Frage???

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--Tina--

Frage???

Beitragvon --Tina-- » vor 14 Jahren

Hallo
Mein Name ist Tina, ich bin 20 Jahre alt und habe ein Anliegen bei dem sie mir vielleicht helfen können.
Und zwar geht es um meinen Freund, er ist 23 Jahre alt und verhält sich sehr merkwürdig im Schlaf.
Änfänglich träumte er immer davon, dass mir etwas passieren (ich würde von einem Gerüst fallen oder etwas würde auf mich drauf stürzen) würde und hat dann Nachts an mir gezogen (Arm, Bein) und rumgeschrien, ziemlich aggressiv.
Er hört immer nur damit auf, wenn ich seinen Namen rufe, ihm sage das alles "OK" ist und ihn in den Arm nehme.
Wenn ich ihn wegstoße (was ich getan habe, weil ich mich erschreckte) wurde es nur schlimmer und er hat noch mehr geschrien.
Ich versuch ihn dann auch immer aufzuwecken und frage oft nach, ob er wach sei und er antwortet immer "ja". Wenn ich ihn aber am nächsten morgen frage ob er sich an etwas erinnert, sagt er nein und weiss gar nichts davon, was Nachts ablief.
In letzter Zeit hat das ein wenig nachgelassen, aber er redet immer noch im schlaf und sitzt im Bett. Ich frag ihn immer ob alles in Ordnung sei und er sagt ja.
Ausserdem hab ich mal angefangen mit ihm zu reden, wenn er was gesagt hat im schlaf, und dabei kamen oft total wirre sachen herraus.

Es ist schwer alles genau hier niederzuschreiben, da müsste ich noch viel mehr schreiben, aber ich hoffe, dass sie mir trotzdem etwas raten können.
mfG Tina


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Manfred Keller

AW: Frage???

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Tina,
das was Sie da berichten könnte in den Bereich der Parasomnien fallen.
Ein recht verständlicher Artikel dazu findet sich bei der DGSM (deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin):
http://www.uni-marburg.de/sleep/dgsm/rat/parasom.html
Ich hoffe, daß Sie durch das Lesen schlauer werden und dann entweder gezielter fragen, oder gar zu einem Arzt gehen können.
Alles Gute

Profil von Thomas
Thomas

Beitragvon Thomas » vor 14 Jahren

Hallo,
hier ist Thomas, der Freund.

Zuerst möchte ich mich für die Antwort bedanken.
Ich habe den Artikel gelesen, und mich auch weiterhin im Internet informiert.

ich möchte noch zu dem bisherigen Verlauf meiner Geschichte schreiben, vielleicht hilft es ja auch anderen, die solche Probleme mit dem Schlaf haben.

Im Kindesalter habe ich nach Berichten meiner Mutter schon unter diesen "Anfällen" gelitten, sie berichtete aber auch von regelmäßigem Schlafwandeln. Immer wenn ich fieberhafte Erkrankungen hatte, haben sich diese Anfälle noch verstärkt, dabei erlebte ich bisher immer den selben sehr realistischen (Alp)Traum, man könnte das geträumte als "Raserei" bezeichnen, das gefühl auf einer "Bahn" ähnlich einer Autobahn sich fortzubewegen, mit der gewissheit auf ein Hindernis zuzufahren. Dieser Traum endete immer in schreckhaftem aufwachen, schreien und Verwirrtheit bzw. Orientierungslosigkeit.
Jetzt zu den Problemen, die ich permanent habe, manchmal mehrmals pro Nacht aber mindestens einmal, fast immer zu Beginn der Schlaffase. Den "Tat"-hergang hat meine Freundin ja schon beschrieben, meiner Meinung nach passt alles zu der Definition von Schlafterror
- Pavor nocturnus. Ich Leide daran anscheinend ja schon mein ganzes Leben, nur mittlerweile habe ich das gefühl wenn ich morgens aufstehe, garnicht erst ins Bett gegangen zu sein. Ich bin körperlich und geistig einfach ständig platt, total ausgelaugt. Diese Müdigkeit empfinde ich eigentlich seit c.a. 5 Jahren ständig, was mit sicherheit auch mit meiner Arbeit und Streß zu tuhen hat, aber was soll ich machen, der Rubel muß ja auch rollen. Andrerseits kann ich meine Arbeit auch nicht mit der Konzentration verrichten, die ich mir manchmal wünsche, weil ich da zu oft zu müde bin, mich dann aber trotzdem zusammenreiße. Ich achte darauf, das ich immer mindestens 7 Stunden Schlaf bekomme, Sonntags schlafe ich aber manchmal auch 10 - 12 Stunden, und fühle mich genau so gerädert. Ich habe durch Beeinflussung der Schlafdauer keinen Einfluß auf die Erholungsempfindung nach dem Schlaf. Zwischendurch nicke ich tagsüber einfach ein, ist mir jetzt schon ein paar mal im Büro passiert, wenn ich aber Auto fahre hatte ich das bisher gut im griff.
Ich habe das gefül, dass nach abschalten der "Anfälle" alles gut ist...

So... das trifft auf mich zu...

1) aggressives / gewaltätiges Verhalten im Schlaf bei gleichzeitiger Verletzungsgefahr
2) abnorme Tagesmüdigkeit
3) gravierende Beeinträchtigung anderer Familienmitglieder
4) meist keine Erinnerung an die Vorfälle
5) sprechen / reden / schreien im Schlaf
6) Einschlafzuckungen
7) Schlaftrunkenheit
8) Schlafwandeln (wenn man das im Bett sitzen dazuzählt)

Ich, dann los zu meinem Hausarzt, der hat zugegeben das er sich da nicht so mit auskennt, und mir eine Nummer von einem Psychotherapeuten gegeben. Hab diesen dann angerufen und bin jetzt auf einer dreimonatigen Warteliste... wenn ich ehrlich bin, bin ich aber jetzt schon ziemlich fertig...

Was soll ich machen? Hab es zwar lange verdrängt und nicht beachtet, aber jetzt kann ich nicht mehr, ist ja auch für meine Freundin eine große Belastung...
Ich brauche eine Lösung und Hilfe, bzw. zumindest ein paar Tipps, wie man das alles ein bisschen abschwächen kann, bis sich der Therapeut der Sache annimmt

Mit freudlichem Gruß,

Thomas

Profil von guenter
guenter

Hm........

Beitragvon guenter » vor 14 Jahren

Hallo
vieleicht findest du hier ein bisschen Hilfe
http://www.schlafgestoert.de/index.html
die haben einiges aufgeschrieben
viel Glück
mfg guenter


Profil von Gast
Gast

Re: Hm........

Beitragvon Gast » vor 14 Jahren

Danke für die schnelle Antwort, aber die Seite hab ich mir schon angeschaut.
Sie beschäftigen sich mit Ein- und Durchschlafproblemen. Die therapeutischen Empfehlungen (Medikamentöse Therapie/Nichtmedikamentöse Therapie) gelten ausschließlich für Insomnien. Zu meinem Fall steht da leider nur sehr wenig.
Trotzdem danke!

MfG

Thomas

Profil von Manfred Keller
Manfred Keller

AW: Pavor nocturnus, ...

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Thomas,
sie gehören vermutlich schnellstens in professionelle Betreuung eines Schlafmediziners.
Dazu sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt in ein neurologisch / psychologisch orientiertes Schlaflabor überweisen lassen.
Aber auch hier werden Sie mit Wartezeiten rechnen müssen. :?
Ein Psychotherapeut, der nicht schlafmedizinisch spezialisiert ist wäre vermutlich überfordert.
Nicht verzagen, nachdem Sie jetzt auf dem richtigen Weg sind, können Sie schon beruhigter sein, und das wird den "Schlafstreß" verringern.
Vieleicht fragen Sie mal bei Ihrer Kasse nach einem Streßbewältigungsprogramm und nehmen an einem solchen kurzfistg teil um die Zeit bis zum Schlaflabortermin sinnvoll zu überbrücken.
Alles Gute :)

Profil von Thomas
Thomas

Danke für die Hilfe

Beitragvon Thomas » vor 14 Jahren

Hallo,

Ich habe eine Neurologische Ambulanz ganz in der Nähe gefunden, die eine Spezialsprechstunde für Schlafmedizin eingerichtet hat, werde auf jeden Fall versuchen, da jetzt was kurzfristig zu unternehmen!

Ich schreibe dann wieder wenn ich Fortschritte mache!

Schonmal vielen Dank,
ich hoffe ich bekomme das bald in den Griff!

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas


Profil von Manfred Keller
Manfred Keller

AW: Neurologische Ambulanz

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

:P

Gratuliere Thomas,

aber ruhig bleiben, wenn's nicht ganz schnell geht, sondern etwas dauert!
Alles Gute

Profil von Thomasw
Thomasw

Pavor nocturnus

Beitragvon Thomasw » vor 12 Jahren

Hallo,

mal ein kleiner Bericht... ist ja jetzt schon was her...!

Ich war im Oktober 2003 im Schlaflabor... (1. Oktober incl. den Feiertagen...) naja, anderes Thema, mussten wohl die Betten ausgelastet werden... Hab mich dann geweigert, die Feiertage da zu bleiben. Insbesondere die Tests im Labor bereits abgeschlossen waren.

Bei den Tests wärend der Nacht, ist es nach Aussage der Krankenschwester auch auf jeden Fall zu "Anfällen" und aufschrecken gekommen.

Mein Hausarzt hat jetzt schon einige Male beim Krankenhaus angefragt... allerdings bisher (Anfang 2005) KEINE ERGEBNISSE!!!

Nach der letzten Nachfrage kam nur noch: Keine Diagnose.
War ich jetzt 3 Tage im Krankenhaus, für nichts?!? Jaja... hauptsache die Krankenkasse bezahlt die Betten... oder was?!?

Die Ausbrüche häufen sich in der letzten zeit wieder stark.

Hat jemand eine Idee, was ich jetzt machen soll?

Viele Grüße, Thomas

Profil von guenter
guenter

Beitragvon guenter » vor 12 Jahren

Hallo
Fahr zum Schlaflabor und hole dir die Ergebnisse ab,es gibt ein Rechtsanspruch darauf.
Ich kenne das diese unter Ärzten sich nicht Informieren Taktik(um selber dann wieder Teure Untersuchungen machen zu können,soll ja mit dieser Gesundheitskarte alles besser werden ha hahahaha :D )
Und nicht locker lassen
mfg guenter
PS bischen spät 2003 bis 2005 ???? was war 2004 ???

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schlafstörung

Beitragvon Dr. Randelshofer » vor 12 Jahren

Hallo Thomas,

Sie sollten auf jeden Fall daruf bestehen, dass Ihr Hausarzt und/oder Sie einen ausführlichen schriftlichen Befund von der Schlaflaboruntersuchung erhalten. Insbesondere wichtig sind dabei die Daten zum Schlaf, speziell, ob der Anfall im Tiefschlaf oder REM-Schlaf aufgetreten ist.

Nach Ihrer Schilderung kommt unter anderem pavor nocturnus in Frage, was häufig mit Schlafwandeln kombiniert ist. Man kann das mit Medikamenten und Verhaltenstraining meist in den Griff bekommen. Nachdem Sie selbst und teilweise wohl auch Ihre Umwelt gefährdet sind, sollte dies auf jeden Fall in nächster Zeit erfolgen.

Falls im Brief des Schlaflabors hierzu keine konkreten Vorschläge gemacht werden, sollten Sie sich an eine schlafmedizinische Ambulanz wenden. Adressen finden Sie unter https://forum-schlafapnoe.de/viewtopic.php?t=422.

Beste Grüsse

Profil von Gast
Gast

Beitragvon Gast » vor 12 Jahren

Morgen!
2004 hatte ich die selben Probleme, aber bis November eigentlich nicht so schlimm... von da an wurde es wieder schlimmer, ich vermute auch das es ein bisschen Jahreszeitabhänig ist... wer weiß... Winter, Lichtmangel, usw.

Im Moment rede ich wieder sehr viel im schlaf.
Das "erschrecken" ist mittlerweile auch wieder Häufiger, so 3 mal die Woche, c.a.
Handgreiflich, werde ich jetzt so c.a. 2 mal im Monat.

Mal sehn wie es sich jetzt im Frühjahr entwickelt. Ich werde auf jeden Fall mal einen Brief an das Krankenhaus schreiben, daß da endlich mal was mit dem Befund passiert!

Wenn nicht, werde ich glaube ich mal meiner Krankenkasse über die "Bettenauslastung" berichten, die werden sich bestimmt freuen :D

Viele Grüße erstmal, Thomas


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