Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

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Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von d_wolf » vor 1 Woche

Hallo zusammen,
Sorry vorweg für den Roman und die vielen Fragen, aber bin ratlos und in der Hoffnung einen Rat zu bekommen, wende ich mich zum ersten Mal an dieses Forum. Es ist mir klar, dass ich hier keine medizinische Ferndiagnose erwarten kann, aber vielleicht hat der eine oder andere eben einen Tipp.
Zu meinen Symptomen: Ich habe schon seit geraumer Zeit (will sagen Jahre) große Probleme mit extremer Tagesmüdigkeit, welche wirklich ein Dauerzustand ist. Der Zustand fit und ausgeruht gibt es bei mir nicht . Auch wenn ich ausreichend geschlafen habe, bin ich müde - und das zieht sich über den Tag hin und geht nicht weg. Ich fühle mich so, als würde ich während des Schlafs ausgelaugt und angestrengt werden. Jedenfalls habe ich morgens ne richtige "Matschbirne", komme kaum in die Gänge. Dies hat selbstverständlich gravierende Auswirkungen auf meine Lebensqualität und Psyche. Meine Konzentrationsfähigkeit ist bescheiden, bin dauernervös und und und (allerdings hatte ich noch keinen Sekundenschlaf).
Ich bin (relativ starker) Schnarcher ("Rachenschnarcher" - wenn es das Wort überhaupt gibt). Es ist so, dass ich durch die Nase atme (wobei ich allgemein nicht so gut Luft bekomme - subjektives Gefühl),Mund ist geschlossen, und dann wirkt es so als ob das Ausatmen blockiert werden würde. Oft wache ich dadurch auf. Allgemein habe ich das Gefühl, nicht genügend Sauerstoff während des Schlafs zu bekommen.
Ich habe schon mehr als ein/en Schlaflaborbesuch bzw. Schlafscreening zu Hause hinter mir - mit nicht wirklich aussagekräftigen Ergebnissen (der HNO-Arzt konnte aufgrund der Ergebnisse Apnoe eigentlich ausschließen). Es ist aber so, dass ich bei dieser unnatürlichen Schlafsituation einfach nicht wirklich schlafen kann (behangen mit all den Kabeln usw.). Auch sind meine Schnarchphasen dort eher selten gewesen wegen Schlaflage, unnatürl./unentspannter Situation etc. Ich fühle mich auch von den HNO-Ärzten nicht wirklich ernst genommen, wenn ich sage - und da bin ich mir absolut sicher - dass mein Schlaf (durchs Schnarchen, eine suboptimale Luftversorgung) gestört ist und die Symptome dadurch zu erklären sein können. Es sei erwähnt, dass ich laut HNO-Arzt eine krumme Nasenscheidewand habe (die hat aber fast jeder Nordeuropäer) und bereits einen Eingriff hatte, wo die Nasenschleimhaut weggeätzt (oä, weiß jetzt den Fachterminus nicht für diese kleine OP) wurde.
Es gibt ja 1000 Gründe für Tagesmüdigkeit, aber andere Krankheiten, auch und das möchte ich betonen psychischer Art (burn out usw.) wurden ausgeschlossen. Fakt ist: Schlaf erholt mich nicht. Diverse Mittel (Schienen, Nasenpflaster etc.) habe ich schon - ohne nachhaltigen Erfolg - versucht.
Ich bin recht ratlos. Was kann ich tun? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Ich lese oft von Atemgeräten bei Apnoe. Gibt es auch Geräte, die beim Beschriebenen Linderung versprechen (d.h. für eine gute Beatmung sorgen können) könnte (würde privat Geld in die Hand nehmen)? Kann man solche Geräte auch einfach mal testen (unter Anleitung des Docs; auch hier: eigen finanziert kein Thema). Wie kann ich beim HNO-Arzt ernst genommen werden (meine Erfahrung ist halt, dass ich als Kassenpatient kurz abgewickelt und mit den Screening-Ergebnissen "abgewiesen" werde, weil es ja keine medizinische Indikation gibt - es aber meiner Ansicht nach ein sicheres "Schlafproblem" gibt). Wo kann ich denn noch ansetzen (beim HNO)? Bin für jeden Tipp dankbar. :thumbup:

Viele Grüße


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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von Mesirg » vor 1 Woche

Naja, so extrem wie du die Auswirkungen beschreibst solltest du auch wenn du gefühlt (man fühlt das oft falsch) nicht richtig geschlafen hast im Schlaflabor doch einige verwertbare Ergebnisse haben. Wenn dort herauskam es ist keine Schlafapnoe dann ist die Wahrscheinlichkeit dass dem nicht so ist doch sehr gering.

Hattest du denn eine Untersuchung bei dir zu Hause? Bei der einfach nur ein Gerät auf die Brust geschnallt + Sensoren zu Nase und Finger genutzt wird? Das sollte dann ja eigentlich so wenig störend sein, dass du so schläfst wie sonst auch (da ja auch das gewohnte Bett und Umgebung).

Wenn du das noch nicht gemacht hast wäre das wohl zuerst der empfohlene Schritt.

Die CPAP-Geräte bringen etwas bei der Schlafapnoe und bei chronischer Bronchitis (COPD) ob dir das ganze dann etwas bringt, wenn die Schlafapnoe schon im Schlaflabor nicht nachgewiesen wurde, wage ich zu bezweifeln.

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von d_wolf » vor 1 Woche

ja, wie beschrieben, das Home-Screening hatte ich schon gemacht (vor langer Zeit).

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von TBM » vor 1 Woche

Mit Schlafapnoe ist die Welt der Schlafstörungen nun auch nicht zu Ende^^

Also ich verstehe ich das richtig, dass du noch nie in einem Schlaflabor warst? (Das ist natürlich noch mal eine ganze Ecke UNentspannter als das zu Hause^^)
Und dein HNO-Arzt weigert sich auch beharrlich dich dahin zu überweisen? ... was sagt denn dein Hausarzt zu der Geschichte?
Pullomologen / Pneumologen behandeln die schlafbedingten Atemstörungen sonst auch (ich würde sogar sagen wollen, dass das eigentlich eher deren Fachgebiet als das vom HNO ist^^)


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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von d_wolf » vor 1 Woche

weiß, es ist viel Text. Aber nein, ich war schon im Schlaflabor UND Home-Screening hatte ich auch gemacht. Aber ich schlief da kaum und, so würde ich behaupten, bildet dieser Schlaf da eben nicht den Schlaf ab, den ich sonst (ohne Gerät) habe. Ich will die Ergebnisse nicht gänzlich in Frage stellen, bin aber absolut davon überzeugt, dass ich ein Schlafproblem habe verursacht durch suboptimale Sauerstoffversorgung. Und dass ich so eine Matschbirne mit Kopfweh immer morgens habe, das kann doch dafür sprechen, oder nicht? Kann mir da nicht so eine Maske helfen für eine bessere Sauerstoffversorgung? Würde ein Arzt das überhaupt unterstützen (also ohne Apnoe-Indikation)?

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von Mesirg » vor 1 Woche

Wie schon gesagt, es gibt viele Schlafstörungen und auch andere Krankheiten/Mangelerscheinungen die diese Probleme verursachen.

Die werden zum Teil im Schlaflabor ermittelt. Da hat man ja scheinbar nichts gefunden. Also war entweder das Schlaflabor Mist, oder die Ursache liegt woanders.

Und wie du selbst denkst geschlafen zu haben ist uninteressant. Denn du nimmst das ganze anders war, als es wirklich war. Wenn die keine verwertbaren Ergebnisse bekommen hätten wäre dir das sicherlich mitgeteilt worden.

Du hängst dich irgendwie daran auf, dass das alles bei dir durch zu wenig O2 Sättigung kommt. Hast dafür aber keinen einzigen hinreichenden Beweis. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir ein APAP-Gerät hilft sehr gering.

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von TBM » vor 1 Woche

Mesirg hat geschrieben:
vor 1 Woche
Du hängst dich irgendwie daran auf, dass das alles bei dir durch zu wenig O2 Sättigung kommt. Hast dafür aber keinen einzigen hinreichenden Beweis.
Wie Mesirg schon schrieb^^

Wenn du da schon (mehrere) PSG (also im Schlaflabor) hattest, dann müsste aller spätestens dort auch die Sauerstoffsättigung gemessen wurden sein. ... Hypnogram wäre aber da fast spannender.
Wie lange man so schläft oder glaubt eben nicht zu schlafen, das täuscht sehr viel öfter als man denkt^^ ... aber wenigstens im SL sollten die messen können wann und wie lange du nun wirklich geschlafen hast - das solltest du also der auswertung entnhemen können. .... aber durchaus möglich, dass die PGs zu Hause "realistischer" für dein Schlafverhalten sind.

Es gibt durchaus UARS ... (da entsättigt man gerade nicht!) ... sollte sich aber eigentlich grob anhand des Hypnograms ausschliessen lassen oder eben nicht.


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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von Nachtschicht » vor 1 Woche

Hallöchen,

ob es wirklich Sauerstoffmangel ist, der dir die morgendlichen Probleme bereitet, läßt sich ja relativ einfach mit einem Pulsoximeter feststellen. Das ist nur ein Clip am Finger, sollte also nicht zu sehr stören, und im Notfall auch recht günstig zu haben, wenn keiner Deiner Ärzte Dir so ein Gerät mal mitgeben kann.

Ich hatte in der Vergangenheit starke Probleme durch den Sauerstoffmangel, in Form von teilweise unerträglichen Kopfschmerzen, die immer häufiger auftraten und oft den ganzen Tag anhielten. Da wurde lange nach einer Ursache gesucht, aber erst das CPAP-Gerät hat geholfen, die Kopfschmerzen waren quasi schlagartig weg.

Tagesmüdigkeit kann auch andere Ursachen haben, aber das ist Dir ja klar und Du hast auch schon so einige ausgeschlossen.
Bei mir sind die Apnoen trotz Gerät immer noch > 10/Stunde und müde bin ich noch immer oft, aber nicht mehr so sehr wie vor der Behandlung. Ich gehe hier auch von Depressionen als (mit-) Ursache aus, da bin ich auch in Behandlung.

Wie Du schon schreibst - es gibt 1000 mögliche Ursachen und wenn man die wahrscheinlichsten davon schon durch hat, wird es langsam schwierig.

LG
Andreas

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von d_wolf » vor 1 Woche

Danke für die bisherigen Antworten.
Ich habe mir jetzt nochmal meine Ergebnisse im Details angeschaut. Das einzige, was vielleicht erwähnenswert wäre...
...bei meinem letzten Schlaflaborbesuch: Arousal-Index mit 15,2 (bzw. 23,4 bei 2. Nacht) / REM-Anteil 11,8 % / erhöhter Blutdruck
...bei meinem letzten Home-Screening: Anzahl Apnoen 20 / Anzahl Hypopnoen 70 (allerdings bei 2. Nacht: 2 / 4)
Soweit ich das beurteilen kann, war die Sauerstoffsättigung recht gut.

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Re: Neulingsfrage zu extremer Tagesmüdigkeit; bin ratlos

Beitrag von liontooth » vor 1 Woche

20 Apnoen und 70 Hypopnoen sind 90 A+H und bei 8 h Schlaf ein AHI > 10.
Leichtgradiges OSAS (wenn es denn obstruktiv ist, wovon ich ausgehe).
Aber das ist dir sicher schon bekannt.

Es stimmt tatsächlich dass ambulant die Indizes der PS unterschätzt werden, da die tatsächliche Schlafzeit meist überschätzt wird, wenn man zu wenig schläft. Im Schlaflabor aber nicht! Das ist genau. Und da warst du ja schon und da waren wohl keine weiteren Schritte angezeigt.
Also ist ein SAS wohl eher unwahrscheinlich.

Ich bin wegen ähnlicher Symptome wie du ins Schlaflabor, hatte ein AHI von 30.
Daheim immer unter 15. Nach einer Tonsillektomie konnte ich den AHI auf 6 senken (Achtung wieder ambulant). Gerädert, Konzentrationsschwierigkeiten, Tagesmüdigkeit etc. sind leider nur minimal besser. Darum denke ich auch, dass da, vielleicht ähnlich wie bei dir, noch weitere Faktoren mit reinspielen.

Aber ich bin da auch weiter auf der Suche. Dir viel Glück, vielleicht kannst es auch Stück für Stück verbessern...

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