Face former ???

Erfahrungen und Informationsaustausch rund um die Protrusionsschiene.

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Face former ???

Beitragvon Ursula » vor 14 Jahren

Wer kennt sich denn aus mit der Face former Therapie??? - Es gibt ein Institut, dass diese für die Behandlung von Schlafapnoe verwendet . . . kosten zwar bedeutend weniger als 700 Euro - aber nutrzt es denn auch was??? Die Behandlung selbst müssten wir auch privat tragen, da käme man denn dann auf ähnliche Summen alles in allem. Wäre echt dankbar für Erfahrungsberichte, Ursula :shock:


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till
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habe so ein teil

Beitragvon till » vor 14 Jahren

hallo ursula,

zunächst einmal: ich habe das thema in das dafür vorgesehene unter-forum verschoben.

ich habe einen face-former und die zugehörige anleitung und probiere derzeit mit dem gerät herum. daß es institute gibt, die diese therapie anbieten wusste ich gar nicht.
da wir hier auf dem gebiet der spekulation sind, denn es gibt keine hochwissenschaftliche studie dazu mit aller vorsicht meine laienhafte meinung dazu:

bei der apnoe fällt ja (aus anscheinend unbekannten gründen) die luftröhre so im bereich des schlundes zusammen bzw. sie wird verschlossen. das KANN m.e. auch mit erschlaffter muskulatur im mund-rachen raum zu tun haben. so wie ich es verstanden habe, soll die face-former therapie dazu dienen diese muskulatur zu stärken.
nach aussagen des erfinders dr. berndsen mir gegegnüber gibt es fälle, in denen die apnoe nach kosequentem training mit dem face former verwunden ist.
ich bin gespannt ob ich in meinem fall etwas feststellen kann.

till
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Re: Face former ???

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

Ursula hat geschrieben:Wer kennt sich denn aus mit der Face former Therapie??? - Es gibt ein Institut, dass diese für die Behandlung von Schlafapnoe verwendet . . . kosten zwar bedeutend weniger als 700 Euro - aber nutrzt es denn auch was??? Die Behandlung selbst müssten wir auch privat tragen, da käme man denn dann auf ähnliche Summen alles in allem. Wäre echt dankbar für Erfahrungsberichte, Ursula :shock:


Hallo...!!!!!
Tja.....Ich weiß ja nicht ob wir das selbe meinen , aber ich habe das dazu gefunden :
http://www.schnarchshop.de/pd1587757751.htm?categoryId=1
Für Eilige , die gleich wissen wollen wie das Ding aussieht :
[ externes Bild ]

und zur Benutzung :
[ externes Bild ]

Naja !!??
Also dafür könnte ich mich nicht begeistern....
MfG
sladdicool

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begeistetung ??

Beitragvon till » vor 14 Jahren

hallo sladdicool,

von begeisterung kann bei mir wirklich keine rede sein. da ich einen starken würge-reflex habe kann ich nur sehr votsichtig mit dem ding üben. aber wenn es auch nur eine kleine chance gibt mit so einfachen übungen die apnoe vielleicht los zu werden ist es einen versuch doch evtl. wert.

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Re: begeistetung ??

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

till hat geschrieben:hallo sladdicool,

von begeisterung kann bei mir wirklich keine rede sein. da ich einen starken würge-reflex habe kann ich nur sehr votsichtig mit dem ding üben. aber wenn es auch nur eine kleine chance gibt mit so einfachen übungen die apnoe vielleicht los zu werden ist es einen versuch doch evtl. wert.

till

Hallo Till ,
Auch da sind wir wohl Leidensgenossen !
Denn ich habe auch einen ausgeprägten Würgereiz. ( Der besonders beim Zahnarzt recht hinderlich ist....)
Allein aus diesem Grund käme es nicht für mich in Frage.
Muß man wirklich das ganze Ding in den Mund nehmen?
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MfG
sladdicool

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Beitragvon Jürgen L » vor 14 Jahren

Vielleicht lässt sich mittels Face Former Training der Druckbedarf beim CPAP reduzieren, auf die CPAP - Maske wird man nicht verzichten können.
Zeitweise habe ich, wenn ich auswärts schlafen musste eine Plastik - Zahnschiene benutzt, die ja auch dazu dient, den Unterkiefer weiter nach vorn zu bringen. Inzwischen benuzte ich auch bei diesen Gelegenheiten das CPAP Gerät und es geht mir besser.
Es gibt auch andere Möglichkeiten, auf den Druckbedarf Einfluss zu nehmen: so soll es einen Zusammenhang geben zwischen der Schlafdauer und der Höhe des nötigen Druckes um keine Apnoen zu haben. Also: nicht so verbissen viel arbeiten und mehr schlafen.


mfg

Jürgen

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Beitragvon Heike » vor 14 Jahren

Also ich hatte mir auch den Face-Former gekauft. Zum Glück habe ich ihn billiger bekommen, weil als ich dann die Gebrauchsanweisung gelesen hatte wurde mir klar: das hälst du eh nicht durch. Die Häufigkeit der Übungen würde ca. 4x täglich jeweils 20 Minuten in Anspruch nehmen, für mich viel zu langwierig, bin ich nicht standhaft genug, das durchzuhalten, habe es gerade mal mit Mühe und Not 2 Tage geschafft, für mich persönlich war es rausgeschmissenes Geld, aber drücke die Daumen, für die, die mehr Durchhaltevermögen haben als ich, toi, toi, toi.


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re

Beitragvon fabio1962 » vor 14 Jahren

Ich kann Euch verstehen, mutet irgendwie wie ein Foltergerät an. Keine Wunder das die meisten damit ein Problem haben.

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NEUES zum "Face Former".....

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

Habe folgendes zum "Face Former" im www gefunden :

Ärzte Zeitung, 30.07.2003

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Urheberstreit um Therapie gegen Schnarchen
Zahnchirurg soll sich erklären
GÖTTINGEN (pid). Um die Ende vergangener Woche von Göttinger Zahnchirurgen vorgestellte Anti-Schnarch-Therapie (wir berichteten) ist ein Urheberrechtsstreit entbrannt. Der Sprachtherapeut Dr. Klaus-Jürgen Berndsen aus Unna wirft dem Göttinger Wissenschaftler Professor Winfried Engelke die Verletzung von Patentrechten vor.

Berndsen will nach eigenen Angaben mit einstweiligen Verfügungen erreichen, daß Engelke nicht mehr behaupten darf, die Therapie entwikkelt zu haben. Außerdem soll er das Gerät, mit dem Patienten bestimmte Bewegungen im Mund trainieren können, nicht weiter vertreiben dürfen. Er selbst und seine Ehefrau Sabine Berndsen hätten bereits seit längerem ein Patent auf ein Gerät zum Trainieren der sogenannten orofazialen Muskulatur, sagte der Sprachtherapeut. Mit diesem "Face-Former" könne man unter anderem eine bestimmte Zungenposition und die Unterdruckbildung im Mund trainieren.

Engelke hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Der "Face-Former" sei ein Vorläufergerät, mit dem man nur die Lippen, nicht aber die Zunge trainiere. Er selbst habe das Gerät weiterentwickelt und eine Druckanzeige installiert. Mit Hilfe dieser Anzeige könnten die Patienten feststellen, ob sie im Mund einen Unterdruck erzeugt haben, der die Zunge in Kontakt mit dem Gaumensegel bringe.

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen, Professor Manfred Droese, hat Engelke zu einer ausführlichen Stellungnahme aufgefordert. Danach werde die Stabsabteilung Rechts- und Grundsatzangelegenheiten des Bereichs Humanmedizin den Fall überprüfen, sagte gestern eine Klinikumssprecherin. Bis zum Abschluß dieser Untersuchung gebe es keine Veranlassung, Behandlungen mit dem neuartigen Therapieansatz zu unterbrechen.



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Copyright © 1997-2003 by Ärzte Zeitung

Das ganze basiert auf folgenden Beitrag :



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Ärzte Zeitung, 28.07.2003

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HINTERGRUND
Die richtige Parkposition für die Zunge verhindert das Schnarchen
Von Heidi Niemann

Wissenschaftler des Göttinger Universitätsklinikums haben eine neue Therapie gegen das Schnarchen entwickelt. Das Konzept basiert auf einer Art Verhaltenstraining der Zunge: Die Patienten tragen einige Wochen lang zu Hause mehrere Stunden täglich eine weiche Plastikschiene mit einer Druckanzeige im Mund. Dabei trainieren sie, die Lippen geschlossen zu halten und in der Mundhöhle durch Schlucken einen Unterdruck zu erzeugen. Dadurch wird der Zungengrund in festen Kontakt mit dem Gaumensegel gebracht. Diese Zungenposition hat zur Folge, daß der Rachen erweitert und das Schnarchen unterbrochen wird.

[ externes Bild ][ externes Bild ]
Durch diese spezielle Schiene (links von außen, rechts von innen) atmen die Patienten im Anti-Schnarchtraining.
Die Mundhofvorplatte muß vom Zahnarzt jeweils individuell angepaßt werden. Fotos: Engelke

Mit der Schiene können sich die Patienten diese "Zungenparkposition", wie die Wissenschaftler das nennen, so antrainieren, daß nach einigen Wochen das Tragen der Schiene nicht mehr notwendig ist. Bislang wurden mehrere hundert Patienten mit der Methode behandelt, sagt Professor Winfried Engelke von der Abteilung Zahnärztliche Chirurgie. Bei 80 Prozent habe sich die Schnarchsymptomatik verbessert.

Training schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe
Durch das Training werden gleich zwei Faktoren beeinflußt, die das Schnarchen hervorrufen. So fällt bei schnarchenden Menschen die Zunge häufig nach unten und nach hinten, wodurch sich der Rachen verengt. Das eigentliche Schnarchgeräusch entsteht dadurch, daß bei geöffnetem Mund das Gaumensegel im Luftstrom schwingt.

"Wenn der Mund geschlossen ist und das Gaumensegel am Zungenrücken anliegt, wird dieser Mechanismus unterbrochen", erklärt Engelke. Weil die Luft dann hinterm Gaumensegel vorbeigeführt werde, könne das Gaumensegel nicht schwingen, und das Schnarchgeräusch bleibe aus.

Das Training bewirkt zum einen, daß die Zunge in einer festen Position am Gaumensegel liegt und nicht nach hinten fällt. Dadurch wird der Rachen erweitert. Der andere Effekt ist, daß der Mund geschlossen bleibt.

Geübt wird ein Mechanismus, der beim Schlucken abläuft
Die Patienten üben dabei einen Mechanismus ein, der bei jedem Schlucken abläuft. Beim Schluckvorgang liegt die Zunge am Gaumensegel. Dadurch entsteht eine Art Ventileffekt, der die Schließung des Mundes bewirkt. Das systematische Training soll die Patienten in die Lage versetzen, diese Position auch nach dem Schluckvorgang beizubehalten.

Die Schiene, die sie dazu zunächst abends zwei Stunden und auch während der Nacht tragen, sehe wie ein Schnuller aus, erklärt Engelke. Im vorderen Bereich ist sie mit einem Membrantrichter versehen. Vor dem Spiegel können die Patienten dann beobachten, welchen Unterdruck sie durch ihre Schluckbewegungen erzeugen. Verschlucken könne man sich an der Schiene nicht, dazu sei sie zu groß, sagt Engelke. Allerdings könne man auch nicht sprechen.

Diese Mundhofvorplatte muß vom Zahnarzt angepaßt werden. Um die Zahnärzte mit der neuen Behandlungsmethode vertraut zu machen, sollen demnächst entsprechende Fortbildungsveranstaltungen der Niedersächsischen Zahnärztekammer stattfinden. Die bisherigen Untersuchungen hätten gezeigt, daß das Zungenpositionierungstraining hervorragend funktioniere, sagt Engelke. Ein großer Teil der Patienten schnarchten überhaupt nicht mehr. Das Konzept mache in vielen Fällen auch eine operative Behandlung wie die Verkürzung des Gaumensegels überflüssig.

An der Abteilung Zahnärztliche Chirurgie werden die Vorgänge beim Schlucken und den Zusammenhang mit dem Schnarchen seit 1993 im Labor für orofaziale Polysensografie untersucht.


Die Abteilung bietet eine Spezialsprechstunde für Funktionsdiagnostik an, wo künftig vorzugsweise Schnarchpatienten behandelt werden. Bereits jetzt sei die Nachfrage nach dieser Behandlung so groß, daß die Termine bis Oktober ausgebucht seien, sagt Professor Winfried Engelke. Danach seien aber wieder neue Termine für Patienten zu vergeben. (pid)




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Copyright © 1997-2003 by Ärzte Zeitung

Bin mal gespannt wie der Rechtsstreit ausgeht.....
MfG
sladdicool

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fabio1962

"Face Former".....

Beitragvon fabio1962 » vor 14 Jahren

Das ist doch nur wieder Geldschneiderei der Zahnärzte die sich lieber um die Zähne kümmern sollten. :?

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sladdicool

Re: "Face Former".....

Beitragvon sladdicool » vor 14 Jahren

fabio1962 hat geschrieben:Das ist doch nur wieder Geldschneiderei der Zahnärzte die sich lieber um die Zähne kümmern sollten. :?


Hallo Fabio ,
Klar , es geht hier um Kohle !!!!! :arrow:
Aber die Göttinger Version des FF gäbe es vielleicht auf Rezept !?
:arrow: Würde für uns Betroffene einen Unterschied von 49,95 € ausmachen.. :wink: :!:
Das kostet der FF nämlich......
MfG
sladdicool

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Dr. Knaack

Face-Former

Beitragvon Dr. Knaack » vor 14 Jahren

Zur Zeit sind mir auch keine Studien zum Face-Former-Training bekannt. Es ist immer wichtig, dass Ergebnisse oder sogenannte Erfolge nicht nur auf Einzelberichten basieren, sondern, dass Untersuchungen mit Kontrollgruppen durchgeführt werden. Dabei ist es vor allem wichtig, dass Untersuchungen nicht nur signifikante, sondern auch klinisch relevante Unterschiede zeigen können. Bei dem Face-Former-Training geht es um eine regelmäßige koordinative Übung der Zungen- und Schlundmuskulatur, die über einen Zeitraum von 4 Monaten regelmäßig durchgeführt werden sollte. Anfangs wird nur am Tage „trainiert“ bei ausreichender Gewöhnung kann das Trainingsgerät (vergleichbar mit einem Schnuller) auch nachts getragen werden. Ziel der Übungen soll es sein, eine verbesserte Muskelspannung und Zungenposition dauerhaft zu erreichen. In unserem Labor haben wir zur Zeit 4 Patienten, die dieses Trainingsverfahren durchführen (Sie alle lehnen eine Maskenbehandlung ab oder sind sogenannte habituelle Schnarcher). Es zeichnet sich ab, dass ein Problem des Face-Former-Trainings die Regelmäßigkeit des Übungen sein könnte. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass das Obstruktive Schlafapnoesyndrom (nächtlicher Atemwegsblockaden im Schlundbereich) vor allem durch eine koordinative Störung der Schlundmuskulatur gekennzeichnet ist. Diese Koordinationsstörung wird durch Übergewicht, Schlundengen, hormonelle Störungen etc. beeinflusst und verstärkt. Es ist daher nur verständlich, dass eine Trainingsmethode nicht alle Auslöser und Risikofaktoren in gleicher Weise beeinflussen kann. So kommt es bei mindestens 50% der Schlafapnoepatienten zu einem Kollaps der Schlundmuskulatur im Bereich des Zungengrundes und darunter. Ob eine Trainingsverfahren in diesem Bereich erfolgreich sein kann ist zumindest fraglich. Ich denke, dass ein Schlafapnoesyndrom zur Zeit primär durch eine Maske behandelt werden sollte, insbesondere, wenn Herz-Kreislauf-Risiken, Tagesmüdigkeit und eine Gefährdung am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr vom Schlafmediziner festgestellt werden konnten.
Bei primären Schnarchen halte ich ein Face-Former-Training für unproblematisch. Aber Achtung! Sie sollten sich nicht nur auf das Schnarchen verlassen. Eine gesundheitsgefährdende Schlafbezogene Atmungsstörung ist gelegentlich auch nur durch Schnarchen charakterisiert. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Lärmbelästigung, sondern lassen Sie vorher ein Schlafapnoesyndrom ausschließen.

Dr. L. Knaack, ZSM Dortmund

Profil von Dieter Karg
Dieter Karg

Beitragvon Dieter Karg » vor 10 Jahren

Habe ich mal ca 2 Monate ausprobiert. Die von meinem auslesbaren CPAP Gerät gelieferte Statistik zeigte eine geringe Besserung, die nach Absetzen sich wieder auf die vorhergehenden Werte einpendelte. Der "Schnuller" wirkt auf sehr viele Gesichtsmuskeln. Wusste gar nicht dass man so viele hat. Der Nebeneffekt bei mir waren allerdings sehr starke Kopfschmerzen (oder Muskelkater??). Diese haben mich nach dem 2. Versuch ur Aufgabe veranlasst.

Profil von Dr. Klaus-J. Berndsen
Dr. Klaus-J. Berndsen

Face-Former-Therapie

Beitragvon Dr. Klaus-J. Berndsen » vor 10 Jahren

Scheint einige Verwirrung zur Face-Former-Therapie zu herrschen. Einiges dazu will ich aufklären.
1. Der Face-Former kann keinen Würgereiz auslösen, weil er sich im Mundvorhof und nicht im Mund befindet.
2. Das Training mit dem FF kann auch keine Kopfschmerzen auslösen. Es ist auf die Harmonisierung und Kräftigung der Muskulatur im Mund-, Rachen und Gesichtsbereich ausgerichtet und sorgt eher dafür, dass zumindest Verspannungskopfschmerzen so erfolgreich behandelt werden können.
3. Das Training wirkt interaktiv auf Muskelfunktionen ein und koordiniert diese Prozesse, vor allem im Mund- und Rachenbereich. Im Vordergrund steht nicht der Face-Former, sondern die Übungen, die mit ihm durchgeführt werden. Der Face-Former ist doch lediglich das notwendige Trainingsgerät. Wer nicht 3x täglich ca. 7 Minuten üben will, der soll erst gar nicht mit der Methode beginnen und weiter auf seinem Stand bleiben. Im Übrigen treten die ersten Erfolge schon nach kurzer Zeit ein, es wird lediglich ein halbes Jahr weitergeübt, weildie neuen Bewegungsmuster automatisiert werden müssen.
4. Der Face-Former ist ein Medizinprodukt und mit großen Kosten entwickelt und untersucht worden.
5. Die Face-Former-Therapie ist eine ursachenorientierte Therapie. Sie soll dafür sorgen, dass sich schlaffes Gewebe in der Mund-, Rachenregion (Ursachen) strafft, wodurch der Querschnitt der Atemwege vergrößert wird. Sie sollte nicht in Konkurrenz zur CPAP-Therapie gesehen werden, weil letztere nicht die Ursachen sondern akut die Symptome behandelt. Auch wenn die Face-Former-Therapie nur eine Druckredzierung des beim CPAP-Gerätes bewirken würde, ist dies ein erheblicher Erfolg für den Anwender.
7. Herr Dr. Knaak, der hier auch berichtet, konnte sich bereits von einigen sehr positiv verlaufenen Face-Former-Behandlungen überzeugen. Es wäre schön, wenn er einmal darüber berichten würde.
8. In der Zwischenzeit gibt es eine sehr große Anzahl erfolgreicher Anwender, deren psotive Ergebnisse durch Schlaflaboruntersuchungen belegt wurden.
9. Jeder, der sich bei der Firma AkuPhon erkundigt, wird zudem intensiv persönlich beraten.

Dr. Klaus-J. Berndsen
:lol: :lol: :lol:

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Nachfragen zum Schnarchschnuller

Beitragvon yacofred » vor 10 Jahren

Hallo,

seit ca. 1 Jahr benutze ich mit Erfolg den Schnarchschnuller, statt wie vorher 5 Jahre lang CPAP. Dabei habe ich regelmäßig trainiert und dann nach und nach den Face-Former selbst beim Training weggelassen. Zum Schlafen traue ich mich allerdings noch nicht ihn auf Dauer wegzulassen. bei einzelnen Versuchen hat es allerdings geklappt. Es gab aber auch Tage, wo es wieder zu leichtem Scharchen kam, wenn auch ohne Apnoe, soweit ich das beim Mittagsschlaf mitbekommen habe.

Kurzum glaube ich, das monatelange Training hat sich gelohnt. Ohne Maske schläft sichs einfach besser.

Ich werde demnächst mit dem ambulanten Diagnose-Gerät vom Arzt überprüfen lassen, ob die Verbesserungen objektivierbar gemacht werden können. Ich habe bereits selbst mit einem MP3-Player ausprobiert, ob nachts ein Schnarchen zu hören ist. Es gab nur sehr leise Schnarchgeräusche (eher ein Säge-Säuseln) - allerdings mit Schnuller an. Ohne habe ich es noch nicht probiert. Man kann auch mit Hilfe eines Programms wie Magix-Cleaning-Lab oder Nero oder Audacy die graphische Darstellung der Geräusche am Computermonitor nachvollziehen und dabei auf Auffälligkeiten in der Kurve achten. Leider ist das sehr zeitaufwändig, weil man ja 5-6 Stunden lang sozusagen von Hand (schrittweise Wiedergabe) nachvollziehen muß, ob es Geräusche gab und ob es dabei Atemstillstände gab.

Mich würde nun interessieren, warum sich nicht die beiden konkurrierenden "Schnullerärzte" einmal auf eine Zusammenarbeit einigen können.
1. scheint die Methode doch bei leichten und mittelschweren Apnoen zu wirken
2. könnte vielleicht durch die individuelle Anpassung, wie sie Dr.Engelke aus Göttingen propagiert, die Wirksamkeit noch gesteigert werden
3. könnte der "Schnuller" durch eine Zusammenarbeit der beiden natürlich seine wissenschaftliche Anerkennung vorantreiben und damit auch bei den Patienten mehr Sicherheit über die erreichbaren Wirkungen stiften.

Gruß Yacofred


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