Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Operationsverfahren gegen Schnarchen und Schlafapnoe Beschwerden. Verschiedene Therapieverfahren und ihre Risiken.
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Robert321
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Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von Robert321 » vor 2 Wochen

Hallo Zusammen,

nach längerem stillen mitlesen will ich mich auch mal zu Wort melden, da ich mittlerweile zwangsläufig zum Experten auf dem Gebiet mutiert bin.
Ich bin 51 Jahre und leide eigentlich so seit Mitte 30 an chronischer Müdigkeit. Auch Abnehmen und Alkoholabstinenz haben nicht wirklich Besserung gebracht, also bin ich zum HNO. Wie Ihr euch zusammenreimen könnt kam eine Schlfapnoe heraus mit einem sog. AHI von 59. Habe die Zusammenfassung vom Befund mal angehängt.


Masken habe ich nicht toleriert und meine Familie noch viel weniger, also hab ich mich mehr schlecht als recht durchgewurschtelt. Als mein Arbeitgeber mir aber wegen ausbleibenden Leistungen und meiner teils echt schlechten Laune mit Kündigung drohte hab ich mich nochmal erkundigt. Eine Kieferoperation war für mich anfangs abwegig aber letztlich doch die einzige Chance das dauerhaft in den Griff zu bekommen. Aber WO??? Schweiz ist viel zu teuer, der in Heidelberg ist auch zu teuer, außerdem muß man da die Kasse wechseln, wenn was übernommen werden soll und alles irgendwie komisch.
Ich hab also versucht mir da ein weitergehendes Bild zu machen, denn beide werben ja mit diesem sog. Rotations-Advancement. Dabei wird Platz nicht nur durch reines Vorziehen der Kiefer geschaffen sondern auch aufrotiert. Ich war also auf anraten meines HNO bei andern MKG-Chirurgen. Da bin ich aus allen Wolken gefallen. Der in Heidelberg ist "nur" ein Zahnarzt und kein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg. Die Methode des Rotation-Advancement ist ein Standard-Verfahren in der MKG. Das wird halt hauptsächlich bei Patienten mit Zahnspange und Fehlbiss im Jugendalter gemacht, um den Biss einzustellen.
Alles reines Marketing zu hohen Kosten! Ich habe mich letztlich zu einer OP durchgerungen. Der Arzt bei dem ich war hat auch Publikationen zu dem Thema. Kosten waren kein Vergleich zu den Andern, bei gleicher Methode! Die OP selbst und die Zeit danach war gelinde gesagt besch...Aber nach etwa 6 Wochen war eigentlich alles vorbei und vor allem geht es mir jetzt ehrlich viel viel besser! Das Schlaflabor ist zwar immer noch mit nem AHI von 6 aber hey, ich kam von 59.
Jeder der vor der Entscheidung steht soll sich wirklich erkundigen und sich keinen Bären aufbinden lassen.

Kann Infos zu Arzt und Klinik gerne via PN weitergeben.

Euer Robert
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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von anlo007 » vor 2 Wochen

Robert321 hat geschrieben:
vor 2 Wochen
Hallo Zusammen,

...soll sich wirklich erkundigen und sich keinen Bären aufbinden lassen.

Euer Robert
Einen Bären bekommen wir gerade hier aufgebunden. :wtf:
...Masken habe ich nicht toleriert und meine Familie noch viel weniger,....
ha, ha, ha . :lol: Die OP war sicherlich bedeutend komfortabler.

Netter Werbepost aber in den Details etwas unglaubwürdig. :lolno:
viele Grüße vom Niederrhein

Andreas

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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von Bremer » vor 2 Wochen

:blah:
Solange du atmest, ist mehr an dir gesund als kank.

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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von schlafmützchen » vor 2 Wochen

@anlo007
"Netter Werbepost aber in den Details etwas unglaubwürdig. :lolno: "

Kannst Du mal sagen, wo Du hier die Werbung siehst? In dem PN-Angebot?? :gruebel:


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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von anlo007 » vor 2 Wochen

hallo schlafmützchen,
in der gesamten Aufmachung des Beitrags:

Es ist sein erster Beitrag überhaupt

z.B. AHI laut Profil :36
AHI laut Text: 59

Die Aussage: "Masken habe ich nicht toleriert und meine Familie noch viel weniger," ist doch völliger Blödsinn, was geht die Maske die Familie an
eine normale Familie ist froh, wenn es dem Partner besser geht.

Viele Standard-Floskeln, die du hier im Forum in diversen Werbe-threads über Kiefer-Chirurgie findest. Auch erstaunlich, das er wissen will, das .... "nur" ein Zahnarzt ist und es deshalb nicht gut sein kann.

Es gibt sicherlich Einzelfälle, wo eine OP sinnvoll sein kann, aber bei einem AHI von 36 ist dies sehr unwahrscheinlich, und völlig unverständlich, warum man es nicht zumindest ernsthaft mit Maske versucht. Es sei denn, man hat ein Interesse daran, die OP zu bewerben.
viele Grüße vom Niederrhein

Andreas

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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von TBM » vor 2 Wochen

man sollte am Ende auch immer eins bedenken:
Kaum jemand der mit einer Therapie oder OP so absolut gar keine Probleme hatte / hat, wird sich in einem (noch dazu spezialisiertem) Internet-Forum darüber auslassen.

Und wenn man völlig unbedarft nur dieses Forum anschaut, dann kann man doch sehr schnell zu dem Schluss kommen, dass die CPAP-Therapie zwar erfolgreich ist - aber auch alles andere als leicht zu sein scheint. (Denn das Gros der Leute hier, hat sich mal angemeldet, eben weil sie Probleme haben und nicht um zu sagen "hat alles auf Anhieb hingehauen - bin vollauf zufrieden".)

... ob dann so etwas medizinisch notwendig oder gar zweckmäßig ist, das liegt sicherlich im Auge des Betrachters ... wenn die eigene KK so gar nichts dazu beisteuert, dann spricht das durchaus Bände (in die eine wie auch die andere Richtung).
Es gibt hier in diesem Forum ja auch schon Berichte wo diese bzw. ähnliche Operationen gehörig schief gegangen sind - es kann dann wohl auch klappen und muss nicht immer zwingend in der Grössenordnung eines Oberklasse(?)-Wagens kosten.
Robert321 hat geschrieben:
vor 2 Wochen
Jeder der vor der Entscheidung steht soll sich wirklich erkundigen und sich keinen Bären aufbinden lassen.
... weder von der einen noch der anderen Seite :wink:

CPAP-Therapie kann man jederzeit abbrechen - eine OP ist im wesentlichen final und da gibt es natürlich das Risiko der OP.
... in dem Sinne wird die zwangsläufige Empfehlung wohl immer in Richtung CPAP gehen^^


Ich hatte eigentlich nur bei der Diagnose gestutzt: gemischte Schlafapnoe ... den obstruktiven Teil verstehe ich ja durchaus bei der OP - wie jetzt der zentrale Anteil verschwinden soll, dazu fehlt mir dann aber doch der ... ähmm "Glaube" .... aber vllt. sind das auch die restlichen 6/h!?

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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von Gotti » vor 2 Wochen

TBM hat geschrieben:
vor 2 Wochen

Robert321 hat geschrieben:
vor 2 Wochen
Jeder der vor der Entscheidung steht soll sich wirklich erkundigen und sich keinen Bären aufbinden lassen.
... weder von der einen noch der anderen Seite :wink:

CPAP-Therapie kann man jederzeit abbrechen - eine OP ist im wesentlichen final und da gibt es natürlich das Risiko der OP.
... in dem Sinne wird die zwangsläufige Empfehlung wohl immer in Richtung CPAP gehen^^

Dem kann ich mich nur anschliessen. Für alle anderen OP Jünger empfehle ich eine Ladung Botox ins Hirn oder vorne ein bisschen Beton in die Möpse damit diese immer schön gross und fest sind.
LG
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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von DiBe » vor 2 Wochen

Ob und wie wirkungsvoll und vor allem wie nachhaltig das Ergebnis einer solchen OP ist möchte ich nicht beurteilen. Für mich käme sie nicht in Frage. Dieses aus zwei Gründen.

Zum einen hätte ich bei einem recht massiven Eingriff wie diesem doch schon ordentlich schiss das da was schief geht was man nicht mehr korrigieren kann. Abgesehen vom unnötigen OP Risiko.

Die andere Sache ist das ich die Kosten für eine solche Operation weder tragen könnte noch wollte. ich denke nicht das die KK's das zahlen und ich vermute da als Grund den fraglichen Erfolg (vor allem bei Adipösen Menschen wie mir).

Die Begründung von Robert "...weder ich noch meine Familie würden eine Maske akzeptieren..." will ich nicht weiter bewerten. Es mag solche Menschen geben.

Viele Grüße

Dirk
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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von Robert321 » vor 2 Wochen

Na jeder kann ja seine Einschätzung hier teilen, ist doch der Sinn eines Forums oder? Werbepost? Oh Mann war ich blöd....hätt ich doch lieber einfach nur mitgelesen.
Ich habs ja hinter mir... so long Cowboys!

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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von Gotti » vor 2 Wochen

Dann wünsche ich dir einen guten Ritt wohin auch immer.


Ich find es in jedem Fall eine Schwachsinns Idee sich so operieren zu lassen. Aber jedem das Seine.
LG
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Re: Kieferverlagerung mit Rotations-Advancement

Beitrag von TBM » vor 2 Wochen

Das geht mir dann doch zu weit!

Auch wenn dieses Forum in der Hinsicht auf Werbeposts für fragwürdige Operationen und Heilungsmethoden gebrandmarkt sein mag, so gebe ich da dennoch zu bedenken:

Sofern die OP - egal welche - "geklappt" hat - also die Schlafapnoe weg ist, dann besteht da auch erstmal kein Grund sich im Forum anzumelden und erstmal den Postcounter in die Höhe zu treiben. Ist ja am Ende egal über welche OP man sich informieren will in Internet-Foren - lesen tut man i.d.R. NUR von denen, wo es schief gegangen ist / nicht den gewünschten Erfolg brachte. Ob man jetzt mit seinem ersten Post alles zu 100% richtig macht, mit den Begrifflichkeiten derart vertraut ist und auch sein Profil so sorgsam ausfüllt ... das möge der geneigte Leser selber bewerten^^

Ich finde es toll zu hören, dass es auch mal klappen kann und nicht immer Unsummen bei dubiosen Ärzten mit riesigem Werbeapparat kosten muss / soll.

CPAP-Therapie ist sicherlich die bevorzugte Methode der Symptombeseitigung - nur Heilung ist das auch nicht. Ist sicherlich auch nicht für 100,000% aller Leute etwas. Vielleicht hätten wir dir mit deinen Problemen bei der Therapie helfen können, wenn du dich schon zu Zeiten der CPAP-Behandlung gemeldet hättest ... vllt auch nicht.
Ist ganz sicher nicht immer das Leichteste und auch insbesondere nicht am Anfang .... aber wenn man die grössten Hürden mit der Maske gemeistert hat, dann kann man sich damit eigentlich ganz gut arrangieren.
Bei einer OP hat man ja zum einen das "generelle OP-Risiko", dann die Frage, ob der Erfolg sich überhaupt so einstellt wie erhofft und das Risiko der Komplikationen.
CPAP-Therapie ist vergleichsweise risikolos - wenigstens ohne mir bekannte bleibende Schäden. Ausschalten geht da immer und dann ist man im schlimmsten Fall auf dem exakt gleichen Stand wie vor der Therapie.

In jedem Fall scheinst du ja jetzt geheilt zu sein - DAS kann CPAP in keinem Fall leisten. Ich wünsche dir, dass es auch so bleibt.

In dem Sinne bedanke wenigstens ich mich dennoch für deinen Mut und auch die Mühe, dass du dennoch hier im Forum davon berichtet hast.

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