Somnotonus-Gerät / Taugt das was???

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Somnotonus-Gerät / Taugt das was???

Beitrag von Sägerich » vor 14 Jahren

Hallo, vielleicht nutzt ja jemand das Muskelstimulationsgerät (gibt es z.B. bei www.electrotonus.de / ich bekomme da keine Prozente!!!) und kann was dazu aus eigener Erfahrung sagen. Vielleicht hat jemand auch eine Einschätzung darüber, ob eine Schnarchbesserung aus medizinischer Sicht überhaupt möglich ist. Natürlich weiss ich, dass es viele Ursachen und viele Schnarchtypen gibt, bin trotzdem für Tipps, Einschätzungen und Erfahrungen dankbar!

Der Sägerich


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Beitrag von Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Sägerich,
es gibt verschiedene Ansätze in diese oder ähnliche Richtungen, aber bisher ist noch keine nachgewiesen anerkannt. Diese hier aber ist von alle die ich bisher kennengelernt habe die wo man sicher sein Geld los ist, aber Schnarchen oder gar Schlafapnoe ist man nicht los.
Keinerlei wissenschaftlicher Nachweis der Wirkung. Nicht einmal ein Versuch.

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AlexX!!

Beitrag von AlexX!! » vor 14 Jahren

hallo

ich bin ja auch noch am überlegen ob ich dieses Gerät mal testen
soll. Man kann es ja über einen begrenzten Zeitraum mieten, damit
hält sich zumindest der finanzielle Aufwand im Rahmen.

is dadurch denke ich schon einen Versuch wert

AlexX!!

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P. Spork
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Meine Antwort aus dem alten Forum

Beitrag von P. Spork » vor 14 Jahren

Herr Keller ist ja schon deutlich genug geworden. Dennoch hier noch mal eine Antwort an Brigitte von mir zum gleichen Thema aus dem alten Forum:

Hallo Brigitte,
nach der leidigen Diskussion zum Face-Former (weiter unten nachzulesen) wollte ich mich eigentlich nicht mehr allzu schnell über neue Antischnarch-Therapien auslassen. Weil aber kein Arzt antwortet, das wichtigste in Kürze:
Beim Somnotonus handelt es sich m.E. um ein Gerät, dass durch elektrische Stimulation die Haltemuskulatur der Zunge stärken soll. Vor geraumer Zeit ist hier im Forum unter dem Stichwort Zungenmuskeltraining (ZMT) ausführlich darüber diskutiert worden. Das Verfahren ist nach meiner Kenntnis nicht wissenschaftlich ausreichend erforscht. Es existieren einige Studien, die aber meines Wissens nicht in anerkannten Fachzeitschriften publiziert wurden und auch nicht den gängigen Standards entsprachen. Die meisten etablierten Experten sind deshalb sehr skeptisch.
Vor allem, wenn es um die Therapie des Schlafapnoe-Syndroms geht, ist Vorsicht geboten: Mit den CPAP-Masken gibt es eine wissenschaftlich gut untersuchte und nachgewiesenermaßen effektive Methode. Sie zugunsten eines experimentellen Ansatzes aufzugeben, kann gefährlich werden. Sie wissen sicher, dass das Schlafapnoe-Syndrom den Blutdruck erhöhen kann, so dass Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigen. Die oft beobachtete Tagesschläfrigkeit erhöht zudem das Unfallrisiko etwa im Straßenverkehr. (Das von Ihnen befürchtete Ersticken durch die nächtlichen Atempausen kommt dagegen glaube ich nicht vor.)
Mein Fazit: Wenn Sie sich für eine ergänzende Behandlung aus eigenem Antrieb entscheiden, sprechen Sie das unbedingt mit Ihrem Facharzt ab!!!! (Auf eine TV-Sendung oder Hinweise in einem Patientenforum allein würde ich mich keinesfalls verlassen). Wenn der Arzt Ihnen nicht abrät, wird er aber sicher verfolgen wollen, ob sich Ihr Zustand verbessert oder verschlechtert (auch das ist ja durchaus möglich). Diese Therapiekontrolle ist bei einem experimentellen Ansatz meines Erachtens unbedingt notwendig.

Gute Besserung wünscht
Peter Spork
Dr. rer nat Peter Spork, Autor
u.a. "Das Schlafbuch", "Das Schnarchbuch"
www.peter-spork.de
www.das-schnarchbuch.de


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Sägerich

Beitrag von Sägerich » vor 14 Jahren

Hallo und danke für die Einschätzungen. Leider kenne ich die alten Diskussionen zum Thema Zungenmuskeltraining nicht.
Wenn ich die vorgenannten Beiträge richtig interpretiere, geht der ablehnende Kontext vor allen Dingen in die Richtung, dass die Wirkungsweise nicht ausreichend erforscht ist. Ich wage aber anzumerken, auch wenn ich kein Mediziner bin, dass man doch zumindest einschätzen kann, ob es etwas bringen KÖNNTE. Natürlich gibt es viele viele Ursachen für das Schnarchen, doch wenn die Erschlaffung der Muskulatur eine wesentliche wäre oder sein könnte, würde das Gerät doch Sinn machen? Es sei denn man lehnt das Stimulationstraining insgesamt als wertlos ab? Ausserdem muss ja nicht immer eine vollständige Heilung das Ziel sein, eine Absenkung des Lautstärkelevels und weniger Schnarchphasen in der Nacht können doch auch ganz hilfreich sein? Ich sehe ein, dass Schlafapnoiker davon weniger profitieren würden, hier ist die Krankheitsform ja auch ungleich schwerwiegender.
Ich persönlich würde lieber diese Art der "Therapie" vesuchen, als an mir herumschnipseln zu lassen. Auch wenn die Erfolgsaussicht auf Besserung (nicht völliges Abstellen) des Schnarchens nur bei 10 oder 20 Prozent liegt.
Vielleicht hat ja jemand hier schon Erfahrung mit dieser Art des Trainings gemacht? Wenn als einzige gängige Heilungsmethode nur der Beatmungsapparat anerkannt ist, kann man sich das Diskutieren über Alternativen ja fast sparen (mal etwas ketzerisch gesagt).

Freue mich auf weitere Einschätzungen, gerne auch andere Vorschläge zu anderen nicht-operativen und nicht mit Beatmungsgeräten verbundenen Methoden!

Sägerich

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Manfred Keller

Somnotonus-Gerät / Taugt das was???

Beitrag von Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Sägerich,
wenn es bei Ihnen nur um Schnarchen geht, sollten Sie das sich durch ein Screening (ambulante Vordiagnose) von einem Arzt bestätigen lassen.

Dadurch gehen Sie sicher nicht doch eine unerkannte Schlafapnoe zu haben.
Zum Thema Schnarchen:
Das entsteht dadurch, dass sich im oberen Atemweg (während des Schlafens) ein Enpaß befindet.
Der kann z. B. durch schiefe Nasenscheidewand, vergrößerte Rachenmandeln, Polypen, Gaumensegel, Zäpfchen, ... entstehen, aber auch dadurch, dass die Zunge im Schlaf nach hinten fällt, oder sich das Gewebe um den Atemweg herum (im Schlaf) entspannt (erschlafft), ggf. zusätzlich durch Fetteinlgerungen dort. An diesem Enpaß erhöht sich die Atemluftgeschwindigkeit und nach dem Engpaß entsteht ein Unterdruck, der das dortige Weichgewebe zum Schwingen (=Schnarchen) bringt. Das ist wie wenn man durch einen abgeschnittenen Fahrradschlauch bläst.
Bestenfalls bei der Zunge hätte diese Zungenstimulation eine Chance. Aber mein Eindruck bei diesem ist jedoch mangelnde Seriosität. Seriöser, aber bisher (noch?) nicht wissenschaftlich anerkannt ist das Zungenmuskeltraining (ZMT).
Aber für beide gilt: nicht ohne ärztliche Betreuung.
Wenn Sie weiteres wissen wollen, empfehle ich „Das Schnarchbuch“ (rororo, Peter Stork), das ich für sehr lesenswert und verständlich halte (übrigens, ich bekomme da keine Tantiemen).
Dort finden Sie auch andere Alternativen gegen das Schnarchen, z. B. IST-Geräte (Intraorale-Schnarch-Therapie).
Sie können natürlich auch die Beiträge im alten Forum zum Thema ZMT nachlesen, um sich daraus eine eigene Meinung machen.
Alles Gute

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