ZSAS und Narkose

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ZSAS und Narkose

Beitrag von Muckel » vor 7 Jahren

Hallo zusammen!

In den letzten Monaten hatte ich häufig Probleme mit den Nasennebenhöhlen, den Ohren und der Nasenatmung.

Da ich deshalb mein BIPAP-Gerät nicht benutzen konnte, hat mir die HNO-Ärztin dringend zu einer Nasen-OP (Begradigung der Nasenscheidewand, Verkleinerung der Nasenmuscheln, evtl. Polypenentfernung) geraten.

Besonders Angst habe ich nun vor der Narkose, da ich danach sicher nicht durch die Nasenmaske atmen kann.

Bei mir sind weniger die obstuktiven Aussetzer ein Problem, sondern mehr die zentralen. Diese treten bei mir "geballt" auf, d.h. ein paar Stunden unter Umständen gar nicht, aber dann so häufig und langanhaltend, dass die Sauerstoffsättigung im SL bei knapp über 70% lag, wobei ich dann durch die Assistentin "aufgeweckt" wurde.

Habe mir schon mal den Merkzettel zum Theme "Narkose" durchgelesen, doch einiges trifft ja hauptsächlich auf OSAS zu (z.B. die veränderten anatomischen Bedingungen).

Muss ich wegen dem ZSAS zusätzlich irgendwas beachten? Habt ihr vielleicht einige Tipps für mich?

Vielen Dank

Muckel
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Hannah07
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Beitrag von Hannah07 » vor 7 Jahren

Hallo Muckel,
ich kann Dir zwar nicht speziell zu Deinem ZSAS antworten, allerdings bin ich insofern Leidensgenosse, als auch bei mir am 13.April die Nasenscheidewand begradigt und die Nasenmuscheln verkleinert werden.
Ich leide nur unter einem OSAS, allerdings hab ich auch ein mulmiges Gefühl, wenn ich ich an die Aufwachphase denke.
LT Anästhesist bekommen wir Apnoeiker eine etwas andere Narkose, welche das Atemzentrum nicht so beeinträchtigt.
Und nach der OP werden wir solange im Aufwachraum beobachtet bis wir vollkommen wach sind!
Du musst die Narkoseärzte auf jeden Fall informieren, sicher wird man mit einer zentralen Schlafapnoe noch länger überwacht werden müssen.
Wann hast Du denn Deinen OP- Termin?

LG Hannah
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Beitrag von MM » vor 7 Jahren

Hallo Muckel,

von mir aus kann ich nichts beitragen, aber der Leiter der Selbsthilfegruppe in Nürnberg hat schlimme Geschichten erzählt. Er sagt, das Problem ist nicht die Narkose, da passen sie auf, es wird ja an Geräten gesehen, wenn nicht genug Luft eingeatmet wird, aber der Aufwachraum. Er hatte mal den Anästhesisten informiert, aber das Aufwachraumpersonal hatte keine Ahnung, hat das CPAP-Gerät nicht angebracht, nach einiger Zeit Sauerstoff gegeben, den er aber nicht einatmen konnte - er war 3 Tage auf der Intensivstation, bis jemand wusste, wie sein Gerät anzubringen war. Jetzt besteht er darauf, vor einer OP mit dem Aufwachraumpersonal zu sprechen. Er meint aber, dass die langsam besser informiert werden.

Gruß

Margaret
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Beitrag von bettielein1507 » vor 7 Jahren

Hallo Muckel, hallo Hannah

Mein Mann hat sich auch im November vergangenen Jahres die Nasenscheidewand richten und die Nasenmuscheln verkleinern lassen.
Er hat die Operation gut überstanden. Die ersten 2 Tage lag er auf der Intensivstation und da wird ja auch alles gut überwacht.
Mein Mann war zu der Zeit wegen seiner gemischten( obstruktiven und zentralen Schlaf- Apnoe ) aber noch nicht mit einem Beatmungsgerät versorgt gewesen. Dieses hat er dann erst nach erneuter Untersuchung im Schlaflabor im Februar diesen Jahres bekommen. Leider hat er heute schon wieder Schwierigkeit mit seiner Nasenatmung ( und er hat eine Nasenstöpselmaske und ziemlich hohen Druck )so dass er das Gerät kaum noch benutzen tut :(
Vor der Operation hatten wir aber im Gespräch mit dem Anästhesisten angegeben, daß mein Mann an Schlafapnoe erkrankt ist, und hatte ihm auch gleich den Befund vom Schlafmediziner vorgelegt. Da konnten die sich dann wohl schon ein Bild von der Schwere der Erkrankung machen.
Ich wünsche Euch auch alles Gute für die Operation und drücke die Däumchen, dass die OP bei Euch auch so gut verläuft. Übt schon mal fleiisig durch den Mund zu atmen...wegen den Tamponade nach der OP.
zur Zeit ohne Ausrüstung


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Beitrag von Muckel » vor 7 Jahren

Guten Morgen!

Vielen Dank für Eure Antworten! Hoffe nur, dass sich die Ärzte dort genauso gut mit den Narkosen auskennen, wie es scheinbar bei Hannah und dem Mann von Bettilein der Fall war/ist!

Bei mir steht der endgültige Termin noch nicht fest, habe am 19. einen Termin zum ambulante Vorgespräch in Dortmund. Hoffentlich bekomme ich danach schnelle einen OP-Termin.

Bei mir kommt leider noch dazu, dass ich an Rheuma erkrankt bin und sehr starke Medikamente nehmen muss, die das Immunsystem unterdrücken. Diese musste ich nun erstmal absetzen, um das Risiko von Infektionskomplikationen etwas zu reduzieren. Leider ist es trotzdem dennoch deutlich erhöht. Möchte deshalb auch nicht so weit in "die warme Jahreszeit" kommen, da dann häufiger Infektionen nach OPs auftreten.

Kann nur hoffen, dass danach die BIPAP-Therapie besser durchgeführt werden kann. Der Druck ist bei mir ja auch relativ hoch eingestellt, so dass es so gar nicht ging - entweder bekam ich keine Luft durch die Nase oder hatte wieder ein eingezogenes Trommelfell, oder...

@Hannah:
Wo wirst Du denn operiert? Hast Du auch so lange auf einen Termin gewartet?
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Beitrag von Hannah07 » vor 7 Jahren

Hallo Muckel,

ich musste ca. 4 Wochen auf meinen OP.Termin warten.
Der Eingriff wird bei mir nicht nach der herkömmlichen Methode durchgeführt, sondern mittels Lasertechnik.
So muss meine Nase anschließend nicht austamponiert werden. Auch die Gefahr der Nachblutung ist viel geringer.
Allerdings übernehmen die gesetzlichen KK die Kosten für diesen Eingriff nicht, ich muss also ordentlich löhnen! :?
Seit gestern mach ich mir ein wenig Sorgen ob die OP überhaupt gemacht werden kann, bin nämlich richtig heftig verschnupft.
Also bitte Daumen drücken!
Melde mich anschließend, wie das mit der Narkose gelaufen ist.
Denn auch ohne Tamponade darf ich meinen Schorchel ein paar Tage nicht benutzen!

Liebe Grüße,
Hannah
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Beitrag von Muckel » vor 7 Jahren

Hallo Hannah!

Kann verstehen, dass Du die schonendere Methode wählst. Wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Werde mich auch mal erkundigen, ob in Dortmund auch das Verfahren angewandt wird!

Das ist schon doof, dass man gerade nach einer "richtigen" Narkose tagelang keinen "Schnorchel" benutzen kann. Mal schauen, kann ihn ja im Moment auch nicht nutzen, aber stehe ja auch nicht unter Narkotika! :D

In Hagen hätte ich zur ambulanten Vorstellung bis Ende Mai/Anfang Juni warten müssen (da Kassenpatient) und dann ca. Ende Juni/Mitte Juli wäre dann die OP erfolgt (weniger Wartezeit, da stationär privat zusatzversichert). Hätte unter normalen Umständen bis August warten müssen auf einen OP-Termin. Die in Dortmund waren aber so nett, mich wegen der Problematik schon nach 2,5 Wochen Wartezeit ambulant dranzunehmen - und die waren wirklich nett!

Wünsche Dir alles Gute und drücke Dir ganz fest die Daumen! Hoffentlich kannst Du danach viel Gutes berichten! :bindafür:
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Re: ZSAS und Narkose

Beitrag von Hannah07 » vor 7 Jahren

Hallo Muckel,

hab meine OP hinter mir, :laola:
war lange nicht so schlimm wie befürchtet!
Die Anästhesisten und Schwestern waren über meine Schlafapnoe informiert und haben mich mit entsprechenden Medikamenten versorgt.
Das heißt:
keine Beruhigungsmittel vor der Op., und ein Anästhetikum das sich so gut dosieren ließ, dass ich unmittelbar nach dem Eingriff wieder richtig wach war.
Auch Schlafmittel am Tag nach der Op wurden mir,mit dem Hinweis auf mein OSAS, nicht angeboten.
Ich denke,inzwischen sind die Kliniken und Ärzte gut informiert und gehen sensibel mit unserer Erkrankung um.
Tamponaden hab ich tatsächlich keine benötigt, allerdings sind noch Folien und Silikonschienen in der Nase, von denen ich absolut nichts merke!
In der ersten Nacht war die Nase allerdings auch ohne Tamponade dicht,daran führt wohl kein Weg vorbei.
Am Morgen danach wurde das alte Blut etc. abgesaugt, und seither ist meine Nase frei.
Es bildet sich natürlich noch immer etwas Sekret aber das ist gut zu ertragen.
Nächste Woche werden die Schienen entfernt und dann stellt sich wohl der Erfolg erst so richtig ein.

Bin gespannt!

Liebe Grüße,

Hannah
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