Schmerz lass nach

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Mueffy

Beitrag von Mueffy » vor 11 Jahren

Liebe Akita

Da merke ich doch gleich wieder, dass bei uns in der Schweiz die Uhren anders ticken... :wink:

Aber ernsthaft. Für die Feststellung der Schlafapnoe habe ich die ganzen Geräte und Kabel angeklebt bekommen, und durfte damit eine Nacht lang zuhause schlafen. Anschliessend würde alles im Krankenhaus ausgewertet, und ich bekam einen Termin, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Der Arzt hat sich sehr viel Zeit für mich genommen, und mir alles genau erklärt. Zwei Wochen später hatte ich einen Termin bei der Lungenliga, die mir dann das Gerät und die Maske erklärt und angepasst haben. Da ich nach der ersten Nacht bereits diese schlimmen Probleme mit der Swift hatte, konnte ich sofort wieder hin, um verschiedene Masken anzuprobieren, und eine neue mitzunehmen. Nach ca. 3 Wochen hatte ich dann wieder einen Termin mit der Lungenliga, wo via Computer ausgewertet wurde, wie mein Schlafverhalten mit der Maske ist, und ich konnte allfällige Probleme besprechen. Zur allgemeinen Kontrolle habe ich regelmässige Termine bei meinem Hausarzt. So fühle ich mich alles in allem wunderbar betreut.

Dafür bin ich wirklich sehr dankbar, und kann mir vorstellen, wie schlimm das wäre, wenn ich um all diese Dinge auch noch kämpfen müsste. Ich hätte gar keinen Kraft und Energie dafür gehabt...

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Erfolg für den Aufbau eines guten Netzwerks. Es ist wichtig, in dieser Situation kompetente Menschen um sich zu haben, denen man vertrauen kann!

Herzliche Grüsse aus der Schweiz

Mueffy


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Beitrag von akita » vor 11 Jahren

Liebe Mueffy,

wir haben hier - zumindest einen Teil der Versicherten betreffend - ein anderes System als Ihr in der Schweiz.

Mir ging es so, dass ich vom Lungenarzt zum Schlaflabor überwiesen wurde, und zwar in dasjenige, von dem er annahm, dass es hier den frühesten Termin geben würde. Nach drei Monaten hat dieser Termin stattgefunden: Ich schlief dabei im Schlaflabor, war über Nacht dort. Ein paar Wochen später erhielt ich den Befund anläßlich einer Besprechung, bei der die Assistentin sowie zusätzlich eine Ärztin anwesend war, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Ich erklärte mein Einverständnis zur Maskenanpassung. Der Termin für die Anpassungsnacht fand drei Monate nach der ersten Labornacht statt. Ein Monat danach erhielt ich das CPAP-Gerät vom Servicemann einer medizintechnischen Firma nach Hause geliefert.

Ich hätte mir gewünscht, dass ich die Möglichkeit gehabt hätte, auch mit der zweiten Maske, der Activa, probezuschlafen, bzw. hätte lieber zuhause geschlafen mit der Probemaske.

Im Schlaflabor bestehen vermutlich noch bessere Untersuchungs- und Schlafüberwachungsbedingungen wie bei der ambulanten Messung zu Hause, die Du gehabt hast. Dafür ist es aber sehr teuer, und es scheint an anderer Stelle wieder etwas mehr gespart zu werden..

Fünf Tage vor Weihnachten hätte ich dann noch einen Schlaflabortermin über Nacht, doch werde ich ihn nun voraussichtlich absagen. Jetzt funktioniert der "Maskenbetrieb" eigentlich schon ganz gut. Die letzten Tage habe ich durchgehend geschlafen; Ein Aufwachen aus dem Schlaf mit plötzlichem Lufthunger oder auch ein so ähnliches Ereignis in der Einschlaf- oder Morgenphase haben nicht stattgefunden, was mich schon sehr beruhigt. Die anderen Probleme scheinen mir nicht so akut und wichtig.

Über meinen Lungenfacharzt sind dann ambulante Kontrollen, so alle zwei bis drei Monate gegen eine relativ kleine (aber in Summe vielleicht dann doch wieder nicht so geringe) private Zahlung möglich, statt der weiteren Nacht im Schlaflabor oder auch anschließend an solche Termine.

Nach der ersten ambulanten Kontrolle beim Lungenfacharzt voraussichtlich im November wird sich dann hoffentlich geklärt sein, inwieweit noch eine stationäre Schlaflabornacht erforderlich sein wird, eine andere Maske, oäm.

In diesem Fall möchte ich dann aber zu einem anderen Schlaflabor überwiesen werden., von dem ich mir mehr für meine Probleme einschlägige Erfahrung bzw. Verständnis erhoffe.

Vielleicht wird sich ja auch herausstellen, dass ich doch eine Fullfacemaske brauche, d.h. auch eine Mirage Activa keine befriedigende Lösung wäre.

Z.B. heute hatte gegen morgen ich zum Beispiel relativ viel Aufstoßen, und da muss die Luft einfach beim Mund heraus. Wie sollte denn das funktionieren, wenn ich Nasenmaske plus festsitzendes Kinnband verwende? Nun möchte ich das Problem beobachten. Vermutlich war es nur deshalb, weil ich gestern abend vergessen hatte, Tabletten zur Degenerierung der Darmflora einzunehmen. Wenn sich das als naheliegend herausstellen sollte, werde ich zunächst weiter versuchen, meine Verdauung besser in den Griff zu bekommen;

Ich möchte mir aufgrund meiner Schlaf-Tagebuchaufzeichnungen eine Liste der verschiedenen auftretenden Probleme erstellen und diese dann dem Lungenfacharzt "servieren".

Bezüglich der Versorgungssituation bzw. der Vorgangsweise zur Diagnose bzw. der Tragung von Kosten durch die Krankenkassen dürften in Österreich unterschiedliche Regelungen bestehen, je nach Bundesland bzw. Versicherungsträger. Aus Niederösterreich habe ich gehört, dass die PatientInnen direkt vom Schlaflabor mit der Maske nach Hause gehen, was hier in Wien offensichtlich nicht der Fall ist.

Auch bin ich ohne Zusatzversicherung. Für Privatpatienten bzw. solche mit Zusatzversicherung dürfte die Versorgungssituation etwas besser sein. Ob der Herr, der bei der Anpassungsnacht im anderen Zimmer des Schlaflabors lag, zu dieser Gruppe gehörte oder einfach nur ein dringender Fall war,- keine Ahnung. Jedenfalls hatte er sofort einen Schlaflabortermin erhalten, die Diagnosenacht in der vorhergehenden Nacht gehabt, und hatte am nächsten Tag bereits die Anpassungsnacht. Dazwischen mußten seine Daten ausgewertet worden sein. "Ich brauch meine Maske dringend" erklärte er mir, selbstbewußt und sichtlich zufrieden mit dem Schlaflabor. Ich glaube nicht, dass er dann ein Monat auf Maske und Gerät hat warten müssen, so wie ich.

Meines Wissens kosten alle ambulanten Tests etwas für den Versicherten an Materialkosten oäm., da sie nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Ich möchte versuchen, zu klären, ob das gerichtlich endgültig ausgetragen wurde, und wenn nicht, dann würde ich versuchen, es zu tun, vor allem dann, wenn es für regelmäßige Kontrollen kein Geld von der Kasse geben sollte. Denn was tun die Leute, die sich die Zusatzkosten nicht leisten können? Die Schlafapnoe schätze ich doch als insgesamt gefährliche Erkrankung ein, wo die Kasse nicht so sparen sollte und es den PatientInnen und ÄrztInnen leichter machen sollte, hier ein Gesundheitsbewußtsein samt regelmäßigen Kontrollen zu fördern.

So etwas wie eine Lungenliga für Schlafapnoepatienten scheint es bei uns auch nicht zu geben.

Herzliche Grüße aus Österreich,

Margarete

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