Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

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Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von stephan wasser » vor 2 Jahren

Ein liebes Hallo erstmal.
Mein Name ist Stephan und ich habe selbst schon seit ewigkeiten Probleme mit dem Schlaf.
Derzeit erwarte ich meine 2. OP (Rachen). Die 1. OP (Nase) habe ich im Februar schon durchgezogen und bin seither über das Resultat beeindruckt.

Zu meiner Geschichte. Ich habe schon seit der Kindheit stark mit dem Schnarchen gekämpft. Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und Gereizheit mit inbegriffen.
Später, während meines 17-18 Lebenjahres, hatte ich dann öfter Einschlafstörungen und selten auch einmal einen Errektionsausfall.

Dann, ab dem 19-20 Lebensjahr sammelte sich der Stress immer stärker. Ich schwitze immer mehr und hatte auch langsam Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis und generell mit den Gedanken.

Ich entschied mich dann vor ungefähr einem Halben Jahr zur Schlafanalyse.
Resultat:
IA/H = 13,5 Zwischenfälle per Stunde Schlaf, predominant Hypopnoen und einige obstruktive Apnoen wärend der zweiten Hälfte der Nacht.
SaO2 im Durchschnitt bei 96%, wobei das Minimum bei 85% liegt.
Die Maximaldauer einer Hypopnoe liegt bei 55 Sekunden.
Starkes Schnarchen (pathologisch): 1578 Zwischenfälle in der gesamten Nacht. Dabei 201 mal per Stunde.

...

Ich bin aktuell auch in psychiatrischer Behandlung, wobei mir deutlich mitgeteilt wurde, dass es sich nicht um eine psychische Erkrankung handeln kann. Mein Antrieb ist sehr gut und motiviert bin ich jederzeit. Deswegen habe ich mich auch selbst ein wenig über meinen Zustand informiert. Selbst die vermehrten Gedanken entstehen auf Basis eines erhöhten Blutdrucks, der natürlich von der Schlafstörung kommt. Zudem bestätigen neuere Studien den Verdacht, dass Schlafprobleme höchstwahrscheinlich bei psychischen Erkrankungen als Ursache vermutet werden. Das sind doch schon einmal tolle Nachrichten. Wenn man noch bedenkt dass der Körper sich bei bestehendem Schnarchen eher schwer vom Stress erholen kann, dann können sicherlich auch Symptome auftreten die einer anderen Erkrankung ähnlich erscheinen. Nun gut.

Meine Frage? ... Ich wollte meine Geschichte hier mit euch teile und hoffe sehr, dass durch meine 2. OP viele weitere Probleme wegfallen werden.
Vielleicht kann mir jemand etwas über die postoperative Phase erzählen. Ich habe selbst schon viele beeindruckende Geschichten gehört, in denen nach der Operation auf einmal komplett abgenommen wurde, die Konzentration wieder da war, die Gemütslage wieder äusserst positiv war,etc...

Vielen Dank und alles Gute an euch alle!

PS: http://www.apotheken-umschau.de/Schlafs ... 476_7.html

Dieser Artikel trifft den Nagel auf dem Kopf...nur schade das in der Psychiatrie keinerlei Untersuchungen durchgeführt wurden, die den Schlaf betreffen. Nicht bei mir und nicht bei anderen...


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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von Polli » vor 2 Jahren

:laola:
Dann mal WILLKOMMEN und viel Glück, dass die Behandlung den gewünschten Erfolg bringt.

Erhöhten Blutdruck haben die meisten. Ich auch.
Aber vermehrte Gedanken, oder besondere Gedanken hatte ich indessen noch nicht.

Vielleicht hängt alles ganz einfach mit Stress durch Übermüdung zu tun.
Dann musst Du nur Geduld haben, bis alles gut läuft und sich langsam entspannt.

:thumbup: Wird schon klappen!
Herzliche Grüße von Polli

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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von stephan wasser » vor 2 Jahren

Vielen Dank für die rasche Antwort!
Nun ja...das mit den Gedanken ist ja auch in dem Alter mehr oder weniger normal.
Man munkelt ja dass jeder Mensch vor dem Erwachsen werden einige komische Phasen durchlebt.
Bei mir ist das mit den Gedanken auch generell schon immer ein Thema. Wenn dann eine Übermüdungo der einfach vermehrt Stress auftauchen, kann es schon gut sein dass die Gedanken ein wenig rasen.

Ps: Schlafapnoe und Schnarchen erhöhen ja auch den Cortisol- und Adrenalinspiegel...dann ist man generell immer unruhiger, da fight-or-flight.

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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von Fette Ratte » vor 2 Jahren

Hallo Stephan,
stephan wasser » 26. Jun 2015, 21:18 hat geschrieben: ...
Zudem bestätigen neuere Studien den Verdacht, dass Schlafprobleme höchstwahrscheinlich bei psychischen Erkrankungen als Ursache vermutet werden. Das sind doch schon einmal tolle Nachrichten. Wenn man noch bedenkt dass der Körper sich bei bestehendem Schnarchen eher schwer vom Stress erholen kann, dann können sicherlich auch Symptome auftreten die einer anderen Erkrankung ähnlich erscheinen. Nun gut.
Psychische Erkrankungen gehen oft einher mit Schlafstörungen. Schlafstörungen sind ein Teil der Symptomatik. Das heißt aber nicht, daß üblicherweise solche Erkrankungen alleine durch Schlafstörungen zu begründen sind. Schafft man es die Schlafstörungen zu beseitigen, kann sich natürlich auch die übrige Symptomatik bessern - hilfreich in einer akuten Krise. Oft/meist(?) bleibt aber die andere Symptomatik weiter bestehen. Eher wahrscheinlich, daß zB. eine Psychose mit Neuroleptika kompensiert werden kann und sich damit auch die Schlafstörungen beseitigen lassen.


Um was für eine Operation handelt es sich?

Gruß
Fette Ratte


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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von stephan wasser » vor 2 Jahren

Also bei meiner zweiten OP werden sämtliche Maßnahmen durchgeführt, die das Schnarchen betreffen. D.h. Mandelverkleinerung, dehnung der Haut im Rachen,etc...

Natürlich gehen viele psychische Erkrankungen mit Schlafstörungen einher. Trotzdem scheinen genau diese eine sehr hohes Risikopotential für psychische Erkrankungen zu haben.

Durch den fehlenden guten Schlaf und dem ständigen Kampf mit der Atmung, kann der Körper den Stress nicht mehr richtig abbauen. Zudem führt die Obstruktion zu weiterem Stress, da Körper in Panik bei obstruktiver Atmung. Dies mündet in einer hohen Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Dann ist es normal dass man leichter in Panik kommt und auch genrell unruhiger ist. Wenn dann auch der Lebensstil nicht sehr gesund ist, kann der Körper leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Das Herz wird ja zusätzlich auch belastet und der Blutdruck steigt. Dieser kann dann zu Unruheempfindungen und sogar zum Restless-Leg-Syndrom, führen.

Generell wird in den meisten Fällen von einer stressbedingten psychischen Erkrankung gesprochen.
Bei mir wurden beispielsweise ständig Infektionswerte festgestellt, die auch nie ernst genommen wurden. "Ach wissen Sie, dass ist Psychisch, sie sind hypohonder." / "Herr Doktor, bei mir war alles in Lot und von einem Tag auf den Anderen fühle ich mich immer schlechter." / "Nee, das ist Psychisch."

Und heute? Ich hatte einen Darmparasiten, der meinen ganzen Körper ins Chaos gestürzt hatte. Den habe ich inzwischen beseitigt und fühle mich sehr sehr gut.
Zudem hatte ich schon immer das Problem mit dem Schnarchen, was meinen Lebensrhytmus schon seit der Kindheit beeinflusst hatte.

Man sollte nur einmal an die Folgenebenwirkungen eines gesunkenen Testosteronspiegels denken. Allein diese können die Psyche aus dem Gleichgewicht bringen.

Dabei möchte ich in keinster Weise jemanden dazu verleiten auf die Medikation zu verzichten. Diese ist wichtig, vor allem da sie in solchen Situationen zu Ruhe und einem gutem Schlaf führt. Allein schon der gesunkene Blutdruck (von bsp. Quetiapin), kann einem die nötige Ruhe ermöglichen, um sich dann schön um andere Probleme kümmern zu können, die an der Basis liegen.

Wenn diese dann beseitigt sind, kann man auch einen Absetzungsversuch durchführen. Dies aber in gemeinsamer Arbeit mit einem Facharzt!

PS: Nicht alle psychischen Erkrankungen basieren auf Faktoren wie: Schlafanomalie und Infektion (Parasiten, Viren, etc...).
Es gibt selbstverständlich eine große Anzahl an Erkrankungen die zu 100% psychisch sind. Trotzdem sollte an erster Stelle gecheckt werden, ob da nicht etwa ein organisches Problem der Grund ist. Wenn dies nicht stattfindet, dann wird das Potential der Medizin sicherlich nicht gut genug ausgenutzt.

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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von Andre-schläft » vor 2 Jahren

Hallo und willkommen Stephan,
ich hatte zuletzt eine Gaumenstraffung mittels Radiofrequenz, dass Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Seit 2012 habe ich ein CPAP gerät und komme sehr gut damit zurecht.
Allerdings hat sich weder meine psychische, noch meine Blutdrucksytuation verbessert, ich nutze das gerät aber trotzdem regelmäßig um Schlimmeres zu verhindern.

Ich sehe deine Hoffnung aber dennoch für begründet, denn du schreibst sehr richtig was eine Schlafapnoe für den Körper bedeutet.

Alles Gute und viel Erfolg!
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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von stephan wasser » vor 2 Jahren

Unnötiges Vollzitat des Beitrags direkt darüber entfernt. ~~ ronflon ~~

Vielen Dank für deine Antwort, Andre. Darf ich fragen was bei dir das Hauptproblem war? Die Atempausen oder das Schnarchne?

- Ich möchte auch mit dem Rauchen vor der OP aufhören. Die Großzahl der Patienten in der Psychiatrie sind raucher. Da kann ich mir schon vorstellen dass die Glimmstängel auf langzeit auch ihren Schaden zugefügt haben. Glücklicherweise regeneriert sich der Körper ja in jeder Sichtweise.
Meine Psyche ist ok seitdem ich die Infektionskrankheit (Darmparasiten) erledigt habe. Mein Blutdruck ist auch nicht großartig hoch...dennoch wär es schön ohne die Gereiztheit und mit einer besseren Konzentration.
-Habe auch mit dem Kiffen aufgehört. War zwar nicht sehr häufig, aber es wirkt sich auch auf die Konzentration aus.

? Lustig ist das mit dem Abnehmen. Hatte vor 10 Jahren 115, vor 4 Jahren 82, vor 2 Jahren 123 und nun 106...ich schaffe es mit dem Gewicht, aber es verlangt einen großen Aufwand. Hoffentlich regelt sich das nach der OP.

ALLES GUTE!

PS: Gaumenstraffung, Mandelverkleinerung bzw. Entfernung und noch zwei Schritte werden bei mir durchgeführt...Ich konnte wegen den großen Mandeln auch nie wirklich etwas essen, ohne dabei Wasser hinterherkippen zu müssen damit es flutscht.


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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von anlo007 » vor 2 Jahren

Hallo,
Wie alt bist Du eigentlich?
Und was für Gedanken hast du, die dich stören? Ich mache mir auch den ganzen Tag Gedanken, aber das finde ich normal und positiv.
viele Grüße vom Niederrhein

Andreas

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Re: Auswirkungen auf Psyche und Gemütslage

Beitrag von stephan wasser » vor 2 Jahren

Hallo, 24. Mit den Gedanken ist nicht unbedingt der Inhalt das Problem. Mehr die Menge, aber diese Aspekte haben sich nach der 1.OP und der Enfernung des Darmparasiten sehr verbessert.

Das Problem an sich ist diese fehlende Kontinuität. Wenn man es schafft gut zu schlafen dann ist alles in Butter. Wenn man es nicht schafft und versehentlich auf dem Rücken schläft, dann ist die Leistungsfähigkeit schon im Keller.

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