Chronische Albträume bei Kindern?

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Christine

Chronische Albträume bei Kindern?

Beitrag von Christine » vor 14 Jahren

Hallo ins Forum,

ich bin eine inzwischen verzweifelte junge Mutter aus Berlin, die etwa seit einem Jahr mit ansehen muss, wie ihr heute 2-jähriger Sohn JEDE Nacht mehrfach mit Albträumen kämpft.

Unser Kind hatte bisher feste Zeiten, zu denen er plötzlich und unvermittelt im Schlaf geweint hat. Meistens kamen wir 2 x pro Nacht (gegen 23:00 und 03:00) in sein Zimmer, weil er so bitterlich geweint hat, fanden ihn aber mit geschlossenen Augen vor. Sprachen wir ihn an, wachte er nicht auf. Erst nach lauterer Ansprache und kurzem Rütteln wachte er auf, weinte noch kurz und schlief wieder ein. Diese Symptomatik trat übrigens auch auf, wenn er bei Oma und Opa war.
Ist so etwas bei Kindern diesen Alters normal? Wenn nicht, was kann das sein, wie lange dauert es noch an und wie kann es behandelt werden?

Dazu ist vielleicht noch folgendes zu erwähnen: Seit einer Woche nun hat sich alles ziemlich verschlimmert. Der Kleine schreit mindestens 15 mal pro Nacht auf. Er kommt kaum noch zum Schlafen und auch bei uns liegen die Nerven blank. Zuerst haben wir vermutet er zahnt und haben ihm Schmerzmittel gegeben, was aber nicht geholfen hat. Wir haben hin und her überlegt, bei uns hat sich nichts verändert und so finden wir auch keine Erklärung für die Verschlechterung.

Ich hoffe hier im Forum kann uns jemand einen Hinweis geben!
Vielen Dank schon einmal im voraus für jegliche Hilfe!

Christine


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Albträume eines Kindes

Beitrag von Dorothee » vor 14 Jahren

Hallo Christine,

warst Du schon beim Kinderarzt? Ich kenne so etwas von meiner Enkeltochter, heute fast 5 Jahre alt, die durch nächtliches Aufschreien und Weinen (im Schlaf) extrem schlafgestört war. Sie war tagsüber nur noch knatschig, man konnte nichts mehr mit ihr anfangen. Sie schlief jedoch immer sehr viel und sehr tief, man konnte sie fast wegtragen. Sie war eigentlich auch nicht zu wecken und wenn, dann wußte sie zunächst nicht, was und wo sie war.

Der Kinderarzt hat sie damals in die Uni-Kinderklinik Würzburg überwiesen, in ein Schlaflabor für Kinder. Über die Erkrankung, die sich dabei herausstellte, möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen, auch würde das nur beunruhigen und kann bei Deinem Kind was ganz anderes sein. Meine Enkeltochter wird jetzt behandelt und seitdem schläft sie ohne Albträume und das sehr gut.

Was ich damit sagen will: suche bitte so schnell wie möglich professionelle Hilfe, geh zu einem Kinderarzt, der Dich evtl. weiterleiten soll. Massive Schlafstörungen bei einem so kleinen Kind sollte man immer von einem Arzt anschauen lassen.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen

Dorothee

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Beitrag von Mario » vor 14 Jahren

Hallo,

wir hatten ein ähnliche Symptomatik bei unserer Tachter, als sie in dem Alter war. Sie wachte nachts auf, weinte ohne erkennbaren Grund und war kaum zu beruhigen. Auch auf intensive Nachfrage konnte sie in der Nacht und am Nächsten morgen keine Grund für ihr nächtliches weinen angeben. Unsere Kinderärtztin hat uns aber beruhigt, so was kommt wohl häufiger vor und hängt mit der normalen geistigen Entwicklung der Kinder zusammen.
Die Schlafstörungen traten dann auch immer seltener und später überhaupt nicht mehr auf.

Gruß Mario

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Beitrag von Mario » vor 14 Jahren

Hallo,

wir hatten ein ähnliche Symptomatik bei unserer Tachter, als sie in dem Alter war. Sie wachte nachts auf, weinte ohne erkennbaren Grund und war kaum zu beruhigen. Auch auf intensive Nachfrage konnte sie in der Nacht und am Nächsten morgen keine Grund für ihr nächtliches weinen angeben. Unsere Kinderärtztin hat uns aber beruhigt, so was kommt wohl häufiger vor und hängt mit der normalen geistigen Entwicklung der Kinder zusammen.
Die Schlafstörungen traten dann auch immer seltener und später überhaupt nicht mehr auf.

Gruß Mario


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Beitrag von Christine » vor 14 Jahren

Hallo Dorothee,
ja wir waren schon bei der Kinderärztin. Sie meinte allerdings, dass kleine Kinder häufig unter Albträumen leiden und das ganz normal wäre. Ich mache mir trotz allem weiter Sorgen, weil er doch noch so klein ist und auch die Regelmäßigkeit des Aufschreckens (immer zu bestimmten Uhrzeiten) mir ungewöhnlich für einen "normalen" Albtraum erscheint.
Unser Sohn ist tagsüber eigentlich ganz normal gut gelaunt, schläft aber auch für sein Alter ziemlich viel (etwa 15 - 16 Stunden pro Tag) und sehr tief. Außerdem schwitzt er extrem beim Schlafen.
Die letzten Tage, in denen sich sein Aufschrecken verschlimmert hat, war er übermäßig weinerlich, wollte weder essen noch trinken und war daher natürlich sehr schlapp. Zum Glück scheint sich das jetzt jedoch zu bessern. Heute Nacht ist er nur noch 4 Mal aufgeschreckt und hat heute auch schon ein wenig gegessen.
Sollte ich noch einmal zu einem anderen Kinderarzt gehen, oder besser gleich zu einem Spezialisten? Wer ist für so etwas zuständig? Oder bin ich einfach nur überbesorgt :( ?
Viele Grüße,
Christine

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Albträume?

Beitrag von Dorothee » vor 14 Jahren

Hallo Christine,
ich finde nicht, daß Du überbesorgt bist, wenn es so ist, wie Du es schilderst - und davon gehe ich aus.

Ich bin med. Laie und kann hier nur meine Erfahrung weitergeben - ich würde mir eine Überweisung zu einem Spezialisten geben lassen - wenn Du pflichtversichert bist, geht das nicht anders, eine Überweisung vom Kinderarzt oder auch Hausarzt. Hier bei mir wäre das "Frühdiagnosezentrum" - so nennt sich das, in Würzburg zuständig. Von dort können alle Untersuchungen gemacht werden. Sowas gibt es sicher auch in Berlin. Und die Ärzte einer solchen Einrichtung haben große Erfahrungswerte.

Wer sagt denn, daß es Albträume sind? Das starke Schwitzen hatte meine Enkeltochter auch. Lass Dich bitte nicht unsicher machen und kläre es ab. Wenn alles in Ordnung ist, um so besser, aber so etwas sollte man einfach anschauen lassen.

Lass mal von Dir hören, was wurde und ich wünsche Dir und Deinem Sohn natürlich von ganzen Herzen, daß die ganze Aufregung umsonst ist bzw. war.

Wir wurden auch immer beruhigt, das ist normal, das haben kleine Kinder, und später hieß es (kam vom behandelnden Arzt in der Klinik selbst): Gott sei Dank haben sie damals soviel TamTam gemacht! Wobei dieses "Tamtam" nur war, daß wir uns nicht haben beruhigen lassen und darauf bestanden haben, daß es abgeklärt wird.


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Leika
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Beitrag von Leika » vor 14 Jahren

Hallo Cristine
ich finde ebenfalls nicht das du eine überempfindeliche Mutter bist.
Ich bin aber der Meinung das du dich auf keinen Fall mehr vertrösten lassen solltest, gehe zu deiner Kinderärztin und lasse einfach nicht locker so würde ich es handhaben.
Einfach hartnäckig sein, was eigentlich sehr traurig ist das man das sein muss aber es ist halt so.
Wäre ich nicht hartnäckig bei meiner Tochter würde wir heute nicht so weit sein wie wir sind.
Wenn du lust hast kannst ja mal auf meine HP gehen und lesen was wir alles erkämpft haben für meine Tochter.
Und das auch alles nur weil ich einfach nicht locker lies.
Gruß Leika


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Beitrag von jack m » vor 14 Jahren

Hallo Christine.

Ich kann hier keine Gegenwartserfahrungen beitragen. Wir haben keine Kinder.

Was ich aber dazu schreiben kann:

Von meiner frühsten Kindheit an bis zum ca. 14. Lebensjahr verfolgte mich
immer ein bestimmter Traum der mir heute noch Angst macht. Dieser Traum ist völlig unrealistisch und ich müßte zwei Stunden Zeit haben um ihn hier bildlich darzustellen. Wie gesagt, dieser Traum war absolut realitätsfremd...aber es war IMMER der gleiche. Noch heute sehe ich die Bilder und den Ablauf vor mir.
Heute weiß ich daß ich mich nicht fürchten brauche...doch damals??!!
Klar, auch heute hat man ja gelegentlich mal einen Albtraum. Doch es ist nie und nimmer so furchterregend wie der damalige Traum.
Ich finde es selbst rätselhaft daß dieser Traum immer gleich war. Eigentlich müßte doch die natürliche-psychische Entwicklung vom Kind bis zum Jugendlichen im Lauf der Jahre eine Veränderung im Ablauf des Traums zur Folge haben????? Bis auf den heutigen Tag hab ich darüber aber nie nachgedacht.
Es war wirklich schlimm! Ich möchte hier keine Furcht erzeugen und kann auch leider keinen Rat geben *lächel* Ich schreibe hier nur meine persönliche Erfahrung die ich gerne für immer vergessen möchte.
Vielleicht solltest du der Sache wirklich einmal auf den Grund gehen...

Alles, alles Gute und liebe Grüße,

Jack M.

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Beitrag von Christine » vor 14 Jahren

Hallo,
gestern waren wir also noch einmal beim Kinderarzt. Diesmal nahm sie mich zwar ernster, beschwichtigte aber wieder: da mein Sohn offensichtlich nicht unter dem nächtlichen Aufschrecken leidet und sich auch nicht mehr daran erinnern kann, geht sie von pavor nocturnus aus, was nicht therapierbar ist und sich im Laufe der Jahre geben soll. Die Ärztin meinte, dass zwar kein signifikanter Prozentsatz kleiner Kinder davon betroffen, dieses Syndrom aber auch nicht gerade ungewöhnlich ist. Ich solle mir keine Sorgen machen - auch die Regelmäßigkeit des Aufschreckens zu bestimmten Uhrzeiten ist nicht ungewöhnlich, da der Kleine immer zur selben Uhrzeit ins Bett geht und daher auch meistens zur selben Zeit bestimmte Schlafphasen erreicht.
Was meint Ihr?
@ Jack: ich hatte als Kind auch immer den selben fürchterlichen Albtraum. Der hat mich so sehr belastet, dass ich ihn noch heute 100%ig wiedergeben kann. Allerdings hatte der Traum auch einen Hintergrund. Ich hatte Angst vor der Wohnung, in der wir gelebt haben und als meine Eltern mit mir wegzogen, hatte sich auch der Traum erledigt. Das weiß ich jetzt, damals aber konnte ich keine Verbindung ziehen, weil der Traum von etwas völlig anderem gehandelt hat.
Viele Grüße,
Christine

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Beitrag von Leika » vor 14 Jahren

Hallo Cristina naja ich weis einfach nicht aber ich würde einfach mal eine zweit Meinung einholen.
Ich würde an deiner Stelle einfach noch einen zweiten Kinderarzt zu rate ziehen, das recht hast du .
Das ist meine Meinung und so würde ich es machen.
Gruß Leika

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Albträume?

Beitrag von Dorothee » vor 14 Jahren

Hallo Christine,
seh ich wie Leika, ich würde eine zweite Meinung einholen, vor allem die Meinung eines Fachmannes.
Schau im Internet mal unter "google" und dann pavor nocturnus, ob Du Dich und Deinen Sohn findest. Es wird immer davon gesprochen, daß man alles andere ausschließen muß, bevor man die Diagnose stellen kann. Was ja eigentlich auch normal ist. Und Deinem Sohnemann hat es doch wohl etwas ausgemacht in den letzten Wochen!
So sehe ich das.

Alles Liebe Dorothee

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fabio1962

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Beitrag von fabio1962 » vor 14 Jahren

Hallo Christine!

Wir können zwar nicht so mitreden weil wir keine Kinder haben aber wir sind der Meinung das Du dringends einen Kinderpsyologen aufsuchen solltest. Das Bild des "Parvor Nocturnus" paßt schon von Weinen nicht und die Alpträume müssen schnellstens behandelt werden, sonst bekommt das Kind einen Psyologischen knacks! Glaub mir ich weiß wovon ich rede ich mußte auch einen mit 6 Jahren haben. Auf jeden Fall wünschen wir Dir alles beste.

Ciao Fabio und Ute

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Jack M

Beitrag von Jack M » vor 14 Jahren

Hi Christine *lächel*

Ich kann zu deiner "Sorge" leider nichts mehr hinzufügen.

Aber ich danke dir für die Antwort. Somit habe ich nicht das
Gefühl das meine Träume zu "unnormal" waren. Die Ursache?
Nun ja, vielleicht "forsche" ich mal in meiner Vergangenheit...
vielleicht aber auch nicht. Denn bis auf meine Einschlafstörungen
während der Sommerzeit (so bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe dazu auch einen kleinen Beitrag geschrieben) gehts mir supi :D

Alles Gute für Euch und ich hoffe du wirst bald etwas gutes berichten können!

Liebe Grüße,
Jack M

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