Was tue ich eigentlich hier?

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Maskenspezi
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Was tue ich eigentlich hier?

Beitrag von Maskenspezi » vor 11 Jahren

Seit einigen Jahren kenne ich dieses Forum und habe hier auch viel für meine Arbeit gelernt. Den Manfred Keller kannte ich persönlich und habe seine Lebensfreude und sein Engagement immer bewundert.

In der heutigen Arbeitswelt ist es so, daß man sich beruflich oft neu orientieren muß. So erging es mir nach 25 Jahren in Technik und Anwendung in der klinischen Chemie. Ich fand eine neue Stelle im Aussendienst einer Medizintechnikfirma. Aber jeder Beruf kann interessant sein und Freude machen, wenn man sich für seine Arbeit wirklich interessiert. Ich erhielt Schulungen, las sehr viel, redete mit den Patienten und hörte viel zu. Nicht zuletzt recherchierte ich auch häufig im Internet. Und so bin ich inzwischen schon einige Zeit als Patientenbetreuer tätig, besuche Selbsthilfegruppen und halte Schulungen für Kollegen und SchlaflaborassistentInnen.

Dass ich den Namen meines Arbeitgebers hier nicht nenne, hat den einfachen Grund, daß ich hier als Privatperson in meiner Freizeit mein Wissen einbringen möchte. Ich repräsentiere hier keine Firma und werde auch meine persönliche, unzensierte Meinung wiedergeben. Auch habe ich keine Lust, hier als Ansprechpartner an Stelle der Firmen-Hotline genutzt zu werden.

Für jedes Problem das jeweils beste Produkt. Ich habe auch jetzt immer Masken unterschiedlicher Hersteller im Auto. Trotzdem habe ich allerdings eine Firma, deren Masken meine absoluten Favoriten sind.

Bei den Patienten habe ich Personen kennengelernt, die Probleme mit der Therapie haben, aber sehr willig und daher auch dankbar für jede Hilfe sind. Da ist es mir ein persönliches Anliegen - und ich denke oft noch nachts darüber nach, wie ich ihnen helfen kann.

Dann gibt es andere, die wollen eigentlich diese ganze Sache nicht. Aber der Arzt oder die Ehefrau machen Druck. Da hat man dann das Gefühl, die suchen immer wieder einen neuen Grund, warum sie die Therapie unterbrechen. Da liegt das Problem in Wirklichkeit nicht an der Maske, sondern dahinter. Die frage ich dann schon mal direkt: "Jetzt mal ehrlich, wollen Sie das Gerät eigentlich überhaupt jede Nacht mehrere Stunden nutzen.?" Ich werde auch hier im Forum nicht lange Diskussionen führen. Es ist ohnehin schwer, ein Problem aus der Ferne zu analysieren, wenn man dem Patienten nicht gegenüber sitzt und ihn und seine Ausrüstung sieht.

Ein solches Forum wie dieses ist sicherlich eine gute Hilfe für Einsteiger, die ja alle irgendwie ähnliche Probleme haben. Da kann ich bestimmt den einen oder anderen Tipp beitragen. Nach was sieht das Problem aus? Dann wird es das wohl auch sein. Nächtliches Aufwachen mit Atemnot wird dann wohl ein obstruktiver Aussetzer sein und trockene Lippen ein offener Mund. Erst mal an das naheliegendste denken!

Wenn's dann doch komplizierter wird, sollte man auf jeden Fall den Facharzt oder das Schlaflabor aufsuchen, persönlich mit dem Leiter der Selbsthilfegruppe sprechen oder auch die Dienstleistungen der Gerätefirma in Anspruch nehmen.

Auf meinem Avatar, das bin übrigens wirklich ich, nur kopflos. Interessant das Gerät, das ich trage. Heute jammern manche Patienten über Größe und Geräusch ihrer CPAP-Geräte. Das abgebildete Gerät wurde bis anfang der 90er Jahre hergestellt! Damals war man froh, daß es tragbar war. Da sind wir heute schon verwöhnt ;-)

Übrigens wird es ab Freitag von meiner Seite etwas ruhiger werden, da ich ein paar Wochen im Urlaub sein werde.
Alles Gute!
Der Maskenspezi

(Nicht selbst betroffen, aber doch ein bisschen Erfahrung)


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till
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willkommen !!

Beitrag von till » vor 11 Jahren

hallo maskenspezi,

zunächst einmal:
herzlich willkommen im forum.
es macht großen spass deine außerordentlich fundierten beiträge zu lesen, endlich einmal haben wir einen echten spezialisten für das sehr wichtige thema masken im forum.
klasse, dass du dich hier mit deiner kompetenz ehrenamtlich einbringst.

ich persönlic habe in mehr als 14 jahren cpap therapie noch niemanden gefunden, der so gut in diesem thema drin ist.

till
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Breathe, Breathe in the Air. (Pink Floyd: The Dark Side of The Moon)
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Beitrag von Lucccy » vor 11 Jahren

Hallo maskenspezi,

schön, dass Du Dich jetzt auch vorstellst. Das gibt mir Gelegenheit, Dir zu sagen, dass mir Deine Beiträge gut gefallen.

Man liest sich
Lucccy
Taz hat ein Hoffrichter Trend 210 CPAP 11mbar / Resmed Ultra Mirage II

CPAP und Liebe: https://forum-schlafapnoe.de/viewtopic.php?p=9712#9712

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Re: Was tue ich eigentlich hier?

Beitrag von CPAPuser » vor 11 Jahren

Maskenspezi hat geschrieben: Dass ich den Namen meines Arbeitgebers hier nicht nenne, hat den einfachen Grund, daß ich hier als Privatperson in meiner Freizeit mein Wissen einbringen möchte. Ich repräsentiere hier keine Firma und werde auch meine persönliche, unzensierte Meinung wiedergeben. Auch habe ich keine Lust, hier als Ansprechpartner an Stelle der Firmen-Hotline genutzt zu werden.
Kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich halte es für mich ja auch genaus so... :wink:

Nach was sieht das Problem aus? Dann wird es das wohl auch sein. Nächtliches Aufwachen mit Atemnot wird dann wohl ein obstruktiver Aussetzer sein und trockene Lippen ein offener Mund. Erst mal an das naheliegendste denken!
Da mußte ich allerdings doch mal schlucken. Eine Betrachtungsweise, die mir oft fern liegt...

Schönen Dank für deine sympathische Vorstellung und deine kompetenten Beiträge. Ich freue mich auf mehr davon nach deinem Urlaub.

Freundliche Grüße
C.U.


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Maskenspezi
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Beitrag von Maskenspezi » vor 11 Jahren

Hallo CPAPuser. Ich denke, der folgende Punkt muss ein bisschen erläutert werden:
Zitat:
Nach was sieht das Problem aus? Dann wird es das wohl auch sein. Nächtliches Aufwachen mit Atemnot wird dann wohl ein obstruktiver Aussetzer sein und trockene Lippen ein offener Mund. Erst mal an das naheliegendste denken!


Da mußte ich allerdings doch mal schlucken. Eine Betrachtungsweise, die mir oft fern liegt...
Ich meine damit, daß man erst mal das naheliegendste in Betracht zieht und nachprüft, ob man es nicht auschliessen kann. Es macht möglich Sinn, gleich am Anfang endlos zu diskutieren "...und wenn es das nicht ist, was ist es dann? Und was könnte es noch sein? Ja, und was mache ich, wenn das auch nicht zutrifft?"
Kurzum, wenn jemand erzählt, dass er unter der Maske im Hals austrocknet, dann Frage ich nach Speichelfluss, nach trockenen Lippen, nach Beobachtungen des Partners, zumal eben Mundleckagen sehr häufig sind, aber teilweise im Schlaflabor übersehen werden. Wenn es am Telefon ist, rate ich, den Mund mal probeweise zu verschliessen (kleines Pflaster), oder ich gebe ein Kinnband mit.
Nach ein paar Tagen rufe ich an und frage, ob die Sympthome besser sind. Wenn ja, rate ich zur weiteren Benutzung der Kinnbinde oder zur Anpassung einer FF-Maske. Wenn nein, dann müsssen wir weitersehen (welche Medikamente nimmt er? Hat er einen Luftbefeuchter und nutzt er ihn richtig. usw). Ich möchte aber nicht über die unwahrscheinlichsten Möglichkeiten nachgrübeln, solange ich nicht die naheliegendsten ausgeschlossen habe. Ich denke, du verstehst, was ich meine.
Alles Gute!
Der Maskenspezi

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