Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Karriereknick - schlechter Schlaf als Ursache
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Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon cikone » 18.10.2016, 11:07

Hallo Zusammen,

meine Schlafapnoe ist seit 2 1/2 Monate diagnostiziert. Allerdings hatte ich erst vor einer Woche meinen Termin im Schlaflabor. Die Krankheit schleife ich aber vermutlich seit Jahren mit mir herum. Die Symptome waren die ganze Zeit da. Nur den Grund dafür kannte ich nicht.

Ich arbeite im Außendienst und habe ein wirklich großes Verkaufsgebiet. Die Müdigkeit am Tag ist immer heftiger geworden. Seit meiner Diagnose habe ich auch eine AU. Als ich meinem Chef von dieses Problem berichtet habe, hatte der nur Sprüche wie: "Wie konnte sie die ganze Zeit mit dieser schrecklichen Krankheit leben" u.ä. für mich übrig.

Nach solchen Sätzen ist es schwer für mich in den Beruf zurück zu kehren, da ich das Vertrauensverhältnis als schwer gestört betrachte. Mit Ehrlichkeit kommt man leider nicht immer am weitesten. Zu meiner Schlafapnoe kommt allerdings noch hinzu, daß ich unter Depressionen leide.

Im Moment befinde ich mich in einer echt verzweifelten Lage. Die Apnoe wird auch nicht wirklich besser. Trotz Gerät.

Hat jemand einen Ratschlag für mich? Gerne auch per PN.

Danke für eure Hilfe im vorraus.

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Re: Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon rrb » 18.10.2016, 15:56

Hallo Cikone,
willkommen im Forum.
Dein AHI ist noch sehr hoch, dafür der Druck minimal. Nimm nochmal Kontakt mit dem Lungendoc auf, da gehört noch was nachjustiert.
Dem Arbeitgeber gegenüber ist es oft besser, keine Krankheitdetails zu nennen, muss man auch nicht.

MfG
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Re: Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon Jetti » 18.10.2016, 16:50

cikone hat geschrieben: Zu meiner Schlafapnoe kommt allerdings noch hinzu, daß ich unter Depressionen leide.


Dies geht sehr oft Hand in Hand. Ich bin fast sicher, dass mich meine Depressionen vor einigen Jahren nicht so ausser Gefecht gesetzt hätten, hätte man die Schlafapnoe früher entdeckt. Seit meiner Therapie mit der Maske gehts mir auch damit sehr viel besser!!

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Re: Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon Jens1 » 06.11.2016, 23:33

Moin cikone,

nicht verzweifeln!!! - an Schlafapnoe stirbst du nicht, wenn sie behandelt wird! Du wirst sehen - alles wird gut!!!

Geh zu deinem Schlafmediziner und lass ihn nicht in Ruhe,
bis er deine OSAS gut behandelt hat und du dich nach dem Schlaf erholt fühlst!
Wofür haben wir ihn denn studieren lassen? Er kann das!

Im Kontakt zum Arbeitgeber wäre ich an deiner Stelle zurückhaltend,
eine Beratung bei der Gewerkschaft, der Personalvertretung, der Schwerbehindertenvertretung usw. hilft oft weiter...

Vielleicht kann dir der Austausch in einer Selbsthilfegruppe auch etwas bringen...

Alles Gute und LG Jens

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Re: Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon Tedi » 07.02.2017, 17:24

Ja, der Arbeitgeber muss nicht alles bis ins Detail erfahren. Allerdings habe ich selbst auch die Erfahrung gemacht das es teilweise schwer zu verschleiern ist.

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Re: Reaktionen von Arbeitgebern auf die Schlafapnoe Erkrankung

Beitragvon Nachtschicht » 13.04.2017, 11:57

Was den Arbeitgeber angeht, muß wohl jeder selber ein Gespür dafür entwickeln, wie offen er ihm gegenüber sein kann.
Arbeitet man in einem Unternehmen, in dem eine hire-and-fire-Mentalität herscht und der Arbeitnehmer als Betriebsmittel wie eine Maschine angesehen wird, sollte man so etwas vielleicht eher für sich behalten, kümmert der Arbeitgeber sich um seine Mitarbeiter, bietet diverse Sozialleistungen und gibt es Dir bekannte Fälle von anderen Kollegen mit ähnlichen Problemen, denen da entsprechend geholfen wurde, kann Offenheit in dem Thema eher Arbeitsplätze retten.

Ich selber war vor ca. 3 Jahren an der Stelle angekommen, wo meine Probleme anfingen, meine Arbeit zu beeinträchtigen. Ich mußte mich immer öfter krank melden, weil ich morgens mörderische Kopfschmerzen hatte oder einfach zu erschöpft war, und ich habe auch nur noch gerade so meine Arbeitszeit ableisten können.
Zum Glück ist mein Arbeitgeber nun deutlich eher in der zweiten Kategorie angesiedelt, trotzdem habe ich mich am Anfang damit schwer getan, meine Probleme mitzuteilen.
Zum Glück gibt es bei uns entsprechende Anlaufstellen für solche Fälle, die eben NICHT gleich alles brühwarm dem Chef weitergeben, sondern erstmal beraten. Darüber bin ich dann zu einer Übereinkunft mit unserer Personalabteilung gekommen: Wenn ich ernsthaft daran arbeite, meine Probleme in den Griff zu bekommen, halten sie erstmal die Füße still und lassen mir auch einiges durchgehen, was sonst schon zu Abmahnungen führen würde. Dabei stehen wir in regelmäßigem Kontakt bezüglich des aktuellen Standes.

Im Endeffekt bin ich gut damit gefahren, meine gesundheitlichen Probleme offen zu kommunizieren, aber das hängt von vielen Faktoren ab. Gibt es Dir bekannte vergleichbare Fälle? Bietet das Unternehmen von sich aus Gesundheitsvorsorgeleistungen an? Wie steht das Unternehmen wirtschaftlich da? Ein kleiner Arbeitgeber, der immer knapp vor der Insolvenz operiert, kann sich so einen Ausfall evtl. bei aller Freundschaft nicht leisten, während es für ein großes Unternehmen vielleicht wichtiger ist, einen erfahrenen Mitarbeiter nicht zu verlieren und ihm lieber dabei hilft, wieder Fit zu werden.

LG
Andreas


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