Bimaxilläres Advancement

Operationsverfahren gegen Schnarchen und Schlafapnoe Beschwerden. Verschiedene Therapieverfahren und ihre Risiken.
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Bimaxilläres Advancement

Beitragvon markymark » vor 1 Jahr

Hallo liebe Leidensgenossen und Leidensgenossinnen,

ich möchte kurz über meine Operation sprechen. Ich habe mich wegen einer schweren Schlafapnoe operieren lassen. Bei mir wurden beide Kiefer nach vorne verlagert. Ein sogenanntes bimaxilläres Advancement. Ich kam mit der CPAP Maske einfach nicht klar. Viele kennen das, ich riss mir die Maske meist nach einer halben Stunde Schlaf bewusst oder unbewusst runter.

Der eine oder andere hat sicherlich mal recherchiert und ist auf die Internetseite von Prof. Dr. Sailer aus Zürich gestoßen. Dort war ich auch zur Beratung, die Beratung alleine hat schon 1500€ gekostet und die Operation hätte über 100.000€ gekostet :crazy: :crazy: :crazy: ich war total geschockt. Aber gut, ich habe eine alternative gefunden, für einen Bruchteil der Kosten, kann man sich auch in Deutschland operieren lassen. Ich bin jedenfalls sehr glücklich es gemacht zu haben. Ich habe direkt nach der Operation schon im Aufwachraum eine Besserung der Atmung bemerkt. Ich habe keine Schlafapnoe mehr und brauche kein CPAP mehr. :biggrin: Die Operation ist jetzt fast ein Jahr her. Ich weiß nicht ob die Krankheit wiederkehrt aber bisher bin ich einfach super zufrieden und sehr froh es gemacht zu haben. Obwohl die ersten 2 Tage nach der Operation ziemlich heftig waren.

schnarch-operation-Bimaxillaeres Advancement.jpg


Auf dem Bild sind meine Röntgenbilder Vorher und Nachher. Im unteren Bereich wurden die Atemwege zur Veranschaulichung eingefärbt.

Ach übrigens: Die Platten und Schrauben wurden ambulant entfernt. Das war nicht schmerzhaft und ging super schnell.
Zuletzt geändert von Martin am 07.09.2016, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon nossi » vor 1 Jahr

Hallo markymark.

Der Beitrag hat mich sehr interessiert. Wo genau wurde die OP durchgeführt?
Hat die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt?
Die Preise in der Schweiz scheinen mir doch sehr überteuert.
Danke für die Antwort.

Liebe Grüße

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon 19stefan64 » vor 11 Monaten

Hallo!
Ich war am 4.11. auch bei Professor Sailer.
Hab das gleiche erlebt.
Vor 2 Tagen war ich beim HNO. Er hat mir von dieser OP abgeraten.
Doch ich sehe es auch so: Ich will geheilt werden.
Und jetzt im Internet diesen Beitrag gefunden.
Natürlich stellt sich bei mir auch die Frage: Wo kann ich das in Deutschland machen lassen und zahlt es die Krankenkasse?
Darf ich von die Markymark hoffen Informationen zu bekommen?

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon Bremer » vor 11 Monaten

Hallo Markymark,

als ich mir die Rö-Bilder ansah war ich entsetzt. Vor der Behandlung hattest Du eine normale Verzahnung im Seitenzahnbereich. Nach der Behandlung eine große Nonokklusion im Seitenzahnbereich. Dabei beißt Du auf die Höckerspitzen der Gegenzähne. Was sagt der Zahnarzt/Kieferorthopäde dazu. Kiefergelenksprobleme sind garantiert.

Es grüßt
Bremer
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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon markymark » vor 10 Monaten

Hallo Bremer,

danke für deine Antwort. Ich bin noch eine weile in Kieferorthopädischer Behandlung deswegen, das war in der Planung so berücksichtigt. Die Okklusion ist mittlerweile fast perfekt, im kompletten Kiefer.

Grüße
Chris (aka MarkyMark)

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon markymark » vor 10 Monaten

An alle Anderen: Die OP habe ich in Heidelberg in der Seegartenklinik von Dr. Frey machen lassen, an den Kosten hat sich bei mir die Krankenkasse beteiligt, da bei mir auch eine Kieferfehlstellung vorlag (Dysnagthie). Das war wohl mein "Glück", denn von Seiten der Klinik hiess es dass die Kosten normalerweise nicht übernommen werden. Da CPAP noch immer als Standardtherapie gilt.

Grüße

Chris (aka MarkyMark)

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon rose62 » vor 9 Monaten

Hallo,
auch ich war kürzlich (endlich) mit meinem Mann in der Klinik Professor Sailer. Hier wurde uns deutlich erklärt, worin der Unterschied zu der in Deutschland angewendeten bimaxillären Operation und der in Zürich bevorzugten "Rotation Advancement" besteht.
Mit der OP in Deutschland kann leider nur "leichten bis mittleren" Schlafapnoikern geholfen werden.
Die maximale Erweiterung beträgt laut Auskunft unseres HNO 10 mm.
Dies ist kein Vergleich zur Rotation Advancement.
Hier ist die Erweiterung um bis zu 2,5 cm (!) Standard.
Bei uns war das Beratungsgespräch in Zürich kostenfrei.
Lediglich die Diagnostik wurde berechnet (1.200,-- €).
Dies ist, denke ich, aber auch logisch, wenn man berücksichtigt, dass modernste Technik und auch die Arbeitszeit des Professors in Anspruch genommen wird (wer macht heute noch etwas umsonst ?).
Die OP-Kosten wurden bei meinem Mann auf ca. € 90 Tsd. beziffert.
Wir persönlich finden den Preis auch hoch, aber nicht übertrieben, bedenkt man die Leistung (längeres Leben und deutlich bessere Lebensqualität) die man dafür bekommt.
Mein Mann vergleicht die beiden OP's mit einem Golf in Deutschland und einem Porsche in Zürich.
Da die OP in Deutschland für meinen Mann nicht den gewünschten Erfolg erzielen würde (der bräuchte dann vermutlich noch immer eine CPAP-Maske....) und auch die Kosten nicht übernommen werden, stellt sich auch von daher gar nicht die Frage, für welche OP wir uns entschieden haben.
Letztlich muss es jeder selbst entscheiden, was ihm seine Gesundheit wert ist.
Wir haben vor Ort eine Frau kennengelernt, die nach einer Bimax-OP in Deutschland, sich nun von Professor Sailer die Optik richten lässt.
Sie tat mir persönlich sehr leid, da diese Bimax-OP bei ihr ein "affenähnliches" Ergebnis verursachte. Das habe ich selbst vor Ort gesehen.
Für mich ist ganz klar, dass die beiden preislich vollkommen unterschiedlichen OP's auch vollkommen unterschiedliche Ergebnisse erzielen.
Wer "Golf" bezahlt, bekommt auch "Golf" und keinen "Porsche. Ich würde aber bei der Gesundheit meines Mannes auf jedem Fall nicht (an der falschen Stelle) sparen. Mein Mann will ja auf jeden Fall von der Maske wegkommen.


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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon Zweiter Versuch » vor 9 Monaten

diese Methode, von der Du schreibst, Rose, wird von einem Geschäftsmann in Franken seit einiger Zeit sehr stark beworben. Er klappert alle Selbsthilfegruppen ab um mit einem nach der Züricher Methode von Schlafapnoe "Geheilten" (und glaublich auch Geschäftspartner von ihm) dort Vorträge zu halten.

Nun.... ich halte mich diesbezüglich noch zurück und höre mir erst Anfang März eine Podiumsdiskussion im Ländle an, bevor ich mich entscheide, ob ich die Herren ca. 300 km weit hierher fahren lasse..

Ich selbst bin zwar auch keine begeisterte Schnorchlerin, doch kommt für mich eine OP nur dann in Frage, wenn sie medizinisch notwendig ist.

LG
Luiti

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon dh_apnoe » vor 7 Monaten

Ich hatte inzwischen einen operativen Eingriff bei Professor Doktor Sailer in Zürich (28.11.2016). Durch diesen Eingriff ist meine Schlafapnoe geheilt worden und mein Leben wurde gerettet. So far so good!
Leider wurde mein Kiefer falsch zusammengebaut und ich kann heute, 13 Wochen nach der OP immer noch nicht kauen!
Meine Lebensqualität geht gegen Null.
Professor Doktor Sailer bot mir eine Biss- Zahn-Sanierung mit Einschleifen und Überkronen an, was für mich nicht in Frage kommt. Warum gesunde Zähne Überkronen und nochmals viele Franken in die Hand nehmen?
Mein Kieferorthopäde vor Ort wird durch Einschleifen meine Kau-Funktion provisorisch herstellen und in einer 2-jährigen Behandlung mit "invisalign" meinen Biss wieder optimieren.
Inzwischen weiß ich, dass viele andere Kiefer-Ortopäden und Kiefer-Chirurgen die Dysgnathie-OP auch durchführen können, die zur Heilung der Schlafapnoe führen!!

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon Dr. Randelshofer » vor 7 Monaten

Bitte Beiträge nicht doppelt in zwei Foren posten. Danke

https://forum-schlafapnoe.de/viewtopic.php?t=8019

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Re: Bimaxilläres Advancement

Beitragvon markymark » vor 6 Monaten

Hallo rose62,

bei mir wurden die Kiefer ca. 2cm nach vorne verlagert. Ich bin zwar kein Fachmann, aber was ist der Sinn dabei, mindestens 2,5cm die Kiefer nach vorne zu setzen? Bei mir wurde das meiner Meinung nach so gut geplant, in 3D, mit Simulation der möglicherweise entstehenden Turbulenzen. Es wird wohl bei jedem Patienten alles nur so weit verlagert wie es auch notwendig ist. Man kann doch nicht bei jedem das gleiche machen, jede Ausgangssituation ist doch anders... Ich bin auf jeden Fall sehr Happy und sehe auch viel besser aus jetzt. Ich habe auch mit einigen gesprochen die sich in Heidelberg operieren haben lassen, und die sind sehr glücklich.

Grüße
Chris


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