UNBEDINGT LESEN ! Brauche Hilfe! Starkes Schnarchproblem !!!

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Tom

UNBEDINGT LESEN ! Brauche Hilfe! Starkes Schnarchproblem !!!

Beitrag von Tom » vor 14 Jahren

Hallo!

Ich bin 19 Jahre alt, und möchte euch nun das Schnarch-Problem meines Vaters schildern und euch um Rat fragen. Mein Vater ist nun 56 Jahre alt, und er schnarcht schon seit Jahren ziemlich stark. Mir kommt es so vor, dass es mit den Jahren auch schlimmer geworden ist. Er ist ca. 1,65 m groß und wiegt ca. 76 kg. Das ging nun schon so weit, dass meine Mutter seit Jahren mit meinem Vater nicht mehr im selben Zimmer schlafen kann, weil sie den Lärm nicht mehr ertragen kann. Ein anderes Problem meines Vaters ist, dass er in der Nacht sehr viel schwitzt. Er durchnässt dabei sein ganzes Pyjama. Deswegen war er schon mal bei einem Arzt, und die sagten, dass im Bezug des Schwitzens alles in Ordnung sei... Aber da bin ich etwas skeptisch, denn könnte es nicht sein, dass dieses Schwitzen auch was mit dem starken Schnarchen meines Vaters zu tun hat? Vielleicht muss sich ja der Körper meines Vaters im Schlaf übermäßig anstrengen?

Wie kann man nun am besten gegen das Schnarchen vorgehen?
Muss ich meinen Vater zu einem Spezialisten oder in ein Schlaflabor schicken? Wenn ja, wo wäre so einer in meiner Nähe (München)?

Fragen über Fragen... Ich wäre euch für jede Antwort SEHR dankbar !!!

Mit freundlichen Grüßen
Tom


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UNBEDINGT LESEN ! Brauche Hilfe! Starkes Schnarchproblem !!!

Beitrag von fabio1962 » vor 14 Jahren

Hallo Tom!

Das mit dem Schnarchprobelm kann nur der Facharzt mit einem Screeninggerät lösen, eventuell Schlaflabor. Was das Schwitzen betrifft ist das aber eine Folge vom Schnarchen. Du mußt Dir das ungefähr so vorstellen, wenn Dein Vater Nachts Schnarchen tut, dann ist das für seinen Körper so als wenn er einen Marathon laufen würde, folglich schwitzt er verstärkt. Also gar nicht lange warten und zum Arzt.

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Beitrag von Tom » vor 14 Jahren

Hi!

Vielen Dank erst mal für deine Antwort!

Wo finde ich so einen Facharzt bzw. Schlaflabor in München?
Gibt es da eine Liste, z.B. im Internet?
Zu was für eine Sorte von Arzt soll ich meinen Vater schicken (als Beispiel "Orthopäde", damit du weißt was ich mit "Sorte" meine)

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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Beitrag von miriam » vor 14 Jahren

Schau doch mal in "Schlafapnoe e. V. Foren-Übersicht"
unter "wichtige Adressen" --> Ärzte mit Screeninggeräten. Da findest du ganz viele Adressen von Ärzten in München die so ein Gerät haben.


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Schön gesagt

Beitrag von fabio1962 » vor 14 Jahren

Hallo Tom!

Das hast Du wirklich schön gesagt :D

Also die "Sorte" die Du meinst ist der Internist eventuell der HNO(Hals,Nasen,Ohren)

Viel Erfolg

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Beitrag von Tom » vor 14 Jahren

Hallo!

Ich habe mir nun die zwei folgenden von euch genannten Links angesehen:

http://www.medizin-forum.de/index/index ... joinID=286 (ersten 18 Einträge für München)

http://allergie.qualimedic.de/Arztsuche.html

Nun meine Frage:
Ich weiß nicht zu welchem Arzt ich meinen Vater zuerst schicken soll, um das Schnarchproblem anzupacken.
Zuerst zu einem HNO-Arzt?
Oder zu einem Internisten? (Mit was beschäftigt sich ein Internist? Da weiß ich nix...)
Oder soll ich gleich bei so einer Klinik anrufen, die unter den Links aufgelistet sind?

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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Dr. Randelshofer
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Arztlisten

Beitrag von Dr. Randelshofer » vor 14 Jahren

Hallo Tom,

Ihr Vater sollte sich an einen der Ärzte in der ersten Liste wenden, die unter "Praxis" aufgezählt sind. Alle die können die erforderliche ambulante Untersuchung machen.

Grüsse


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Beitrag von Tom » vor 14 Jahren

Hallo!

Mein Vater hatte inzwischen einen Termin bei einem Arzt für innere Medizin (Internisten). Er bekam ein Gerät mit nach Hause, welches er an seinen Körper anschloss, damit der Schlafverlauf über Nacht aufgezeichnet wird. Das Ergebnis war, wie angenommen, dass mein Vater sehr stark schnarcht, aber das es nicht lebensbedrohlich ist, und damit keine Operation notwendig wäre.

Was sollen wir jetzt machen? Das Schnarchproblem ist in unserer Familie ein ernstes Problem.
Was würde denn so ein Operation kosten? Wäre diese mit großen Risiken verbunden? Wie lange würde es dann dauern, bis mein Vater nie wieder schnarchen würde?

Ich danke euch schon mal im Voraus für jede Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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till
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Beitrag von till » vor 14 Jahren

Tom hat geschrieben:... Das Ergebnis war, wie angenommen, dass mein Vater sehr stark schnarcht, aber das es nicht lebensbedrohlich ist, und damit keine Operation notwendig wäre.
hallo tom,

war die rede NUR von operation ? wurde über andere möglichkeiten der behandlung nicht gesprochen ? war der arzt fachmann oder allgemein-arzt ?
klar kann es ein, daß dein vater einfach nur ein starker schnarcher ist. aber leider kann es auch sein, daß die diagnose nicht richtig ist.
isteuch mal aufgefallen ob beim schnarchen deines vaters längere oder auch kürzere pausen auftreten ? das wäre dann schon ein hinweis auf eine apnoe. oder ist dein vater tagsüber oft müde, unkonzentriert zerschlagen ? oder hat er andere gesundheitsprobleme (herz probleme zum beispiel ?)

ich will dich auf keinen fall verunsichern, aber leider ist nicht jeder arzt wirklich qualifiziert hier korrekte diagnosen zu stellen.

lass mal hören, wie es mit meinen fragen steht.

till
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P. Spork
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Beitrag von P. Spork » vor 14 Jahren

Hallo Tom,

wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat Ihr Vater ein ambulantes Screening-Gerät mit nach Hause genommen und der Arzt hat aus diesen Aufzeichnungen keine Hinweise auf ein Schlafapnoe-Syndrom (häufige Atemaussetzer während des Schlafs) herauslesen können.

Das ist zunächst eine gute Nachricht, denn es heißt, dass Ihr Vater vermutlich nur ein so genannter primärer Schnarcher ist, dessen Gesundheit unter dem Schnarchen nicht oder nur wenig leidet. Er schnarcht, aber seine Atmung wird nachts nicht sehr oft unterbrochen. Dagegen kann eine Umstellung von Lebensgewohnheiten helfen, allen voran eine Gewichtsabnahme und eine Mäßigung im abendlichen Umgang mit Alkohol (beide Faktoren gehören zu den häufigsten der unzähligen möglichen Schnarchauslöser). Solche Maßnahmen, von denen es noch viele mehr gibt (z.B. mehr Bewegung und frische Luft, besseres Raumklima, Vorsicht vor bestimmten Medikamenten, Rauchen aufgeben etc.), sollte man unbedingt ausprobieren, bevor man eine Operation überhaupt in Erwägung zieht. Und vor einer der vielen möglichen Operationen, die nicht immer erfolgreich sind und auch gewisse Risiken bergen, sollte man immer eine Nacht im Schlaflabor gewesen sein, um wirklich sicher zu gehen, dass keine Schlafapnoe vorliegt (dann wird vom Operieren nämlich meistens abgeraten).

Wenn Menschen aber sehr laut und unregelmäßig schnarchen und auch andere körperliche Symptome zeigen, die auf ein Schlafapnoe-Syndrom hindeuten, raten Schlafmediziner oft trotz eines unauffälligen Screening-Befunds zu einer Übernachtung im Schlaflabor. Dass Ihr Vater nachts stark schwitzt, kann ein Hinweis sein, dass doch etwas nicht so toll ist. Folgende Fragen hat Ihrem Vater sicher bereits sein Arzt gestellt: Haben Sie Bluthochdruck? Leiden Sie unter Tagesschläfrigkeit (plötzliches Einnicken vor dem Fernseher oder hinter dem Schreibtisch etc.) oder zumindest unter starker Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen, Schlappheit etc.?
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Beitrag nun etwas lang wird, hier der entsprechende Info-Kasten aus meinem Buch (Das Schnarchbuch):

Testen Sie sich selbst
Es gibt viele Indizien für krankhaftes Schnarchen. Wenn Sie mehrere der folgenden Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie zum Schlafmediziner gehen.
- Sind Sie ein starker Schnarcher? Schnarchen Sie laut, unregelmäßig und in jeder Schlafposition, wecken Sie sich selbst mit Ihrem Schnarchen, haben sich schon einmal Nachbarn über Ihre Sägerei beschwert?
- Machen Sie im Schlaf Atempausen? Wachen Sie manchmal mit dem Gefühl auf, keine Luft zu bekommen oder ist Ihr Bett morgens immer völlig zerwühlt, obwohl Sie alleine schlafen? Wenn möglich, fragen Sie Mitschläfer, ob zwischen zwei Schnarchlauten gelegentlich Ihr Atem stockt.
- Haben Sie Bluthochdruck? Müssen Sie Blutdruck senkende Medikamente nehmen oder ergibt Ihre Blutdruckmessung an mehreren Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten Werte über 140/90?
- Haben Sie starkes Übergewicht? Liegt ihr Body-Mass-Index (Körpergewicht in Kilogramm durch Körperlänge in Metern zum Quadrat) über 30?
- Ist Ihr Schlaf nicht erholsam? Wachen Sie morgens wie gerädert auf, kommen Sie nicht aus den Federn, haben Sie oft morgendliche Kopfschmerzen?
- Bauen Sie in letzter Zeit ab? Vergessen Sie mehr als früher, verlässt Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit, fühlen Sie sich ungewöhnlich schlapp und schwermütig?
- Haben Sie Potenzprobleme? Fällt es Ihnen immer schwerer, Ihren Mann zu stehen?
- Leiden Sie an Tagesschläfrigkeit? Australische Forscher haben einen simplen Fragebogen entwickelt, der sich in der Praxis gut bewährt hat (Epworth-Skala). Kreuzen Sie für jede der folgenden Situationen an, wie leicht es Ihnen fällt, einzuschlafen:
0 Punkte = würde nie einschlafen
1 Punkt = würde kaum einschlafen
2 Punkte = würde möglicherweise einschlafen
3 Punkte = würde sehr wahrscheinlich einschlafen

im Sitzen lesen
Fernsehen
ruhiges Sitzen an öffentlichem Ort (z.B. Theater, Versammlung)
eine Stunde ohne Pause Mitfahrer im Auto sein
nachmittags im Bett oder auf dem Sofa ausruhen
mit jemandem im Gespräch zusammensitzen
ruhiges Sitzen nach alkoholfreiem Mittagessen
verweilen im Auto bei einem mehrminütigen erzwungenen Halt (Stau, Ampel o.ä.)

Addieren Sie die Gesamtpunktzahl. Im Querschnitt durch die Normalbevölkerung resultiert die Zahl sechs. Ab elf haben Sie eine erhöhte Einschlafneigung.


Beste Grüße, Peter Spork
Dr. rer nat Peter Spork, Autor
u.a. "Das Schlafbuch", "Das Schnarchbuch"
www.peter-spork.de
www.das-schnarchbuch.de

Profil von Manfred Keller
Manfred Keller

AW: Starkes Schnarchproblem !!!

Beitrag von Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Tom,

ergänzend zu den guten Ausführungen von P. Spork:

Zu chirurgischen Maßnamen gibt’s ganz wenig Erfolgsschancen:

Das Schnarchen und ggf. in Folge die Obstruktion (Verschluß) des Atemweges kommt meist daher, daß der Atemweg an einer Stelle verengt ist. An dieser Stelle erhöht sich die Atemluftgeschwindigkeit und bringt das umliegende weiche Gewebe zum Schwingen und dann zum Verschluß (wie wenn man durch ein Stück Fahrradschlauch bläst und dann versucht einzuatmen).
Wenn diese Engstelle von vergrößerten Mandeln, oder übergroßem Zäpfchen / Gaumensegel kommt, dann hat ein Eingriff Sinn. Da aber bei Übergewichtigen (so auch bei mir) die Engstelle(n) in der Regel durch Fetteinlagerungen im Gewebe kommt, bzw. wenn sich im Schlaf das Gewebe um den Atemweg herum entspannt (=erschlafft), oder die Zunge nach hinten fällt, ergibt sich die Sinnlosigkeit des „Schnippelns“.
Außerdem gibt kein HNO-Arzt eine Erfolgs-Garantie, aber die Zeit nach dem Eingriff muß manchmal sehr unangenehm sein.
Wenn’s denn doch eine Operation sein soll, sollte man vorher nachsehen lassen, wo der Verschluß ist. Da hat das Alfried Krupp-Krankenhaus (HNO) in Essen eine neue Methode entwickelt: Somnoendoskopie im Kunstschlaf (mit Propofol). Dabei wird man in künstlichen Schlaf versetzt und der obere Atemweg mit einem Endoskop auf den Ort des Verschlusses untersucht und gleichzeitig auf Video mit Ton aufgenommen. Nur so kann man beurteilen ob ein Eingriff Erfolg verspricht, und ob der Arzt da mit Messer/Laser oder was auch immer überhaupt hinkommt.
Es gibt inzwischen weitere HNO-Kliniken, die diese Untersuchung durchführen.
Zu Kostenübernahmen: sei es die Endoskopie oder eine Operation, vorher die Kasse befragen.
Als weitere Alternative bei primären Schnarchern sind IST-Geräte (Intraorale-Schnarch-Therapie-G). Das sind (zahnärztlich gefertigte) Aufbißschienen, die im Schlaf den Unterkiefer leicht nach vorne verlagern und so den Rachenraum vergrößern und spannen – aber auch dafür gibt’s natürlich keine Garantie, daß es bei jedem wirkt.

Auf alle Fälle gilt:
P. Spork hat geschrieben:Hallo Tom,

wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat Ihr Vater ein ambulantes Screening-Gerät mit nach Hause genommen und der Arzt hat aus diesen Aufzeichnungen keine Hinweise auf ein Schlafapnoe-Syndrom (häufige Atemaussetzer während des Schlafs) herauslesen können.

Wenn Menschen aber sehr laut und unregelmäßig schnarchen und auch andere körperliche Symptome zeigen, die auf ein Schlafapnoe-Syndrom hindeuten, raten Schlafmediziner oft trotz eines unauffälligen Screening-Befunds zu einer Übernachtung im Schlaflabor. Dass Ihr Vater nachts stark schwitzt, kann ein Hinweis sein, dass doch etwas nicht so toll ist. Folgende Fragen hat Ihrem Vater sicher bereits sein Arzt gestellt: Haben Sie Bluthochdruck? Leiden Sie unter Tagesschläfrigkeit (plötzliches Einnicken vor dem Fernseher oder hinter dem Schreibtisch etc.) oder zumindest unter starker Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen, Schlappheit etc.?
Alles Gute

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Beitrag von Tom » vor 14 Jahren

Hallo!

Zuerst möchte ich euch für euren tollen, ausführlichen, sehr informativen und interessanten Antworten danken!!!

Also mein Vater hat ein ambulantes Screening-Gerät mit nach Hause bekommen. Der Arzt war ein Internist, also ein Facharzt für innere Medizin. Die Diagnose war, dass mein Vater ein starker Schnarcher ist, aber dass es nicht lebensbedrohlich ist. Es wurden keine weitern Maßnahmen für eine weitere Behandlung getroffen. Mein Vater soll nur nochmal kommen, wenn es schlimmer wird! Hört sich nicht so toll an...

Es ist definitiv so, dass mein Vater auch Aussetzer während des Schnarchens hat! Und diese kommen auch häufig vor, und dauern auch teilweise lange an! Mein Vater macht auch öfters über den Tag ein paar Nickerchen, und er geht meist relativ früh schlafen (so gegen 21:30 Uhr). Mein Vater ist 56 Jahre alt, 1,65m groß und wiegt 75 kg. Dieses Gewicht hat er aber über etliche Jahre schon konstant gehalten, also nicht wesentlich zu oder abgenommen. Dieses Schnarchproblem meins Vaters belastet uns so sehr, dass mein Vater alleine in einem Zimmer schlafen muss, weil es einfach zu laut ist!

Wieso ist das so, dass Übergewicht häufig ein Grund des Schnarchens ist?
Was kann man da jetzt noch machen? Der Arzt hat auch nichts von einer Operation erwähnt, da es " ja nicht lebensbedrohlich ist " ;.
Ich denke, es wäre besser, wenn man jetzt etwas unternimmt, anstatt dass es sich später noch verschlimmert.

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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P. Spork
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Beitrag von P. Spork » vor 14 Jahren

Hallo Tom,

Zu Ihrer Frage, was man nun noch machen kann: Was Sie beschreiben klingt schon ein wenig nach Tagesschläfrigkeit und auch nach Schlafapnoe. Wobei allerdings gelegentliche Atemaussetzer während des Schlafes etwas ganz normales sind und auch nicht jeder mit vielen Atemaussetzern zwangsläufig unter einem behandlungsbedürftigen Schlafapnoe-Syndrom leidet. Und das Übergewicht Ihres Vaters ist mit einem Body-Mass-Index von 27,5 auch noch halbwegs im Rahmen.

Um alles richtig abzuklären scheint mir aber im Fall Ihres Vaters trotz negativem Screening-Befund (so interpretiere ich mal die Aussage des Arztes, es sei nicht lebensbedrohlich) ein Besuch im Schlaflabor angemessen (so weit ich als nicht-Arzt das überhaupt beurteilen kann). Ihr Vater soll doch mal seinen Internisten fragen, ob er ihn nicht doch an ein Schlaflabor überweist. Und wenn er das nicht möchte, kann Ihr Vater ja direkt mit einme Schlaflabor Kontakt augnehmen, und dort nachfragen, wie er sich verhalten soll.

Nun zu Ihrer anderen Frage: Übergewicht begünstigt das Schnarchen, weil sich Fett auch im Rachengewebe einlagert, es dort enger wird und leichter vibriert. Alkohol fördert das Schnarchen, weil er die Muskulatur erschlaffen lässt. Wenn Sie über solche Zusammenhänge (und auch über die verschiedenen Antischnarch-Opertionen oder Intraoralen "Spangen") mehr erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein Buch (Das Schnarchbuch, Rororo, 8,50 EUR). Ich möchte hier keine Werbung machen, aber auch andere haben es in diesem Forum schon lobend erwähnt, so das ich mir das hoffentlich erlauben kann. Als gelungene Alternativen gibt es noch "Besser schlafen ohne Schnarchen" von Dobbertin/Brax und "Schlafapnoe-Syndrom und Schnarchen" von Hannemann.

Beste Grüße, Peter Spork
Dr. rer nat Peter Spork, Autor
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www.peter-spork.de
www.das-schnarchbuch.de

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Manfred Keller

Beitrag von Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Tom,

nochmal zum Thema Schnarchen:

Das entsteht dadurch, dass sich im oberen Atemweg (während des Schlafens) ein Enpaß befindet.
Der kann z. B. durch schiefe Nasenscheidewand, vergrößerte Rachenmandeln, Polypen, Gaumensegel, Zäpfchen, ... entstehen, aber auch dadurch, dass die Zunge im Schlaf nach hinten fällt, oder (meistens!) sich das Gewebe um den Atemweg herum (im Schlaf) entspannt (erschlafft), ggf. zusätzlich durch Fetteinlgerungen dort. An diesem Enpaß erhöht sich die Atemluftgeschwindigkeit und nach dem Engpaß entsteht ein Unterdruck, der das dortige Weichgewebe zum Schwingen (=Schnarchen) bringt. Das ist wie wenn man durch einen abgeschnittenen Fahrradschlauch bläst. .
Wenn Sie weiteres wissen wollen, empfehle ich „Das Schnarchbuch“ (rororo, Peter Stork – siehe oben), das ich für sehr lesenswert und verständlich halte (übrigens ich bekomme da keine Tantiemen).
Dort finden Sie auch andere Alternativen gegen das Schnarchen, z. B. IST-Geräte (Intraorale-Schnarch-Therapie)

Alles Gute

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Gast

Beitrag von Gast » vor 14 Jahren

Hallo!

So, habe mich jetzt einige Tage nicht mehr mit dem Thema befasst. Aber zur Zeit ist das Schnarchproblem meines Vaters in der Familie das Gesprächsthema Nr. 1, da wir möglicherweise ausziehen müssten, wenn sich nichts gegen das Schnarchen meines Vaters machen lässt. Keiner kann es mit ihm im Zimmer aushalten, da er so laut schnarcht.

Ok, es gibt verschiedene Methoden, z.B. weniger Alkohol, abnehmen, usw. Aber wie erfolgsversprechend ist das? Ich weiß es ist bei jedem Menschen anders, aber wie groß ist die Chance generell darauf, das Schnarchen meines Vaters erheblich zu reduzieren? Und wie lange wird dies dauern?

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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