Schlafstörungen

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Schlafstörungen

Beitragvon Gast » 12.05.2003, 22:21

Hallo erstmal!

Ich bin 21 Jahre alt und leide seit fast zwei Jahren an Schlafstörungen. Als ich deswegen zum Arzt gegangen bin, wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Dafür wurden mir spezielle Tabletten verschrieben, durch die sich die Schlafstörungen eigentlich bessern sollten. Meine Blutwerte wurden wesentlich besser, aber was die Schlafstörungen betrifft war das Gegenteil der Fall: die Schlafstörungen verschlechterten sich zunehmend und seit ein paar Wochen habe ich - außer den Einschlafschwierigkeiten - auch noch Probleme längere Zeit am Stück durchzuschlafen. Ich wache in der Nacht ziemlich häufig auf, meistens dann, wenn ich mich umdrehe. Sehr oft ist es so, dass ich bis ca. 2/3 Uhr einen leichten Schlaf habe und dann bis 7 Uhr, wenn ich aufstehen muss, wach liege. Leider kommt es auch ständig vor, dass ich gar nicht richtig schlafe, sondern mich in einer Art Halbschlaf befinde - meine Augen sind zwar geschlossen, aber ich bekomme fast alles mit, was um mich herum passiert. Ich bin deswegen auch nochmal zum Arzt gegangen, aber alles was ich als Antwort bekam als ich ihn nach möglichen Ursachen der Schlaflosigkeit fragte, war, dass er doch nicht wissen könne, was ich in meinem Privatleben so machen würde. Ich war seitdem bei keinem anderen Arzt mehr.

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Karin K.
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RE:Schlafstörungen

Beitragvon Karin K. » 13.05.2003, 16:25

Hallo,

als erstes würd ich den Arzt in die Pilze schicken und dann zu einen anderen Arzt gehen.
Ich glaube nicht das das an der Schilddrüsenunterfunktion liegt,ich nehme die Tabletten(Jodthyrox) schon jahrelang und bis jetzt hat mir noch kein Arzt gesagt ,das ich davon die Schlafstörungen habe.
Wegen der Schlafstörungen würde ich erstmal einen Lungenfacharzt aufsuchen,den den Fall schildern und ein Screening machen lassen.
Wenn was auffälliges dabei heraus kommt, wird der Lungenfacharzt Sie in ein Schlaflabor überweisen und dort wird man der Ursache schon finden für Ihre Schlafstörungen.
Viel Erfolg und nicht Bange machen lassen!
M.f.G.
Karin

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Hilfe, Schlafstörung !

Beitragvon Gast » 17.05.2003, 11:45

Hallo, mir geht es sehr ähnlich. Ich hatte im Februar Meningitis und war bis Mitte April krank geschrieben. Durch die lange Zeit des Nichtstuns habe ich längere Zeit sehr schlecht geschlafen und bin zum ersten Mal auf die Problematik Schlafstörung aufmerksam geworden. Jetzt ist es so, dass ich alleine soweit sehr gut schlafe, aber wenn mein Freund bei mir schläft, sehr schlecht bzw. überhaupt nicht. Ich bin dann schon in mein Wohnzimmer gezogen, aber auch dort schlafe ich sehr schlecht ein bzw. habe einen sehr leichten Schlaf. Heute habe ich allein geschlafen, war aber schon so panisch, dass er morgen bei mir schläft wodurch ich nun auch allein schlecht geschlafen habe. Meine Ärztin konnte mich auch nicht helfen. Ich weiß nicht, was ich bei einem Lugenfacharzt soll. Ich befinde mich eher in dem Teufelskreis, dass ich schlechten Schlaf erwarte und mich dann immer wieder mit schlechten Nächten bestätige. Weiß jemand, was ich tun kann ?
Gruß, Oliver

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Olivers Schlafstörung

Beitragvon Dr. Randelshofer » 17.05.2003, 23:12

Hallo Oliver,

Sie haben das Problem schon richtig erkannt: Sie haben - aus welchem Grund auch immer - schlecht geschlafen und bringen dies jetzt mit der Situation in Verbindung, in der die Schlafstörung Problem anfangs auftauchte. Die Psychologen nennen sowas Konditionierung.

Ein Lungenfacharzt kann Ihnen dabei nur helfen, wenn er ausser auf Schlafapnoe auch auf Schlafstörungen spezialisiert ist.

Versuchen Sie doch folgendes: Machen Sie sich klar, dass die Tatsache, dass Ihr Freund bei Ihnen schläft, nicht automatisch heisst, dass Sie dann wieder schlecht schlafen. Versuchen Sie der Situation gelassen entgegen zusehen. Das Schlimmste, was passieren könnte ist, dass Sie wieder schlecht schlafen. Sprechen Sie das Problem Ihrem Freund gegenüber an.

Falls diese Schlafstörung trotzdem über längere Zeit weiterbesteht, kann es durchaus sinnvoll sein für eine begrenzte Zeit von einigen Tagen ein Medikament zu nehmen. Damit soll verhindert werden, dass sich die Störung verselbständigt, also unabhängig von der Situation regelmässig auftritt und dann nur noch schwer zu beseitigen ist.

Sie sollten dafür auf jeden Fall ein kurzwirksames Einschlafmittel verwenden, das am nächsten Tag nicht müde macht und keine Abhängigkeitsgefahr beinhaltet. Beispiele sind die Wirkstoffe Zopiclon und Zolpidem. Weil diese Medikamente nicht frei verkäuflich sind, müsste Sie Ihnen ein Arzt verschreiben.

Beste Grüsse und viel Erfolg!

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Re: Olivers Schlafstörung

Beitragvon Gast » 22.05.2003, 16:24

Hallo Herr Dr. Randelshofer,

besten Dank für Ihren Hinweis. Ich habe bereits mit meinem Hausarzt gesprochen, der es aber ablehnt, mir Schlaftabletten zu verschreiben. Ich möchte das Problem auch lieber ohne Medikamente in den Griff bekommen. Das Schlafproblem (seit ca. 2 Monaten) habe ich bereits mit meinem Freund besprochen, der sehr verständnisvoll darauf reagiert und bereit ist, mir zu helfen. Er hat letzte Nacht in einem anderen und ich in meinem Schlafzimmer geschlafen. Leider konnte ich auch in meiner gewohnten Atmopshäre erst wieder gegen halb4 einschlafen und fühle mich heute wieder sehr erschöpft. Ist es vielleicht sinnvoll, diese Methode erst einmal über ein paar Wochen zu probieren ? Ich versuche bereits über Autogenes Training ruhiger zu werden - leider gelingt es noch nicht zufriedenstellend. Kennen Sie in Berlin einen Schlafmediziner, den ich ggf. kontaktieren könnte ?

MfG, Oliver

Dr. Randelshofer hat geschrieben:Hallo Oliver,

Sie haben das Problem schon richtig erkannt: Sie haben - aus welchem Grund auch immer - schlecht geschlafen und bringen dies jetzt mit der Situation in Verbindung, in der die Schlafstörung Problem anfangs auftauchte. Die Psychologen nennen sowas Konditionierung.

Ein Lungenfacharzt kann Ihnen dabei nur helfen, wenn er ausser auf Schlafapnoe auch auf Schlafstörungen spezialisiert ist.

Versuchen Sie doch folgendes: Machen Sie sich klar, dass die Tatsache, dass Ihr Freund bei Ihnen schläft, nicht automatisch heisst, dass Sie dann wieder schlecht schlafen. Versuchen Sie der Situation gelassen entgegen zusehen. Das Schlimmste, was passieren könnte ist, dass Sie wieder schlecht schlafen. Sprechen Sie das Problem Ihrem Freund gegenüber an.

Falls diese Schlafstörung trotzdem über längere Zeit weiterbesteht, kann es durchaus sinnvoll sein für eine begrenzte Zeit von einigen Tagen ein Medikament zu nehmen. Damit soll verhindert werden, dass sich die Störung verselbständigt, also unabhängig von der Situation regelmässig auftritt und dann nur noch schwer zu beseitigen ist.

Sie sollten dafür auf jeden Fall ein kurzwirksames Einschlafmittel verwenden, das am nächsten Tag nicht müde macht und keine Abhängigkeitsgefahr beinhaltet. Beispiele sind die Wirkstoffe Zopiclon und Zolpidem. Weil diese Medikamente nicht frei verkäuflich sind, müsste Sie Ihnen ein Arzt verschreiben.

Beste Grüsse und viel Erfolg!

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Olivers Sclafstörung

Beitragvon Dr. Randelshofer » 23.05.2003, 21:19

Hallo Oliver,

wenn Sie es erst mal ohne Medikamente versuchen wollen würde ich, so wie Sieselbst es vorschlagen, die bisherige Methode vorläufig weiter verfolgen, auch wenn sie nicht auf Anhieb zum Erfolg führt.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie dabei Unterstützung durch Ihren Freund haben. Damit haben Sie sicher gute Chancen die Sache in den Griff zu bekommen.

Ich kann Ihnen leider keinen Schlafmediziner in berlin empfehlen, den ich persönlch kenne. Sie können aber in einem der Berliner Schlaflabore nachfragen, welche ambulanten Möglichkeiten dort bestehen.

Beste Grüsse


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