Etwas unzufrieden nach Schlaflabor-Untersuchung

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Etwas unzufrieden nach Schlaflabor-Untersuchung

Beitrag von Tamiko » vor 3 Wochen

Hallo,

bin neu hier (w, 45) und war kürzlich zwei Nächte im Schlaflabor. Leider fand ich die Untersuchung dort relativ oberflächlich (z.B. überhaupt keine körperliche Untersuchung), die Leute hatten kaum Zeit und wirkten in den kurzen Einzelgesprächen, als müssten sie schon lange beim nächsten Patienten sein. Weitere Infos gab es in der Gruppe, das war okay, aber der individuelle Teil kam viel zu kurz. Der ausgefüllte Fragebogen zu Symptomen und Vorgeschichte wurde kaum angesehen, auch nicht die Vorberichte. Man bekam keine Zeit, um sich zu überlegen, welche Therapie man möchte, das sollte innerhalb von Minuten entschieden werden. Matratze fand ich auch ziemlich dünn und hart, aber das ist Geschmackssache. Gegen Geräusche, die reichlich vorhanden waren, hatte ich Ohrstöpsel dabei. Soviel zum Meckern. :angel:

Ich habe jetzt mehr Fragen als Antworten. Mir wurde gesagt, ich habe nur ein leichtes SAS. In der ersten Nacht, als ich nur sehr oberflächlich geschlafen habe, lag mein AHI bei 11,9, in der zweiten Nacht mit Schlafmittel und Ballrucksack lag er bei 9,3. Die niedrigste Sauerstoffsättigung war bei 87%, durchschnittlich bei 95% in beiden Nächten gleich, also insgesamt keine schlechten Werte. Mir wurde dann gesagt, der Ballrucksack hätte nichts gebracht, aber ein CPAP-Gerät bräuchte ich auch nicht unbedingt. Ich sollte mich im Internet umsehen, welche Hilfsmittel zur Verhinderung der Rückenlage es gibt (solche, die ein größeres Polster auf dem Rücken haben als der Ballrucksack).

In Rückenlage lag der AHI in der ersten Nacht bei 16,4 und in der zweiten Nacht bei 15,1, wobei ich eigentlich den Eindruck hatte, dass ich gar nicht in Rückenlage in der zweiten Nacht geschlafen habe (wegen dem Ballrucksack), höchstens vielleicht mal in einer Mittelposition zwischen Seiten- und Rückenlage. Ich weiß definitiv, dass ich beim Wecken auf der linken Seite lag, aber in der Polysomnografie wird zu dem Zeitpunkt Rückenlage angezeigt. Mir scheint, da hat auch was nicht richtig funktioniert.
Wachphasen werden in der Polysomnografie als N1-Schlafphase angezeigt. Ich bin Asperger-Autist, und ich habe in der ersten Nacht über lange Zeiträume rhythmische Bewegungen mit einem Finger und den Füßen gemacht, um mich zu beruhigen, da war ich definitiv wach. Wird aber so nicht angezeigt. Wahrscheinlich kommen so die Aussagen zustande, man hätte stundenlang geschlafen, obwohl man gefühlt die ganze Zeit wach war (sagen andere Leute ja auch). :eh:

In dem Schlaflabor wurde noch die Auffassung vertreten, man würde nur in den Rem-Phasen träumen. Ich hatte in der ersten Nacht nur zwei ganz kurze Rem-Phasen, kann mich aber an viele Traumbilder außerhalb dieser Phasen erinnern, weil ich dazwischen immer wieder wach war, und dann erinnert man sich daran. Neuere Forschungen sagen ja auch, dass man nicht nur in der Rem-Phase träumt. Aber das nur nebenbei.

Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll: soll ich mir so eine Weste zum Verhindern der Rückenlage kaufen? Oder erstmal gar nichts machen, und das Ganze in ein paar Jahren nochmal überprüfen lassen? Oder wäre ein CPAP-Gerät doch sinnvoll?
Was meint ihr?
Ist es eigentlich normal, dass der Herzschlag im Schlaf häufig auf 40 Schläge runter geht?

lg
tamiko


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Re: Etwas unzufrieden nach Schlaflabor-Untersuchung

Beitrag von Lafdon » vor 3 Wochen

Tamiko hat geschrieben:
vor 3 Wochen
Hallo,

bin neu hier (w, 45) und war kürzlich zwei Nächte im Schlaflabor.
Willkommen im Forum.
Tamiko hat geschrieben:
vor 3 Wochen
Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll: soll ich mir so eine Weste zum Verhindern der Rückenlage kaufen? Oder erstmal gar nichts machen, und das Ganze in ein paar Jahren nochmal überprüfen lassen? Oder wäre ein CPAP-Gerät doch sinnvoll?
Was meint ihr?
Ich würde das von den Symptomen her aufziehen. Wenn du bereits Symptome hast, die dich belasten oder deine Ärzte gute Gründe hatten, dich ins Schlaflabor zu schicken, könntest du durchaus einen Therapieversuch wagen. Dann würde ich dir aber empfehlen, gleich zum Gerät zu greifen und die Weste außen vor zu lassen. Ich sehe die Westen zur Verhinderung der Rückenlage eher kritisch: wenn diese eine wirksame Methode darstellen, warum hat das Schlaflabor dann keine vorrätig?

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