Outing im Beruf?

Karriereknick - schlechter Schlaf als Ursache
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Outing im Beruf?

Beitragvon magigstar » vor 2 Jahren

Hallo Leute,

ich leide an Schlaf-Apnoe!

Und ich habe auch schon eine Maske mit Gerät erhalten.
Seltsamerweise bin ich heute aufgestanden und hatte plötzlich keine Maske an.

Ich gewöhne mich ein wenig an die Maske an, akzeptiere für den Moment, dass ich damit schlafen muss. Halte aber daran fest, dass ich abnehmen muss (Fettgehalt).

Zwischenzeitlich bin ich Müdigkeit und Konzentrationsproblemen geschwächt. Und das entgeht auch meinen Chef nicht. Mein Chef hat mich auch schon gefragt, warum ich so häufig zum Arzt muss.

Frage: Ist es empfehlenswert mich meiner Firma ggü. zu öffnen?
Wäre immerhin besser als "im Schlaf" manchmal zu arbeiten.

Andererseits möchte ich nicht, dass diese Krankheit so sehr mein Leben beeinflusst.
Ich denke, ich habe schon andere Probleme.


Und dann, was mir auch im Beruf auffällt: Das Gedächtnis!

Vielleicht hatte ich ja immer schon ein schlechtes Gedächtnis, vielleicht hängt es mit was anderen zusammen. Aber kann es sein, dass aufgrund des schlechten Schlafes mein Gedächtnis nicht mehr mitspielt? Und wie kann ich das verändern??


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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Martine » vor 2 Jahren

Ich wäre da sehr vorsichtig. Kann gut gehen oder auch nicht.

Allerdings möchten Chefs meistens nicht unbedingt hören, wie krank man ist, sondern was man alles tut, damit es einem wieder besser geht.

Wenn Du dann sagst, "naa jaa, für den Moment akzeptiere ich die Therapie...."
versteht Chef vielleicht, dass Du diese Therapie ohnehin nicht konsequent durchhalten wirst.

Wäre es nicht vielleicht besser, Gerät und Maske zu akzeptieren und mithilfe dieser beiden erst mal (längerfristig) wieder auf die Beine zu kommen. Merkst ja selber, wie ausgelaugt Du bist.
Kann ne Weile dauern, bräuchtest halt Geduld. Würde vielleicht auch Sinn machen, ein bisschen Geduld zu lernen, nicht nur wegen der Schlafapnoe, sondern auch lebenstechnisch allgemein kann Geduld schon immer wieder mal ganz nützlich sein.

Wennste dann mal wieder fitter bist, wird Chef womöglich gar nicht mehr danach fragen, was mit Dir denn los ist.

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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Zuckerwatte67 » vor 1 Jahr

ich denke es kommt ganz darauf an, wie gut du dich mit deinem chef verstehst. wenn ihr in vertrautest verhältnis habt, im sinne von man bequatscht auch mal etwas privates, würde ich ihm das sagen, vielleicht nimmt es dir ja auch den druck schnell wieder funktionieren zu müssen..


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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Ozzy O. » vor 1 Jahr

Ausschlaggebend ist das Verhältnis zum Chef? Ich bin aktuell im Krankenstand und ich habe mit meinem Chef sehr offen kommuniziert, was mir fehlt. Dadurch hat auch er eine bessere Möglichkeit, zu agieren und ich nehme mir selbst den Druck, funktionieren zu müssen. Denn das tue ich im Moment eben nicht.

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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon mmmmav » vor 1 Jahr

Hallo magigstar!

Zum einen wäre es nicht schlecht, deinen Chef und Kollegen über deinen Stand der Gesundheit zu melden. Damit Sie ersten Informiert sind und zweitens dir bei der Arbweit helfen und wach zu bleiben.

Den wenn du es verheimlichst und es passiert dir ein Fehler (z.B. Unfall), dann kann es zu einer Kündigung kommen.

Ich habe es meinen Kollegen und Chef gesagt, waren nicht sehr erfreut. Aber Sie haben es angenommen und helfen mir ab und zu wach zu bleiben oder bei Probleme richtig zu handeln.
Nachteil ist, dass ich keine Überstunden auszahlen bekomme - Grund dafür ist, dass durch die Schlafpnoe vermehrt zum Betrug kommen kann. Aber die bekomme ich wieder, wenn die Symptome besser werden.

Die Gedächnisstörung ist normal (laut Informationen über Schlafapnoe), sollange es nur das Kurzzeitgedächnis ist!
Mein Tipp: Mache mehrere Notizen und wichtige Kalendereinträge. In der Freizeit beschäftige dich mit Denksport, z.B. das Spiel für Nintendo DS (auch für 3DS-Geräte) "Dr. Kawashimas Gehirn jogging".
Leichten Sport (bzw. für Anfänger klein anfangen und nicht gleich übertreiben!) machen, damit der Kreislauf und die Durchblutung wieder normal rennt und die Gedächnis- und Konzentrationsstörung leichter werden.

Der Letzte Tipp: Nicht aufgeben, einfach weiter machen und deine Ziele erreichen.
Wenn du aber aufgibst, dann musst du damit rechnen mit Problemen von Freunden/Familie, Job und weitere gesundheitlichen Problemen.
lg Thomas

------------------------
Viel erlebt und dennoch nicht vorbei!

Über mich: Bin ein komplizierter Schlafapnoe-Patient der anderst reagiert und andere Symptome hat!

September 2015 mittelschweres obstruktive Schlafapnoe ohne Hypersomnie
Seit Juli 2014 mit CPAP-Therapie
Feststellung Juli 2015 mittel-hockgrad. restriktive Ventilationsstörung
Weitere Probleme mit mehrfacher Venenentzündung, Thrombosen, Lungenembolien und Pneumathoraxe, sowie einen Vorhofseptumdefekt.
Seit 2000 Antikoagulantien-Therapie mit Marcoumar, seit 2012 Selbstmesser mit CoaguChek XS


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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Gregor » vor 1 Jahr

Wenn die Therapie optimal läuft ist es doch garnicht nötig sich zu outen. Wenn die Atemaussetzer unter 5 pro Stunde, besser unter 3 (und wie lange dauern Deine Aussetzer?), gefallen sind, halte ich es für unnötig sich als "krank" zu definieren. Wenn die Therapie nicht so gut läuft, und man immer noch schläfrig am Arbeitsplatz ist, würde ich den Fehler in der Therapie suchen. Ein anderes Gerät (das beste) oder ein anderer Typ Gerät und/oder eine andere Maske können meiner Meinung nach deutliche Verbesserungen bringen. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob das Gerät/Maske, das die Kasse bezahlt, eine optimale Therapie gewährleistet.

Da muß man sich halt selber Gedanken um seine Gesundheit machen und sich nicht uneingeschränkt auf das Urteil des Arztes verlassen. Der befasst sich vielleicht 20 Minuten mit Deinem Fall, Du hast da etwas länger Zeit zum Feintuning. Wenn man in diesem Forum länger (Monate/Jahre) mitliest, und offen ist für andere Meinungen, sollte man es schaffen seine Therapie zu optimieren.
Wenn man sich dem Chef anvertraut wird dieser vermutlich höchstens die Hälfte des Problems erfassen und dann genau kontrollieren, ob man die Arbeit einwandfrei schafft. Schließlich ist er nicht Sozialarbeiter.
Natürlich ist die Lage anders, wenn man durch Langzeitfolgen oder andere Beschwerden Probleme bekommt, da kann ein Gespräch mit dem Chef Erleichterungen bringen.
Gruß
Gregor

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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Haraldi » vor 1 Jahr

Wie läuft es denn bei dir? Hast du´s gesagt oder nicht?

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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Antidode1979 » vor 2 Wochen

Sehe ich auch so. Nur wenn Erklärungsbedarf ist, also wenn man gefragt wird "was ist los, du bist ständig müde, unkonzentriert. Dann kann man es um Miß´verständnisse aus dem Weg zu räumen, erklären.
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Re: Outing im Beruf?

Beitragvon Jens1 » vor 2 Wochen

Moin,

aus meiner Sicht und Erfahrung:

1. genaues und diszipliniertes Einhalten der Behandlung, enge Absprachen mit dem Lungenfacharzt oder Schlafmediziner,
2. möglichst umfangreiches Bemühen um zusätzliche Unterstützung der Behandlung im persönlichen Bereich (z. B. Informationen im Internet einholen, regelmäßigen Ausdauersport an der frischen Luft, Aufbau eines befriedigenden Freizeitbereiches neben der Arbeitswelt, Gewichtsabnahme, Ernährungsumstellung usw.),
3. Hilfsangebote am Arbeitsplatz nutzen (Betriebsrat, Gewerkschaft, Austausch mit ähnlich Betroffenen),
4. evtl. nahegelegene SHG aufsuchen und austesten, ob sie dir hilft,
5. nur wenn gar nicht mehr vermeidbar, Info an den Arbeitgeber ( er hat andere Interessen als du)-> "Gehe nie zu deinem Ferscht, wenn du nicht gerufen werschst!" ... ;-) ...

Viel Erfolg und LG

Jens1


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