Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Wird angewendet bei der obstuktiven Schlafapnoe. Die Maske ist die Schnittstelle zwischen CPAP Gerät und Patient und enorm wichtig für den Erfolg der Therapie.

Moderator: Dr. Randelshofer

Antworten
Profil von Huettenschnarcher
Huettenschnarcher

Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von Huettenschnarcher » vor 7 Jahren

Hallo zusammen, ich therapiere seit 9 Jahren meine Atemaussetzer mit einem CPAP-Resmed-Gerät. Aktuell habe ich das Spirit II. Ich möchte dieses Jahr hobbymässig bei Freunden eine Woche und Wochenenden auf einer Berghütte verbringen und dort arbeiten. Es hat dort oben aber nur Solarpanels und Batterien. Wer hat Erfahrung mit dieser Situation (Stromverbrauch, usw.) und kann mir mit Tipps helfen, wie ich mein CPAP auch in einer Hütte mit wenig Strom betreiben kann. Hat jemand auch Erfahrung mit Solarpanel, Autobatterien und Wohnmobilen, wenn man nicht gerade auf einem Camping-Platz ans Stromnetz kommt. Schon jetzt vielen Dank für jeden Tipp. viele Grüsse, Siggi der Huettenschnarcher


Benutzeravatar
sleepwell
Foren-Urgestein
Beiträge: 384
Registriert: vor 9 Jahren
Wohnort: Stuttgart

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von sleepwell » vor 7 Jahren

Dein Gerät hat einen 12V-Eingang, für den man zumindest lt. ResMed einen sauteuren DC/DC-Adapter braucht (kostet hier wohl 200 EUR, aus USA 70 EUR). Alternativ bestünde auch die Möglichkeit einen Wechselrichter zu nehmen, dieser ist jedoch erheblich ineffizienter.

Wenn das Gerät über den DC-Eingang betrieben wird, kann der LB nicht verwendet werden - was jedoch aufgrund des Stromverbrauches auch nicht zu empfehlen wäre.

Zum Stromverbrauch kann ich nicht soviel sagen, da ich nur weiß dass das Somnia II ca. 500mA bei 8mBar ohne LB braucht. Der Eingang des Spirit II ist wohl mit 2,5A beschriftet, aber das wir der Maximalwert bei max. Druck sein...

Grüße

Fabian
Zuhause: ResMed S9 AutoSet mit LB
Unterwegs: DeVilbiss IntelliPAP (SleepCube) AutoAdjust mit LB
jeweils mit ResMed Swift LT und Ruby-Kinnband

Profil von thomker
thomker
noch neu hier
Beiträge: 5
Registriert: vor 7 Jahren
Wohnort: Münsterland

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von thomker » vor 7 Jahren

Hallo Huettenschnarcher,

also, ich betreibe das S9 im Wohnmobil über einen Sinus-Wechselrichter und ich muß sagen, der Stromverbrauch ist überraschend niedrig. Das ganze überwache ich mit einem Batteriecomputer, der mir die gesamten Stromverbräuche anzeigt. Somit kann ich morgens immer sehen, wieviel das S9 gezogen hat. Das sind bei 7-8 Std. Betrieb max. 15 Ah auf der 12V Seite, d.h. 180 W/h für die ganze Nacht. Für Licht, Musik und Fernsehen geht da deutlich mehr drauf.

Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.

Gruß
Thomker
Resmed S9 Kein LB
CPAP 9 EPR 2 Rampe 0
AHI 0,4 vorher 60
Slimlineschlauch
Sättigung nicht unter 93%, vorher bis 65%

Benutzeravatar
Darth Peter
eifriger Forennutzer
Beiträge: 34
Registriert: vor 10 Jahren
Wohnort: nähe Mainz / Alzey

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von Darth Peter » vor 7 Jahren

200€ dürfte nicht stimmen - Ich habe vor 2 Jahren für das Adapter knapp 70€ bei Resmed bezahlt - sollte in der zwischenzeit nicht so viel teurer geworden sein

Gruss Peter
Diagnose: Schwergradiges obstruktives Schalfapnoe-Syndrom 04/2007 ( 300 Aussetzer p/N, bis zu 1 min Durchschnittl. 27 sec )
Heinen + Löwenstein Phönix 2 Auto C flex ( 6 - 12 mbar ) mit Resmed Ultra Mirage ohne LB

euer Darth Peter


Zu viel Werbung? Hier kostenlos beim SCHLAFAPNOE Forum registrieren!
Profil von Wolfgang-12
Wolfgang-12
eifriger Forennutzer
Beiträge: 37
Registriert: vor 6 Jahren

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von Wolfgang-12 » vor 6 Jahren

Einen wunderschönen guten Tag

Das sind bei 7-8 Std. Betrieb max. 15 Ah auf der 12V Seite, d.h. 180 W/h für die ganze Nacht.

Ich will ja nichts sagen aber das sind 180 W/h : 12 V = 15 Ah. Und ein 40 Ah-Blei-Gel-Akku, also ein Paket für 2,5 Tage wiegt 15 Kg.

Wenn man weniger schleppen will dann helfen nur teure NiMH-Akkus, die man beim S9 zu einem 24V-Paket in Serie schalten sollte.

So ein Akku wiegt 150 g und man braucht 20 in Serie für ein 24 V-Gerät, also man hat 3 kg für 9 Ah. Für eine Nacht braucht man mindestens zwei Sätze also 6 kg.

Oder man nimmt eine Sondergröße und kann bei 13 Ah durchaus das Glück haben, dass man mit einem Satz die Nacht durchkommt. Die Größe F hat den gleichen Durchmesser wie D (etwa) und ist 50% höher. Von daher ist sie etwa 50% schwerer. Das ganze Paket wiegt also etwa 4,5 kg.

Natürlich alles ohne Batteriehalterung und Verkabelung sowie ohne Gehäuse.

Faustregel: Wir brauchen etwa pro Tag ca. 5 kg Akkus, die dann ggf. von den Sorlarpanels auch geladen können werden müssen. Und dann müsste man die Fläche kennen und die zu erwartende Sonneneinstrahlung um weiter rechnen zu können.

Was den Notfall angeht: Für die NiMH-Akkus gibt es Schnellladegeräte. Das hier lädt mit 4C was besagt, dass der Strom das vierfache der Kapazität beträgt und der Akku in 5 Minuten voll ist. Solche Ladezyklen bedingen eine Temperaturmessung am Akku während des Aufladens, sonst fliegt einem das Ding um die Ohren. Hat man so ein Gerät und ein kleines Aggreat, dann kann man die Akkus im Notfall auch Nachts schnell wieder aufladen.

Herzliche Grüße
Wolfgang

Benutzeravatar
sleepwell
Foren-Urgestein
Beiträge: 384
Registriert: vor 9 Jahren
Wohnort: Stuttgart

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von sleepwell » vor 6 Jahren

Wolfgang, du hast da einen über 1 Jahr alten Thread ausgegraben, der TO hat sich seit Erstellung des Threads auch nicht wieder gemeldet...

Grüße

Fabian
Zuhause: ResMed S9 AutoSet mit LB
Unterwegs: DeVilbiss IntelliPAP (SleepCube) AutoAdjust mit LB
jeweils mit ResMed Swift LT und Ruby-Kinnband

Profil von Wolfgang-12
Wolfgang-12
eifriger Forennutzer
Beiträge: 37
Registriert: vor 6 Jahren

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von Wolfgang-12 » vor 6 Jahren

Hallo Sleepwell
sleepwell hat geschrieben:Wolfgang, du hast da einen über 1 Jahr alten Thread ausgegraben,
Nun "ausgegraben" stimmt nicht. der ist nach "Ankündiungen und Support" verschoben und den habe ich als eines der ersten Beträge gelesen. Und genau das ist auch das Problem, das mich zur Zeit interessiert.
sleepwell hat geschrieben:der TO hat sich seit Erstellung des Threads auch nicht wieder gemeldet...
Schon möglich aber ich suche auch sowas wie eine USV für das S9. Daher bin ich mal auf das Thema eingestiegen.

Hallo Makot
Makot hat geschrieben:Oder mann nimmt ein Akkupack wie dieses Hier:
Das ist natürlich die exorbitant teure Lösung. Ich gebe normalerweise für einen 9,5 Ah-Akku 21 Euro (http://www.solarzellen-shop.de/solar-ak ... index.html).

Und weiter
link hat geschrieben:2 lb CPAP Batterie;
7.8 Amperestunden Leistung (mindestens 20% MEHR Betriebsstunden pro Aufladung ales eine 12V DC, 6.6 Amp Hr);
Zwischen 7,8 Ah und 6,6 Ah liegt ein Unterschied von 15% und mir hat bisher keiner erklären können, wieso dann das Gerät 20% länger läuft.

Darüber hinaus:
link hat geschrieben:Wir empfehlen, Ihr CPAP-Gerät während des Reisens ohne einen beheizten Befeuchter zu benutzen, um die Laufzeit ihrer CPAP-Batteriepackung zu erhöhen.
Das ist Unfug. Ich will ja das Gerät nutzen und nicht abschalten. Ich meine: Wenn ich das Gerät ganz auslasse dann hält der Akku mit einer Ladung ein Jahr oder länger, oder?

Außerdem ist mir zur Zeit nicht klar um was für einen Akku es sich handelt. Er ist verhältnismäßig leicht und hat verhältnismäßig wenige Ladezkylen. Vom Preis her würde ich an einen Li-Ionen-Akku denken (http://www.akkushop.de/externer-univers ... -8019.html). Und das ist nun wirklich noch eine Idee. Man kauf sich einen Zusatzakku fürs Notebook und nutzt den mit für das S9.

Dessen ungeachtet habe ich inzwischen eine weitere Alternative und die ist zu sehen in einem Komplettverzicht auf Elektronik. Der gezeigte Akku braucht noch den 12-V-Adapter des S9 und der schluckt typischerweise 10% der Leistung weil das S9 mit 24 V betreiben wird - steht auf dem Typenschild. Effizienter sind zwei in Serie geschaltete Akkuss wenn man dann auf die Elektronik verzichen kann.

Daher die Frage: Gibt es die Möglichkeit irgendwie an Serviceunterlagen zum S9 zu kommen?

Herzliche Grüße
Wolfgang


Zu viel Werbung? Hier kostenlos beim SCHLAFAPNOE Forum registrieren!
Benutzeravatar
sleepwell
Foren-Urgestein
Beiträge: 384
Registriert: vor 9 Jahren
Wohnort: Stuttgart

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von sleepwell » vor 6 Jahren

Wolfgang: Verzeihe, dein Post wirkte weniger wie eine Anfrage sondern nur wie eine Antwort auf den Ursprungspost.

ResMed hält sich da sehr bedeckt, die wollen schließlich mit ihrem Konverter verdienen. Beim S8 hatten sie zwar noch 12V und nen DC-Stecker, jedoch war da einfach die Polung verdreht - mit einem normalen Kabel hätte es das Gerät warscheinlich gegrillt. Ganz ohne Regelung würde ich auch ins S9 nicht gehen, denn eine voller 12V Bleigelakku kann über 14V haben, dh. Richtung Gerät flössen mal eben 28V.

Der Hinweis mit dem Vorschlag auf Befeucherverzicht ist schon berechtigt, der Luftbefeuchter braucht ein Vielfaches des CPAPs (Nicht umsonst gibts für das S9 ein 30W-Netzteil für den Betrieb ohne Befeuchter und eines mit 90W falls der Befeuchter verwendet wird)

Grüße

Fabian
Zuhause: ResMed S9 AutoSet mit LB
Unterwegs: DeVilbiss IntelliPAP (SleepCube) AutoAdjust mit LB
jeweils mit ResMed Swift LT und Ruby-Kinnband

Profil von Wolfgang-12
Wolfgang-12
eifriger Forennutzer
Beiträge: 37
Registriert: vor 6 Jahren

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von Wolfgang-12 » vor 6 Jahren

ResMed hält sich da sehr bedeckt, die wollen schließlich mit ihrem Konverter verdienen.
Habe ich gemerkt, ich habe angefragt ...
Beim S8 hatten sie zwar noch 12V und nen DC-Stecker, jedoch war da einfach die Polung verdreht - mit einem normalen Kabel hätte es das Gerät warscheinlich gegrillt.
Was juristisch nur ein Eigentor wäre. Wenn ein Anwender auf Grund einer mangelhaften oder fehlenden Doku was falsch macht, dann ist der Hersteller dran.
Ganz ohne Regelung würde ich auch ins S9 nicht gehen, denn eine voller 12V Bleigelakku kann über 14V haben, dh. Richtung Gerät flössen mal eben 28V.
Das ist mir schon klar und die Profis nehmen sowas: http://de.rs-online.com/web/p/dc-dc-wandler/0183679/

Absolut keine Problem mit irgendwas. Eine Seite Batterie, die andere das Gerät. Wirkungsgrad 78% und mehr ist eben nicht. Und das Ding ist auch ein Aufwärtswandler. Also wenn die Spannung über 19 beträgt kommt immer noch hinten 24 Volt raus.
die wollen schließlich mit ihrem Konverter verdienen
Nur: Ohne Doku kaufe ich das Ding sowieso nicht. Woher will ich wissen das es was taugt.
Der Hinweis mit dem Vorschlag auf Befeucherverzicht ist schon berechtigt, der Luftbefeuchter braucht ein Vielfaches des CPAPs
Ich werde nachts wach wenn der Befeuchter trocken läuft und muss dann nachfüllen. Mit anderen Worten: Ohne Befeuchter kann ich es auch gleich lassen. Im Grunde bräuchte ich eher einen größeren Vorratsbehälter für den Befeuchter.

Aber es geht nicht, es gibt keine Doku. ...

Benutzeravatar
sleepwell
Foren-Urgestein
Beiträge: 384
Registriert: vor 9 Jahren
Wohnort: Stuttgart

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von sleepwell » vor 6 Jahren

Wolfgang-12 hat geschrieben:Was juristisch nur ein Eigentor wäre. Wenn ein Anwender auf Grund einer mangelhaften oder fehlenden Doku was falsch macht, dann ist der Hersteller dran.
Vermutlich steht in der Doku aber das übliche "nur mit Netzteil XY betreiben". Beim S9 haben sie ja dann nen proprietären Stecker genommen.
Wolfgang-12 hat geschrieben:Das ist mir schon klar und die Profis nehmen sowas: http://de.rs-online.com/web/p/dc-dc-wandler/0183679/

Absolut keine Problem mit irgendwas. Eine Seite Batterie, die andere das Gerät. Wirkungsgrad 78% und mehr ist eben nicht. Und das Ding ist auch ein Aufwärtswandler. Also wenn die Spannung über 19 beträgt kommt immer noch hinten 24 Volt raus.
Ok ich wusste nicht wieviel Ahnung du hast - ich habe auch schon Leute erlebt die durch sowas Geräte gegrillt haben.
Wolfgang-12 hat geschrieben:Ich werde nachts wach wenn der Befeuchter trocken läuft und muss dann nachfüllen. Mit anderen Worten: Ohne Befeuchter kann ich es auch gleich lassen. Im Grunde bräuchte ich eher einen größeren Vorratsbehälter für den Befeuchter.

Aber es geht nicht, es gibt keine Doku. ...
Ich wüsste auf Anhieb nur ein Gerät, dass sowohl direkt an eine Batterie angeschlossen werden kann als auch den Befeuchter auf 12V nutzt, das REMstar M-Series von Respironics (HUL vertreibt diese als Somnia 2 und Phoenix 2). Sind auch 2 verschiedene Sicherungen für den Zigarettenanzünderstecker dabei, je für Betrieb mit/ohne LB (im Handbuch wird jedoch empfohlen, auf den LB zu verzichten).

Grüße

Fabian
Zuhause: ResMed S9 AutoSet mit LB
Unterwegs: DeVilbiss IntelliPAP (SleepCube) AutoAdjust mit LB
jeweils mit ResMed Swift LT und Ruby-Kinnband

Profil von 12chronostar
12chronostar
noch neu hier
Beiträge: 3
Registriert: vor 6 Jahren

Re: Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung

Beitrag von 12chronostar » vor 6 Jahren

Bei mir im Wohnwagen:

Photopholtaik auf dem Dach mit 70 WP in Batterie 12 V 110AH in Umwandler220V ins Gerät ( Resmed S8 mit10 mbar).
Einwandfrei!!
Längste Probe 2 Wochen mit allen anderen Verbrauchern.
Gruß Ben

Antworten
  • Das könnte Sie auch interessieren
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Kostenlos registrieren!

Wenn dir die Beiträge zum Thema "Betrieb eines CPAP-Geräts mit geringer Stromversorgung" gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an:

Jetzt registrieren!

Registrierte Mitglieder genießen u.a. die folgenden Vorteile:
  • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit 2003 bestehenden Community
  • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit tausenden Mitgliedern
  • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
  • komplett werbefrei im Forum surfen
  • und vieles mehr ...

Auf sozialen Netzwerken teilen

Zurück zu „Atemtherapie & CPAP Masken“