Lasse ich mich operieren ???

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Bernd

Lasse ich mich operieren ???

Beitragvon Bernd » vor 14 Jahren

Seit 1997 wird meine Schlafapnoe (17/10) relativ erfolgreich behandelt. Ich war vor kurzem zur Kontrolle im Schlaflabor des Klinikums Mannheim und habe mich außerdem von Professor Hörmann wg. einer möglichen Operation untersuchen lassen.
Nach einer Operation, die 3 Eingriffe umfaßt: Hyoidsuspension, Uvulaflap und Radiofrequenz des Zungengrundes und der Nasenmuscheln, habe ich, lt. seiner Aussage, die 80%ige Chance, auf mein Gerät verzichten zu können: Auf jeden Fall würde ich den Druck ganz erheblich reduziern können. Er betonte, daß er mich so operieren würde, daß danach ein problemloser Gebrauch des Gerätes weiterhin möglich wäre.

Nun habe ich einiges über ähnliche Operationen gehört, nach denen Patienten über einen Rückfluß von Speisen durch die Nase klagten, oder auch, daß bei postoperativem Gebrauch des Gerätes der Überdruck durch die Nase entwich. Die Gruselgeschichten gipfeln im Suizid eines in Berlin total "verschnippelten" 44-jährigen.
Dennoch muß ich sagen, daß ich in Prof. Hörmanns Können ein großes Vertrauen setze.
Außer an Ratschlägen für meine Entscheidungsfindung wäre ich seh interessiert, mit jemandem in Kontakt treten zu können, der die Operation in Mannheim bereits hinter sich hat.


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Manfred Keller

AW: Lasse ich mich operieren ???

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Bernd,
ich kenne Deinen Doc/Prof nicht.
Aber wenn man einfach "drauflosschnippelt" – hier ein bischen, da ein bischen – um dann 80 % Chance zu haben ??? :cry:
Meine Meinung dazu ist, wer einen chir. Eingriff machen will, der sollte wissen wo das Schnarchen und die Obstruktion stattfindet. Dann weiß er auch ob er Erfolg haben kann.
Feststellen kann man das mit einer Somnoendoskopie im Kunstschlaf (mit Propofol). Ich habe dazu einen Vortrag mit Video gesehen und der Vortragende Doc (HNO!) hat auf Fragen von Schlafnmedizinern gasagt, daß Schnarchen zu ca 80 % an stellen stattfindet, an denen man nicht "Schnippeln" kann.
Übrigens: im Posting von Tom "UNBEDINGT LESEN ! Brauche Hilfe! Starkes Schnarchproblem !!!" Haben Peter Spork und ich auch etwas zum Thema geschrieben.
Alles Gute

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Dr. Randelshofer
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OP??

Beitragvon Dr. Randelshofer » vor 14 Jahren

Hallo Bernd,

ich kenne Herrn Prof. Hörmann als eher zurückhaltenden Operateur, das heisst er ist keiner von denen, die einfach drauflosschneiden. Wenn er Ihnen diese OP vorschlägt, dann hat das sicher Hand und Fuss.

Andererseits sagt mir zumindest meine persönliche Erfahrung, dass ein Behandlungsdruck von 17/10 mbar, wie in Ihrem Fall, durch operative Massnahmen in der Regel wahrscheinlich reduziert werden kann. Ob Sie aber danach wirklich auf Ihr Gerät verzichten können, weiss keiner. Rein gefühlsmässig bin ich eher skeptisch. Ich kenne allerdings nicht Ihren konkreten Befund unb habe auch keine eigene Erfahrung mit Operationen, weil ich das als Lungenfacharzt nun mal selbst nicht mache.

Falls Sie mit Ihrer jetzigen Maskenbehandlung gut zurechtkommen stellt sich die Frage, ob eine Operation überhaupt notwendig ist. Wenn Ihr Beweggrund ist die Maskentherapie damit ersetzen zu können halte ich diese Therapieform für fraglich sinnvoll.

Komplikationen nach Operationen im Rachenbereich gibt es mit den neuen Methoden nur noch selten. Insbesondere ist bei Ihnen ja nicht die klassische Uvulo-Palato-Pharyngoplastik vorgesehen, die öfter mal Probleme verursacht.

Leider kann Ihnen keiner die Entscheidung abnehmen, weil es in der Medizin keine Garantien gibt.

Beste Grüsse


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