das Schlafbedürniss sehr stark ist.

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Beitragvon Gast » 16.10.2003, 18:52

Nun muss ich diesen "alten Thread" doch mal wieder herausholen um mal kurz meine Erfahrungen zu schreiben:

Gleich mal vorab, dieses Forum und die Infos hat mir sehr viel geholfen und ich denke, dass ich meine "Schlaferei" nun doch endlich wieder in den Griff bekommen werde ... und das nach Jahren.

Demnächst werde ich mich also der Korrektur der Nase unterzeihen können. Einen termin habe ich schon. Ein Aufenthalt in einer neurologischen Klinki ist auch schon terminiert. Erste Erfolge sind, dass ich das mit den "restless leg" schon beinahe im Griff habe. Die Einnahme von Tabletten "Restex" ist allerdings erforderlich. Im Regelfall 1 .... es kann aber auch schon mal sein, dass es 2 sein müssen. Aber die Abhilfe ist genial und aus diesem Grund nehm ich das gerne in Kauf..

Ich war dann auch in der letzten Zeit bei verschiedenen Ärzten. Zuletzt war ich bei einem Lungefacharzt. Von den verschiedenen Ärzten wurden dann auch die Schlafwerte ausgewertet. Die Messung erfolgte durch ein Gerät, dass ich nachts anlegen musste. Und in allen Fällen waren diese Wert (sehr) auffällig. Mal mehr und mal weniger. Durch die ganzen Untersuchungen konnte ausgeschlossen werden, dass die massiven Schlafstörungen organische Ursache haben. Die Sache mit der Nase ist allerdings noch offen. Aus diesem Grund ist auch eine neurologische Klinik erforderlich.

Die Infos aus diesem Forum halfen mir viel meine Schlafstörungen richtig einzuschätzen und zu schildern. Zwar schlafe ich immer noch sehr schlecht, aber ich weiss, dass dies bald anders sein wird. Es ist ein wirklich langer Weg bis dahin. Aber ich freue mich auf das Gefühl einmal "ausgeschlafen" aufstehen zu können.

Danke für die Infos aus diesem Forum !!!

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Beitragvon Claus » 16.10.2003, 18:53

Sorry ... der "Gast" war natürlich ich. Ich habe nur vergessen mich einzulogen !!!


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