Antrag auf Schwerbehinderung

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Nehrhade
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Antrag auf Schwerbehinderung

Beitragvon Nehrhade » vor 14 Jahren

Hallo liebe Fories,

habe mir nun letzte Woche den Antrag auf Schwerbehinderung geholt.

Meine Frage:
kann ich den jetzt so nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen und ihn dann beim Amt abgeben oder ist im Vorfeld noch irgentetwas zu berücksichtigen ? Muß ich vorher mit meinem Hausarzt sprechen ?

Wie läuft das Prozedere ab ?

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten

Hans- Jürgen Nehrdich

unter http://puderbach.net/nehrdich/kevin

könnt ihr mich sehen :lol:


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Gast XS

Antrag auf Anerkennung der Behinderung

Beitragvon Gast XS » vor 14 Jahren

Hallo Herr Nehrdich,

das Verfahren ist relativ einfach:

Da Sie den Fragebogen schon haben, füllen Sie ihn wahrheitsgetreu aus, geben an den entsprechenden Stellen die Namen und Adressen der Ärzte an, die Sie untersucht und behandelt haben (sowie evtl. Kilinikaufenthalte).
Unterschreiben und abschicken.

Das Versorgungsamt schreibt dann die Betreffenden an und fordert Ihre Behandlungs-/ Untersuchungsunterlagen an. Danach bekommen Sie einen Bescheid.

Leiden Sie nur an einem OSAS gibt es dafür 20% Behinderung (nicht Schwerbehinderung) anerkannt.
Haben Sie ausserdem noch andere Beschwerden, kann sich dieser Prozentsatz erhöhen. (IdR. auf 30% bei den gängigen durch OSAS verursachten Begleiterkrankungen.)
Sollte Ihre OSAS nicht zu behandeln sein (in seltenen Fällen kommt es vor, daß die nCPAP/ biPAP- Therapie keinen Erfolg bringt, stehen Ihnen 50% zu (dann wären Sie schwerbehindert).

Wenn Sie ausser OSAS andere Beschwerden haben, die nicht berücksichtigt wurden, sollten Sie gegen den Bescheid "Beschwerde" einlegen (beim Versorgungsamt), dem wird dann abgeholfen oder auch nicht. Lesen Sie sich die jeweiligen Begründungen gut durch. Sollten Sie der Meinung sein, nicht richtig beurteilt worden zu sein, können Sie als nächsten Schritt beim Sozialgericht klagen.

Alles Gute: Gast XS

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Manfred Keller

Re: Antrag auf Anerkennung der Behinderung

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Gast XS hat geschrieben:Hallo Herr Nehrdich,

das Verfahren ist relativ einfach:

Wenn Sie ausser OSAS andere Beschwerden haben, die nicht berücksichtigt wurden, sollten Sie gegen den Bescheid "Beschwerde" einlegen (beim Versorgungsamt), dem wird dann abgeholfen oder auch nicht. Lesen Sie sich die jeweiligen Begründungen gut durch. Sollten Sie der Meinung sein, nicht richtig beurteilt worden zu sein, können Sie als nächsten Schritt beim Sozialgericht klagen.

Alles Gute: Gast XS


XS hat recht, aber eines möchte ich ergänzen:

Wenn Sie Beschwerde einlegen wollen, dann ist es wichtig den Termin unbedingt zu waren. Evtl nur Einspruch erheben und "Begründung folgt" angeben, daß der Einspruch (Widerspruch) nicht formal scheitert.

Alle Gute und viel Erfolg

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Re: Antrag auf Schwerbehinderung

Beitragvon CPAPuser » vor 14 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 16.03.2009, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.


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Peter.L
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Danke schön

Beitragvon Peter.L » vor 14 Jahren

Hallo CPAPuser
vielen Dank für diesen hilfreichen Tip was den Widerspruch angeht. Ich habe meinen Antrag letzte Woche abgegeben und hoffe deine Vorlage was den Widerspruch angeht nicht benutzen zu müssen, aber für alle Fälle habe ich ihn kopiert.
Ich habe meine Ärzte wie du geschrieben hast auch alle vorher informiert das sie Post bekommen und nun heist es abwarten.
Peter

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Antrag auf Schwerbehinderung

Beitragvon Nehrhade » vor 14 Jahren

Hallo an alle,

ich war wahrscheinlich zu schnell, und habe den Antrag beim Amt abgegeben, aber nicht meine Ärzte informiert.

Mitte letzter Woche war ich bei einer Routineuntersuchung bei meinem Hausarzt. Ich habe ihn darauf angesprochen, daß da bald eine Nachfrage vom Amt kommen wird. Mein Hausarzt erklärte mir, der fragebogen wäre schon bei Ihm gewesen und er hat ihn auch beantwortet und zurückgeschickt. Er teilte mir mit, daß ich mir da wenig Hoffnung machen kann, eine Schwerbehinderung anerkannt zu bekommen.

Tja und nun warte ich mal auf die Dinge die da kommen.

liebe Grüße

Hans- Jürgen Nehrdich
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Heike

Beitragvon Heike » vor 14 Jahren

Hallo Hans-Jürgen,

wenn Dein Arzt von einer Schwerbehinderung spricht meint er die 50 Prozent, die bekommst Du in der Regel aber für OSAS und deren Folgeerkrankungen nicht, siehe Beitrag von Gast XS. Die möglichen 20 bzw. 30 Prozent bei OSAS und den eventuellen Folgeerkrankungen bezeichnet man nur als "Grad der Behinderung", Schwerbehinderung liegt erst bei 50 Prozent vor, dann bekommst Du auch einen Ausweis, hast zum Beispiel mehr Urlaubsanspruch und besonderen Kündigungsschutz, eventuell billigeren Eintritt bei Veranstaltungen usw. Dies ist der kleine aber feine Unterschied.

Also laß Dich nicht verrückt machen, frei nach dem Motto, Kleinvieh macht auch Mist, obwohl ich natürlich niemandem Wünsche, daß er noch durch weitere Erkrankungen dann auf die 50 Prozent kommt, denn wenn Du in der heutigen Zeit 50 Prozent bekommst dann gehts Dir in der Regel nicht mehr ganz so prickelnd und ob das die Erfüllung ist, naja.

Lieber Gruß
Heike


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Profil von Martin Scherdin
Martin Scherdin

auf dauerhafte Behinderungen/Einschränkungen kommt es an

Beitragvon Martin Scherdin » vor 14 Jahren

Hallo,
ich werde auch im Frühjahr einen Antrag beim Versorgungsamt stellen.
Das versuche ich aber vorher richtig Vorzubereiten, da es mehr Chancen
für eine Bewilligung gibt.
Man sollte die Behinderung und die Einschränkungen so genau wie möglich beschreiben, da ja nicht die Krankheit sondern doch eher die Folgen einer Krankheit bewertet werden.
Ich habe auch Retropartella Arthrose - ob es da "Prozente" gibt weis ich nicht, aber ich werde in meiner Schilderung nicht nur schreiben "Arthrose" sondern welche Einschränkungen/Behinderung ich dadurch habe - z-B. kann ich nicht oft Treppen laufen, keine hohen Gewichte tragen, nicht richtig knien, nicht tanzen, keine Ski mehr laufen, viele Sportarten nicht mehr machen usw.

Was ich aber für noch wichtiger halte - man sollte mit den Ärtzen darüber sprechen, das sie auch die Einschränkungen vermerken und nicht nur die Krankheit - d.h. wenn sie es machen??

wünsche ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

Martin

Profil von Sylvia
Sylvia

Schwerbehindertenvertretung

Beitragvon Sylvia » vor 14 Jahren

Da ich hier so schnell Hinweise zu meinem Problem bekommen habe will ich mein "Fachwissen" hier auch zur Verfügung stellen.
Da die "Bedingungen" zur Erteilung des Schwerbehindertenstatus eingeschränkt wurden sollte man vorsichtig sein, aufgrund neuer Erkrankungen einen Antrag auf Verschlimmerung zu stellen, denn vielleicht wird der Gesamt Grad der Behinderung dann herabgestuft.

Beim Ausfüllen und Planen des Antrges sollte man auf jeden Fall, so man in einem grösseren Betrieb arbeitet die Schwerbehindertenvertretung einschalten. Die helfen im Normalfall und haben das Fachwissen bzw. kennen die Gesetzeslage und die Sachbearbeiter.

Liebe Weihnachtsgrüsse
Sylvia

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Beitragvon Nehrhade » vor 13 Jahren

guten Morgen,

letzte Woche Bescheid bekommen.

Antrag wurde abgelehnt ! ! ! !

Es wurde überhaupt kein Bezug auf meine Schlafapnoe genommen. Versteh' ich nun überhaupt nicht.

Bin darauf zu dem Vertrauensmann für Schwerbehinderte in unserer Firma gegangen. Der hat mir geholfen, einen Widerspruch einzulegen.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie das ausgeht . . . .

Gruß
Hans- Jürgen Nehrdich

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Beitragvon Peter.L » vor 13 Jahren

Ich habe im Oktober 2003 meinen Antrag gestellt und nach 6 Monaten warten 30% bekommen. Da ich verschiedene gesundheitliche Probleme angegeben hatte weis ich jetzt leider nicht genau wie jede für sich bewertet wurde. Da mir die 30% etwas wenig erschienen bin ich vorsichtshalber beim VDK eingetreten und habe über ihn Wiederspruch eingelegt. Bin mal gespannt was daraus wird und ob es wieder 6 Monate dauert.
Peter

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phoenix

Beitragvon phoenix » vor 13 Jahren

hallo, ich bin neu, habe ein paar beiträge gelesen echt gut,
habe erstmal eine frage : was heißt OSAS ?
gruß aus dortmund
michael

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Beitragvon CPAPuser » vor 13 Jahren

Beitrag vom Autor zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 27.10.2009, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.

Profil von Gast
Gast

Beitragvon Gast » vor 13 Jahren

Hallo Michael,

phoenix hat geschrieben:habe erstmal eine frage : was heißt OSAS ?


Ostruktives Schlafapnoe Syndrom.

Ciao
Klaus

Profil von Gast
Gast

Beitragvon Gast » vor 13 Jahren

@CPAPuser
Da sieht man mal wie sich das Versorgungsamt an Gesetze hält. Wie gesagt bei mit hat es knapp 6 Monate gedauert. Jetzt bin ich mal gespannt wielange der Wiederspruch dauert bei der VDK sagte man mir mindestens 3 Monate. Aber egal nicht die dauer der Bearbeitung ist für mich wichtig sondern ein zufrieden stellendes Ergebnis.
Allen hier noch schöne Ostern.


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