Schnarchen wesentlich gelindert duch Gewichtsabnahme

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AlexX!!

Schnarchen wesentlich gelindert duch Gewichtsabnahme

Beitragvon AlexX!! » vor 14 Jahren

Hallo

ich war ja hin und wieder schon hier im Forum, mein Problem ist (war)
ja "nur" das läsitge nächtliche Nasalgeräusch :)

nuja.. mittlerweile hab ich aus optischen und konfektionellen Gründen so
gute 7-8 Kilo angespeckt und plötzlich klagt meine Partnerin kaum noch
über nächtliche Störungen.
Gut neulich nach eine Cocktail Party hab ich schon mal wieder tierfer
"durchgezogen" aber so unter der Zeit hat es sich auf ein minimales
Niveau reduziert.
Positiver Nebeneffekt.. meine Hosen passen wieder besser, und ich bilde
mir ein wesentlich gesünder zu leben.

liebe Grüße... AlexX!!


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pkaspar

Beitragvon pkaspar » vor 14 Jahren

Natürlich hilft die Gewichtsabnahme. Ich habe von 95 kg auf 70 kg reduziert und bin die Schlafaponoe (fast) los. Vorher hatte ich einen AHI von 22/h, jetzt sind es nur noch 5/h (gemessen im Schlaflabor). Also: Abspecken und mehr Bewegung, dann könnnnt ihr CPAP vergessen! :lol:

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Gast

Gewichtsabnahme

Beitragvon Gast » vor 14 Jahren

Hallo pkaspar und alle die so denken!

Fazit: alle Übergewichtigen sind selbst schuld an ihrer Schlafapnoe - wer so denkt hat nichts begriffen!

Abnehmen ist für vieles gut und sicher richtig - aber in dieses Forum zu schreiben .... dann ist der CPAP weg - ist schon fast eine Unverschämtheit oder einfach provokativ!?

:evil:
Grüße Dorothee

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Manfred Keller

AW: Gewichtsabnahme

Beitragvon Manfred Keller » vor 14 Jahren

Hallo Dorothee,

leider funktioniert die eine Richtung recht gut: Übergewicht bringt sehr oft eine Schlafapnoe,
aber in die andere Richtung funktioniert es weit weniger oft: Abnehmen und die Schlafapnoe verschwindet.
Oft ist nämlich die Stelle, an der um den Atemweg herum das Fett eingelagert war, nach dem Abnehmen so schlaff geworden, daß trotzdem noch Schnarchen und in Folge Obstruktrionen stattfinden. :?
Trotzdem sollte man versuchen mit dem Gewicht runterzukommen. Ich weiß daß das nicht leicht ist und vor allem danach das Halten des neuen Gewichts (Ich habe vor 1 ½ Jahren in der Kur 11 kg abgenommen und das bis jetzt gehalten, so mit mal 1 kg rauf und dann aber wieder runter). :roll:
Also, ich beglückwünsche jeden der sein Gewicht dauerhaft runter bekommt und noch mehr, wenn dadurch seine Schlafapnoe weg ist, aber ich verurteile auch keinen, der es nicht schafft. :P
Aber, was da einige medizinische Ignoranten :evil: manchmal von sich geben (Was Schlafapnoe?, dann nehmen Sie erst mal ab, dann sehen wir weiter! :evil: ) , das kann ich so nicht unterstützen.

Alles Gute


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P. Spork
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Beitragvon P. Spork » vor 14 Jahren

Vor geraumer Zeit wurde hier im Forum schon einmal über das Thema Gewichtsabnahme und Schlafapnoe diskutiert. Meine Antwort an Tamy von damals passt - glaube ich - auch hier wieder ganz gut:

Liebe Tamy,
die von Ihnen los getretene Diskussion zeigt wunderbar, dass Schnarchen und vor allem Schlafapnoe nach Meinung der zuständigen Fachleute (Epidemiologen) sehr viele Ursachen und Auslöser haben kann, von denen im allgemeinen mehrere zusammen wirken (Stichwort multifaktoriell).
Mir fallen spontan ein: das Alter, das Geschlecht, eine erbliche Veranlagung, Alkohol, Nikotin, bestimmte Medikamente, Allergien, schlechte Luft, chronisch Entzündungen im Nasen/Rachenraum, anatomisch verengte Atemwege (z.B. durch wuchernde Mandeln, geschwollene Nasenmuscheln, verbogene Nasenscheidewände, Polypen und und und). Und natürlich haben Sie recht, dass Übergewicht ebenfalls ein ganz entscheidender Faktor ist.
Weil also bei fast jedem Schlafapnoiker andere Ursachenkomplexe beteiligt sind ist es auch so schwierig, alllgemeingültige (und entsprechend simple) Tipps zu geben. "Nehmen Sie doch einfach ab", ist so ein Tipp, der meistens zu kurz greifen dürfte.
Aus meinen Gesprächen mit Schlafapnoikern habe ich gelernt, dass es für viele der richtige Weg war, zunächst mit Hilfe einer Maske die wichtigsten Symptome zu bekämpfen (z.B. Tagesmüdigkjeit, Kopfschmerz, Abgeschlagenheit, Depression ((-hier hat Herr Dr. Randelshofer später darauf hingewiesen, dass der Zusammenhang Depression-Schlafapnoe noch nicht belegt ist-P.S.)) etc.) und dann, mit der wieder gewonnenen Motivation auch die Lebensumstellung in Angriff zu nehmen, die langfristig oft tatsächlich zu einer weiteren Besserung führt. Dazu gehört - je nach Fall - neben, Rauchen aufgeben, Alkohol meiden, mehr Bewegung, mehr frische Luft, oft natürlich auch das Abnehmen.
Beste Grüße, Peter Spork
Dr. rer nat Peter Spork, Autor
u.a. "Das Schlafbuch", "Das Schnarchbuch"
www.peter-spork.de
www.das-schnarchbuch.de

Profil von Gewichtsababnahme
Gewichtsababnahme

Beitragvon Gewichtsababnahme » vor 14 Jahren

Hallo Manfred,

wie immer bringen Sie es auf den Punkt - genauso habe ich es gemeint! :lol:

Der Beginn meiner Schlafapnoe liegt ca. 10 Jahre zurück - ich war dann bis Jan. 03 unbehandelt - "keiner weiß was" - und war zum Beginn der Schlafapnoe n i c h t oder kaum übergewichtig, wurde das aber im Laufe der 10 Jahre - ca. 30 kg!? Nach vielen Anfangsschwierigkeiten mit dem CPAP, wobei Sie mir durch dieses Forum sehr geholfen haben - nochmals vielen Dank, auch an die SHG Nürnberg - habe ich heute wieder den Mut und die Kraft weiterzumachen - und eben auch abzunehmen. Inzwischen sind es ca. 7 kg und es wird weitergehen. Aber meinen Schnorchel werde ich immer brauchen.

Solche Sätze machen mich nach all diesen Jahren eben immer wieder heiß!

Tschüss bis 10.9.
(Ich konnte mich im Büro nicht einloggen - deshalb als "Gast")
Dorothee

Profil von pkaspar
pkaspar

Beitragvon pkaspar » vor 14 Jahren

Hallo Dorothee und alle anderen,

ich gebe ja gern zu, dass mein Beitrag ein bisschen provokativ formuliert war, aber eigentlich wollte ich niemand ärgern, sondern eher meinem Glücksgefühl Ausdruck verleihen, dass es mir heute wieder so gut geht. Es freut mich aber, dass ich eine kleine Diskussion losgetreten habe.

Ich habe die übliche Leidensgeschichte der meisten Schlafapnoiker hinter mir, darauf brauche ich hier nicht eingehen. Ich hänge seit vier Jahren am CPAP, und kenne die Depression nur zu gut, die ein untherapierter Schlafapnoiker durchmacht, aber auch der, der am Gerät hängt und von einer Maschine abhängig ist, der sich eben nicht völlig gesund fühlt, der Entschuldigungen finden muss, warum man nicht mal auswärts übernachten kann, der das Ding auf Reisen mitschleppen muss und so weiter.

Ich weiß auch, dass der Entschluss zum Abnehmen nicht so einfach ist. Bei mir war der äußere Anlass, dass ich nach einer Scheidung mein Leben neu zu organisieren hatte. Die CPAP-Therapie hat mir die Kraft gegeben, wieder aktiv zu werden und mein Leben selbst zu gestalten statt mich treiben zu lassen.

Als ich anfing, mein Gewicht zu kontrollieren (Ausgangspunkt war 95 kg bei 1,80 m Größe), merkte ich schnell, dass ein "positiver Teufelskreis" einsetzte: weniger Gewicht bedeutet mehr Spaß an der Bewegung, und mehr Bewegung bedeutet weniger Gewicht. Meine Hauptaktivitäten sind Wandern und Radfahren, und heute komme ich ohne Pulsbeschleunigung Anstiege hoch, bei denen ich noch vor einem Jahr wie eine (Dampf-)Lokomotive gekeucht hätte. Das motiviert unheimlich!

Inzwischen ist es so, dass ich die Bewegung brauche, und wenn ich mal zwei bis drei Tage untätig war, fehlt mir richtig was und ich werde unruhig. Ich bin absolut kein Sportler, aber wenn man so richtig mit Stress vollgeladen ist, ist eine Stunde Fahrradfahren die absolut beste Methode, sich abzureagieren. Und das geht halt mit 70 kg leichter als mit 95 kg.

Übrigens benutze ich das CPAP immer noch. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich besser einschlafe, wenn ich die Maske aufsetze. Aber schon die kleine Freiheit, auch ohne Gerät ohne Angst vor dem nächsten Tag schlafen zu könnnnen, ist mir unendlich viel wert.

In diesem Sinnne: weniger Gewicht ist mehr Lebensqualität, ob mit oder ohne Maske.


Profil von Gast
Gast

Gewichtsabnahme

Beitragvon Gast » vor 14 Jahren

Hallo pkaspar,

das klingt richtig gut - dieses Glücksgefühl kann ich gut verstehen.
:D
Für die Zukunft alle guten Wünsche.

Dorothee


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