Prisma 20a - neue oder nur gebrauchte, überholte Geräte

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Re: Prisma 20a - neue oder nur gebrauchte, überholte Geräte

Beitrag von TBM » vor 3 Monaten

:biggrin: na wenn man da ganz ehrlich ist, dann muss man zwischen Haltbarkeit und Möglichkeit des Wechsels, den die KKs bezahlen, unterscheiden.

Neulich bei den Amis (keine Ahnung welche KK das war - sicherlich nicht 'Obamacare') gelesen: alle 3 Monate ein neues Maskenkissen, alle 6 Monate neue Bänder + Befeuchterkammer, alle 12 Monate ein 12-monatiges Feinfilter-Paket, 2 Grobfilter, 1 neuer Schlauch, sowie dann bei Bedarf neuer Maskenrahmen.

:surprised:

Kommt natürlich auf den Befeuchter an - bei H+L ist ja primär der Heizstab mal interessant - aber die können schon deutlich länger halten.
Das hängt natürlich in erster Linie mal vom Wasser und der damit verbundenen Reinigung ab. ... die Dichtungen dafür sind bei Bedarf jährlich zu wechseln. (hängt sicherlich auch maßgeblich von der Art und Weise der Reinigung ab^^)

Meine TKK billigt mir einmal im Jahr einen neuen Schlauch und Filter und BEI BEDARF bis zu 2 Maskenkissen (und ggf. auch Bänder) pro Jahr zu. ... das mit den 2 Masken habe ich auch erst kürzlich herausgefunden - mein Versorger war natürlich nur mäßig begeistert^^ (wobei bei mir persönlich die Kissen keine 6 Monate schaffen ... aber ich sehe ein, dass das eher in die Rubrik persönliches Pech fällt :think: )

Es gibt da tolle "Richtlinien" und Statistiken dazu, was wie lange halten sollte ...
Dass ein Hersteller bei den Ersatzteilen ggf. deutlich kürzere Zeiten angibt, das macht durchaus wirtschaftlich Sinn - ebenso, dass ein reiner Versorger diese Zeiten eher am entgegengesetzten Ende ansetzt. ... oder dass man sich gleich ganz Angaben zur Lebensdauer "spart".

Diese "durchschnittlichen" Nutzungszeiten sind auch eher ein sehr vager Vergleichswert ... was nutzt es demjenigen, der schon nach ein paar Tagen das Gefühl hat, dass er sich in seinem Befeuchter bildhauerisch betätigen könnte und eher den Essig-Verbrauch als den Wasserverbrauch misst, dass ein anderer mit nahezu entmineraliserten Wasser 1 bis maximal 2x jährlich seinen Befeuchter "grundreinigt" und dementsprechend mehrere Jahre etwas davon hat!?
Bei den Masken ist das sicher noch gravierender: Jemand, der ohne Bart und ohne fettende Haut nur auf dem Rücken schläft und sich quasi nicht bewegt und vllt. einmal die Woche kurz die Maske abwischt, der hat sicherlich länger etwas davon wie jemand, der Grillhähnchen spielt und vllt. auch noch Bartträger ist und nicht umhin kommt, seine Maske täglich zu waschen.
(da du das Prisma 20A hast, erspare ich mir den Vergleich zur Lebensdauer der Turbine und Leckagen)

Sind die Dinger hin, dann muss Ersatz her - viel komplizierter ist das nicht und muss man es auch nicht machen. Hat der Versorger das Gefühl, dass man da etwas in der Handhabung / Reinigung 'falsch' macht, dann kann er es ja gerne mal 'richtig' erklären und zeigen.

...

Die Leckage bzw. der Maskensitz ist - mit Verlaub gesagt - persönliches Problem und auch persönliche Verantwortung. Es gibt da durchaus Hilfestellungen, die man geben und bekommen kann - aber am Ende muss man da selber einen Weg finden, der irgendwie hinhaut.
Dann und wann und insbesondere bei einer neuen Masken / einem neuen Gerät sollte man dann aber doch mal Interesse kurz für die Werte entwickeln. In irgendeiner Form kann man da immer ganz grob irgendwelche Kennzahlen vom Gerät direkt ablesen - haut das mit dem AHI und der durchschnittlichen Leckage hin und man fühlt sich morgens auch entsprechend gut, dann kann man an der Stelle auch aufhören. Falls nicht, dann sollte man an dieser Stelle dochmal etwas "Mühen" investieren!
Ob man da jetzt eine PG / PSG macht - sich die Karte beim Versorger auswerten lässt, es selber mit SH macht oder sich aber - auf welchem Wege auch immer - die Software für das Gerät 'besorgt', dass sei mal dahin gestellt.
Oft haut es auch mit der Therapie hin, wenn es mit der Leckage hinhaut^^.

Was der Techniker da so nett sagte mit "reagiert prompt auf Ereignisse wie Apnoen" ... das ist .. ähmm .. jawohl das Mindeste, was von so einem Gerät erwarten kann! - noch toller wäre es, wenn das Gerät diese VORHER verhindert hätte^^

... sofern man jetzt nicht auf seinem Gerät auch titriert wurde, dann haut das natürlich auch nur bedingt hin - andernfalls könnten wir uns alle die Anpassungsnächte sparen und würden direkt nach der Diagnose-Nacht ein Gerät bekommen. (Gibt durchaus Länder, wo das so oder so ähnlich schon läuft^^)
Ich persönlich bin grosser Fan von APAP und verstehe wirklich nicht, wieso noch reine CPAP-Geräte von den Kassen "finanziert" werden. Am Ende sind die CPAP-Varianten doch baugleich zum APAP-Modell - mit dem kleinen Unterschied, dass eine einzige Funktion - nämlich die Druckanpassung - in der Software rausgenommen wurde. Also nicht falsch verstehen - CPAP-Modus ist toll und hat seine Berechtigung - nur dafür ein einzelnes Gerät, was ein APAP-Gerät auch kann!?

Dennoch bin ich nicht überzeugt davon, dass diese "automatische" Druckanpassung auch gleichbedeutend mit "selbst-titrierend" ist.
ResMed bekommt das irgendwie dennoch recht gut hin - aber auch da sind harte Grenzen für die Geräte mehr als sinnvoll.
Ich habe da so meine begründeten Zweifel daran, dass man mit einem Prisma A20 auf 4-20cmH2O eingestellt so wirklich klarkommen oder zurecht kommen würde oder gar könnte.
Sind da noch interessant viele Apnoen, dann sollte man mal nach dem Druckbereich schauen, in dem die auftreten und sofern sich da ein klares Muster ergibt, den unteren Druckbereich entsprechend nachjustieren. .. wie schon erwähnt: zentrale Ereignisse sollte man nicht überbewerten und sich erstmal genau anschauen bzw. von obstruktiven Ereignissen ausgehen und erst, wenn weitere Druckerhöhung zu einem Anstieg führt bzw. nicht zu einer Abnahme, dieser Klassifizierung auch gebührend vertrauen^^.
Hat man es noch mit ausgedehnten Epochen von Flusslimitationen zu tun (bzw. Obstruktionsgraph), dann empfiehlt sich ein Blick in den Prisma 20A-Thread (die englische Präsentation) - der "dyn"-Modus kann da helfen ... wie auch die obere Druckgrenze verschieben.

H+L "denkt" in Epochen und Druckquartilen.


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