Behandlungsbedürfig

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rainer

Behandlungsbedürfig

Beitragvon rainer » vor 13 Jahren

Hallo zusammen, ich bin seit eben Mitglied und habe eine Frage zur Definition der Schlafapnoe und ab wann man von einem behandlungsdürftigen Zustand spricht. Hintergrund (1996 wurde ich in einem Schlaflabor untersucht-Ergebnis Apnoe-Index 22,1/h,
Apnoe- und Hypopnoe-Index 24,7/h, max Dauer 143sec. min. Sauerstoffsätt. 88 , durchschn. Sauerstoffsätt. 90,3)
Therapievorschlag war: Gewichtsreduktion-mehr nicht 92kg/183)
Mittlerweile wiege ich 85kg und habe immernoch starke Tagesmüdigkeit, jeden Morgen Kopfschmerzen, erhöhten Blutdruck etc.
Meine Frage; War der Therapievorschlag damals
ausreichend, oder hätte man bei den Werten eine CPAP
Therapie machen sollen/müssen?


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Dr. Blum

Apnoe-Index

Beitragvon Dr. Blum » vor 13 Jahren

Hallo Rainer, nach heutigem medizinischen Kenntnisstand besteht bei einem RDI über 10 eine sichere Behandlungs-Indikation. Dies gilt besonders dann,wenn zusätzliche Risikofaktoren (Bluthochdruck) und Beschwerden (Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen) vorhanden sind. Als sogenannter "Goldstandard" gilt hierbei die nCPAP-Therapie. Eine konsequente Gewichtsreduktion kann (muss aber nicht) dazu führen, dass die nCPAP-Therapie später nicht mehr erforderlich ist. Übrigens gibt es eine dem Schlafapnoe-Syndrom sehr ähnliche Erkrankung, bei dem der Apnoe-hypopnoe-Index (RDI) normal ist und trotzdem eine klare Behandlungs-Indikation besteht: das Upper Airway Resistance Syndrome (UARS!). Das nur nebenbei. In Ihrem Falle scheint die Sache klar: so bald wie möglich nCPAP.

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rainer

Danke

Beitragvon rainer » vor 13 Jahren

Sehr geehrter Dr. Blum,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Nur jetzt frag ich mich, wie bekomme ich diese Maske. Der HNO der mich damals überwiesen hatte ging gar nicht gross auf den Brief vom Schlaflabor ein. (Er schickte mich achselzuckend nach Hause, ich solle den Rat vom Labor befolgen: abnehmen und Alkoholkarrenz) Den Brief habe ich mir übrigens erst vor kurzem besorgt!! Also müßte ich mir jetzt einen anderen einweisenden Arzt suchen und das am Jahresende :roll: einen Termin in einem Schlaflabor (auch längere Wartezeit)...Gibt es auch die Möglichkeit aufgrund des alten Berichts es direkt mit einer Maske zu versuchen.
Das wären mind. 2 Tage weniger (mein Arbeitgeber würde es mir danken :lol: Was schlagen Sie vor?
Ich bin gespannt.
Gruss Rainer

Profil von Manfred Keller
Manfred Keller

AW: Danke

Beitragvon Manfred Keller » vor 13 Jahren

Hallo Rainer,
leider geraten viel zu viele Schnarcher und vor allem Schlafapnoiker an HNO-Ärzte, die nichts davon verstehen. Reden Sie bitte mit dem Befund des Schlaflabors mit Ihrem Hausarzt und bitten Sie den um einen Tipp, ob Sie zunächst nochmal mit dem Befund zu einem niedergelassenen (i.d. R. Lungen-) Facharzt müssen, oder er Sie direkt in's Schlaflabor bringen kann. Ist ein wenig von den lok. Gegebenheiten abhängig. Alternativ könnten Sie auch bei einer lok. Selbsthilfegruppe nachfragen.
Alles Gute


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