War meine Entscheidung für die Maske richtig?

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Heike

War meine Entscheidung für die Maske richtig?

Beitragvon Heike » vor 14 Jahren

Hallo zusammen,

habe dieses Forum durch Zufall entdeckt, als ich mich, nachdem bei mir vor gut 3 Wochen eine Schlafapnoe diagnostiziert wurde, mehr über das Thema informieren wollte. Finde das Forum toll, habe mir schon viele Infos hier holen können, trotzdem hab ich immer noch Zweifel, ob meine Entscheidung richtig war.

Zunächst hat mich der Befund natürlich total umgehauen, bin mit 37 Jahren auch noch eine von den "jüngeren" Betroffenen, hätte es selber nie gemerkt, wenn man(n)/Freundin mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätten, daß ich mich nachts "komisch" anhöre.

Habe pro Stunde bis zu 15 Atemstillstände jeweils mit bis zu 30 Sekunden, aber vornehmlich in Rückenlage, in Seitenlage fast keine Aussetzer. Also habe ich mit meinem Arzt erstmal vereinbart, zu versuchen, nur in Seitenlage zu schlafen, naja, habs so halbwegs auf die Reihe bekommen, aber die Erfüllung war es nicht.

Von einer CPAP-Therapie hat mich nicht nur die Abhängigkeit von einem medizinischen Gerät abgehalten, sondern auch, daß ich immer im Kopf hatte: Menno, wie willst du einem Mann, den du kennenlernst das beibringen, daß er nachts immer das letzte Wort hat ;-), weil ich ja, sobald ich die Maske aufhabe, ja eingeschränkt bin beim Reden bzw., je nach Druck, gar nichts mehr sagen kann.
Dazu sei gesagt: bin "halber" Single, wäre jetzt zu lang zu erklären, nur soviel: Beziehung dauert erst ein knappes Jahr und ist eine Mega-Fernbeziehung, wobei mein Freund von meiner Erkrankung jetzt weiß und sagt: Kein Problem (naja).

Meine ganzen Bekannten haben mir aber gut zugeredet, naja und der Spruch, der mich bewegt hat doch die Masken-Therapie zu machen war: besser Single als Single mit Schlaganfall.

Naja, nun war ich heute die 2. Nacht im Schlaflabor zur Anpassung des Gerätes/der Maske, heute abend gehts nochmal rein. Habe jede Menge Zweifel, auch wegen des Gerätes, haben für mich extra heute Nacht ein anderes Gerät zusammengebaut, weil ich den Unterschied von 3,4 zu 1,8 kg bei meinen doch öfteren Auslandsaufenthalten erheblich finde.

Habe mir in der ersten Nacht eine Schlaftablette geben lassen, heute nacht ohne. Bin diese Nacht nach 3 Std. aufgewacht und war topfit (lag es an den fehlenden Apnoen?), danach war die Nacht aber der reinste Horror, ich schlafe schon immer sehr unruhig, drehe mich oft von Seite auf Rücken usw., deshalb nach Seitenlage jetzt durch die Maske Druckstelle auf der Nase. Ich hoffe aber, daß die Eingewöhnung dann im eigenen Bett besser läuft, naja und zu Hause muß ich es auch ohne Schlaftablette schaffen.

Sorry, langer Beitrag, aber mir schwirrt soviel im Kopf rum, aber ich denke, Ihr könnt es ja alle nachvollziehen, habt es so oder anders ja auch alle durchgemacht. Naja, wollte mir einfach nur meinen Frust von der Seele schreiben, weil ich mir halt nicht im klaren bin, ob ich nicht doch einfach die Variante "Seitenlage" hätte wählen sollen?

Lieber Gruß an alle
Heike


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Richtige Entscheidung?

Beitragvon Dr. Randelshofer » vor 14 Jahren

Hallo Heike,

ich bin sicher, dass Ihre Entscheidung für die Maske richtig war.

Ihre Bedenken sind alle nachvollziehbar und von vielen Betroffenen zu hören. Meist überzeugt aber der Effekt der Behandlung. Über Tagesmüdigkeit haben Sie nichts geschrieben. Meist bessert sich diese aber recht schnell und gut unter Behandlung, auch wenn sie vorher gar nicht so sehr wahrgenommen wird.

Das wichtigste Argument ist aber das von Ihnen selbst angeführte: Durch Schlafapnoe steigt Ihr Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislaufkomplikationen ganz massiv an und demensprechend sinkt - klingt hart, ist aber so - die Lebenserwartung. Aus mehr als zwanzigjähriger Erfahrung mit dieser Therapieform wissen wir inzwischen, dass diese Risiken durch Behandlung wieder in den Normalbereich abgesenkt werden.

Und wegen des Partnerproblemes würde ich mir vorläufig keine Sorgen machen. Ihr Freund hat ja schon Verständnis signalisiert. Erfahrungsgemäss ist die Maske diesbezüglich auch kein Problem.

Das mit der Rückenlage ist so ne Sache. Theoretisch können Sie sich die abtrainieren. Das funktioniert aber leider nur selten ausreichend.

Ich gehe davon aus, dass Sie sich, wie die meisten Patienten, bald an das Gerät gewöhnen werden und es ohne Schlafmittel beutzen können.

Auf jeden Fall haben Sie sich für die einzig zuverlässig und sicher wirksame Methode entschlossen.

Viel Glück

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Re: War meine Entscheidung für die Maske richtig?

Beitragvon CPAPuser » vor 14 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 10.03.2009, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon stuttgartpaul » vor 14 Jahren

Hallo Heike,

mir ging es ähnlich mit der Maske aber mittlerweile nach über 2 Jahren bin ich recht froh das ich sie habe. Wenn ich das Licht ausdrehe, habe ich den Griff zur Maske schon so eingeübt, das sie gleich prima sitzt. Und für Deine Gesundheit ist es allemal wichtig. Dies wird auch Dein Freund verstehen. Meine Familie ist jetzt auch schon so weit, wenn ich mal ohne einschlafe, sie mich wecken und fast zwingen sie aufzusetzuen. I :P rgendwie gehört sie jetzt eben dazu.

Wünsche Die alles Gute und schnelle Gewöhnung.


Liebe Grüße

Peter


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Beitragvon Lucccy » vor 14 Jahren

Hallo,

meinen Freund habe ich "ohne" Maske kennengelernt, aber er hat sie recht früh bekommen. Für mich gehört sie dazu und so können wir beide beruhigt schlafen. Er kann übrigens auch mit Maske reden, es klingt nur etwas merkwürdig. Ich denke, wenn man als Partner weiss, warum dieses Gerät so wichtig ist, kann man sich sehr schnell damit anfreunden - schließlich will man seinen Partner doch lange behalten, oder?

Seit ich jetzt gegen meine Psoriasis am Kopf eine Kopfkappe über Nacht habe, müssen wir abends ein Bild für die Götter sein. Aber wir mögen uns halt trotzdem - jeder hat halt seine "Macken".

Gruß Lucccy

Profil von Heike
Heike

Beitragvon Heike » vor 14 Jahren

Wollte mich dann mal nach meiner ersten Nacht allein mit meiner Maske (keine anderen Aufzeichnungsgeräte, keine Zugucker beim Schlafen usw. :-))) melden und mich ganz recht herzlich für Eure aufmunternden Worte bedanken, vor allem, daß die erste Antwort von Herrn Dr. Randelshofer kam, hat mich sehr sehr gefreut und mir bestätigt, daß ich ein tolles Forum gefunden habe.

@CPAPuser:
Bisher hatte ich immer das letzte Wort ;-) und habe jetzt festgestellt, daß das mit dem nichtredenkönnen nur eine Anfangsschwierigkeit war, also, es bleibt dabei, gehöre zur großen Anzahl Frauen mit dem letzten Wort :-)), werde auch Deinen Rat mit der nonverbalen Kommunikation befolgen ;-).

Also, habe die erste Nacht ganz gut rumbekommen, hatte mir aber ein bißchen Weinchen gegönnt nach dem anstrengenden Wochenende (ja, ja, ich weiß, sollte ich nicht tun, aber mir einfach mal danach), habe 6 Stunden ohne Unterbrechung geschlafen, habe sogar geträumt, endlich mal wieder und bin so gegen 5.00 Uhr putzmunter aufgewacht, na wenn das so positiv weitergeht muß ich wohl mal von Duracell auf Varta ;-) umsteigen, der dann wiederkommende Elan wäre ja fast nicht auszuhalten.

Naja, wie Ihr seht, nehme ich es mit Humor und ich denke mir wird es von Tag zu Tag besser gehen, hab mir heute auch was für die kleine Druckstelle zugelegt und hoffe, daß ich das zusätzlich mit meinem "Liegeverhalten" in den nächsten Tagen auch in den Griff bekomme.

Danke nochmal an alle, werde dem Forum sicher treu bleiben, hab nämlich noch einige Fragen.

Lieben Gruß an alle
Heike


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