Beatmungstherapie nach Tonsillektomie

Wird angewendet bei der obstuktiven Schlafapnoe. Die Maske ist die Schnittstelle zwischen CPAP Gerät und Patient und enorm wichtig für den Erfolg der Therapie.

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Beatmungstherapie nach Tonsillektomie

Beitrag von *special_edition* » vor 2 Jahren

Hallo zusammen!

Nachdem ich in den letzten zwei Jahren regelmäßig einmal im Monat eine Mandelentzündung hatte (Sommermonate ausgenommen), habe ich mich letztlich entschieden, meine Mandeln entfernen zu lassen. Die OP wird am 04.11. stattfinden.

Meine Beatmungstherapie läuft nun seit 17.09. und ich frage mich, wie das Ganze nach der OP wird. Kann ich die Maske direkt nach der OP benutzen oder muss ich befürchten, dass die Nähte durch den Druck irgendwelchen Schaden nehmen? Ich bin nämlich nicht zwangsläufig scharf auf Nachblutungen. :eh:

Muss ich mich mit dem Schlaflabor noch mal in Verbindung setzen? Mein HNO-Arzt meinte nämlich, dass die Probleme einer OSA durch eine Tonsillektomie verringert bzw. komplett verschwinden können. Das würde bedeuten, dass ja ggf. der Druck meines Gerätes angepasst werden muss, oder? Ich weiß, das muss nicht passieren, aber die Möglichkeit besteht ja immerhin.

Meine nächste Überprüfung ist in ca. 5 Monaten. Mein Schlaflabor lädt alle Patienten im Rhythmus von sechs Monaten zur Überprüfung.

Ich würde mich über Ratschläge und Tipps sehr freuen! Danke schon einmal im Voraus!
Liebe Grüße

Marie
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Re: Beatmungstherapie nach Tonsillektomie

Beitrag von andre » vor 2 Jahren

Hallo Marie,
habe mir die Mandeln vor der CPAP behandlung entfernen lassen.
Also mein HNO hat ambulant eine OSA diagnostiziert und weil ich eh schon immer Probleme mit den Mandeln (weil viel zu groß) hatte diese vorher entfernen lassen (Plus Gaumensegelraffung und das Zäpfchen gekürzt).
Der ambulante AHI war vor der OP bei 96, danach bei 89 (anschließend im Schlaflabor sogar 107), hat die OP also nicht verändert.
Das Schnarchen ist wesentlich leiser geworden.
Zu der Frage ob die Beatmung nach der OP möglich ist kann ich Dir nichts sagen nur (z.m. bei uns in der Klinik) hast du für die erste Nacht nach der OP als OSA Patient ein Zimmer auf der Intensiv gebucht :crazy:
Außerdem bekommst Du keine Spaßmacher vor der OP (Beruhigungsmittel) :thumbdown:.
Sonst kann ich Dir nur noch als Tipp sagen (auch wenn man es nicht hören will), es tut weh! Lass Dir von Anfang an Schmerzmittel geben und nehme diese auch durch, dann kommt man gut zurecht (Essen die ersten Tage ging bei mir garnicht).

Zum Abschluss kann ich sagen, nach insgesammt 3 Wochen ist man durch und ich bin froh das ich sie los bin und es gemacht habe!

Gruß

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Re: Beatmungstherapie nach Tonsillektomie

Beitrag von Dr. Randelshofer » vor 2 Jahren

Hallo Marie,

ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass durch den geringen Druck der Maske "die Nähte platzen". Fragen Sie dazu aber bitte Ihren operierenden HNO-Arzt. Eher kann es sein, dass Sie die Maske in den ersten Tagen nicht benutzen können, weil die Schmerzen Sie daran hindern.

Bei Kindern mit sehr grossen Mandeln kann man eine obstruktive Schlafapnoe oft durch Entfernung oder Verkleinerung der Mandeln heilen. Bei Erwachsenen klappt das wegen der unterschiedlichen Grössenverhältnisse leider meistens nicht. Aber lassen Sie sich überraschen... ;-)

Die Geräteeinstellung müssen Sie zunächst nicht ändern lassen. Ihr APAP regelt ja die Höhe des Drucks automatisch. Vielleicht brauchen Sie nach der OP einen niedrigeren Durchschnittsdruck. Das können Sie ja dann zum Beispiel mittels sleepyhead auslesen. Falls der Druck dann tatsächlich immer beim Minimaldruck von 5 mbar sein sollte, wäre eine Kontrollmessung ohne Maske sinnvoll oder alternativ eine Untersuchung mit Maske im Schlaflabor, bei der überprüft wird, ob man den Minimaldruck auf 4 mbar reduzieren kann oder eben, ob Sie auf das Gerät ganz verzichten können.

Grüsse

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