Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Wird angewendet bei der obstuktiven Schlafapnoe. Die Maske ist die Schnittstelle zwischen CPAP Gerät und Patient und enorm wichtig für den Erfolg der Therapie.

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Schnarchmichel
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Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von Schnarchmichel » vor 7 Jahren

Hallo zusammen,

wie bereits berichtet steht bei mir seit Mai 2010 die Diagnose schwere Schlafapnoe fest.viewtopic.php?f=34&t=3997&p=23394#p23394
Am 24.06.2010 habe ich dann mein Gerät, DeVilbiss Sleepcube mit Weinmann Joyce Gel Maske erhalten. Ich habe dann am selben Abend mit der Therapie begonnen.
Vorab sei erwähnt das das Gerät sehr klein und leise ist. Die Maske ist ebenfalls sehr leise.
Störend empfinde ich den sehr starren Schlauch. Das Gerät lässt sich zur Zeit von mir nur ein und ausschalten, es verfügt aber noch über eine "Schlummerfunktion".
Der druck liegt bei 6,0 mbar. Die auf meine Bedürfnisse genaue Einstellung findet am 20.07.2010 statt.

1. und 2. Nacht
Ich habe die Maske von der Passform her für mich eingestellt und gegen 23:00 Uhr angelegt.
Danach bin ich wie gewohnt recht schnell ( 10-20 Min.) eingeschlafen.
Nach weniger als zwei Stunden bin ich aufgewacht und es hat extrem gejuckt und förmlich gebrannt rund um die Maske. Eine Rötung war nicht zusehen. Ich habe dann ohne Maske weiter geschlafen.

3. Nacht
Genau wie zuvor, aber ich konnte die Maske schon dreieinhalb Stunden tragen.

4. Nacht
Das Phänomen des jucken und brennen blieb aus, aber dafür hatte ich nach ca. 4 Stunden einen für mich sehr heftigen Erstickungsanfall und riss mir die Maske vom Gesicht. Ich habe dann eine weile gewartet und es nochmals mit Maske probiert, konnte aber nicht mehr einschlafen und ließ dann die Maske ab.

5. und 6. Nacht
Genau wie zuvor, aber von der Tragezeit etwas abweichend.

7. Nacht
Ich habe die Maske abgelassen, aus Angst vor diesen Erstickungssymptomen und habe mich am nächsten Tag informiert, u.a. hier im Forum. War wirklich sehr hilfreich für mich.
Ich stellte fest das ich nicht der einzige war mit dieser Wahrnehmung.

8. bis 10. Nacht
Ich habe die Maske wieder getragen, sonst aber nichts verändert und knapp fünf Stunden mit ihr gut schlafen, dann aber fing sie an zu stören bzw. schmerzen und habe sie abgesetzt.
Ich habe dann nach der 10. Nacht eine deutliche Rötung und Druckstelle an der Nasenwurzel festgestellt.

11. Nacht
Ich habe nur sehr unruhig geschlafen und den Sitz der Maske ständig korrigiert und verändert. Genutzt hat es leider nichts, die Rötung und Druckstelle wurde schmerzhafter und blieb auch deutlich länger sichtbar. Tragezeit der Maske ca. fünfeinhalb Stunden.

12. Nacht
Ich habe am tage die Passform erneut eingestellt, diesmal vor dem Spiegel um zusehen wie ich am besten den Druck von der Nasenwurzel nehmen kann und die Maske trotzdem Dicht sitzt. Geschlafen habe ich trotzdem schlecht und die Druckstelle und Rötung wurde schlimmer. Der Druckschmerz hielt fast den ganzen Tag an. Tragezeit der Maske ca. vier Stunden.

13. Nacht
Ich habe es, wie im Forum beschrieben mit einem WiLeda ausprobiert, genau zugeschnitten und zwischen Maske und Nasenwurzel gelegt. Aber auch das brachte keine Linderung.
Tragezeit der Maske ca. vier Stunden.

14. Nacht
Ich habe ein spezielles Gel-Polster-Pflaster (ca. 2mm Dick) über die Nasenwurzel geklebt, fühlte sich auch gut an und war Dicht. Aber ich hatte am nächsten morgen wieder eine starke Druckstelle und auch Rötung. Der Druckschmerz hielt auch fast den ganzen Tag an.
Tragezeit der Maske ca. sechs Stunden.

15. Nacht
Ich habe es erneut mit dem Pflaster wie zuvor probiert, aber ohne Erfolg.
Ich sehe an der Nasenwurzel aus wie ein Rotars..pavian und es ist recht schmerzhaft. Tragezeit der Maske knapp sieben Stunden.

Natürlich habe ich die Nasenwurzel am Tage mit einer Salbe behandelt, was auch ein wenig Linderung brachte, mehr aber auch nicht. Dies kann und darf so nicht sein.
Ferner habe ich in der Nacht einen sehr trockenen Mund und oft die Nase zu oder zumindest teilweise zu.
Ich habe heute meinen Versorger kontaktet und ihm mein Leid geklagt. Er versprach Abhilfe in Form einer Anpassung oder Austausch der Maske, aber leider erst am Montag.
Bezüglich der Mundtrockenheit empfahl er mir einen Atemluftbefeuchter, wofür ich aber ein Rezept benötige. Werde mich gleich darum kümmern.

Fazit
Ich kann leider bis jetzt nicht sagen das es mir tagsüber besser geht oder das ich besser schlafe, aber ich habe die Hoffnung das es nach einiger kontinuierlichen Therapiezeit doch wieder besser wird. Einige Nutzer des Forums bestärken mich mit ihren Beiträgen zu dieser Einstellung.

Teil zwei meines Tagebuchs ( eigentlich müsste es ja Nachtbuch heißen ) wird folgen.

LG Michael
Zuletzt geändert von Schnarchmichel am 09.07.2010, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
Diagnose: schwergradige Schlafapnoe 05/2010
AI 11
AHI 56
Gerät: DeVilbiss Sleepcube seit 06/2010
9,0 mbar
Maske: Weinmann Joyce Gel vented und ResMed Swift FX
Größe: L
Versorger: VitalAire GmbH


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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von micha65 » vor 7 Jahren

Hallo Michael,

danke für deinen Bericht, anscheinend hast Du die selben Anfangsschwierigkeiten wie mein Mann.
Nur hast Du wohl nicht schon nach zwei Wochen das Handtuch geworfen,sonder versuchst es weiter.

Ich wünschte mein Männe hätte das auch getan, aber leider wahr er da stur und hat das Gerät zurück gebracht, mir fehlt noch die zündende Idee wie ich ihn dazu bekomme, über kurz oder lang einen zweiten Versuch zu starten ohne das er das Gefühl hat ich bedränge Ihn.

Liebe Grüße und das deine Startschwierigkeiten bald der Vergangenheit angehören!!!
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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von Gabylein » vor 7 Jahren

Hallo Michel,

woher weißt Du wie ich die Nächte seit letztem Samstag verbracht habe? :lol: :lol:

Bis auf wenige Abweichungen sind die Nächte bei mir genauso verlaufen....

Die Druckstelle habe ich allerdings erst seit letzter Nacht, und es fühlt sich an als ob mein Mann versucht hätte meine Nase an dieser Stelle abzuschneiden :lol: :lol:
Ich habe den Verdacht, das ich in der letzten Nacht richtig fest geschlafen habe und mein Gesicht in mein Kissen gedrückt habe - da ich auf der Seite schlafe, mache ich das eigentlich gerne ! ich kuschele dann mein Gesicht richtig ans Kissen!!!!!!!!! Aber mit einer Nasenmaske ist das nicht so glücklich.

Mein Fazit daraus ist, das ich auf eine Nasenpolster-Maske schwenken möchte. Diese ist doch wesentlich schlanker und daher denke ich für mich besser zum "Kissenkuscheln" geeignet. Ich werde mir allerdings ein Kinnband dazu gönnen, denn ich reiß meine Klappe auch gerne auf. :oops:
Was ich noch in den Griff bekommen muss, ist die Luftschluckerei - weil das wirklich unangenehme folgen hat :oops:

Bei mir ist es aber tagsüber schon etwas besser geworden. Morgens werde ich ausgeruhter wach -bisher musste ich erstmal nen Kaffee im Bett trinken um überhaupt aufstehen zu können-
Mittags werd ich zwar wieder müde, aber dann reichen 30 Min auf dem Sofa schon aus.
Abends überkommt mich dann die Müdigkeit gegen 22:30 und ich will unbedingt ins Bett.

Also Michel, Kopf hoch!!!!!!!!!!!!

Wir werden das schon schaffen!!!!!!!!!!!

LG Gabylein
es geht nichts über einen guten Schlaf
- viel Toleranz
- und das man auch die kleineren Glücksmomente erkennt!!!!!!


Allen eine gute und erholsame Nacht
wünsche Euch Gabylein


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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von Ozzy O. » vor 2 Jahren

Mal schauen, ob noch jemand auf den Thread reagiert. Ich trage seit etwa 7 Tagen meine Atemmaske. In den ersten Nächten nur so 2-3 Stunden. Gestern Nacht schaffte ich unglaubliche 8 Stunden!!!
Aber ich fühle mich schlechter denn je. Kreislaufprobleme, Schwindel, totale Müdigkeit und natürlich die wunde Druckstelle auf der Nase. Zudem habe ich so einen Druck auf/in der Brust. Fühle mich irgendwie 'aufgeblasen' oder bilde ich mir das alles ein?
Tagebuch meiner CPAP-Erfahrungen:
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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von Fette Ratte » vor 2 Jahren

Kenne ich nicht, kann also auch nicht vernünftig darüber schreiben. Aber gugge mal unter 'Aerophagie' oder 'Aerophagie CPAP'. Offensichtlich ist das ein häufigeres Problem beim CPAP-Start und anscheinend gibt sich das bei den meisten im Laufe der Zeit. Auch hier im Forum wurde bereits darüber geschrieben.

Gruß
Fette Ratte

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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von Ozzy O. » vor 2 Jahren

Ich war gerade mit meinem Schlaflabor in Kontakt. Die Chefärztin meinte, dass dies durchaus normal ist, da der Körper im vergleich zu früher einfach eine deutlich bessere Sauerstoffsättigung hat. Ich solle jetzt mal 2 Wochen so weiter machen. Toll ... sooo kann ich aber nicht arbeiten :thumbdown:

Die Diagnosedaten vom Gerät habe ich denen jetzt auch mal geschickt. Mal sehen, wie sie die Daten interpretieren.
Tagebuch meiner CPAP-Erfahrungen:
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Re: Tagebuch, die ersten 15 Nächte

Beitrag von apnoedi » vor 2 Jahren

Hallo Michael,

Du brauchst eindeutig eine andere Maske.
Ich habe bei meinem Versorger mal eine Gelmaske probiert, da tat mir nach zwei Minuten der Nasenrücken schon unerträglich weh.
Ich habe jetzt eine Resmed Mirage Quattro, die ist auch bei 11 mbar noch dicht und auf der Nase sieht man nichts.

viele Grüße

Edgar

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