Apnoeverdacht + Opipramol

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Apnoeverdacht + Opipramol

Beitrag von Apnoestef » vor 13 Jahren

Hallo.
Zuerst einmal ein Kompliment an dieses Forum.
Bei mir wurde der Verdacht einer zentralen Schlafapnoe durch einen Pneumologen festgestellt.
Eine ambulante Messung hat diesen Verdacht erhärtet.
Mittels einer ambulanten, nächtlichen Messung wurden Atemaussetzer festgestellt.
Eine genaue Untersuchung im Schlaflabor steht noch aus, die Wartezeiten auf so ein Platz sind einfach unerträglich.

Trotzdem habe ich als "Neuer" natürlich einige Fragen, die mir im Vorfeld leider unzureichend vom behandelnen Arzt erklärt worden sind. (ein Wunder das er überhaupt den Verdacht einer Apnoe gestellt hat)
Vielleicht kann mir ja dieses Forum etwas helfen.

Solange ich denken kann, leide ich unter ständiger Müdigkeit am Tag.
Nachts kann ich nicht einschlafen, am Morgen wache ich wie gerädert auf, wenn ich denn dann einmal das Glück habe überhaupt ein Wecker zu hören. Was natürlich gleichbedeutend mit erheblichen beruflichen Problemen ist.
Verschlafen wird zuoft als Faulheit hingestellt, auch wenn man den Rest des Tages doppelt und dreifach arbeitet.
So ist das bei mir eigentlich immer das gleiche Spiel.
Ich arbeite trotz meiner Müdigkeit und habe auch durchaus Erfolge vorzuweisen, die aber nicht anerkannt werden, da ich ja ein fauler Hund bin. Ich bin halt nie morgens pünktlich.
Dann gehts wie immer...Abmahnung....irgendwann die Kündigung...

Ich bringe irgendwann mal ein Buch über die verschiedenen Abmahnungen wegen "Zuspätkommen" raus...sicher ein Bestseller :D

Was mich aber irgendwie am meisten ärgert, ist die Tatsache das ich wegen dieser geschichte schon sicher hunderte Male bei verschiedenen Ärzten war. Nie hat auch nur einer den Verdacht geäußert das mit meiner nächtlichen Atmung etwas nicht stimmen könnte.
Die Diagnosen waren immer gleich...."Die Schilddrüsenwerte stimmen, die Eisenwerte stimmen, das Blutbild ergibt auch keine Hinweise, dann haben sie sicher irgendein seelischen Knacks. Gehen sie mal zum Seelendoktor"

Irgendwann bin ich dann eher durch Zufall, als Folge einer Nasenscheidewandkorrektur, zur Nachuntersuchung an ein Pneumologen geraten. Dieser hat dann erstmals den Verdacht einer Apnoe im Zusammenhang mit Angststörungen und Depressionen geäußert.

Und nun kommt ihr, als Forum, ins Spiel...Meine lange Liste von Fragen

:?: Die für mich im Moment wichtigste Frage zuerst:
Da ich zusätzlich an Angststörungen und Depressionen leide, hat ein Arzt mir ein Mittel mit dem Wirkstoff "Opipramol" verschrieben.
Da aber die meisten dieser Medikamente auch beruhigende Wirkung auf die Atemorgane bewirken, bin ich mir nicht sicher ob ich dieses Mittel überhaupt einnehmen soll.
Hat hier jemand schon Erfahrungen mit Depressionen im Zusammenhang mit einer möglichen Apnoe gemacht?

:?: Der Pneumologe hat den Verdacht einer rein zentralen Apnoe geäußert, da organisch mit meiner Zunge und dem Gaumen wohl alles in Ordnung zu sein scheint.
Ist so eine zentrale Apnoe überhaupt zu behandeln? Helfen da die Atemgeräte überhaupt?

:?: Bin ich dann etwa mein Leben lang auf diese Geräte angewiesen? Gibt es andere Formen der Therapie?

:?: Da ich Nachts nicht schnarche, sondern nur einfach "vergesse" zu Atmen, besteht da die Möglichkeit einer anderen Diagnose als Apnoe?

:?: Wie überbrücke ich die Wartezeit? Welche Hilfsmittel habe ich da?
Ich kann ja schlecht meinen neuen Arbeitgeber erzählen das ich vielleicht mal wieder zu spät komme, oder das ich im Moment nicht Auto fahren kann, da ich viel zu müde bin.

:?: Und zum Schluß würden mich auch die Erfahrungen interessieren die man als Neuling mit so einer Maske macht. Was ist , wenn ich diese Maske als unerträglich empfinde? Ich hab mal von Geräten gelesen, die nur einen sehr dünnen Schlauch haben und rein über die Nase den Überdruck erzielen. Helfen die weiter?

Wie ihr seht...Fragen über Fragen...Eigentlich sollte da ja ein Arzt für zuständig sein, der einen auch in der Übergangszeit betreut. Nur habe ich den leider noch nicht gefunden.

Also ran an die Tasten, für eure Hilfe bedanke ich mich jetzt schon mal.


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Beitrag von CPAPuser » vor 13 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 20.01.2011, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Apnoestef » vor 13 Jahren

wow..die Antworten gehen hier ja sehr schnell. Ein Zeichen dafür das das Forum lebt. Besten Dank.

Wie du sicher gemerkt hast, ist bei mir noch alles recht unsortiert.
Den Termin für das Schlaflabor habe ich schon...Aber leider ist er erst in etwa 6 Wochen. Hört sich nicht viel an, aber erstens war die ambulante Diagnose schon vor etwa 8 Wochen und zweitens belastet mich diese Wartezeit schon sehr.

Die Geschichte mit den Abmahnungen war vielleicht als Scherz ausgedrückt, aber leider voller Ernst. So hab ich mein letzten Job verloren.
Deswegen bin ich ja jetzt einigermassen froh was neues gefunden zu haben, will aber nicht am Anfang schon wieder mit den üblichen Problemen auffallen.
Dazu kommt noch das mir das Problem mit dem Autofahren sehr wohl bewußt ist. Längere Strecken sind überhaupt nicht mehr drin.
Erzähl mal einen neuen Arbeitgeber das du krank bist. Und dann mit einer Krankheit die selbst die meisten Ärzte nicht zu kennen scheinen. Und das dann noch in der Probezeit.

Zum verschriebenen Medikament: Ich habe mein Arzt auf meine Bedenken angesprochen. Der mußte sich erst einmal selber im Fachbuch kündig machen, welche Nebenwirkungen die Pillen überhaupt haben. Und da er dort nichts im Zusammenhang mit Apnoen gefunden hat, meinte er das die unbedenklich sind. Klingt nicht gerade sehr vertrauenserweckend.
Ich finde es sehr erschreckend das ausgebildete Ärzte keine Ahnung von
Erkrankungen haben, die über die übliche Grippe hinausgehen.

Alles Andere werd ich wohl erstmal auf mich zukommen lassen müssen. Bin mal gespannt wie die Diagnose ausfallen wird.
Vor allem aber, ob die Beschwerden dadurch wirklich nachlassen. Immerhin hab ich mir in der Vergangenheit dadurch schon einiges versaut.

Vorher brauch ich mir auch keinen Kopf wegen der verschiedenen Geräte und Masken zu machen, da geb ich dir recht.

Werde ich eigentlich nach den 2-3 Tagen im Labor wieder alleine gelassen?
So in der Art...wir haben ihnen jetzt was verschrieben, sehen sie zu wie sie damit klar kommen....
Dabei denke ich nicht unbedingt an die Anwendung oder Handhabung der Maske, sondern eher an die "Kopfprobleme" die sicher jeder in der Anfangszeit hat.
Sicher gibt einen der Erfolg, nach erfolgreicher Anwendung, Recht diese Maske zu benutzen, aber trotzdem ist es für mich im Moment noch mehr als eine Horrorvorstellung jede Nacht so schlafen zu müssen.

L.G. Apnoestef

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Beitrag von CPAPuser » vor 13 Jahren

Beitrag vom Verfasser zurückgezogen.
Zuletzt geändert von CPAPuser am 20.01.2011, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.


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Gast

Beitrag von Gast » vor 13 Jahren

Hallo Apnoestef,

um die Wartezeit abzukürzen, versuche doch mal auf die Notfallliste des Schlaflabors zu kommen. Oder schau, welche Schlaflabore es sonst noch in Deiner Gegend gibt. Kontakte eine Selbsthilfegruppe in deiner Gegend, die kann Dir bestimmt mit Adressen und Empfehlungen weiterhelfen.

Ich sollte erst 4 Monate warten und bin dann auf die Notfallliste von einem anderen Schlaflabor gekommen und plötzlich ging es dann ganz schnell.

In der ersten Nacht im Schlaflabor schläfst Du erst mal ohne Maske. In der zweiten bekommst Du dann schon die Maske.

Nach dem Schlaflabor stehst Du nicht alleine: Du kannst Dich bei Problemen ans Schlaflabor, Deinen Arzt, eine Selbsthilfegruppe, Dein Sanitätshaus, dieses Forum, .... wenden.

Bei mir ist der erste Schlaflaborbesuch 3 Monate her und mein Leben hat wieder eine ungeahnte Lebensqualität. Ich würde nicht mehr ohne Maske und cPAP schlafen.

Uli
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Uli Baysie

Beitrag von Uli Baysie » vor 13 Jahren

Der letzte Beitrag kam von mir. Dachte, ich wäre eingeloggt.

Sorry, Uli

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Opipramol

Beitrag von Dr. Randelshofer » vor 13 Jahren

Hallo Apnoestef,

Opipramol zählt zu den sogenannten trizyklischen Antidepressiva. Der Wirkstoff hat keine wesentliche Wirkung auf die Atmung, Apnoen werden dadurch nicht hervorgerufen oder begünstigt, so dass aus dieser Sicht nichts gegen die Einnahme spricht.

Allerdings bin ich gespannt zu erfahren, ob sich Ihre Depression bessert oder vielleicht sogar verschwindet, wenn Ihre Schlafapnoe erst mal behandelt ist. Sie wären da nicht der erste.

Beste Grüsse


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Profil von Apnoestef
Apnoestef

Beitrag von Apnoestef » vor 13 Jahren

Vielen Dank an alle die mir hier Mut machen.

Zu den angesprochenen Fragen:
Ich stehe auf der Notfallliste. (Uni Münster) Soweit ich das aber verstanden habe, kommen für mich nicht alle Alternativen in Betracht, da eben der Verdacht einer zentralen Apnoe geäußert wurden. Angeblich kann diese Untersuchung hier im Umkreis nur dort stattfinden, da nicht nur die Atmung kontrolliert werden soll, sondern auch noch umfangreiche neurologische Tests anstehen. :D Ich habs ja immer gesagt....ich hab ne Macke :D

Zum verschriebenen Medikament gegen die Depressionen kann ich für mich im Moment nur eins sagen. Ich verzichte auf die Einnahme.
Erstens bin ich von der Harmlosigkeit der Nebenwirkungen (Suchtgefahr)
noch nicht überzeugt und zweitens bin ich auch guter Hoffnung, daß sich durch eine Behandlung der nächtlichen Aussetzer mein allgemeines Empfinden positiv verändern wird. Jedenfalls macht ihr hier mir in diesen Punkt ja schon mal recht viel Mut.

Ein Wort noch zu CPAuser.
Sicher hast du mit dem Vergleich Recht. Er ist sogar ausgesprochen passend.
Nur geht es mir da wohl wie jeden Neuling... Die Aussichten ein normales Leben führen zu können sind sehr verführerisch. Morgens aufstehen ohne Kopfschmerzen, tagsüber recht fit zu sein, vielleicht auch die Lösung meiner Depressionen....
Ich bin ja mittlerweile soweit das mein Kopf die Maske auch akzeptieren würde, falls sich der Verdacht wirklich bestättigen sollte.
Wenn nur dieses blöde "Bauchgefühl" nicht wäre...

L.G

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