Kann Maske vermieden werden?

Hilfsmittel gegen das Schnarchen, alle Alternativen düfen gepostet und heftig diskutiert werden.
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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 10 Monaten

Der Zusammenhang Schlafapnoe und Betablocker ist mir gerade bei einem 2 1/2 stündigen Rundmarsch durch die Winterlandschaft durch den Kopf gegangen. Betablocker begleiten mich schon seit dem Ende meiner Studienzeit vor mittlerweile 37 Jahren. Damals wurde ein essentieller Bluthochdruck diagnostiziert. Es gab Zeiten, in denen auch noch einen Kalziumantagonisten nehmen musste. In Zeiten beruflichen Ärgers und Frust wegen meinem damaligen, unfähigen Vorgesetzen habe ich früher auch noch zeitweise nächtliche Tachykardien gehabt. Ich entwickelte dabei auch eine Blutdruckhysterie, die in mehrmaligem Messen am Tag gipfelte. Ich machte mich durch regelrecht verrückt. Irgendwann wurde es mir aber zu dumm und ich habe das Blutdruckgerät zur Seite gelegt. Messungen wurden allenfalls bei Arztbesuchen und beim regelmäßigen Blutspenden gemacht. Beim Arzt lagen sie meistens höher, bei der Blutspende in der Regel im grünen Bereich.

Seit einigen Jahren nehme ich noch morgens und vor dem zu Bett gehen je 1/4 Tablette Tenormin. Irgendwann ist mir bei unseren regelmäßigen Bergtouren aufgefallen, dass ich immer sehr schlecht in die Gänge kam. Seit einiger Zeit lasse ich den Betablocker daher vor den Touren weg, was sich positiv auswirkt. Letzten Sonntag entschieden wir uns spontan noch auf einen kleinen Berg in die Nähe zu steigen. Da ich die Tablette schon genommen hatte, war wieder das Problem mit "in die Gänge kommen", da. Heute, ohne vorherige Tabletteneinnahme, hatte ich beim Aufstieg Null Probleme mit der Luft.

Beim Googeln stieß ich auf einige Fundstellen mit medizinischen Inhalten, wo die Einnahme von Betablockern bei Schlafaponoe nicht empfohlen wird. Ich stell mir nun die Frage, ob die abendliche Einnahme dieser Minimaldosis von 1/4 Tablette einen negativen Einfluss auf meine nächtlichen Atemprobleme haben kann bzw. ob meine allgemein flache Atmung dadurch nachts noch schwächer wird. Zum Zeitpunkt meiner ersten SL-Besuche vor 10 Jahren habe ich das Medikament nur am Morgen genommen.


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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von anlo007 » vor 10 Monaten

Hallo,
Ich selbst habe kein Oximeter, da ich über die Aufzeichnung meines S9 genug Informationen über meinen Schlaf bekomme.
Hier im Forum existieren Berichte über das Pollux 400, die sich positiv anhören. Du solltest darauf achten welches Oximeter von sleapyhead, einem Freeware Programm für xpap Geräte eingelesen werden kann, dann kannst du später, falls du ein Gerät bekommst, die Daten leichter zusammenführen.

Ich nehme meinen Betablocker immer nur morgens ein. Mein frühere Arzt hatte mich immer mehr mit Betablockern zugedröhnt, was meine Apnoen immer mehr verschlimmert haben, ein Zusammenhang ist sicherlich vorhanden.
Wenn sich dein Streß inzwischen verringert hat, kannst du es doch auch mal ohne Versuchen.
viele Grüße vom Niederrhein

Andreas

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 10 Monaten

Hallo,

vielen Dank für den Tipp. Ich habe schon so ein pulox-gerät im Internet bestellt und bin auf die Werte gespannt.

Den Beta-Blocker ganz weglassen getraue ich mir irgendwie doch nicht. Wenn ich spätestens in 2 Jahren in Rente gehe und der ganze berufliche Ballast weg ist, wäre es aber einen Versuch wert. Die Einnahme tageszeitlich zu verändern kann ich aber mal probieren. Ihn Abends zu nehmen, wenn man evtl. auch schon ein oder zwei Gläser Wein oder Bier getrunken hat, ist bei dem Atemproblem sicher nicht gerade förderlich.

Gruß
Seehase

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 10 Monaten

Der Pulsoximeter ist nun da und meinen Termin beim Arzt im SL hatte ich gestern auch.

Den Pulsoximeter habe ich vorgestern bekommen und dann nachts gleich ausprobiert, was auch super funktioniert hat. Dass ich nicht mehr in Rückenlage schlafen kann, scheint sich positiv ausgewirkt zu haben. Die Zahl der Ereignisse sind mit 17,5/Std. zwar immer noch hoch, aber es gibt ohne Rückenlage keine starken Entsättigungen. Ohne Rückenlage ist die Entsättigung nur 2x unter 88 abgefallen, der niedrigste Wert war 83. Als ich die letzte halbe Stunde ohne den Knubbel im Schlafkittel schlief, ist die Entsättigung dann noch 4x unter die 88 abgefallen. Im Durchschnitt war der Sauerstoffsättigungsgrad 94,3 und der Puls im Schnitt bei 57,8. Anmerken möchte ich noch, dass ich die Einnahme des Beta-Blockers (1/4 Tablette) um einige Stunden nach vorne verlegt habe. Sonst habe ich ihn immer vor dem Zubettgehen genommen.

Nach meinen beiden Schlaflabor-Nächten stand gestern der Besprechungstermin an. Der Arzt hat mir geraten es künftig mit einem Apap-Gerät zu versuchen. Aufgrund der Werte (sh. Eingangspost) und meiner persönlichen Konstitution, Fitness und eher schlankem Körper sieht er mich nicht als kranken Mann an und ein kardiovaskuläres Ereignis würde er bei mir auch nicht befürchten. Aus Gründen eines erholsameren Schlafes würde er mir aber nahelegen, so ein Gerät zu benutzen. Der Schlaf sei ziemlich zerhackt. Dass ich noch keine besondere Tagesmüdigkeit verspüre, könne auch mit dem beruflichen Stress zusammenhängen. Die Cortisol-Werte abends, in der Nacht und morgens, waren alle überhöht.
Dem Rat des Arztes verschleße ich mich nicht. Nächste Woche geht es nun zur "Maskenprobe" und im Februar wieder in das SL.


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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von TBM » vor 10 Monaten

:laola:

na das hört sich doch gut an, wenn die Seitenlage schonmal enorm hilft.
Als Privatpatient stehen die Chancen nicht schlecht, dass es als Gerät vermutlich das S10 wird. .. sofern es das wirklich wird, würde ich mal aktiv die Firmware kontrollieren lassen. Es gibt seit ca. Mitte 2015 da eigentlich ein RERA-Update für die gesamte Serie - auf der deutschen Resmed-Webseite steht aber immer noch, dass das Autoset 10 for Her das einzige Gerät ist, was RERAs erkennen kann. Aber da können dir die 10er Nutzer hier sicherlich mehr zu sagen, wie es sich mit dem deutschen Firmwarestand verhält.

EDIT meint gerade: vllt willst du vorher mal mit der Beihilfe klären, welche Geräte-Optionen du hast - bevor die sich nachher querstellt und auf den Leistungskatalog der GKV verweist :crazy:

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von hierich1 » vor 10 Monaten

Man kann ja mal bei der Beihilfe nachfragen. Aber dort gibt es keinen Vertrag wie bei der GKV.
In meinem Fall war so, dass mir gesagt wurde, sie übernähmen den Rest, wenn die PKV alles anerkannt hat.
Ich habe dann alles bei der Beihilfe eingereicht und es lief (im Gegensatz zu manchen Problemen mit Gesetzlichen) komplikationslos.

Regina

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 10 Monaten

Besten Dank für die Antworten:

Im Moment habe ich von Geräten noch keine Ahnung. Der Arzt hat nur gesagt, dass es ein Apap-Gerät werden soll und der Versorger Vivisol sei. Da ich Privatpatient mit Beihilfe sei, müsse ich mir um die Übernahme der Kosten keine Sorgen machen. Zunächst werde ich mal eine Nasenmaske probieren und dann sieht man weiter. Am meisten gespannt bin ich darauf, wie ich mich nach den ersten Nächten tagsüber fühle werde. Möglicherweise habe ich dann doch eine bessere Lebensqualität, obwohl ich mich über die jetzige auch nicht beschweren möchte.


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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Gyuri » vor 10 Monaten

Seehase60 hat geschrieben:(…) Zunächst werde ich mal eine Nasenmaske probieren und dann sieht man weiter. Am meisten gespannt bin ich darauf, wie ich mich nach den ersten Nächten tagsüber fühle werde. (…)
Meine Frau hatte einen beidseitigen Hypothalamus-Infarkt und seither u.a. Schlafprobleme.
Im Schlaflabor wollte man sie zuerst mal eine Nacht lang ohne Beatmung testen. Es wurden aber vorsorglich eine PASSENDE Nasen- und eine FF-Maske bereitgelegt. Mitten in der nacht entschloss man sich gleich mal ein CPAP anzulegen. Den Erfolg konnte man nicht nur an den Aufzeichnungen erkennen, vorallem meine Frau hat sich positiv geäußert. Eine weitere nacht mit CPAP im Krankenzimmer erbrachte dann, dass der Druck von 9 auf 10 mBar erhöht wurde. Jetzt schlief sie die erste Nacht zuhause und war heute den ganzen Tag deutlich wacher als das letzte Halbjahr. :thumbup:
Sie muss sich nur noch einwenig an die Nasenmaske gewöhnen - besonders dass man damit besser die Klappe zu macht. :silent:

:*lol:

Ich weiß nicht wie genau bei dir die Planung aussieht. Ich glaube aber ganz fest, dass auch du die Vorteile ganz schnell erkennen wirst … falls du diese Therapie überhaupt benötigst.
Grüße vom Gyuri
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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 10 Monaten

Gyuri hat geschrieben: Ich weiß nicht wie genau bei dir die Planung aussieht. Ich glaube aber ganz fest, dass auch du die Vorteile ganz schnell erkennen wirst … falls du diese Therapie überhaupt benötigst.
Ich habe überhaupt keinen Plan, nur dass ich mit einer Nasenmaske beginnen will. Über die weitere Entwicklung werde ich zur gegebenen Zeit berichten

Danke und Gruß

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 9 Monaten

Nach der Auswertung meines Pulsoximeters von letzter Nacht bin ich doch einigermaßen irritiert. Der Schlaf war subjektiv so gut wie schon lange nicht mehr, obwohl ich 2x raus musste. Als ich die Auswertung auf dem Bildschirm sah, traute ich meinen Augen nicht. 8,1 Ereignisse lediglich pro Stunde wurden angezeigt (letzte Woche 17). Sauerstoffsättigung 94,5 %, kein Abfall unter 88%, Pulsfrequenz 56,2. Artefakte 0,2 %

Was habe ich verändert gegenüber dem Schlaflabor (RDI 33 bzw. 37).

-keine Rückenlage mehr
-Betablockereinnahme nicht mehr spätabends
-Übungen für den Zungen- und Rachenraum
-Gewichtsabnahme ca. 2,5 kg
-Dass ich mir den "traditionellen" sonntägl. Wein (3 Gläser) genehmigte, wo
ich zuletzt auf Alkohol verzichtete :biggrin:

Mein subjektives Gefühl und die Auswertung stimmen somit überein.

Am Mittwoch habe ich Maskenprobe. Blieben die Ergebnisse so, könnte ich mir sie evtl. sparen???

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Gregor » vor 9 Monaten

Meiner Meinung nach ist es schon sinnvoll, die Therapie zu beginnen. Ein AHI von 8 ist nicht ganz gut. Wenn jede Nacht so wäre muß man nicht unbedingt therapieren. Vermutlich würde sich die Therapie aber positiv auf Deine geistige Leistungsfähigkeit (Konzentration, Merkfähigkeit) auswirken. Das "Nicht-Therapieren" ist in erster Linie auch eine Vermeidung "unnötiger" Gesundheitskosten für die Krankenkassen. Falls sich die Apnoen (schleichend) verschlechtern kannst Du das normalerweise am Gerät ablesen (falls Du ein ordentliches Teil bekommst). Wenn Du kein Gerät hast kann möglicherweise später der Kardiologe die Folgen der vergessenen Schlafapnoe finden.
Bei Deiner etwas wackeligen Motivation sehe ich allerdings wenig Chancen, daß Du falls irgendwelche Probleme oder Unannehmlichkeiten auftreten, die Therapie konsequent weiterführst. Dann würde Dir das Gerät wegen mangelhafter Nutzung nach einiger Zeit entzogen.
Allerdings muß ich zugeben, wenn ich so wenige Apnoen gehabt hätte, hätte ich die Maske vielleicht auch nicht haben wollen. Wenn man sich länger mit dem Problem Schlafapnoe beschäftigt, bewertet man das Maskentragen etwas anders.
Gruß
Gregor

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 9 Monaten

Gregor hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist es schon sinnvoll, die Therapie zu beginnen.
Das werde ich auch. Nach dem Ergebnis der beiden SL-Nächte war ich schon ein wenig geknickt. Nach der letzten Nacht aber denke ich, dass das Problem bei mir doch nicht ganz sooo schlimm sein kann, wie ich zunächst befürchtete.

Von den möglichen Langzeitschäden habe ich schon viel gelesen. Mit dem Erhalt der körperlichen Fitness hoffe ich dem etwas entgegenwirken zu können. Bei den schon begonnen Verhaltensänderungen möchte ich am Ball bleiben. Gespannt bin ich, wie sich das Gerät dann auf meine Tagesverfassung auswirkt.

Danke+Gruß
seehase

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von anlo007 » vor 9 Monaten

Seehase60 hat geschrieben:
Was habe ich verändert gegenüber dem Schlaflabor (RDI 33 bzw. 37).
-keine Rückenlage mehr
-Betablockereinnahme nicht mehr spätabends
-Übungen für den Zungen- und Rachenraum
-Gewichtsabnahme ca. 2,5 kg
Hallo seehase,
das hört sich alles recht positiv an. Du solltest nur nicht die Daten von einer Nacht verallgemeinern. Man hat immer eine gewisse Varianz nach oben und unten.

- Weniger in Rückenlage, kann tatsächlich was bringen, du kannst es aber nicht zuverläßig kontrollieren.

- Übungen der Zunge, Rachenraum können nur bedingt helfen, denn die Blockage ist relativ weit hinten im Rachenraum, den kannst du kaum trainieren und vor allem nachts nicht kontrollieren. (es gibt auch Versuche mit Didgeridoo spielen, die Ergebnisse sind aber nicht überzeugend)
-Gewichtsabnahme, bei deinem BMI sind wohl kaum große Änderungen zu erwarten.

-Betablocker Einnahme, nach meinen persönlichen Erfahrungen kann dort das größte Potential liegen, da solltest du weiter experimentieren.

Die "objektive" Überprüfung mittels Oximeter und/oder Maske können dir viele Hinweise geben, wie du deine Gesundheit schützen kannst. Aus diesem Grund wäre auch eine vorübergehende Benutzung der Maske ein guter Weg, um die Zusammenhänge für dich zu klären. Nach 5-6 Monaten kannst du sicherlich besser beurteilen, wie sich dein Schlaf und die Sauerstoff-Versorgung entwickelt, um dann zu entscheiden, ob die anderen Maßnahmen ausreichen, oder du besser mit Maske schläfst.

Verändere nicht zu viele Parameter auf einmal, und lasse dir Zeit von jeder Aktion mindestens 1-2 Wochen Daten zu sammeln, erst dann kannst du sicher sagen, wie es gewirkt hat.
viele Grüße vom Niederrhein

Andreas

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Gregor » vor 9 Monaten

Hallo Seehase,
möglicherweise kannst Du statt einer Maskentherapie von "einfacheren" Maßnahmen profitieren. Z.B. einer Zahnspange, die den Unterkiefer nach vorne schiebt, oder falls möglich einer Operation im Bereich der Luftwege. Das kannst Du Dir aber immer noch während der Therapie überlegen. Die Kasse zahlt in der Regel keine Spange.
Daß der Sport viel für die Gesundheit hilft, glaube ich bei bestehender Schlafapnoe nicht. Die Schlafapnoe setzt den Körper unter starken Streß (weil man ja nicht erholsam schläft). Der Streß ist es der das Herz belastet, Sport belastet das Herz noch dazu, -aber das ist nur meine Theorie.
Viele Grüße
Gregor

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Re: Kann Maske vermieden werden?

Beitrag von Seehase60 » vor 9 Monaten

anlo007 hat geschrieben:das hört sich alles recht positiv an. Du solltest nur nicht die Daten von einer Nacht verallgemeinern. Man hat immer eine gewisse Varianz nach oben und unten.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Wären die Werte im SL so gewesen, glaube ich nicht, dass mir der Arzt eine Maske verordnet hätte, da er bei mir sonst keine weiteren Risikofaktoren sieht und über schlechten Schlaf habe ich auch nie geklagt bzw. ihn mit beruflicher Anspannung begründet. Das Apap-Gerät werde ich auf jeden Fall ausprobieren und in einigen Monaten werde ich sehen, was sich für Werte ergeben und vor allem auch, wie es sich auf das Wohlbefinden auswirkt. Die Motivation Verhaltensänderungen durchzuführen habe ich jetzt auch. Sie durchzuziehen ist immer das Problem. Nun bin ich erst einmal auf die Maskenprobe morgen mit Probeliegen gespannt. Das SL steht dann im Februar an.

Gruß
seehase

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