Schlapnoe und Schwerbehinderung

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Nehrhade

Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon Nehrhade » vor 14 Jahren

Hallo,
kann ich auf Grund meiner Schlafapnoe einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen, und wie hoch wird der Grad der Schwerbehinderung sein ?

gruß
Hans- Jürgen Nehrdich


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Manfred Keller

AW: Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Information über Begutachtung einer Behinderung durch Schlafapnoe

Seit Juli 1997 ist der Krankheitsbegriff "Schlafapnoe" für die Versorgungsämter festgeschrieben. Die durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung neu gefassten "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit" (Ausgabe Juli 1997, Seiten 85ff.) ersetzen die bisherigen Vorschriften.

Die Richtlinien besagen für:

Obstruktives oder gemischtförmiges Schlaf-Apnoesyndrom (SAS) (Nachweis durch Untersuchung im Schlaflabor)

Ohne Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung 0-10 GdB*

Mit Notwendigkeit einer kontinuierl. nasalen Überdruckbeatmung (nCPAP) 20 GdB*

Bei nicht durchführbarer nasaler Überdruckbeatmung wenigstens 50 GdB*

*GdB = Grad der Behinderung

Folgeerscheinungen oder Komplikationen (z. B. Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Cor pulmonale) sind zusätzlich zu berücksichtigen.

Es wird empfohlen, sofort auch alle gesundheitlichen Probleme im ganzen Ausmaß mit anzuführen und auf entsprechender Berücksichtigung zu bestehen.

Bei evtl. Widersprüchen könnte auch die Bereitschaft zu speziellen Untersuchungen durch Fachärzte, die auf die entsprechenden Krankheiten spezialisiert sind, hingewiesen werden.

Alles Gute

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Holger
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Schlafapnoe

Beitragvon Holger » vor 14 Jahren

Hallo
Also für eine Schlafapnoe wenn Sie ohne Probleme in Behandlung ist 20 Prozent.Bei Nebenwirkungen und Problemen mehr.Ich habe nach Wiederspruch und Gerichtsentscheid 50 Prozent erreicht.
Gruß Holger Steder SHG-Hamburg

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Klaus K.
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Beitragvon Klaus K. » vor 14 Jahren

Hallo,
ich habe am Samstag den negativen Bescheid über meinen
Widerspruch bekommen.:evil:
Jetzt muß ich klagen, aber welchen RA soll ich da nehmen
(Raum Regensburg) ?
Woher bekomme ich Informationen wer sich mit
"Sozialrecht und Schwerbehinderung" auskennt bzw Erfahrungen hat ?
Wie lage zieht sich das ?

Gruß Klaus
:D


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guenter

Hallo

Beitragvon guenter » vor 14 Jahren

Hm zum klagen vieleicht den VDK ??,auf jedenfalls einen Anwalt der Sozialrecht macht,frage doch am besten deine örtliche Anwaltskammer.
Vieleicht ist auch einer aus deiner Region hier im Forum.
Mich wundert das aber das die Abgelehnt haben,weil ich habe beim Widerspruch darauf hingewiesen und es wurde anstandslos genehmigt,
mfg guenter

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Holger
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Beitragvon Holger » vor 14 Jahren

Hallo
Ich habe in Niedersachsen geklagt und nach Gutachterbeurteilung 40 Prozent bekommen.Danach habe ich mit ständigen Kopfschmerzen beim
Neurologen eine Hirnzintigrammuntersuchung bekommen.An den Bildern
konnte mann sehr viele abgestorbene Gehirnzellen sehen ,der Arzt sagte
das kommt entweder durch zu hohen Blutdruck oder Sauerstoffmangel.
Ich habe daraufhin eine Neufestsetzung beantragt und bekam dann 50 Prozent.Ich habe die Kopfschmerzen nur angegeben um die Untersuchung
zu bekommen.Das ganze hat 2 Jahre gedauert.Einen RA in Regensburg kann ich nicht nennen.Aber die Anwaltskammer in Regensburg oder die
SHG Regensburg kann helfen.Also Geduld und drann bleiben es lohnt sich.Ich konnte dadurch in Altersteilzeit gehen und mit 58Jahren zu Hause bleiben.Seit dem habe ich mehr Zeit für meine beiden SHG in Hamburg und Buchholz i.d.N.
Mit freundlichem Gruß Holger Steder :)

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Beitragvon CPAPuser » vor 14 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 09.01.2009, 00:54, insgesamt 1-mal geändert.


Profil von Manfred Keller
Manfred Keller

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Klaus K. hat geschrieben:Hallo,
ich habe am Samstag den negativen Bescheid über meinen
Widerspruch bekommen.:evil:
Jetzt muß ich klagen, aber welchen RA soll ich da nehmen
(Raum Regensburg) ?
Woher bekomme ich Informationen wer sich mit
"Sozialrecht und Schwerbehinderung" auskennt bzw Erfahrungen hat ?
Wie lage zieht sich das ?

Gruß Klaus
:D

Hallo Klaus,
in Regensburg gibt es eine gut geführte Selbsthilfegruppe, die sicher lokale fachlich versierte Anwälte bzw. Sozialverbände kennen und Sie entsprechend beraten oder weiterempfehlen können:
Regensburg
Frau Burgitt Schubert
Schlehenweg 11
93128 Regenstauf
Tel.: ++49 (0)94 02 - 35 96
Fax: ++49 (0)94 02 - 35 96

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Klaus K.
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Beitragvon Klaus K. » vor 14 Jahren

Hallo,
Guenter@
Bei der VDK war ich schon, hatte da leider einen sehr kurz angebundenen Sachbearbeiter Nein Danke (leider).
Dabei hätte ich nur eine Info gebraucht, bin Rechtschutzversichert.
Etwas ausholen muss ich wegen des Widerspruchs,
es wurden mir ein GDB von 40 bewilligt.
Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt, denn
zur Schlafapnoe mit Druck 10,5 und 90 Aussetzer/Stunde
kommt eine Nasenverkrümmung mit cronischer Sinusitis
(trotz HNO -OP im Feb. 2003).
Eine soganate ROSS-OP, da wird die Aortaklappe mit der eigenen Pulmonalklappe ausgetauscht und für die
Pulmonalklappe kommt eine z.B Schweineklappe rein.
Dazu einen Bypass und Rekonstruktion der aufsteigenden
Aorta, aber immer noch mit einem Ausmaß nach der OP von 4,5cm x 4,1cm (diese OP auch Feb. 2003).
Bluthochdruck sowieso
Und zum Schluß noch Funktionsbehinderung des Handgelenk rechts und Funktionsbehinderung der Wirbelsäule.
Und für diesen ganzen Schei.. nur ein GDB von 40 ?
Und weil ich Jahrgang 1947 bin und für mich bei einer Behinderung mit GDB 50 das Gesetz es vorgibt,
habe ich die 50 gefordert. Rückwirkend zum 16 Nov. 2000
Ich hätte dann die möglichkeit mit 60 in Rente zu gehen.

CPAPuser@
Gewerkschaftsmitglied war ich mal, aber Danke.

Manfred@
Danke, habe schon mit Fam. Schubert telefoniert, Sie rufen
mich nochmal an.



:D
Gruß Klaus

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sladdicool

Re: Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

Nehrhade hat geschrieben:Hallo,
kann ich auf Grund meiner Schlafapnoe einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen.......

Hallo zusammen....
Man kann einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen ?
Und wo muß man das tun?
Habe ich überhaupt eine Chance ?
Ich bin Schwerarbeiter in einer Gießerei im Drei - Schichtbetrieb und dazu erst 35 Jahre alt......
MfG
sladdicool

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Re: Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon CPAPuser » vor 14 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 09.01.2009, 00:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

CPAPuser hat geschrieben:

c) Chance: Bei funktionierender CPAP-Therapie gibt's keinen Schwerbehindertenausweis (GdB mind. 50)


Hallo...!!!!
Danke für die schnelle Antwort !!
Aber was heißt "funktionierende Therapie...." ?
Funktioniert sie denn nicht immer?
Solange ich mit Maske schlafe , schlafe ich. Ohne Maske bin ich wie gerädert.
Schon ein " Nickerchen " ohne Maske ist nicht möglich. Ich habe dann danach Kopfschmerzen......
Funktioniert dann aber doch ? Oder nicht ?
MfG
sladdicool

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Manfred Keller

Re: AW: Schlapnoe und Schwerbehinderung

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Manfred Keller hat geschrieben:Information über Begutachtung einer Behinderung durch Schlafapnoe


Die Richtlinien besagen für:

Obstruktives oder gemischtförmiges Schlaf-Apnoesyndrom (SAS) (Nachweis durch Untersuchung im Schlaflabor)

Ohne Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung 0-10 GdB*

Mit Notwendigkeit einer kontinuierl. nasalen Überdruckbeatmung (nCPAP) 20 GdB*

Bei nicht durchführbarer nasaler Überdruckbeatmung wenigstens 50 GdB*

*GdB = Grad der Behinderung


Hallo sladdicool,
wenn, aus welchen Gründen auch immer, eine CPAP-Therapie nicht möglich ist, dann wenigstens 50 GdB

Alles Gute

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Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

:oops: Uuuuups da habe ich wohl was überlesen..... :oops:
Danke !!!!!! :mrgreen:

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Urteil zum GDB

Beitragvon guenter » vor 14 Jahren

Bin fündig geworden
LSG NRW 30.4.2002
AZ: L6SB 95/01
Leitsätze:

1. Für ein Schlafapnoesyndrom mit Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung kommt ein GdB von 50 nicht in
Betracht, wenn dem Betroffenen eine Nutzung der Atemmaske grundsätzlich möglich ist, auch wenn er die Atemmaske nicht immer
benutzt und wegen rezidivierender entzündlicher Veränderungen der Schleimhäute längere Pausen in der Nutzung einlegt.

2. Einer Beeinträchtigung die über die Überdruckbeatmung hinausgeht, kann dadurch Rechnung getragen werden , dass der GdB von 20 für das
Schlafapnoesyndrom wegen der Veränderungen im Bereich von Nase und Rachen auf 30 erhöht wird.

mfg guenter


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