UPS oder Rückenlage abtrainieren?

Erfahrungen und Informationsaustausch rund um die Protrusionsschiene.

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Re: UPS oder Rückenlage abtrainieren?

Beitrag von TBM » vor 3 Wochen

ja Okay ... das war vllt. etwas zu harsch und unglücklich formuliert.
Ich bin Informatiker - ich kann Daten behandeln - ich bin kein Arzt - ich habe hiervon gar keine Ahnung! Das fällt insbesondere dann auf, wenn die Daten nicht mit dem Wohlbefinden korrelieren oder die entscheidenden Daten gar nicht erst auftauchen.

Das was ich aus diesem Thread entnommen habe ist: du hast eine Korrelation zwischen deinem schlechten Befinden und den zentralen Apnoen festgestellt.
Du bist nun der Meinung die zentralen Apnoen sind SCHULD an deinem schlechten Befinden.

Ich würde eher sagen: das Problem ist bei dir fragmentierter Schlaf / kein normaler Schlafzyklus / Fehlen der tieferen Schlafphasen / Alpha-Delta-Schlaf - was auch immer. Infolge dieses "schlechten" Schlafes SIEHST du zentrale Apnoen! (mit anderen Worten: die CAs sind eine FOLGE des schlechten Schlafes und nicht die Ursache!)

Wenn man mal davon ausgeht, dass du UARS hast, dann ist das einzige, was dein Gerät so ausspuckt in dieser Hinsicht: die Flusslimitationen. Wobei ich keinesfalls davon überzeugt bin, dass der Graph für dich das Maß der Dinge ist - er ist ledigleich das "nächstbeste" bzw. mehr so ein Indiz oder Anhaltspunkt.
Flusslimitationen kann man mit mehr Druck gut 'bekämpfen' - ist so ziemlich DAS, was der AutoSet-Algorithmus tut.
Der AutoSet-Algorithmus ist aber nicht per se für UARS gedacht - der bekämpft die Flusslimitationen als Anzeichen einer drohenden Obstruktion. Ich würde mal vermuten, dass der durchschnittliche UARS-ler bereits ein Arousal bekommen kann, bevor der AutoSet-Algorithmus steuern würde. (Ich habe es nicht im Kopf aber irgendwo um die 0,25 auf der SH-Skala müsste der anfangen zu reagieren. Aufpassen: die Skala ist qualitativ und nicht quantitativ!)

In Ermangelung von Druckkurven ist da meine Glaskugel recht bewölkt, wo du dich drucktechnisch bewegst und in welchen Druckbereichen es zu den CAs kommt - oder du das Gerät ausschaltest / neu startest ... halt alles woraus man eine Aufwachreaktion herorakeln könnte.
Ich glaube auch nicht, dass du ein Problem mit Hypopnoen hast ... müsste man natürlich mal "sehen" - aber die Ausschläge im Minutenvolumen deuten eher darauf hin, dass du vorher tiefer geatmet hast (RERA wäre da nicht unwahrscheinlich) und dann die Rückkehr zur normalen Atmung konsequenterweise eine Hypopnoe darstellt - wobei ResMed für eine Hypopnoe immer mindestens einen obstruktiven Atemzug benötigt. ... aber das ist auch tief in die bewölkte Glaskugel geschaut :wink:

Bei OSA stellt man die Drücke pi mal Daumen so ein: den unteren Druck soweit, dass das Gros der Obstruktionen weg ist - die obere Druckgrenze so, dass auch in der ungünstigsten Lage alle Obstruktionen erfolgreich behandelt werden können. (^^ ist sicher ein wenig komplizierter als das - für ein pers. Optimum zählen da noch ne Menge mehr Faktoren mit rein)
Für dich sind das die Flusslimitationen.

Ich kann auch leider kein Muster erkennen (zum einen fehlt halt fast immer die wichtige Druckkurve) zum anderen sehr oft das "wie war das nun?".
Es gab ein paar sehr wenige Druckkurven, wo du recht lange am oberen Druckbereich rumgondeltest. - Dass CPAP 13 nicht ausreicht für eine tolle Nacht, glaube ich dementsprechend gerne.

Für einen erholsamen Schlaf bei UARS muss halt eine Menge zusammenkommen.
Keine Ahnung wie emfpindlich deine Atemwege da auf die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur sind - ausser acht lassen würde ich das aber auch nicht. (Mit nem Heizschlauch könnte man da annähernd für Kontinuität sorgen - so evtl.!?) Ziehen sich deine Atemwege zusammen, dann ist das sicherlich alles andere als förderlich für die UARS.
"Aufwachen" kann man aus vielen Gründen - Schlauch hat sich verheddert, Maske verrutscht / leckt / drückt / nervt .... Partner schiebt einen weg, weil man einen Orkan in dessen Nacken / Gesicht entfacht (oder man reagiert darauf, dass der (deswegen?) unruhiger schläft) .... nur weil es da eine Aufwachreaktion gab, muss man sich noch lange nicht am nächsten Tag auch daran erinnern können^^

Was ich damit sagen will:
Du wirst nicht umrum kommen, dich mal mit UARS auseinanderzusetzen und das mal zu verstehen - oder du gehst zu deinem Arzt (bzw. suchst dir einen) der dein Gerät passend für dich einstellen kann.
Bei den Bildern hier ist es echt wichtig, dass die folgenden Graphen auf einem(!) Bild drauf sind: Ereignisse natürlich, die Fliessrate, der DRUCK! (nicht Maskendruck - nur Druck!), die Leckrate und die Fliessgrenze. ... ggf. ist es hilfreich für dich, wenn du die Ereignisse (sind ja nicht sonderlich viele) bei allen Graphen anzeigen lässt (rechten Mausklick ... da irgendwo CPAP-Überlagerung oder CPAP-Markierungen oder so was)

Du hast jetzt lange genug versucht die Ereignisse, die du siehst, zu behandeln - fang mal an die Ereignisse als Folge von Arousals zu sehen und behandel die Arousals! (ist ein komplett anderer Ansatzpunkt!)
Normalerweise ist man ja eher bestrebt den AutoSet-Algrotihmus nach oben zu limitieren, damit der eben nicht durch die Decke schiesst - bei dir würde ich da aber eher unterstützend und verstärkend arbeiten.

Die Auto-Algorithmen funktionieren alle (unabhängig vom Hersteller und der Ausprägung) so: starte bei der unteren Druckgrenze - erhöhe den Druck, wenn ein entsprechendes Ereignis auftritt und senke (allmählich) direkt danach den Druck wieder auf die untere Grenze - sobald ein Ereignis eintritt reagiere entsprechend.
Die Geräte können nicht wissen, wieviel Druck du tatsächlich benötigst - der Autoset-Algorithmus reagiert (nahezu ausschliesslich) auf Flusslimiationen - da gibt es solange ein entsprechende Druckerhöhung, bis die in einem (für das Gerät) zufriedenstellenden Maß sind. Jede Erhöhung braucht Zeit. Bei OSA ist das kein kompletter Beinbruch - nicht jedes Ereignis bedingt auch ein Arousal. Bei UARS sieht die Welt da schon komplett anders aus.

Dementsprechend macht es natürlich enorm Sinn, wenn man die untere Druckgrenze gleich so hoch wählt, dass das Gros der Probleme bereits beseitigt ist. (bei dir Flusslimitationen!)
Und da ich ja anerkannter Leckage-Fetischist bin: kleinerer Druckbereich resultiert meistens auch in weniger Leckagen - die Nacht mit CPAP 13 sah ja total top aus - bei APAP sieht das aber auch schon recht gut aus
Und nach oben solltest du deinem Gerät genug Spielraum lassen - stösst es an die Decke, dann wäre es gerne höher gegangen.

Wenn es einen Zusammenhang mit der Höhe der Druckänderungen und den Ereignissen gibt, dann hat das A 10 auch die Reaktion "soft" parat - damit erfolgt die Erhöhung "sanfter".

Wenn du da was veränderst, dann behandel um Himmels Willen nicht die Daten - hör auf dein Gefühl am nächsten Tag.
Gib den Dingen ein wenig Zeit - eine Nacht sagt überhaupt nichts - man kann aus 1.000 sehr guten Gründen schlecht oder sehr gut schlafen - das muss nicht zwingend etwas mit irgendwelchen Einstellungen zu tun haben - deren Folge sieht man erst über die Zeit.


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Re: UPS oder Rückenlage abtrainieren?

Beitrag von Foursquare » vor 3 Wochen

Danke, ich bleib dran... jetzt erstmal ein paar Tage Nordsee...

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Re: UPS oder Rückenlage abtrainieren?

Beitrag von Niederrheiner » vor 3 Wochen

Hi,

ich lese hier schon einige Zeit mit.

Meiner Meinung (und noch sehr kurzen Erfahrung) nach, solltest Du mehr Augenmerk auf deine Schlafhygiene und Schlafdauer legen.

Ich betrachte bei meiner "Nachschau" die CA´´'s gar nicht, kann mein Gerät eh nicht korrekt erfassen. Aber während der Woche und ohne Urlaub macht
eine 1/2 Stunde mehr oder weniger Schlaf schon einen großen Unterschied, nicht im AHI aber beim Gefühl und über den Tag.
Ich hatte mal deine Guten Tage mit der Schlafdauer der schlechten Tage verglichen und war der Meinung da einen Zusammenhang sehen zu können.
6 Stunden Schlaf sind nicht das gleiche wie 2x 3h mit einer halben Stunde Unterbrechung.

Vielleicht kannst Du eher da ansetzen, statt die Werte am Gerät zu optimieren. :snoopy:

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Re: UPS oder Rückenlage abtrainieren?

Beitrag von Foursquare » vor 2 Wochen

Guten Morgen, anbei mal die letzten Nächte aus dem Kurzurlaub und von gestern auf heute... Hab versucht alle wichtigen Daten mit aufs Bild zu bekommen.. Positiv: die CAs werden weniger... negativ: immer noch keine wirkliche Regel zu erkennen... heute wieder platt, im Urlaub (wen wunderst) war ich recht erholt und ausgeschlafen.... TOP Nacht war der 31.10. mit 7 Stunden und so viel Energie am nächsten Tag wie lange nicht mehr.. :clap:
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