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Ines

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Beitragvon Ines » 29.06.2003, 20:17

meine schlafstörungen haben damit angefangen, als mir gesagt wurde das meine mutter leukämie hat, ich habe dann angefangen zu denken in der nacht, ob sie gesund wird ob sie stirbt, was wir dann machen werden usw. den ganzen haushalt mußte ich führen, und 3 köpfe ernähren während sie ihre chemo bekam, auch wenn sie zuhause war konnte sie kaum aufstehen, und ich mußte mich noch um meine kleinste schwester kümmern, aber jetzt geht es ihr schon seit 5jahren gut, gott sei dank, bei mir hat es sich auch etwas gebessert, ich bin 2 jahre nicht aus dem bett gestiegen nur zum essen, wenn ich etwas runterekam, und weinte jede nacht, ich nehme an das war eine depression, die habe ich dann überwunden glaub ich zumindestens.

jetzt ist es so da ich auch momentan keinen job habe, auch sehr spät schlafen gehe so gegen 4uhr am morgen, und natürlich erst am abend aufstehe, ich habe auch probiert mich früh hinzulegen aber habe gemerkt das auch das nichts bringt, die schlafstörungen gehen immer weiter. Bei mir ist es so das ich 4bis5 stunden brauche um einzuschlafen, ich drehe mich stundenlang im bett von rechts nach links, und dann bin ich so verzweifelt, weil die sonne schon so scheint, und fange an zu weinen, weil ich nicht einschlafen kann, und irgendwann klappt es dann doch, jede nacht lege ich mir irgendwas schwarzes um die augen, damit es auch dunkel wird um mich herum, und stopfe mir die ohren mit ohropax zu. Gestern nacht z.b. habe ich mich früh hingelegt, mit dem effekt das ich noch länger hab nichtg schlafen können, ich glaub es war 9uhr früh, und bin dann um 19uhr aufgestanden. Ich habe angst das aufeinmal wie früher ich nächtelang nicht schlafen kann, damals war es sehr schwierig diese jahre, wenn dem so ist, will ich nicht mehr weiterleben, denn es war eine qual, die nacht und der darauffolgende tag.

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schrecklich so etwas zu hören ...

Beitragvon till » 29.06.2003, 20:19

hallo ines,

hast du über deine probleme mal mit einem fachlich qualifizierten arzt gesprochen ?
wenn du einen rat hören möchtest: tu es und zwar bald.


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Beitragvon Gast » 29.06.2003, 23:28

Hallo Ines,

befolgen Sie bitte Tills Rat. Bei Ihnen entwickelt sich eine ernsthafte Schlafstörung. Ich bin aber sicher, dass Sie diese, vor Allem mit professioneller Unterstützung, auch wieder in den Griff kriegen.

Ohne Sie genau befragt und untersucht zu haben kann ich Ihnen aber allein auf Grund Ihrer Schilderung sagen, dass Sie einige Dinge auf jeden Fall ändern sollten:

** Gehen Sie nicht früher, sondern eher SPÄTER Bett. Das klingt erstmal paradox, ist aber sehr wichtig. Je früher Sie sich hinlegen, umso weniger müde sind Sie und umso schlechter schlafen Sie ein. Das haben Sie ja auch schon selbst bemerkt.

** Stehen Sie immer um die gleiche Zeit auf, auch wenn Sie nur wenig geschlafen haben. Stellen Sie sich hierzu einen Wecker.

** Rechnen Sie mal genau nach, wie viele Stunden Sie pro Tag tatsächlich schlafen. Vielleicht ist es ja gar nicht so wenig, wie es Ihnen erscheint. Am besten schreiben Sie die Zeiten einfach mal ein oder zwei Wochen lang auf.

**Schlafen Sie tagsüber nicht.

** Setzen Sie sich ein Zeitlimit von, sagen wir, 30 Minuten. Wenn Sie nach dieser zeit noch nicht eingeschlafen sind, stehen Sie wieder auf, machen etwas Angenehmes wie Lesen oder Musik hören. Gehen Sie erst wieder in´s Bett, wenn Sie sich müde fühlen.

** Machen Sie sich klar, dass wir zwar Schlaf brauchen, um uns zu erholen, dass wir aber durchaus auch mal eine gewisse Zeit mit wenig Schlaf leben können, ohne ernsthaften Schaden zu erleiden. Eine Nacht mit wenigen Stunden Schlaf zieht nicht zwangsläufig einen schlechten Tag nach sich.

** Versuchen Sie nicht auf jeden Fall einzuschlafen. Je schlechter Ihnen das gelingt, umso enttäuschter und aufgewühlter werden Sie und umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einzuschlafen.

** Eventuell können Sie folgendes versuchen: Bemühen Sie sich NICHT einzuschlafen und wachzubleiben. Das lenkt die Konzentration vom Einschlafenmüssen ab und kann es Ihnen so unter Umständen erleichtern.

** Die meisten dieser Ratschläge sind erstmal hart und unangenehm. Möglicherweise schlafen Sie zunächst noch weniger als bisher und sind tags noch müder. Ziehen Sie es trotzdem konsequent zwei Wochen durch. Erste Erfolge stellen sich meist erst anch einer gewissen Zeit ein.

** Nochmal: Suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, am besten einen Schlafmediziner. Möglicherweise muss man Ihnen anfangs vorübergehend zusätzlich mit Medikamenten helfen.

Viel Glück + Erfolg!

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Beitragvon Ines » 30.06.2003, 01:37

danke für die antworten, ja ich will es probieren, hab eigentlich das alles auch schon probiert, vielleicht klappt es ja, wenn nicht sollte ich wieder zum arzt gehen, hatte schon antidepressiva und schlaftabletten genommen ohne irgendwelchen er folg, ich habe e twas von verselbstständig gelesen, also bei mir scheint es chronisch zu sein

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Beitragvon till » 30.06.2003, 08:24

Ines hat geschrieben:...hatte schon antidepressiva und schlaftabletten genommen ohne irgendwelchen er folg...


ich bin kein mediziner aber aus meinen erfahrungen kann ich nur eindringlich sagen: tabletten (ich meine jetzt nicht alle arten sondern die von dir angegebenen) helfen selten sondern verschlimmern nur deine situation. und es zeigt auch deutlich die hilflosigkeit des menschern der dir dieses zeug verschreiben hat.
andere wege führen ganz sicher eher zum ziel wieder gesund zu werden.
probiere auch mal: :lol:

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