CPAP und Schlafapnoe Lexikon

Unser Schlafapnoe Lexikon bietet dir jede Menge Fachbegriffe, die dir bei der Auswahl eines Begriffs detailliert und umfassend erklärt werden. Wähle zunächst den gewünschten Buchstaben um Begriffe anzuzeigen die mit dem Anfangsbuchstaben beginnen.

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A


AC-Betrieb
Aus dem engl. (Alternating Current = Wechselstrom)
abgeleitete Abkürzung, für den Betrieb eines Gerätes am Wechselstromnetz.



Anpassungsprobleme
Beschwerlichkeiten während der Zeit der Gewöhnung an eine CPAP-Therapie
Je nach individueller Empfindlichkeit kann die Gewöhnung an das Tragen einer Maske und das Atmen unter erhöhtem Luftdruck mehrere Tage bis Wochen dauern. Qualitativ hochwertige Geräte erleichtern die Gewöhnung.



Apnoe
(Apnoia, griechisch = Windstille), Atemstillstand von mehr als 10 Sekunden Dauer.

Man unterscheidet drei Arten von Apnoen:
  1. Obstruktive Apnoe
  2. Zentrale Apnoe
  3. Gemischte Apnoe

Eine Hypopnoe ist eine Reduktion der abdominalen Thorax-Bewegung und des naso-oralen Durchflusses, also eine plötzliche Verringerung der Atemaktivität um die Hälfte, wenn dieser Zustand mindestens 10 Sekunden andauert.



Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI)
Anzahl der Schlafapnoen pro Stunde, deren Dauer mindestens 10 Sekunden beträgt

Wenn im Schlaf nicht mehr als 5 Schlafapnoen in einer Stunde auftreten, dann ist das noch gesund. Behandlungsbedürftig sind Patienten mit einem Apnoe-Index von 10 und größer, wenn also im Schlaf in einer Stunde mehr als 10 Schlafapnoen auftreten. Eine Anzahl von mehreren hundert Schlafapnoen in einer Nacht ist gar nicht so selten. So kann im Schlaflabor für viele Patienten überraschend nachgewiesen werden, dass sie während eines achtstündigen Schlafes insgesamt mehr als zwei Stunden nicht geatmet haben. Der Schlaf wird dadurch zu einer außerordentlichen Belastung für den gesamten Organismus.



Apnoenfolgen
Individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen der obstruktiven Schlafapnoe

In der Bundesrepublik Deutschland leidet schätzungsweise jeder 10. Mann im Alter zwischen 40 und 60 Jahren an obstruktiven Schlafapnoen. Die unmittelbaren Folgen sind abnorme Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Konzentrationsstörungen. Untherapiert entstehen als Spätfolgen vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mit deutlicher Verringerung der Lebenserwartung.
24% der tödlichen Unfälle auf bundesdeutschen Autobahnen und wahrscheinlich 50% aller tödlichen Verkehrsunfälle überhaupt sind nach einer Untersuchung des HUK-Verbandes auf Einschlafen am Steuer zurückzuführen. Dauermüdigkeit ist ein Hauptsymptom der obstruktiven Schlafapnoe. Auch an Arbeitsunfällen haben Personen, die unter Schlafapnoen leiden, einen höheren Anteil.



Atemantrieb
Organe zur Aufrechterhaltung des Atemvorgangs

Zum Atemantrieb zählen die Atempumpe und das Atemregulationszentrum im Zentralnervensystem (Gehirn). Das Auftreten von Apnoen gilt als Störung des Atemantriebs, wobei eine zentrale Apnoe durch das Atemregulationszentrum im Gehirn verursacht wird.



Atemarbeit
Für die Überwindung von Atemwiderständen und Atemwegswiderständen aufzubringende Körperenergie

Wenn es in der Natur keine Strömungswiderstände geben würde, dann wäre auch der Atemvorgang reibungsfrei und ohne Aufwendung von Pump-Energie bzw. Pump-Arbeit möglich. Treppensteigen, Laufen oder jede andere körperliche Anstrengung würde niemals Atemnot herbeiführen.
Physikalisch ist Atemarbeit das Produkt aus dem bewegten Luftvolumen und dem von der Atemmuskulatur aufgebrachten Pumpensog bzw. Druck. Während einer Atemtherapie muss die Atemmuskulatur zusätzliche Atemarbeit leisten, denn die Atemluft strömt nicht nur durch die Atemwege des Menschen, sondern auch noch durch Kanäle und Schläuche des CPAP. So muss die Atemmuskulatur nicht nur den Atemwegswiderstand der Lunge, sondern zusätzlich auch noch den inneren Strömungswiderstand des Gerätes überwinden.



Atemflow
Flow, Atemluftstrom, Volumenstrom mit der Maßeinheit Liter (Luft) pro Sekunde. In der Medizintechnik wird der Atemflow oft noch in Liter pro Minute angegeben.

Bei ruhiger Atmung erreicht der Exspirationsflow bei einem Erwachsenen in der Spitze nur etwa 0,5 l/s. Eine schnelle Atmung nach leichter Anstrengung, etwa nach zwei Stockwerken Treppensteigen kann den Flow je nach Kondition schon auf 2 l/s bringen. Sportler erreichen bei heftiger und tiefer Atmung einen Spitzenflow von mehr als 10 l/s. Die Stärke von Inspirationsflow und Exspirationsflow ist zumeist unterschiedlich. Der Flow wird durch den Strömungswiderstand der Atemwege begrenzt. Je größer der Atemwegswiderstand ist, desto mehr Luftdruck muss die Atemmuskulatur aufbringen, um den gleichen Atemflow zu bewirken.



Atemfrequenz
Anzahl der Atemzüge pro Minute mit der Maßeinheit /min oder
min-1 . Im englischen wird die Atemfrequenz meist in bpm (breath per minute) angegeben.

Die Atemfrequenz ist von verschiedenen Faktoren, wie Alter, Körperhaltung, körperlicher Belastung, psychischen Faktoren usw. abhängig. Im Anschluss an eine Schlafapnoe können sich sowohl Atemfrequenz als auch Atemtiefe erheblich erhöhen. Ein CPAP sollte auch in einer derartigen Atemsituation ausreichend Luft liefern können.



Atemfrequenzspektrum
Frequenzdarstellung des Signalverlaufes eines Atemvorgangs

Wenn es auf die Untersuchung des zeitlichen Verlaufes von Atemflow oder Atemvolumen ankommt, dann eignet sich die Liniendarstellung dieser Signale am besten. Wenn es aber darauf ankommt, diese Signale zu verarbeiten, dann muss bekannt sein, welche (sinusförmigen) Frequenzanteile in den Signalen enthalten sind. Die Zerlegung eines Signalverlaufes in sein Spektrum erfolgt mit Hilfe der Fourieranalyse.

Eine Analyse des menschlichen Atemflow ergibt, dass die größten Amplituden bei Frequenzen von 0,2 Hz bis 1 Hz vorhanden sind. Allerdings existieren auch noch Frequenzanteile von mehr als 5 Hz. Ein CPAP sollte seinen Therapiedruck möglichst unabhängig von der Atemfrequenz konstant einstellen können.



Atemmechanik
Koordinierte Tätigkeit der Atemmuskulatur zum Herbeiführen einer Ventilation der Lunge, bestehend aus Inspiration und Exspiration.



Atemminutenvolumen
Atemluftverbrauch, das in 1 Minute eingeatmete (ventilierte) Luftvolumen. Der Normalwert eines Erwachsenen beträgt 6 l bis 8 l.



Atemnot
Ein Zustand, in dem mehr Luft benötigt wird, als die Atempumpe aufbringen kann.

Erhöhter Luftbedarf entsteht bei oder nach körperlicher Anstrengung, erkennbar an einer schnellen und tiefen Atmung. Aber auch im Schlaf, im Anschluss an eine länger andauernde Apnoe, kann ein erhöhter Luftbedarf entstehen, wenn der Organismus einen Kohlendioxid-Überschuss schnell abatmen will.
Würde man einem Menschen die Atemluft über eine verengte Röhre zuleiten, so käme er schnell in Atemnot. Da ein CPAP nicht frei von inneren Strömungswiderständen ist, vergleichbar mit einer verengten Röhre, kann auch ein leistungsschwaches Therapiegerät Zustände von Atemnot herbeiführen.



Atempumpe
Gesamtheit aller Organe für die Atemmechanik, also Lunge, Atemwege und Atemmuskulatur. Der Hauptmuskel der Atempumpe ist das Zwerchfell.



Atemsystem
Summe aller Gasführungseinrichtungen eines Atemtherapiegerätes vom Frischlufteingang bis zur Patientenanschlussöffnung.



Atemtrigger
Vorrichtung zur Erkennung des Beginns einer spontanen Inspiration oder Exspiration. In einem Bi-Level Gerät dient das Signal des Atemtriggers zur Umschaltung zwischen den beiden Druckniveaus.

Die Funktion des Atemtriggers wird von allen Bi-Level Benutzern als wesentliches Qualitätsmerkmal des Gerätes empfunden. Eine Triggerstörung liegt beispielsweise vor, wenn der Trigger den Beatmungsdruck bereits umschaltet, wenn die aktuelle Ein- oder Ausatemphase noch gar nicht beendet ist oder wenn der Trigger selbst dann keine Druckumschaltung auslöst, wenn die jeweilige Atemphase längst beendet ist. Triggerstörungen entstehen auf Grund technischer Unzulänglichkeiten.

Am Luftstrom aus dem CPAP ist nur schwer erkennbar, ob eine Inspiration oder eine Exspiration bevorsteht. Beispielsweise können Herzkontraktionen am Ende des Ausatemvorgangs Luftwellen auslösen, die den Beginn einer Inspiration vortäuschen. Der Atemtrigger schaltet in diesem Fall vorzeitig auf den Inspirationsdruck, wenn der Patient noch gar nicht ganz ausgeatmet hat und erzwingt ein Einatmen.
Auch eine undichte Maske kann Triggerstörungen hervorrufen. Die zusätzlich ausströmende Luft könnte einen Inspirationsbeginn vortäuschen. Ein hochwertiger Atemtrigger muss einerseits Fremdeinwirkungen erkennen und sollte sich andererseits auch den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Schlafphasen anpassen können (lernfähiger Trigger).

Die ältesten Triggerverfahren beruhten auf der Erkennung von Druckschwankungen in der Maske. Der Trigger hat also immer erst dann ausgelöst, nachdem der Patient aktive Atemanstrengungen gegen das Gerät unternommen hat. Mit der Verbesserung der Druckregeleigenschaften wurden die Druckschwankungen in der Maske allerdings immer weniger auswertbar und der „Drucktrigger“ musste durch den „Flowtrigger“ abgelöst werden. Da auch der Flowtrigger mit Mängeln behaftet ist, wurden zusätzliche Softwarekomponenten entwickelt. Inzwischen ist man in der Lage, den richtigen Zeitpunkt für einen Druckwechsel im Voraus zu berechnen.



Atemwegswiderstand
engl. Resistance, Druckverlustbeiwert oder Behinderungsbeiwert der Luftströmung in den Atemwegen von den natürlichen Atemöffnungen bis in die Lunge. Seine Maßeinheit ist Druck(Bedarf) pro Strömungsstärke und wird üblicherweise in hPa/(l/s) angegeben.

Die Strömungswiderstände der Bronchien, insbesondere der kleinen Verzweigungen in der Lunge und die Eintrittsöffnungen in die Lungenbläschen behindern eine freie Luftströmung. Auch die oberen Atemwege im Hals-, Nasen- und Rachenbereich behindern die Luftströmung insbesondere dann, wenn eine obstruktive Apnoe vorliegt. Bei einem Totalverschluss der Atemwege ist der Atemwegswiderstand unendlich groß.

Der Atemwegswiderstand ist der wichtigste atemphysiologische Parameter überhaupt und gibt an, wie viel Druck die Atemmuskulatur erzeugen muss, damit ein bestimmter zum Leben erforderlicher Atemluftstrom zustande kommt. Damit bestimmt der Atemwegswiderstand nahezu allein, wie groß der Anteil derjenigen Pumpenergie ist, die der menschliche Organismus für die Aufrechterhaltung des Atemvorgangs bereitstellen muss.
Der Atemwegswiderstand ist vom Füllungszustand der Lunge abhängig und bei maximaler Inspiration infolge der Weitstellung aller Atemwege am kleinsten.
Der Mittelwert des Atemwegswiderstandes setzt sich aus einem inspiratorischen und einem exspiratorischen Anteil zusammen und beträgt bei einem gesunden Erwachsenen etwa 1,8 hPa/(l/s). Ein mittlerer Atemwegswiderstand von größer als 3,5 hPa/ (l/s) gilt als pathologisch und ist behandlungsbedürftig.
Zur exakten Bestimmung des Atemwegswiderstandes ist ein Ganzkörperplethysmograph erforderlich. Während der Untersuchung mit diesem aufwändigen Gerät sitzt der Patient in einer abgedichteten Kammer und führt nach Anweisung des Untersuchers bestimmte Atemmanöver aus. Dabei werden Atemflow, Atemvolumen, Kammerdruck des Gerätes und Mund-Verschlussdruck registriert. Ein Computerprogramm errechnet daraus den Atemwegswiderstand.




Atemzugvolumen
Mit einem Atemzug eingeatmetes Luftvolumen. Das Atemzugvolumen eines Erwachsenen in Ruheatmung beträgt etwa 0,5 l.



Ausatemventil
Das Ausatemventil an einem CPAP dient der Abführung der CO2-belasteten, verbrauchten Atemluft aus dem Atemsystem eines Beatmungsgerätes.

Das Drehgelenk zwischen Atemschlauch und Maske wird meist gleichzeitig als Ausatemventil benutzt und besitzt zu diesem Zweck eine Öffnung von etwa 12 mm² nach außen. Die Abluftmenge, die durch diese Öffnung entweicht, ist zeitlich konstant und nur von der Höhe des Therapiedruckes, jedoch nicht von der Atemaktivität abhängig. Ausatemventile mit zu kleiner Öffnung oder ein Therapiedruck von kleiner als 4 hPa kann zu einer Rückatmung verbrauchter Atemluft führen. Eine Rückatmung kann außerdem auftreten, wenn sich das Ausatemventil zu weit weg von der Maske befindet. Ausatemventile werden aus diesem Grund auch als Öffnungen direkt in der Maske ausgeführt. Auch hier müssen die Öffnungen groß genug sein, dass bei dem eingestellten Therapiedruck eine größere Luftmenge aus dem Maske-Schlauch-System entweichen kann, als der Patient ausatmet.




Auto-Adjust-Geräte
selbstregulierendes CPAP, Auto-CPAP

Ein AutoCPAP stellt den Therapiedruck automatisch immer so ein, dass er so groß wie nötig und so klein wie möglich ist. Nahezu alle Geräte werten für die Gerätesteuerung den zeitlichen Verlauf des Atemflow aus. Typisch für eine beginnende Obstruktion ist nämlich eine sog. Flowlimitation, bei der der Atemflow nach anfänglich normalem Anstieg für den weiteren Teil der Inspirationsphase auf ein mäßiges Niveau zurückgeht.

B


Bakterienfilter
Bakterienfilter, Vorrichtung zur Rückhaltung von Bakterien und anderen Kleinstlebewesen im Therapieluftstrom

Der Einsatz von Mikrobenfilter darf nicht dazu führen, dass der Innenwiderstand der Geräte unzulässig erhöht wird. Deshalb können derartige Filter nur in Gerätesystemen eingesetzt werden, die eine ausreichende pneumatische Leistungsfähigkeit aufweisen.



Befeuchter
Atemluftbefeuchter, Gerät zur Anreicherung der Therapieluft mit Wasserdampf, um ein Austrocknen der Schleimhäute in Nase und Rachenbei trockner Raumluft zu vermeiden.



Bi-Level-Gerät
Gerät zur Erzeugung von positivem Atemwegsdruck (CPAP) mit zwei Druckniveaus an der Patientenanschlussöffnung während des Atemzyklus.

Ein Bi-Level-Gerät ist ein spezielles CPAP mit zwei unterschiedlichen Druckvorgaben, einem sog. IPAP für die Inspiration und einem EPAP für die Exspiration. Bi-Level Geräte werden mit unterschiedlichen Bi-Level Funktionen ausgestattet:
  • Bi-Level-S-Funktion;
  • Bi-Level-ST-Funktion;
  • Bi-Level-T-Funktion.



Bi-Level-Therapie
CPAP-Therapie mit 2 unterschiedlichen Druckniveaus

Eine Bi-Level-Therapie kann erforderlich werden, wenn eine Mono-Level CPAP-Therapie nicht den gewünschten Therapieerfolg bringt oder die Behandlung Drücke von 10 hPa und mehr erfordert.
Bei der Bi-Level-Therapie wird der Druck während der Exspiration abgesenkt und während der Inspiration wieder erhöht und so die Arbeit der Atempumpe unterstützt.
Viele Patienten beginnen zunächst mit einer Mono-Level-Therapie und müssen Jahre später auf eine Bi-Level-Therapie umgestellt werden.



Bode-Diagramm
Abhängigkeit eines Parameters von der Frequenz, andere Bezeichnungen sind Frequenzgang oder Frequenzkennlinie bzw. Amplitudenkennlinie.

C


CPAP
Gerät zur Therapie obstruktiver Schlafapnoen. Die pneumatische Leistungsfähigkeit eines CPAP wird durch seine Druckstabilität bestimnmt.

CPAP = Continuous Positive Airway Pressure (kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck); Gerät zur Erzeugung einer künstlichen Atematmosphäre, deren Druck gegenüber der Normalatmosphäre erhöht ist. Infolge des höheren CPAP-Drucks in den oberen Atemwegen bleiben diese gleichermaßen „aufgepumpt“ und durchgängig für eine freie Spontanatmung.
Ein CPAP ist somit kein Beatmungsgerät, sondern lediglich ein medizinisches Hilfsmittel, das die Voraussetzung schafft, dass der Betroffene seine natürliche Spontanatmung auch einsetzen kann. Ein Bi-Level Gerät ist ein CPAP mit zwei Druckniveaus.



CPAP-Druck
im Schlaflabor ermittelter Therapiedruck, zur Verminderung häufiger Schlafapnoen.



CPAP-Therapie
Aufrechterhaltung der Strömungsquerschnitte der oberen Atemwege während des Schlafes durch Einleitung eines Druckes über eine Gesichtsmaske.



Compliance
Der Ausdruck hat zwei Bedeutungen:

1. Elastische Volumendehnbarkeit (Kapazität) des Thorax-Lungen-Systems messbar als Volumenzunahme pro Druckzunahme. Mit zunehmendem Alter geht die Compliance der Lunge zurück, die Lunge wird steifer.

2. Bereitschaft des Patienten zur aktiven Mitwirkung bei der Therapie



D


DKD
Abk. für Deutscher Kalibrierdienst.




Druck
Physikalische Größe für die Kraftwirkung auf eine Fläche. Die gesetzliche Maßeinheit für den Druck ist das Pascal. 100 Pa = 1 hPa (hPa: Hektopascal) entsprechen 1 mbar (mbar: Millibar) oder dem Druck in etwa 10 mm Wassertiefe.



Druck-Volumen-Verlauf
Darstellung der Abhängigkeit des Therapiedruckverlaufes vom Verlauf des Atemvolumens in der Therapiemaske zur Beurteilung der pneumatischen Leistungsfähigkeit eines CPAP.



Druckregelung
Benutzung eines Regelkreises zur Einstellung des Therapiedruckes.



Drucksensor
Bauelement, das bei angelegtem Druck ein proportionales elektrisches Signal abgibt.



Druckstabilität
Qualitätsmerkmal eines CPAP, die Druckstabilität ist abhängig von einem Geräteparameter, den man als Druckstabilitätsbeiwert, Druckverlustkoeffizient oder Innenwiderstand bezeichnen kann.




Druckverlust
Rückgang des Druckes in einem strömenden Medium entlang eines Strömungspfades aufgrund von Reibungen und Turbulenzen in Strömungskanälen.



Dynamik
Eigenschaft eines Systems, einer Baugruppe oder eines Bauteils, seine bestimmungsgemäße Funktion innerhalb einer (möglichst kleinen) Zeit ausführen zu können.




E


Einschlaframpe
Betriebszustand, in dem ein CPAP den Therapiedruck von einem niedrigen Wert ausgehend langsam bis auf den Therapiedruck hochfährt.

Einige CPAP-Patienten können mit dem vom Arzt verordneten Therapiedruck nicht einschlafen. Deshalb bieten CPAP-Geräte fast immer die Möglichkeit der Wahl einer bestimmten Zeit, in der das Gerät den Druck von einem niedrigen Wert, der das Einschlafen nicht behindert, auf den Therapiedruck hochfährt.



Elektro-Smog
Der Begriff Elektro-Smog ist physikalisch nicht definiert. Gemeint ist die Belastung der Umwelt des Menschen mit Feldern elektrischen oder magnetischen Ursprungs.



Exspiration
Ausatmung



Externer Befeuchter
Luftanfeuchter, der als gesondertes Gerät betrieben wird.


F


FLEXLINE
FLEXLINE ist der Name für ein Drucksteuerverfahren von HOFFRICHTER

Mit dem FLEXLINE Logo gekennzeichnete Geräte senken den Therapiedruck während der Exspiration flowabhängig ab und besitzen somit einen negativen Innenwiderstand zur Erleichterung des Ausatemvorganges.
Das Verfahren wurde ursprünglich dazu entwickelt, um den flowabhängigen Druckverlust am Therapieschlauch unter Ausnutzung der Druckregelung des Gerätes auszugleichen. Durch Einstellung einer beliebigen Überkompensation entsteht der gewünschte Effekt.



Filter
Vorrichtung zur Reduzierung von festen Bestandteilen und Mikroorganismen im Therapieluftstrom.



Flankensteilheit
Geschwindigkeit des Druckanstiegs oder Druckabfalls in Bi-Level Geräten.



Flow
Bezeichnung für Volumenstrom, pro Zeiteinheit bewegtes Volumen einer Flüssigkeit oder eines Gases z.B. Luft. Eine oft verwendete Maßeinheit ist das Liter je Sekunde.



Flowlimitation
Flowrückgang nach Beginn einer Inspiration durch Verengung der Atemwege.

Ähnlich wie beim Schnarchen kollabieren die Atemwege nicht völlig, sondern nur auf ein bestimmtes Maß, wodurch deren Durchgängigkeit lediglich eingeschränkt ist.



Frequenzgang
Abhängigkeit eines Signals oder eines Parameters, wie beispielsweise Druckvarianz oder Impedanz eines CPAP von der (sinusförmigen) Atemfrequenz, Bode-Diagramm


G


Gebläse
Strömungsmaschine, die mit Hilfe eines Motors einen Gasstrom erzeugt

In einem CPAP werden zur Druckerzeugung Gebläse eingesetzt, die nach dem Zentrifugalprinzip die Luft in radialer Richtung eines Flügelrades verdichten. Das Gebläse ist das wichtigste Aggregat eines Atemtherapiegerätes und bestimmt seine Qualität maßgeblich.



Gebläse-Urdruck
Druckdifferenz direkt zwischen Lufteinlauf- und Luftauslassöffnung eines Gebläses, ohne Luftströmung gemessen.

Der Gebläse-Urdruck ist stets größer als der in der Maske herrschende Therapiedruck. Längs des Luftweges von der Frischluft-Eintrittsöffnung bis in die Therapiemaske hinein entstehen Druckverluste an den dort herrschenden Strömungswiderständen. Der Urdruck ist gleich der Summe aus Therapiedruck und aller Druckverluste.



Gerätegeneration
Technologische Grundlage eines Gerätekonzeptes, das über einen bestimmten Zeitraum die Bauart prägt.

Die CPAP-Therapie ist nicht älter als zwei Jahrzehnte und wurde parallel begleitet von einer technischen Geräteentwicklung. Die ersten Geräte waren laut, schwer und wenig druckstabil. Sie halfen zwar gegen die unmittelbaren Auswirkungen der Schlafapnoe, hatten aber Nebenwirkungen, die als Langzeitfolgen noch heute diskutiert werden.



Geräuschdämmung
Verfahren zur Verminderung der Schallabgabe an einem CPAP

Geräuschminderung sollte für den Konstrukteur mit der Vermeidung von Geräuschquellen beginnen. Da in Atemtherapiegeräten Luftströmungsgeräusche und Antriebsgeräusche entstehen, müssen geeignete geräuscharme Antriebe für Gebläse und Ventile entwickelt und der Strömungsverlauf optimal gestaltet werden. Die dann verbleibenden Geräusche müssen durch Dämmung von der Umwelt abgeschirmt werden. Dabei ist eine Dämmwand umso wirksamer, je schwerer sie ist. Deshalb ist ein leichtgewichtiges CPAP in der Regel lauter als ein Gerät mit einem hohen Gewicht. Damit der Schall nicht über die Luftkanäle nach außen oder in den Atemschlauch geleitet wird, werden im Geräteinnern Umleitungen angelegt. Das Prinzip dabei ist, dass sich eine Luftströmung umleiten lässt, nicht aber der Schall und dieser wird auf diese Weise deutlich mit jeder Umleitung gedämpft. Üblich sind zwei bis drei Umleitungen, da jede Umleitung den Druckverlustkoeffizienten erhöht.



Grenzdruck
Der größte (maximaler Grenzdruck) oder der kleinste (minimaler Grenzdruck) an der Patientenanschlussöffnung gemessene Druck, der bei einer Fehlfunktion des Gerätes, jedoch bei intakter Sicherheitsvorrichtung, im Atemsystem erreicht werden kann.


H


Hyperventilation
Drastische Erhöhung von Atemfrequenz und Atemzugvolumen (tiefes und schnelles Durchatmen). Eine Hyperventilation kann sich unbewusst im Anschluss an eine Apnoe einstellen und ein CPAP-Gerät dabei an seine Leistungsgrenze treiben.



Höhenlage
Höhe des Betriebsortes eines CPAP-Gerätes in Metern über dem Meeresspiegel.

Bei einem CPAP mit Druckregelung ist die Höhenlage bedeutungslos, solange die Luftdichte groß genug ist, damit das Gebläse den erforderlichen Gebläse-Urdruck noch aufbauen kann. Geräte ohne Druckregelung enthalten einen Drehzahlsteller. Sofern diese Geräte über keinerlei Druckregler verfügen, muss am Gerät die jeweilige Betriebshöhe ü. d. M. eingegeben werden. Bei Höhen oberhalb 3000 m können die meisten CPAP Geräte nicht mehr eingesetzt werden.

I


IPAP
Inspiratory Positive Airway Pressure

Der IPAP ist der Therapiedruck, der dem Patienten bei jedem maschinellem Atemhub während der Inspiration verabreicht wird.



Innenwiderstand
Druckverlustkoeffizient oder Druckstabilitätsbeiwert eines CPAP und damit die wichtigste pneumatische Kennzahl eines CPAP überhaupt. Der Innenwiderstand wird als Druckänderung pro Flowänderung und damit in hPa/(l/s)gemessen.

Durch die wechselnde Stärke der Atemluftströmung entstehen in der Maske belastungsabhängige Druckänderungen. Diese sind umso größer, je stärker die Atemanstrengungen eines Patienten sind. Ursache ist Reibung und Wirbelbildung der Luft an Filtern, Schalldämpfern, Schläuchen und allen inneren Kanälen eines CPAP.

Ein CPAP mit einer Druckregelung besitzt keinen Innenwiderstand, sondern eine frequenzabhängige innere Impedanz.



Inspiration
Einatmung



K


Koeffizient
Kenngröße, Beiwert oder Kennzahl, die den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung darstellt. Ein Koeffizient ist meist der Quotient von beeinflusster und beeinflussender physikalischer Größe.



Komplexer Innenwiderstand
Impedanz, allgemeines Formelzeichen z, formal ein aus zwei Komponenten z = a und jb zusammengesetzter Widerstand. Dabei bezeichnet a einen Realteil und jb einen Blindanteil des Widerstandes. Der Betrag des komplexen Widerstandes ist der scheinbar wirkende

Eine Druckregelung macht es möglich, dass der wirksame Innenwiderstand eines CPAP sehr viel kleiner sein kann, als die Summe der Einzelwiderstände, sofern ein hochdrehendes Gebläse eingesetzt wird. Andererseits kann eine Druckregelung bei Verwendung eines sehr trägen Gebläses den Innenwiderstand eines CPAP sehr schnell erhöhen, wenn die Atemfrequenz ansteigt.

Immer dann, wenn ein Widerstand von der Frequenz abhängt, wird er mit dem Begriff Impedanz bezeichnet. Da moderne CPAP-Geräte zunehmend über eine Druckregelung verfügen, besitzen sie nicht mehr einen frequenzunabhängigen Innenwiderstand, sondern eine atemfrequenzabhängige Impedanz. Eine optimale Angabe der pneumatischen Leistungsfähigkeit eines CPAP ist die Darstellung seiner Impedanz in einem Bode-Diagramm.



Konverter
Konvertierer; ein Gerät, das eine Energie- oder Signalform in eine andere Energie- oder Signalform umsetzt.

Im Zusammenhang mit Atemtherapiegeräten sind Konverter Geräte, die den Betrieb eines CPAP auch an anderen Energiequellen ermöglichen.

L


Leckagewarnung
Sicherheitsfunktion, die bei einem Druckabfall z.B. durch eine verrutschte Therapiemaske einen akustischen Alarm erzeugt.



Luft(liter)leistung
Grenzflow, den ein CPAP bei eingestelltem Maximaldruck abgeben kann.



Luftdichte
Quotient von Masse und Volumen der Luft. In Normalhöhe beträgt die Luftdichte
1,2929 kg/m3. Die Luftdichte nimmt proportional mit dem Luftdruck ab.



Lufterwärmung
Zunahme der Lufttemperatur beim Durchgang durch ein CPAP

M


Maskentest
Komfortfunktion eines CPAP

Bei aktivierter Einschlaframpe erhöht das CPAP den Druck langsam von einem kleinen Wert ausgehend bis auf den Therapiedruck. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten andauern und soll das Einschlafen erleichtern. Normalerweise bekommt der Patient dann nicht mehr mit, wenn die Maske nach Erreichen des Therapiedrucks eine Leckage aufweist.

Die Maskentestfunktion schaltet zwischen Einschaltvorgang und Start der Einschlaframpe eine Phase, in der das CPAP seinen endgültigen Therapiedruck erzeugt. In dieser Phase, dessen Dauer frei gewählt werden kann, besteht für den Patienten die Möglichkeit, die Dichtheit der Maske zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Nach Ablauf der Maskentestphase startet das CPAP seine Rampenfunktion.



Medizinproduktegesetz
Seit 27. Juli 1994 geltendes Gesetz zur Regelung des Verkehrs mit Medizinprodukten um dadurch für die Sicherheit, Eignung und Leistung der Medizinprodukte sowie der Gesundheit und den erforderlichen Schutz der Patienten, Anwender und Dritter zu sorgen.



Mono-Level-Therapie
CPAP-Therapie mit einem Druckniveau

N


Nebenwirkungen
Kurzfristige und langfristige negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand eines Patienten bei der CPAP-Therapie.



Netzausfallalarm
Akustische Alarmfunktion bei Ausfall des Versorgungsnetzes während der CPAP-Therapie

Ein Netzausfall während der Therapie führt zum Stillstand des Gebläses. Geschieht dieses unbemerkt während des Schlafes, dann kommt es zur Rückatmung verbrauchter Luft. Es entsteht eine CO2-Anreicherung und O2-Unterversorung, die unter Umständen auch gefährlich werden könnte.

Hochwertige Geräte verfügen deshalb über einen akustischen Alarm, der den Patienten beim Ausfall der Stromversorgung warnt.



Netzwahlautomatik
Automatische Anpassung an verschiedene weltweit übliche Netzspannungen und - Frequenzen

O


Obstruktion
Verschluss eines Hohlorganes

Bei der CPAP-Therapie steht der Begriff „Obstruktion“ immer im Zusammenhang mit dem Verschluss der oberen Atemwege aufgrund der Erschlaffung des Gewebes während des Schlafes und der damit einhergehenden Schlafapnoe.



Obstruktive Schlafapnoe
Vollständiger oder teilweiser mechanischer Verschluss der oberen Atemwege durch körpereigenes Gewebe.

P


PEEP
Positive Endexpiratory Pressure

Ein Peep bezeichnet einen bei der Beatmung künstlich in der Lunge erzeugten positiven Druck, der nach Abschluss der Exspiration anliegt. Das Ziel ist ein Kollaps der Alveolen zu vermeiden und außerdem kann die Sauerstoffsättigung des Blutes verbessert werden.



Patientenanschlussöffnung
Öffnung des Atemsystems eines Gerätes, an die der Patient angeschlossen werden kann, praktisch die geöffnete Seite der Therapiemaske.



Phasenverschiebung
Differenz der Phasen zweier Schwingungen mit gleicher Frequenz. Die Phasen zweier Schwingungen sind gleich und die Phasenverschiebung ist NULL, wenn ihre Schwingungszustände, z. B. Maxima und Minima zu jedem Zeitpunkt übereinstimmen.

Q


R


Relative Luftfeuchte
Verhältnis der tatsächlich enthaltenen zur maximal möglichen Masse des Wasserdampfes in der Luft, also absolute Feuchte geteilt durch maximale Feuchte in Prozent.



Ringkerntransformator
Eine Bauart eines Transformators, bei der die Wicklungen auf einem toroidförmigen
Kern untergebracht sind. Ringkerntransformatoren besitzen keine oder nur sehr schwache Streufelder.



Rückatmung
Wiedereinatmung von bereits ausgeatmeter Luft

Stromausfall, zu großes Maskenvolumen, zu kleine Öffnung im Ausatemventil, falsche Anordnung des Ausatemventils oder Verordnung eines zu kleinen Therapiedrucks kann eine Rückatmung die Folge haben.
Das Volumen eines Standard-Therapieschlauches inklusive des Innenraumvolumens des Gebläses ist größer als das Atemzugvolumen. Ein unbemerkter Stromausfall könnte deshalb sogar gefährlich werden. Therapiegeräte mit einem Netzausfallalarm erhöhen deshalb die Sicherheit.

S


Schlaf
Erholungs- und Erneuerungsperiode für den gesamten Organismus



Schnarchen
Rhythmisches strömungsbedingtes Zusammenziehen der oberen weichen Atemwege im Rachenbereich



Selbsthilfegruppen Schlaftherapie
Freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die sich durch ihr Leiden an obstruktiver Schlafapnoe verbunden fühlen und durch aktive Selbsthilfe gegenseitig helfen.



Start-Stopp-Automatik
Komfortfunktion, automatisches ein- und ausschalten des Gebläses eines CPAP-Gerätes durch den Atemvorganges.

Das Gebläse wird nach Aufsetzten der Maske durch den ersten Atemzug automatisch gestartet, ohne dass irgendein Schalter betätigt werden muss. Das Gebläse schaltet sich automatisch nach einer Verzögerungszeit aus, sobald die Maske wieder abgelegt wird.



Strömungswiderstand
eine von Körpern (Strömungshindernisse) ausgehende Kraft, die eine Strömung behindert

T


Therapiedruck
Vom Arzt verordneter und an einem CPAP oder Bi-Level Gerät eingestellter CPAP-Druck zur Verhinderung obstruktiver Schlafapnoen.



Therapieluft
Von einem CPAP unter den Therapiedruck gesetzte Luft, die dem Patienten als Atemluft zugeführt wird.



Therapiemaske
Die Therapiemaske dient der Einleitung des CPAP-Druckes in die oberen Luftwege.



Totraum
Volumenanteil von Maske und Ausatemventil bis zur Abluftöffnung, der rückgeatmet werden kann.

Bei der Ausatmung werden die Maske und ein Teil des Schlauches mit verbrauchter Luft gefüllt. Zumindest ein Teil der in der Maske befindlichen verbrauchten wird mit dem nächsten Atemzug wieder eingeatmet. Zur Minimierung der Rückatmung sollte die Abluftöffnung, des Ausatemventils so dicht wie möglich am Nasenausgang angeordnet und das Volumen der Maske so klein wie möglich gewählt sein.



Trigger
Techn. Vorrichtung, die bei Überschreitung einer Vorgabeschwelle einen Vorgang startet. In der Atemtherapie hat der Atemtrigger eine große Bedeutung.



Turbine
Häufig benutzte fälschliche Bezeichnung für das Gebläse in einem Atemtherapiegerät.

U


V


Verordnung
Ärztliche Verschreibung eines medizinisch notwendigen Hilfsmittels für die Atemtherapie.

Bei festgestellter medizinischer Notwendigkeit wird der Arzt ein Atemtherapiegerät verordnen. Die Kostenübernahme erfolgt durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung.
Welches Gerät zur Anwendung kommt, sollten Arzt und Patient gemeinsam entscheiden.

W


Wirkwiderstand
In der Pneumatik ein Widerstand, an dem Arbeit lediglich durch Reibung umgesetzt wird.

X


Y


Z


zusätzliche Atemarbeit
Zusätzlich von der Atemmuskulatur aufzubringende Energie zur Überwindung der Strömungswiderstände des CPAP inklusive des verwendeten Zubehörs.

Entgegen dem persönlichen Eindruck entsteht zusätzliche Atemarbeit nicht dadurch, dass gegen einen erhöhten Druck ausgeatmet werden muss, denn diese Anstrengung wird physikalisch gesehen durch eine gleich große Erleichterung beim Einatmen wieder ausgeglichen.

Zusätzliche Atemarbeit entsteht, wenn das CPAP einen Innenwiderstand aufweist. Der Atemwegswiderstand der Lunge und der Innenwiderstand eines CPAP sind strömungstechnisch hintereinandergeschaltet und werden zur gleichen Zeit vom gleichen Flow durchströmt, der von der gleichen Atemmuskulatur aufzubringen ist. Wenn also der Atemwegswiderstand der Lunge der atemphysiologisch bedeutendste Parameter des Menschen ist, dann ist der Innenwiderstand oder Druckstabilitätsbeiwert der bedeutsamste pneumatische Parameter eines CPAP.



Zentrale Apnoe
Durch das Zentralnervensystem ausgelöster Atemstillstand.

Eine zentrale Apnoe tritt nicht so häufig auf wie eine obstruktive Apnoe. Auch in diesem Fall wird der normale Ablauf des Schlafes häufig durch ein plötzliches Erschrecken und Wiedereinsetzen der Atmung unterbrochen.
Im Gegensatz zu einer obstruktiven Apnoe, die durch Erhöhung des Therapiedrucks beendet wird, darf der Druck bei einer zentralen Apnoe auf keinen Fall erhöht werden, weil dadurch das Wiedereinsetzen der Atmung behindert wird. Diese Erkenntnis ist bei der Steuerung von Auto-Adjust-Geräten bedeutsam.