Wie geht Ihr eigentlich damit um, mental?

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Hardy

Wie geht Ihr eigentlich damit um, mental?

Beitrag von Hardy » vor 14 Jahren

Hallo,

ich bin wegen einer notwendigen Nasen- und Rachen-OP zur Voruntersuchung in ein Schlaflabor geschickt worden. Erschreckendes Ergebnis: Atemaussetzer, nur noch 80% Sauerstoff im Blut, Beatmungsgerät. Das war ein Schock für mich, da ich keine Anzeichen für eine Apnoe an mir festgestellt habe. Gut, ich habe kräftig gesägt, aber selbst im Schlaflabor waren sie erstaunt, dass ich kein typischen Begleiterscheinungen habe. Kein Sekundenschlaf, keine Tagesmüdigkeit, keine Konzentrationsschwäche (ich habe z.B. so'n Computertest mit null Fehlern gemacht).

Für mich ist das gerade so wie "Schluß, Ende. Das war's. Ich kann nicht mal mehr selber Atmen." Ich stelle mir vor, wenn ich mit einer neuen Bekanntschaft die erste Nacht verbringe und dann mein Beatmungsgerät auspacke ...

Also ich bin ziemlich down (ach ja, ich bin "erst?" 46 Jahre). Wie geht es Euch denn so? Wie werdet Ihr damit fertig?

Gruß
Hardy


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Thomas F

Nicht den Kopf in den Sand stecken !!!

Beitrag von Thomas F » vor 14 Jahren

:lol:
Hallo Hardy!
Du solltest das ganze mal aus einer anderen Richtung sehen.
Es ist doch toll das du noch keine weiteren Folgeerkrankungen hast und
man deine Schlafapnoe rechtzeitig erkannt hat.
Stell Dir nur vor du hättest schon einen Schlaganfall hinter Dir (denn
Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwächen sind nur ein kleiner Teil der Folgeerkrankungen) dann hättest Du jetzt wirklich richtig große Probleme!
Ich wäre froh wenn es bei mir auch früher erkannt worden wäre.(bin 38)
Du solltest positiv an das ganze rangehen und es einfach wie eine Sehhilfe oder Dritte Zähne sehen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit
sollte es auch bei Dir einfach zum normalen Alltag gehören und einfach zur
Normalität werden.
Die Einstellung ist eben mit das wichtigste bei der Therapie.
Angenehme Nächte
Thomas

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Anne

Beitrag von Anne » vor 14 Jahren

Kann das aber schon nachvollziehen, dass du dir Gedanken machst, wie das werden wird, wenn man das einer neuen Bekannten erklären soll. Wäre interessant zu wissen, welche Erfahrungen Andere schon in ähnlichen Situationen gemacht haben. Vielleicht schreibt dazu ja noch jemand etwas.

Grüßle, Anne

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Ilse Rothstein
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Beitrag von Ilse Rothstein » vor 14 Jahren

Hallo Hardy,
Thomas F. hat Recht.
Ich denke, das Wichtigste ist Deine Gesundheit. Alles andere ergibt sich;
ich habe mich an meinen nächtlichen Begleiter (CPAP) gewöhnt. Wir beide sind unzertrennlich. Wenn eine evtl. neue Bekanntschaft Probleme damit hätte, wäre mir dies zu oberflächlich und ich wüsste, was zu tun wäre...
Übrigens: "Eine wahre Schönheit kann nichts entstellen"!
Gruß
Ilse


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Profil von Robert_A
Robert_A

Beitrag von Robert_A » vor 14 Jahren

Hallo Hardy,

bitte laß mich auch noch meinen Senf dazu geben.

Du hast schlicht und ergreifend riesengroßes Glück gehabt, daß die Apnoe bei dir so pünktlich festgestellt wurde. So pünktlich, daß dir bislang sämtliche Folgeerscheinungen erspart geblieben sind, und die sind en gros eine Quälerei, bis hin zu "todsicher".
Ich (40) war gezwungen meinen Hausarzt durch meine eigene Recherche und Selbstdiagnose knallhart auf das eigentliche Problem festzunageln. Es geht eben nicht immer mit Pille hier und Tröpfchen da.
Mein aktueller Mangel an nächtlicher Erholung dürfte sich von der Folter durch Schlafentzug nicht stark unterscheiden.

Bitte stehe selbstbewußt zu diesem Gerät, welches dich vor vielen gesundheitlichen Problemen bewahren möchte. Ich möchte nicht wissen wie hoch die tatsächliche Dunkelziffer der nicht erkannten Apnoen ist, bzw. die Anzahl der Todesfälle, die ihre eigentliche Ursache in der Schlafapnoe hatten.


Ich bin auch down, aber wegen einigen Folgeerscheinungen. -Richtig down-

Robert_A

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Heike

Beitrag von Heike » vor 14 Jahren

Hallo Hardy,
auch ich habe relativ lange mit mir gehadert, hatte genau das gleich Problem wie Du. Lebe zwar in einer Art Beziehung, ist aber ne Fernbeziehung und ich weiß nicht wie lange es noch gut geht, mein jetziger Freund hat die Apnoe bei mir auch erkannt und mich gebeten, meine "komischen" Geräusche nachts mal abklären zu lassen.

Aber auch ich habe mich immer gefragt: Menno, wenn die Beziehung auseinander geht, ein anderer Partner kommt, na supi, 1. Nacht wirste ja noch ohne CPAP schlafen, aber danach haste keine Wahl mehr, was wird er sagen, genau das waren auch meine Gedanken und meine Gründe, mich vor dem CPAP zu drücken.

Aber der Spruch einer Bekannten, die selbst CPAPuserin ist hat mich dann wachgerüttelt: Lieber ein Single mit Maske, als ein Single mit Schlaganfall.

Habe mich mittlerweile recht gut an das Gerät gewöhnt, auch wenn ich in den letzten 21 Nächten seitdem ich es benutze es erst auf 11 Nächte mit mehr als 4 Stunden schaffe, weil ich mir immer wieder mal die Maske unbewußt im Tiefschlaf, welch eine Freude, den kannte ich vorher gar nicht mehr, abnehme.

Ich kann Dir nur sagen, meine Entscheidung war richtig, auch ich hatte nicht die typischen Beschwerden, wie Du auch schon sagtest, aber ich habe mir gesagt, na logisch, wenn ich nur 4 bis 6 Std. nachts schlafe ist man halt müde nach der Arbeit. Habe aber jetzt festgestellt, nachdem ich versuche min. 7 Std. zu schlafen, daß es nicht am wenigen Schlaf sondern an der Apnoe lag, daß ich mich kaputt fühlte. Ich habe jetzt viel viel mehr Elan, meine Wohnung dankt es mir gerade, habe angefangen alle Schränke auszumisten, menno was sich so in 5 Jahren alles ansammelt, lach nicht, aber das ist auch eine Art von mehr Elan und deshalb rate ich Dir, greif zu, laß Dich von dem CPAP "verführen". Und mal ehrlich, und da gebe ich meinen Vorgängern hier recht: die Bekanntschaft, die das nicht akzeptiert Hardy ist nicht die Frau fürs Leben denke ich.

Lieber Gruß
Heike

Profil von fabio1962
fabio1962

re

Beitrag von fabio1962 » vor 14 Jahren

Ein wahres Wort, ein Partner der das nicht akzeptieren kann taugt nichts!!! :x

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