Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Hilfsmittel gegen das Schnarchen, alle Alternativen düfen gepostet und heftig diskutiert werden.
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Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von nickcave » vor 7 Jahren

Hallo,

ich war gestern zu meiner ersten Nacht im Schlaflabor. Heute morgen bin ich das Ergebnis mit der verantwortlichen Ärztin durchgegangen. Ich hatte in der Nacht Atemaussetzer, allerdings wertet sie das Ergebnis als nicht besorgniserregend. Leider habe ich nicht mitgezählt, aber auf dem Monitor waren etwa 6-8 Apnoen (Lila gemarkert) zu sehen inkl. der dazugehörenden Aufweckreaktionen. Sie meint, eine Maske sei nicht indiziert, zumal die Apnoen nur während der Rückenlage auftreten. Heute Abend soll ich noch einmal ins Labor kommen. Dann würde mir gezeigt werden, wie ich mir mit Tennisbällen im Rücken die Rückenlage abgewöhnen könne.

Jetzt habe ich allerdings ein Problem:
Ich habe einen xtrem empfindlichen Rücken/Kiefer und habe mich mit der bestmöglichen Matratze und Arbeitsumgebung (Home-Office) versorgt, um ohne Rücken/Kopfschmerzen durch die Welt zu gehen. Ich habe mit den beiden Therapeuten, die mich mit dem Rücken betreuen (ich bin Krankengymnastik Dauergast), die Tennisballidee besprochen und beide waren skeptisch, bzw. einer hat mir sogar abgeraten. Entsprechend überlege ich jetzt, ob ich mich auf diesen Versuch einlassen soll, denn ich möchte nicht ein Problem durch ein anderes ersetzen, indem ich dann vielleicht nicht mehr auf dem Rücken schlafe, dafür allerdings wieder massivere Rückenprobs habe. Was machen? Gibt es Alternativen?

Ich habe um 14:30 Uhr ein Telefonat mit der Ärztin. Sollte also jemand Zeit haben, mir vorher noch seine Meinung zukommen zu lassen, wäre ich sehr sehr dankbar, damit ich ein bisschen präparierter in das Gespräch gehen kann. Aus diesem Grund werde ich auch etwas machen, was man eigentlich in Foren nicht machen sollte: Ich habe diesen Beitrag schon in meinem Ursprungspost (https://forum-schlafapnoe.de/viewtop ... =31&t=3837 gepostet und jetzt noch einmal hier in der Hoffnung, bis 14:30 noch eine Antwort zu erhalten. Sorry hierfür!

Grüße


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Dr. Randelshofer
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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von Dr. Randelshofer » vor 7 Jahren

Hakllo nickcave,

Tennisbälle sind eine Option, funktionieren aber nciht immer gut.

Besser bewährt hat sich bei uns dies: http://www.schnarchladen.de/product_inf ... schnarchen

Ich hab übrigens keinen Deal mit der Firma :wink:, es gibt dieses Hemd auch bei anderen Anbietern.

Das stört den Schlaf in der Regel nicht wesentlich, verhindert die Rückenlage aber oft ganz gut, ohne Schmerzen zu verursachen. Das Hemd sollte nicht zu gross sein, damit die Rolle im Rücken nicht zur Seite rutschen kann, wo sie nichts bewirkt.

Beste Grüsse

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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von nickcave » vor 7 Jahren

Hallo Dr. Randelshofer,

ich habe die Tennisballgeschichte eine Nacht im Schlaflabor ausprobiert und kann abschließend sagen, dass das für mich (und speziell für meinen Rücken) keine Option ist.

Vielen Dank für den Hinweis auf das Shirt. Das klingt so, als wäre es einen Versuch wert. Mein Vater, der ebenfalls eine Schlafapnoe hat, hat einen Rucksack, den er mir versuchsweise leihen kann, da er ihn nicht nutzt (er kam mit dem Rucksack nicht zurecht). Haben Sie mit diesen Rucksäcken auch gute Erfahrungen?
Bei diesen Versuchen, sich die Rückenlage abzugewöhnen, frage ich mich noch:
1. Wie lange dauert es, bis man sich die Rückenlage 'abtrainiert'? Im Schlaflabor war die Rede von 4-6 Wochen. Ist das korrekt?
2. Wie lange hält dieser Erfolg an, sofern er sich einstellt, und sollte ich das überprüfen lassen (erneutes Screening zu Hause)?
3. Wird die Schlafqualität durch den Rucksack/Shirt nicht auch zunächst vermindert, indem dieser Störfaktor auch zu Aufweckreaktionen führt?

Weiterhin möchte ich fragen, was Sie von Protusionsschienen halten? Wäre das ebenfalls ein Versuch wert?
Bei mir kommt als Besonderheit hinzu, dass ich nachts knirsche und Kieferprobleme habe, die ich mit einer Aufbisschiene in den Griff bekommen habe, die ich auch tagsüber trage.
Jetzt stellt sich für mich natürlich die Frage, ob diese Probleme mit einer 'Anti-Schnarchschiene' zu vereinbaren sind? Dai ich ab 10.05. für 2-3 Monate in Freiburg bin, können Sie mir vielleicht einen Zahnarzt in der Stadt mit Erfahrung auf diesem Gebiet empfehlen, mit dem ich mich dazu eingehender auseinandersetzen könnte?

Gibt es bei einem leichteren Fall noch weitere Alternativen, die ich ins Auge fassen sollte (etwa TNI) oder ist das angesichts meiner Ergebnisse überzogen?

Am Ende möchte ich genau zu diesem Ergebniss noch eine Frage stellen, obwohl ich die Details noch nicht vorliegen habe: Sind nur wenige Apnoen (vielleicht 1-4/Stunde) tatsächlich harmlos? Ist auszuschließen, dass diese zu meiner Symptomatik (Konzentrationsschwächen, Gedächtnisproblem, Tagesmüdigkeit) zumindest beitragen, obwohl sie sich noch im 'normalen Rahmen' bewegen? Wenn dies nicht der Fall ist, würde sich natürlich die Frage stellen, ob ich überhaupt versuchen sollte einzugreifen?
Was meinen Sie?
Nachtrag vom 03.05.: Ich hatte gerade ein (sehr knapp angebundenes) Gespräch mit der Ärztin aus dem Schlaflabor zu den Ergebnissen der zweiten Nacht. Insgesamt glaube sie nicht, dass meine Symptome mit der Apnoe zusammenhängen würde. Unter dem Vorbehalt, dass die Ergebnisse noch nicht im Detail ausgewertet seien, gab sie an, dass ich etwa 13 Aussetzer/Stunde gehabt hätte und somit sehr viel mehr als ich angenommen hatte. Mir erschien (und erscheint) das doch recht viel zu sein, aber sie meinte, das wäre noch wenig. Ist das tatsächlich so?

Da ich momentan sehr unsicher bin, wie ich verfahren soll, wäre ich für eine Antwort auf diese Fragen sehr dankbar.

Einen schönen Abend und herzliche Grüße

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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von nickcave » vor 7 Jahren

Hallo,

ich würde mich über Antworten auf diese Fragen sehr freuen.

Herzliche Grüße


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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von toasti » vor 7 Jahren

Hallo,

da es sich um einen Dr. handelt, wird er in der Woch nicht so viel Zeit haben, um auf alle Fragen zu antworten! Also etwas Geduld, kann wo schon bis zum Wochenende dauern.

Gruß Thorsten
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Dr. Randelshofer
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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von Dr. Randelshofer » vor 7 Jahren

Hallo nickcave,
nickcave hat geschrieben: 1. Wie lange dauert es, bis man sich die Rückenlage 'abtrainiert'? Im Schlaflabor war die Rede von 4-6 Wochen. Ist das korrekt?
Das kommt in etwa hin.
nickcave hat geschrieben:2. Wie lange hält dieser Erfolg an, sofern er sich einstellt, und sollte ich das überprüfen lassen (erneutes Screening zu Hause)?
Man sollte den Erfolg auf jeden Fall per Messung überprüfen lassen, zumindest mit einem ambulanten Monitoring. Der Erfolg kann monate- oder jahrelang anhalten. Es ist sinnvoll, immer wieder mal, alos z.B. vierteljährlich, etwa 2 Wochen Training einzuschieben.
nickcave hat geschrieben:3. Wird die Schlafqualität durch den Rucksack/Shirt nicht auch zunächst vermindert, indem dieser Störfaktor auch zu Aufweckreaktionen führt?
Ja, anfangs stört das Lagetraining den Schlaf natürlich insgesamt. Nach einiger Zeit soll aber nur noch das Schlafen in Rückenlage gestört werden.
nickcave hat geschrieben:Weiterhin möchte ich fragen, was Sie von Protusionsschienen halten? Wäre das ebenfalls ein Versuch wert?
Bei mir kommt als Besonderheit hinzu, dass ich nachts knirsche und Kieferprobleme habe, die ich mit einer Aufbisschiene in den Griff bekommen habe, die ich auch tagsüber trage.
Jetzt stellt sich für mich natürlich die Frage, ob diese Probleme mit einer 'Anti-Schnarchschiene' zu vereinbaren sind?
Bei einem eher leichteren Befund kann eine Protrusionsschiene hilfreich sein. Die muss aber ein Profi machen.
nickcave hat geschrieben:Dai ich ab 10.05. für 2-3 Monate in Freiburg bin, können Sie mir vielleicht einen Zahnarzt in der Stadt mit Erfahrung auf diesem Gebiet empfehlen, mit dem ich mich dazu eingehender auseinandersetzen könnte?
Ich teile Ihnen per PN Adressen mit.
nickcave hat geschrieben:Gibt es bei einem leichteren Fall noch weitere Alternativen, die ich ins Auge fassen sollte (etwa TNI) oder ist das angesichts meiner Ergebnisse überzogen?
TNI hat sich insgesamt leider nicht gut bewährt. Der Aufwand ist mit CPAP vergleichbar, Sie zahlen es selbst (bisher keine Kassenleistung), der Effekt ist bescheiden.
nickcave hat geschrieben:Am Ende möchte ich genau zu diesem Ergebniss noch eine Frage stellen, obwohl ich die Details noch nicht vorliegen habe: Sind nur wenige Apnoen (vielleicht 1-4/Stunde) tatsächlich harmlos? Ist auszuschließen, dass diese zu meiner Symptomatik (Konzentrationsschwächen, Gedächtnisproblem, Tagesmüdigkeit) zumindest beitragen, obwohl sie sich noch im 'normalen Rahmen' bewegen? Wenn dies nicht der Fall ist, würde sich natürlich die Frage stellen, ob ich überhaupt versuchen sollte einzugreifen?
Was meinen Sie?
Nachtrag vom 03.05.: Ich hatte gerade ein (sehr knapp angebundenes) Gespräch mit der Ärztin aus dem Schlaflabor zu den Ergebnissen der zweiten Nacht. Insgesamt glaube sie nicht, dass meine Symptome mit der Apnoe zusammenhängen würde. Unter dem Vorbehalt, dass die Ergebnisse noch nicht im Detail ausgewertet seien, gab sie an, dass ich etwa 13 Aussetzer/Stunde gehabt hätte und somit sehr viel mehr als ich angenommen hatte. Mir erschien (und erscheint) das doch recht viel zu sein, aber sie meinte, das wäre noch wenig. Ist das tatsächlich so?
Auch relativ wenige Apnoen wie bei Ihnen können die Schlafqualität stark beeinträchtigen und zu Müdigkeit führen, auch wenn die Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem nicht so gravierend sind wie bei schwerer Schlafapnoe.
nickcave hat geschrieben:Da ich momentan sehr unsicher bin, wie ich verfahren soll, wäre ich für eine Antwort auf diese Fragen sehr dankbar.
Sorry, habe Ihren Beitrag erst heute gesehen.

Beste Grüsse

Einen schönen Abend und herzliche Grüße[/quote]

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Re: Gerade aus dem Schlaflabor: Tennisballmethode sinnvoll?

Beitrag von nickcave » vor 7 Jahren

Hallo Dr. Randelshofer,

vielen herzlichen Dank für die ausführliche und informative Antwort sowie für die für Adressen, die Sie mir per PN geschickt haben.
Dr. Randelshofer hat geschrieben: Auch relativ wenige Apnoen wie bei Ihnen können die Schlafqualität stark beeinträchtigen und zu Müdigkeit führen, auch wenn die Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem nicht so gravierend sind wie bei schwerer Schlafapnoe.
Laut Aussage der Ärztin des Schlaflabors werde ich noch einen ausführlichen Befund bekommen. Wenn dieser vorliegt, werde ich ihn hier im Forum posten, da mich Ihre (und die Meinung der anderen User) interessiert, ob mein Ergebnis tatsächlich als nicht erheblich zu werten ist. Letzteres wird ja bereits durch Ihre Aussage, dass bereits wenig Apnoen eine relevante Wirkung auf die Schlafqualiät haben können, zumindest relativert. Da ich mit den bereits beschriebenen Symptomen (Müdigkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme) kämpfe, erscheint mir der Versuch, die Schlafapnoe zumindest zu minimieren, aufgrund Ihrer Antwort auf alle Fälle absolut sinnvoll.
Jetzt werde ich erst einmal versuchen, mit dem Rucksack die Rückenlage weitgehend 'abzutrainieren' und mich zum Thema Protusionsschiene zu informieren. Spätestens wenn ich die Ergebnisse habe, werde ich mich dann erneut melden.

Bis dahin herzliche Grüße aus Hamburg

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