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PastorPanda
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Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von PastorPanda » vor 6 Monaten

Hallöchen zusammen,

mein Name ist Marc und ich komme aus dem schönen (und ruhigen) Karlsruhe in der Nähe von Stuttgart und studiere aktuell (dual) Angewandte Informatik an der DHBW.
Ich bin diesen Jahre 21 geworden und habe.. wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, einen sehr "erholsamen" Schlaf.
Um genau zu sein: Ich habe seit ich 10 bin keine Nacht durchgeschlafen und auch noch nie "gut" (subjektiv, ich weiß).

Auch wenn ich etwas dicker war, so hatte ich schon immer Probleme mit dem Schlafen.
Nächtlich mehrfach aufgewacht, 4-5x aufs Klo zum Wasserlassen, mehrfach aufgeschreckt mit lauten Schreien und vieles mehr.
Das unangenehmste.. Ständige Kopfschmerzen und vorallem einen staubtrockenen Mund am morgen, sodass die Zunge sich schon wie ein Stück Ytong angefühlt und Risse bekommen hat.

Jetzt seit etwa 2 Jahren intensiviert sich alles.. brennende Kopfschmerzen am Oberkopf (früher "Diagnose" chronische Kopfschmerzen), wahnsinnige Müdigkeit, sodass ich bei der Arbeit 2 Stunden zu 30% Produktiv bin und danach im 5 Minuten-Takt nur noch wegdöse und versuche den Tag mit YouTube und Artikeln rumzukriegen. Die Uni habe ich ein halbes Jahr komplett schleifen lassen, muss im nächsten Theorieblock alle Klausuren nachholen und bin kurz davor alles zu schmeissen.

Wie bin ich auf die Schlafapnoe gekommen?
Eigentlich gar nicht. Mein Vater hat auch diese Probleme und hatte eine Lungenuntersuchung -> Sarkoidose -> Schlaflabor -> Schlafapnoe -> Atemmaske.. 1 Jahr danach war nur mein Gedanke "Schaden kann es nicht und warten will ich nicht" und ich besorgte mir für 80€ ein Testgerät für die Nacht. "Katastrophal" beschreibt das Ergebnis einigermaßen (obwohl es bestimmt viel schlimmere Fälle gibt).

Warum so spät?
Einerseits weil ich nichts davon geahnt habe und andererseits weil ich alle meine anderen gesundheitlichen Probleme damit verbunden habe. Ich habe Morbus Scheuermann, dadurch eine fast 80° Kyphose in der BWS und nochmal etwas über 70° in der LWS.
Dazu einen Tinnitus (beidseitig) seit ich denken kann, ein Adenom an der Hypophyse und damit einen "nicht" verbundenen Hypogonadismus (ständiges Gefahre nach Münster in eine Uni-Andrologie), wodurch ich nun auch mit Anastrozol (Bekann aus Brustkrebstherapie bei Frauen) behandelt werde um das Testosteron zu steigern (Was zuvor fast nicht existent war).
Dazu dann über Jahre Depressionen und eine Angststörung entwickelt und immer weiter zugenommen.

Nun hab ich mir über meine private Zusatzversicherung schnell einen Besprechungstermin geangelt (1 Woche Wartezeit) und ein professionelleres Gerät für Daheim bekommen.. Ergebnis war ein Apnoe-Index von 42 und katastrophale Sättigungswerte.
Jetzt nochmal am 10.-13. ins Schlaflabor für 3 Nächte und hoffentlich kompatibel mit den Systemen sein.

Worauf ich mich wirklich freue ist eine erholsame Nacht ohne Kopfschmerzen und Panikschreien im Schlaf.
Gibt es hier einige die einen plötzlichen Umschwung ihres Wohlseins hatten oder dauert was alles seine Zeit?
Den Aussagen der Ärzte kann ich mittlerweile schwer glauben, zu oft fehldiagnostiziert und schlecht behandelt worden mit all meinen verflixten Krankheiten.

Viele Grüße,
Marc


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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von Snoopy » vor 6 Monaten

Hallo Marc,
herzlich willkommen hier im Forum :willkommen: Du hast ja bereits einen langen Krankheitsweg hinter dich gebracht.
Deine Frage die du zum Schluss stellst, lässt sich nicht so einfach beantworten. Jeder reagiert anders auf die Therapie. Es kann sein, das du nach der ersten Nacht mit Gerät wie frisch geboren und ausgeschlafen aufwachst. Das war bei mir nicht der Fall. Ich war vor Therapiebeginn, aber auch "nur" müde, unkonzentriert, und leicht reizbar :biggrin: , bin aber tagsüber nicht eingenickt. Bei mir hat es einige Wochen gedauert, aber von da an ging und geht es mir zusehends besser.
Ich wünsche dir viel Erfolg!!
Snoopy

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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von rrb » vor 6 Monaten

PastorPanda hat geschrieben: Gibt es hier einige die einen plötzlichen Umschwung ihres Wohlseins hatten oder dauert was alles seine Zeit?
Hallo Marc,
nachdem ich ein paarmal nachts Besuch von einem unsichtbaren Würger hatte, in Panik aufgewacht, Schweiss auf der Stirn und Herzklopfen, war ich im Schlaflabor und anschliessend mit CPAP Gerät versorgt. Schlagartig ging es mir besser, keine Tagesmüdigkeit mehr, und nächtliche Toilettengänge deutlich reduziert bis garnicht mehr. Bei mir ging es also von heut auf morgen, aber das geht nicht allen so.

MfG
Rainer
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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von umi-s » vor 6 Monaten

Hallo Marc,
erstmal "Herzlich willkommen" in unserer Runde.
Was Snoopy schreibt, kann ich auch bestätigen: Es läuft bei jedem anders, weil wir ja unterschiedliche Menschen sind. Und bei Deiner Krankheitsgeschichte kann es wieder ganz anders sein.
Trotzdem möchte ich Dir Mut machen. Ich erzähle mal, wie ich es erlebt habe.

Das Hauptsymptom war die unendliche Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Erschöpfung. Ich habe nachts geschlafen wie ein Stein, war aber morgens überhaupt nicht frisch und ausgeschlafen, habe mich nur mühsam durch den Tag geschleppt. Alles war furchtbar anstrengend. Da ich allein lebe, wußte ich auch nicht, ob ich schnarche und/oder Atemaussetzer hatte. Meine Hausärztin schickte mich zum Pneumologen, um die Möglichkeit einer Schlafapnoe - wie sie meinte - auszuschließen. Aber genau die wurde festgestelelt. Beim Homescreening 43 Aussetzer in der Stunde.
Nachdem ich mich mal bei Dr. Google schlau gemacht hatte, was da alles noch dranhängen kann, außer der oben beschriebenen Symptome, konnte das Schlaflabor und die anschließende Maske ja die Lösung aller meiner gesundheitlichen Probleme sein.

Ich habe die Maske jetzt seit einem halben Jahr. Gleich nach den ersten Nächten wachte ich frisch und munter auf, fühlte mich wirklich wie ein anderer Mensch. Und das hat bis heute angehalten.

Aber nicht alle Probleme sind dadurch verschwunden, weil es ja auch andere Ursachen dafür gibt. Ich habe immer noch Depressionen und der Blutdruck hat sich auch nicht verändert. Und morgendliche Kopfschmerzen kommen bei mir vom HWS-Syndrom. Alles in allem möchte ich auf meine Maske nicht mehr verzichten. Auch wenn dadurch der Koffer enorm schwer ist, nehme ich das Gerät immer mit, wenn ich verreise.

Ich wünsche Dir, dass Du ähnliche Erfahrungen machst. Es wäre schön, wenn Du uns davon berichtest.

Herzliche Grüße
UMI


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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von PastorPanda » vor 6 Monaten

Hallöchen und hoffentlich hattet ihr alle einen guten Start in die Woche :)

Vielen Dank erstmal für die netten Worte und Grüße, habe mich sehr über eure Antworten gefreut
und bin nun dank euren beschriebenen Erfahrungen super motiviert und gespannt.
umi-s hat geschrieben:Hallo Marc,
Ich habe nachts geschlafen wie ein Stein, war aber morgens überhaupt nicht frisch und ausgeschlafen, habe mich nur mühsam durch den Tag geschleppt. Alles war furchtbar anstrengend.
Ich habe die Maske jetzt seit einem halben Jahr. Gleich nach den ersten Nächten wachte ich frisch und munter auf, fühlte mich wirklich wie ein anderer Mensch. Und das hat bis heute angehalten.
Ich habe immer noch Depressionen und der Blutdruck hat sich auch nicht verändert. Und morgendliche Kopfschmerzen kommen bei mir vom HWS-Syndrom.
Das Gefühl kenne ich.. ich erkläre das meinem Umfeld immer mit "Stell dir vor du bist einen Marathon gelaufen, Muskelkater bis zum Umfallen, hast dich Nachts noch besoffen, sodass alle Muskeln nochmal extra schmerzen und dein Kopf wie Feuer brennt und anschließend hast dunur 10 Minuten geschlafen" :lol: :lol:
Danke für deine Motivation, ich hoffe ich werde wirklich ähnliche Erfahrungen machen und dir wünsche ich ebenfalls Gute Besserung in allen Belangen! Meine Schwester besucht nächste Woche die Schmerzklinik der orthopädischen Uniklinik in Heidelberg bzgl. ihres HWS-Syndroms, hat dir bisher nichts geholfen?
rrb hat geschrieben: nachdem ich ein paarmal nachts Besuch von einem unsichtbaren Würger hatte, in Panik aufgewacht, Schweiss auf der Stirn und Herzklopfen, war ich im Schlaflabor und anschliessend mit CPAP Gerät versorgt. Schlagartig ging es mir besser, keine Tagesmüdigkeit mehr, und nächtliche Toilettengänge deutlich reduziert bis garnicht mehr. Bei mir ging es also von heut auf morgen, aber das geht nicht allen so.
Klasse, dass du es selbst bemerken konntest! :thumbup: Mir war das nie so aufgefallen, dass ich keine Luft kriege.. Meine Mutter würde jetzt sagen "Da hattest du wohl einen Schutzengel mit Überstunden" - Ich freue mich, dass du so gute Erfahrungen gemacht hast und hoffe mir ergeht es ähnlich :biggrin:
Snoopy hat geschrieben: Es kann sein, das du nach der ersten Nacht mit Gerät wie frisch geboren und ausgeschlafen aufwachst. Das war bei mir nicht der Fall. Ich war vor Therapiebeginn, aber auch "nur" müde, unkonzentriert, und leicht reizbar :biggrin: , bin aber tagsüber nicht eingenickt. Bei mir hat es einige Wochen gedauert, aber von da an ging und geht es mir zusehends besser.
Schade, dass es bei dir nicht sofort "gewirkt" hat, aber auch langsame Genesung ist ein super Start, oder nicht? :thumbup:
Dann weiterhin Viel Erfolg mit deiner Therapie und hoffentlich baldige Beschwerdefreiheit.
--

Ich habe mich nun entschieden mein duales Studium für 1 Jahr auszusetzen, bzw. alle Infos einzuholen diesbezüglich und abzuwarten ob ich im SL vielleicht noch ein Lückentermin bekomme.. Therapie hin oder her, kurz nach Beginn dieser müsste ich alle Klausuren eines Jahres nachholen. Meine Eltern drängen mich schon länger dazu (wegen den anderen Beschwerden) ein Jahr Auszeit zu nehmen und mich möglichst gut zu regenerieren.. Vielleicht haben sie Recht! :lol:

Liebe Grüße,
Marc :wave:

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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von PastorPanda » vor 5 Monaten

Hallo zusammen und "Willkommen" zu meinem Update nach Nacht 1 im Schlaflabor..
(1 Nacht wurde vorgezogen auf die Nacht vom 29.-30.)

Wie ich nun erfahren durfte entspricht mein AHI nicht nur ca. 30, sondern stolzen 80
mit massiver Untersättigung (Aussage des Oberarztes).

Nun werde ich mir bis zum 10. mein Gerät im "VIVISOL ATEMCENTER KARLSRUHE" holen
und hoffen, dass bei so vielen Apnoen überhaupt behandelt werden kann..
Leider habe ich da keine Erfahrung ob die Anzahl die Therapie beeinflusst oder nur der Druck entscheidet.

Viele Grüße,
Marc

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Re: Grüße aus Karlsruhe

Beitrag von PastorPanda » vor 5 Monaten

PastorPanda hat geschrieben:Wie ich nun erfahren durfte entspricht mein AHI nicht nur ca. 30, sondern stolzen 80
mit massiver Untersättigung (Aussage des Oberarztes).
PS: 30 war die Hoffnung meines HNO-Arztes.. Hätte ich vielleicht erwähnen sollen :lol:

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