Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrung

Erfahrungen und Informationsaustausch rund um die Protrusionsschiene.

Moderator: Dr. Randelshofer

Profil von MGinster
MGinster
noch neu hier
Beiträge: 7
Registriert: 12.03.2015, 11:03

Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrung

Beitragvon MGinster » 12.03.2015, 16:09

Mitte letzten Jahres wurde bei mir eine Schlafapnoe diagnostiziert, lageunabhängig sowohl in Seitenlage als auch in Rückenlage. API Index ca 50.

Zunächst wurden die Atemwegverengung operativ freigemacht (Nasenscheidewand begradigt sowie Nasenmuscheln verkleinert) sowie das Rachengewebe gestrafft. Insgesamt drei Eingriffe. Das Atmen durch die Nase fällt mir seither viel leichter, leider ohne Effekt auf die Apnoe.
Mein HNO empfahl mir, nach erfolgter Propofoluntersuchung, eine Protusionsschiene.
Bei der Propofoluntersuchung, während der man im Tiefschlaf ist, untersucht der Arzt endoskopisch die Atemwege und schaut, ob eine Verlagerung des Unterkiefers einen Effekt auf das Schnarchen und auf die Apnoe hat. Diese Untersuchung wird in verschiedenen Kopfhaltungen gemacht – Seitenlage und Rückenlage.
In meinem Fall sorgte die Vorverlagerung des Unterkiefers (und somit des Zungenbeins) für ein offen bleiben des Atemweges.

Die Protusionsschiene ließ ich bei einem Kieferorthopäden anpassen. Hier wurden mein Kiefer sowie die Kieferbeweglichkeit vermessen. Auch wurde überprüft, ob es zu Verspannungen bzw. Schmerzen in Abhängigkeit von der Kieferlage kommt.
Nach dieser Untersuchung erklärte er mir, dass ich für eine Protusionsschiene geeignet wäre.
Der Zahnabdruck wurde genommen und er maß den Wert für die Ersteinstellung der Schiene.
Ausgehen von der Vorwärtsbeweglichkeit meines Unterkiefers legte er die Ersteinstellung bei ca. 1/3 fest. Das heißt es verblieben noch ca 2/3 meiner Unterkiefer- Vorwärtsbeweglichkeit für ein späteres Nachstellen der Schiene.
Die Schiene bekam ich nach 3 Wochen am 13 Feb 15. Seit dem habe ich sie jede Nacht getragen.

Resultat:
Letzte Nacht bekam ich von meinem HNO nochmals einen Schlafmonitor. Am Vortag untersuchte mein Kieferorthopäde mich nochmals und stellt die Schiene um ca. 1mm weiter nach vorn.
Das Ergebnis: Keine Apnoe mehr, alles weg.

Meine Erfahrung mit der Schiene:
Auf Empfehlung meines Kieferorthopäden hatte ich mich für die TAP-Schiene entschieden. Sie trägt seitlich nicht auf und erlaubt eine gewisse Bewegung des Unterkiefers.
Kosten: Kieferorthopäde: €480; Material: €460.
Die Krankenkasse übernimmt 50%
Tragekomfort:
Ohne Schiene ist schöner, kein Zweifel.
In der ersten Zeit bildete sich sehr viel Spucke und ich hatte zunächst Schwierigkeiten, diese zu schlucken.
Die Schiene verrastet in Höhe der Schneidezähne und lässt eine ausreichende Seitenbewegung sowie eine kleine Öffnungsbewegung zu. Das Einrasten und Ausrasten hatte ich nach wenigen Minuten raus. Sprechen geht gar nicht.
Morgens empfinde ich eine gewisse Verspannung des Unterkiefers und es dauert einige Minuten bis Unter- und Oberkiefer wieder richtig zueinander finden. Dies wurde aber im Laufe der Wochen sehr viel besser.
Resümee:
Die Protusionsschiene im Allgemeinen sowie die TAP-Schiene im Besonderen waren für mich die richtige Wahl. Ohne ist zwar schöner aber die Komfortbeeinträchtigung hält sich in akzeptablen Grenzen.

Wichtig Schritte im Verlauf der Behandlung:
1) Erst die Propofoluntersuchung ergibt, ob die Schlafapnoe mittels Protusionsschiene erfolgreich behandelbar ist.
2) Ein Fachmann, in meinem Fall ein Kieferorthopäde muss untersuchen, ob man eine Protusionsschiene überhaupt ertragen kann. Ist das Kiefergelenk nicht ausreichend beweglich oder führt eine Beißbewegung bei verlagertem Kiefer zu Verspannung oder Schmerzen, dann kann man es vergessen.
3) Nach jedem Behandlungsschritt muss der Erfolg (oder Misserfolg) im Schlaflabor oder mittels Schlafmonitor zu Hause untersucht werden. In 3 Monaten wird mich mein HNO nochmals auf Apnoe testen.

Update 12 Juli 2015

Ich trage die Schiene nun seit 5 Monaten jede Nacht.
Die Untersuchung bezüglich der Apnoe nach 3 Monaten war positiv. Die Anzahl der Atemaussetzer ist laut Arzt vernachlässigbar.
Zur Schiene selbst: Das Tragen ist eine klare Kompforteinschränkung. Es bildet sich viel Speichel und das Schlucken wird zur Übungssache. Man gewöhnt sich zwar dran aber ohne Schiene ist schöner.
Mit dem Kiefer habe ich kaum Probleme, einleichtes Ziehen am Morgen.
Meine Frau freut sich über das nach wie vor fehlende Schnarchen.

Update 30 März 2016
Seit Februar 2015 trage ich die Schiene täglich.
Meine Erfahrungen seit dem sind rundweg positiv.
Die Schiene sitzt so fest wie am ersten Tag. Einmal habe ich die Schiene um wenige Millimeter verstellt, so dass der Unterkiefer weiter vorverlagert wird.
Die Schiene zeigt keinerlei Verschleiß.
Mit dem Kiefer habe ich keine Probleme.
Das Schnarchen ist laut meiner Frau nachwievor verschwunden. Nur wenn ich auf dem Rücken schlafen hört sie ab und an kleine Schnarcher, aber keine Aussetzer.
Mein Fazit: Die Schiene ist beim Schlafen nach wie vor ein Fremdkörper, jedoch nicht so störed, dass sie den Schlaf beeinträchtigt. Ich würde diesen Behandlungsweg auf jeden Fall wieder wählen.
Zuletzt geändert von MGinster am 20.03.2016, 15:24, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
Roland
Foren-Urgestein
Beiträge: 615
Registriert: 17.05.2007, 15:07
Wohnort: westl. Niedersachsen
Gerät: ResMed S9 Autoset
Druck: 5 - 10 mbr
Befeuchter: ---
Maske: Mirage FX

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon Roland » 13.03.2015, 19:38

liest sich wie ein Werbe-Fleyer

LG Roland
Schlafapnoe seit 1997
Gerät : ResMed S9
Maske : Mirage FX
Druck : 6 - 10 mbr
Seit 1.8.2012 im Ruhestand


--------------------------------

Profil von MGinster
MGinster
noch neu hier
Beiträge: 7
Registriert: 12.03.2015, 11:03

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon MGinster » 13.03.2015, 19:51

Sehr geehrtes Urgestein,
Ich nehme das mal als Kompliment :razz:
Nachdem ich zu Anfang, direkt nach der Diagnose, sehr unsicher war, was da auf mich zukommt, habe ich die Erfahrungsberichte im Forum begierig gelesen. Das hatte mir geholfen. Am Tag nach dem positivem Abschuss-Test war es mir daher ein Anliegen, diesem Forum etwas zurück zu geben.

mfG
Michael

Profil von xex
xex
Schreibt gern und viel hier
Beiträge: 169
Registriert: 15.06.2014, 23:24
Gerät: S9autoset
Befeuchter: H5i & CL
Maske: SwiftFX

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon xex » 13.03.2015, 20:37

Meines Erachtens ist die Sache noch nicht so abgeschlossen, wie man sie betrachten könnte. Vielleicht für die Ärzte & Lieferanten ...

Für den Patienten kommt der interessante Teil erst jetzt: Hält die Schiene dauerhaft oder wird sie immer wieder binnen Monaten zerbröselt durch Knirschen etc., bleiben die Verspannungen weg oder gibt es nachhaltige Probleme mit der Kaumuskulatur (Austrahlung in Nacken und sonst wohin), sitzen die Zähne fest oder wandern sie, sodaß irgendwann mal Ober- und Unterkiefer "nicht mehr zusammenpassen", wie entwickelt sich das Gewebe im Rachen weiter (der Mensch altert leider) d.h. erneutes Auftreten der Apnoeproblematik ...

Halt uns mal auf dem Laufenden. Eintagsfliegen hatten wir schon genug.
There are things, which are known.
And there are things, which are unknown.
Inbetween there are doors.
Break on through to the other side!

Profil von Alfred33
Alfred33
noch neu hier
Beiträge: 14
Registriert: 28.06.2015, 16:22

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon Alfred33 » 13.07.2015, 11:26

Hallo MGinster,

ich bin in einer ähnlichen Situation. Bin an einer Schiene sehr interessiert.

Wo hast Du die Propofol-Untersuchung machen lassen? Was hast Du dafür bezahlt?

Wie sieht es bei den HNO-Eingriffen aus. Spüre selber nachts und im Liegen Verengungen und immer einen Nasenkanal zu (den unteren auf der Seite auf der ich liege). Irgendwelche bleibenden Beeinträchtigungen der Nasenschleimhaut? (Man hört ja oft davon.).


MfG Alfred

Profil von MGinster
MGinster
noch neu hier
Beiträge: 7
Registriert: 12.03.2015, 11:03

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon MGinster » 13.07.2015, 12:09

Hallo Alfred 33

Die Propofoluntersuchung war für mich kostenlos. Mein HNO hatte sie 2x durchgeführt.
Einmal vor der OP und einmal nach der letzten OP. Ich bin freiwillig in der GKV versichert ohne Zusatz Versicherung.

Zur OP selber und deren Folgen.
Die Nase ist nach wie vor frei. Ein riesen Zugewinn an Lebensqualität.
Mein Geschmackssinn hat etwas nachgelassen. Auch habe ich das Gefühl noch Fremdkörper in der Nase zu haben.
In der Summe überwiegen die Vorteile. Ich würde es wieder machen.

Profil von Alfred33
Alfred33
noch neu hier
Beiträge: 14
Registriert: 28.06.2015, 16:22

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon Alfred33 » 13.07.2015, 14:39

Hallo MGinster,

toller HNO-Arzt! Würde mir auch so einen wünschen. Wir haben niemanden in unserer Ecke am anderen Ende der Rebuplik. Mein HNO-Arzt, den ich nach einer solchen Untersuchung fragte, konnte mir keinen Arzt/ Klinik nennen. Er meinte ich solle mich an irgendeine Uni-Klinik wenden. Möchte aber nicht in den Händen von Studenten landen.

Ist so eine Untersuchung nicht aufwendig. Habe Bedenken von wegen Ersticken. Braucht man da im Hintergrund nicht ein Notfallteam?

Kannst Du mir mehr über den Arzt und seine Praxis erzählen? Offensichtlich hast Du dich dort sehr verstanden und kompetend behandelt gefühlt. Gut finde ich auch, dass er nachgesehen, was Sache ist und nicht blindlings aufgrund der hohen Apnoenanzahl im Bericht, Dir die Tür zugeknallt hat und ein Rezept mit Lutschbonbons in die Hand drückte.

MfG Alfred

Profil von MGinster
MGinster
noch neu hier
Beiträge: 7
Registriert: 12.03.2015, 11:03

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon MGinster » 13.07.2015, 15:53

Hallo Alfred,
Mein HNO ist Dr.Lambeck aus Mönchengladbach. Ich war sehr mit ihm zufrieden.
Die Operationen als auch die Propofoluntersuchung hat er selber in einer Amulanten Chirurgie durchgeführt.
Natürlich war dort auch ein Anesthisist die ganze Zeit zugegen sowie diverse Schwestern.

Aus Patientensicht ist die Propofoluntersuchung das Gleiche wie eine Vollnarkose. Nur das statt eines Betäubungs- und eines Schmerzmittel Propofol genommen wird. Dies versetzt dich in die Tiefschlafphase und lässt dich gewollt Schnarchen.
Die Untersuchung dauert 15 Minuten. Nach dem Aufwachen blieb ich noch eine Stunde in der ambulanten Klinik.

Liebe Grüße aus dem Urlaub

Michael

Benutzeravatar
Dr.Karl Haushofer
noch neu hier
Beiträge: 10
Registriert: 16.08.2015, 11:38
Wohnort: Oberbayern
Gerät: keines
Druck: keine
AHI: 6,0
Befeuchter: keines
Maske: keine
Kontaktdaten:

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrun

Beitragvon Dr.Karl Haushofer » 16.08.2015, 18:44

Lieber MGinster, ich bringe mich aufgrund Ihres interessanten Erfahrungsberichtes erstmalig in das Forum ein, als Betroffener und Behandler. Ich bin von Jugend an massiver Schnarcher mit leichter überwiegend rückenlageassoziierter Obstruktion (AHI 4). 2013 hatte die Behandlung mit einer individuell angepassten Protrusionsschiene dauerhaften Erfolg. Seitdem habe ich mich immer intensiver mit diesem Thema in meiner zahnärztlichen Praxis beschäftigt. Daher kann ich Ihre Ausführungen sehr gut nachvollziehen mit den erfreulichen Auswirkungen für Sie auch bei einem schweren (!) OSAS. Natürlich auch die positiven Rückantworten und die Einwände und Bedenken. Das Ergebnis meiner bisherigen Tätigkeit: Es ist klar, dass eine Protrusionsschiene für viele Betroffene aus verschiedenen Gründen keine Lösung sein kann. Ich meine aber auch, dass für viele Betroffene eine Schiene die Lösung/wesentliche Verringerung der Probleme bringen kann, und sie es leider nicht wissen. Die Aufgabe der behandelnden schlafmedizinisch tätigen (Zahn)Ärzte muss sein, hier kompetente Aufklärung, auch über andere mögliche Behandlungen zu leisten. Kein Patient ist wie der andere!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karl Haushofer

Profil von MGinster
MGinster
noch neu hier
Beiträge: 7
Registriert: 12.03.2015, 11:03

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrung

Beitragvon MGinster » 27.03.2017, 15:10

Zwei Jahre nach der Behandlung möchte ich dem Forum nochmals ein Erfahrungsupdate zu den folgenden Punkten geben. (Leider kann ich den obigen Originalbeitrag nicht mehr aktualisieren bzw. ändern)
1. Der Nachhaltigkeit der OP
2. Nebenwirkungen
3. Protusionsschiene

Nachhaltigkeit und Nebenwirkung
Auch 2 Jahre nach der OP habe ich keinerlei Probleme mehr mit verschlossenen oder verengten Atemwegen.
Auch wenn ich die Tage nach der OP als hammerhart empfand, so würde ich mich jederzeit wieder dafür entscheiden.
Die Anfängliche Beeinträchtigung des Geschmack- und Geruchssinns sind weitgehenst verschwunden.
Negativ: Verstärkte Sekret-Bildung in den Nebenhöhlen sowie starke, die Atmung aber nicht beeinträchtigende Sekret-Ablagerung. Einmal im Monat schniefe ich eine (von mir empfundene) riesige Ablagerung raus.

Protusionsschiene
Wie im Bericht geschrieben hatte ich mich für die die TAB-Schiene entschieden.
Tragekomfort:
Nach wie vor sage ich: Ohne ist schöner. Sprechen ist, außer einem „Gute Nacht“, so gut wie nicht möglich. Mit Druckempfinden oder gar Schmerz gibt es keine Probleme. Die Kieferbeweglichkeit ist zwar sehr eingeschränkt aber sowohl seitlich als auch vor und zurück ausreichend. Das Aus- und Einrasten der Schiene klappt mittlerweile automatisch. Sehr wichtig, wenn man plötzlich Gähnen muss. Sonst hebelt man sich die Protusionsschiene von den Zähnen.
Zähne:
Mein Zahnarzt konnte keinen Einfluss der Schiene auf meine Zähne feststellen.
Haltbarkeit:
Die Schiene sitzt fest wie am ersten Tag.
Es gibt keine Beschädigung oder Risse.
Der vormals transparente Kunststoff ist trübe geworden.
TIPP: Das von mir anfänglich verwendete, originale Reinigungsmittel ist sehr teuer. Seit 1.5 Jahre reinige ich die Schiene nur mit Wasser und Zahnbürste (manchmal nehme ich auch Zahncreme)

Mein Fazit: Die Schiene ist beim Schlafen nach wie vor ein Fremdkörper, jedoch nicht so störed, dass sie den Schlaf beeinträchtigt. Ich würde diesen Behandlungsweg auf jeden Fall wieder wählen.

Benutzeravatar
Dr.Karl Haushofer
noch neu hier
Beiträge: 10
Registriert: 16.08.2015, 11:38
Wohnort: Oberbayern
Gerät: keines
Druck: keine
AHI: 6,0
Befeuchter: keines
Maske: keine
Kontaktdaten:

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrung

Beitragvon Dr.Karl Haushofer » 27.03.2017, 20:09

Werter MGinster, Ihr Verlaufsbericht ist wieder sehr hilfreich und interessant. Die Öffnung der Nasenwege ist immer wünschenswert, für den Patienten eine Erleichterung und verbessert ggf. die Prognose für weitere Therapieoptionen wie Schlafmaske oder in Ihrem Fall auch bei gegebener Indikation ein Unterkiefer-Protrusionsschienen-System. - Ihren Tipp die Reinigung betreffend möchte ich ergänzen: Probieren Sie mal eine weiche (!) Zahnbürste mit einem Tropfen "Spüli" aus. Dies enthält keine Scheuermittel. Da die Schiene ja üblicherweise nicht mit Essen/Trinken/Genussmittel in Berührung kommt, reicht dies zur täglichen Pflege bestens aus und schont das Material. Zur Desinfektion und zur Vermeidung von Kalkbildung (durch Speichel) können Sie aber schon einmal die Woche eine Reinigungstablette verwenden oder die Schiene 20 Minuten in ein Glas Wasser (200ml) mit etwas Speiseessig (20ml), also Mischungsverhältnis in etwa 10 : 1, einlegen. - Zum Tragekomfort: Bei aller Wertschätzung für die TAB-Schiene darf ich auf die Vorteile von neueren, zweiteiligen Schienensystemen hinweisen, bei denen ein Einhängen des Unterkiefers und ein Ein-und Ausrasten nicht mehr erforderlich ist. Vielleicht könnte das den Tragekomfort erhöhen. Dies nur als Tipp, wenn irgendwann mal eine Neuanfertigung anstehen sollte! Gute Nacht und guten Schlaf wünscht Ihnen Dr. Karl Haushofer :s-smile:

Profil von Brigitte_D
Brigitte_D
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 31.03.2017, 15:52
Wohnort: Düsseldorf

Re: Obstruktive Schlafapnoe mit positivem Ausgang – Erfahrung

Beitragvon Brigitte_D » 31.03.2017, 16:42

Hallo zusammen,

bin beim Stöbern im Internet auf das Forum und eure Diskussion gestoßen.
Mein Mann und ich plagen uns auch schon seit vielen Jahren mit dem Thema rum und haben schon viele Produkte getestet (bzw. er).
Die CPAP-Maske war zwar hilfreich, aber auf Dauer nicht sehr angenehm zu tragen..
Der HNO-Arzt meines Mannes hat uns deshalb auch auf solche Schnarcher-Schienen verwiesen. Allerdings wollten wir nicht gleich so viel investieren ohne zu wissen, wie hilfreich das Ganze wirklich ist. Deshalb habe ich das Internet mal nach Alternativen durchforstet und auch schon günstigere Schienen gefunden. Mein Mann hat die Ap SomnoGuard ausprobiert und kommt damit gut zurecht. Und ich habe meine Ruhe!
Ist vielleicht eine Option, für diejenigen, die nicht ganz so viel Geld in die Hand nehmen wollen oder können.

Ganz liebe Grüße und ein sonniges - hoffentlich schnarchfreies - Wochenende,
eure Brigitte D.


Zurück zu „Protrusionsschiene“

  • Das könnte Sie auch interessieren
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Auf sozialen Netzwerken teilen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste